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Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12
Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12
Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12
eBook146 Seiten1 Stunde

Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12

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Mordswetter am Wannsee!

Berlin 1968 Kriminalroman Band 12

von Tomos Forrest

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

 

Geld hatte für Kathy Grosser eine magische Anziehungskraft. Als Fotomodell verdiente sie nicht schlecht, aber als Escortdame noch mehr. Deshalb ist sie nicht abgeneigt, das Date im Hotel zu übernehmen, vor dem sich ihre Auftraggeberin fürchtet. Doch dieses Treffen endet für Kathy tödlich, und nun beginnt die Jagd auf ihre Auftraggeberin, die von einem unheimlichen Mörder verfolgt wird…

 

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum4. Juni 2021
ISBN9781393388302
Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12
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    Mordswetter am Wannsee! Berlin 1968 Kriminalroman Band 12 - Tomos Forrest

    Mordswetter am Wannsee!

    Berlin 1968 Kriminalroman Band 12

    von Tomos Forrest

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

    Geld hatte für Kathy Grosser eine magische Anziehungskraft. Als Fotomodell verdiente sie nicht schlecht, aber als Escortdame noch mehr. Deshalb ist sie nicht abgeneigt, das Date im Hotel zu übernehmen, vor dem sich ihre Auftraggeberin fürchtet. Doch dieses Treffen endet für Kathy tödlich, und nun beginnt die Jagd auf ihre Auftraggeberin, die von einem unheimlichen Mörder verfolgt wird...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

    Roman – Nach Motiven – by Tomos Forrest, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

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    1

    „Nein, das sehe ich überhaupt nicht, Franzi!"

    Bernd Schuster zeigte an diesem Morgen ein ausgesprochen schlecht gelauntes Gesicht, als ihn seine Lebensgefährtin und hochgeschätzte Mitarbeiterin Franziska Jahn nach einem längeren Wochenende gefragt hatte.

    „Aber Bernd – glaubst du nicht auch, dass wir beide uns einfach mal ein wenig Sonnenschein im Strandbad verdient haben? Der Wetterbericht verspricht Sonne pur, es sollen über dreißig Grad werden – und das Wasser ist längst auf Badetemperatur!"

    „Weißt du, was ich mir gestern auf dem Elternabend anhören musste? Ihre Tochter Lucy scheint ein wenig zu viel Freizeit zu haben, Herr Schuster! Sie kommt leider nicht mit ihren Schularbeiten hinterher!"

    Franziska stand auf und folgte Bernd mit der Kaffeekanne in der Hand. Sie wusste, wie sie den grummelnden Bernd wieder freundlicher stimmen konnte, schenkte ihm schweigend den Becher voll und stellte ihn auf dem Schreibtisch ab. Bernd Schuster hatte einen Umschlag geöffnet und tat, als müsse er sich dem Inhalt widmen.

    „Sieh mal, Bernd, du kennst doch die Noten, die Lucy im ersten halben Jahr nach Hause brachte. Nicht eine einzige war schlechter als eine Zwei. Und ich glaube nicht, dass ihr Klassenlehrer wirklich Anlass zur Klage hat!"

    Bernd sah auf und musste schon wieder lächelnd.

    „Ja, mag ja sein, aber dieser alte Trottel geht mir auf den Wecker mit seinen Predigten. Du hättest ihn nur mal sehen müssen, in seinem Nyltest-Hemd, die Strickkrawatte um den Hals gewürgt, seine ausgebeulten Hosenbeine, die unmögliche Frisur – Rundschnitt wie zur Zeit der alten..."

    Franziska drückte ihm einen Kuss auf die Wange und sagte:

    „Guten Morgen, alter Brummbär! Lass uns den Tag noch einmal mit einem Lächeln beginnen! Siehst du – und dann blättere bitte in deinem Kalender. Freitag bis Sonntag wird rot markiert. Terminvermerk: Mit Franziska im Strandbad."

    „Hm, ich weiß nicht, Franzi. Der Mercedes ist noch immer kaputt, ich muss noch ein paar Akten durchsehen, dann den Bericht von Knut über diesen unangenehmen, alten Gockel, der hinter jedem Rockzipfel her ist, und dann..."

    „Ja, ich weiß schon!, sagte Franziska und ging ins Vorzimmer. „Immer neue Fälle, dem Himmel sei Dank, dass du ja nicht auf die Idee kommst, dich in die Sonne zu legen!

    *

    Kathy Grosser kletterte aus dem Taxi und verzog das Gesicht, als sie sah, worauf sie sich eingelassen hatte. Das Hotel war noch nicht einmal Mittelklasse. Die Fassade mit dem abbröckelnden Putz machte den Eindruck, als hätte sie die letzten beiden großen Kriege ohne Erneuerung überstanden.

    Kathy Grosser betrat die Rezeption. Immerhin gab es eine Klimaanlage, was an diesem warmen Sommertag eine Erleichterung war. Kathy Grossers klickende Absätze weckten den noch jungen, dunkelhaarigen Portier aus dem Dämmerzustand eines Halbschlafs. Er blinzelte, dann grinste er der Besucherin entgegen. Je näher sie kam, umso breiter wurde sein Grinsen. In ihm zeigten sich jetzt auch Respekt und offene Bewunderung.

    Keine Frage, Kathy Grosser konnte sich sehen lassen. Sie war Fotomodell und Mannequin, aber wenn es ums Geldverdienen ging, war sie auch geneigt, sich in anderen Berufssparten zu behaupten, zum Beispiel in der eines Callgirls. Nein, das war nicht die richtige Bezeichnung. Auch nicht das Wort ‚Escort‘. Katy bevorzugte die Bezeichnung ‚Gesellschafterin‘.

    „Gnädige Frau?", fragte der Portier und stand auf.

    „Gitte Hansen, stellte sie sich vor und legte ihre Krokodillederhandtasche auf den Rezeptionstresen. „Ich habe mich telefonisch angemeldet. Der Portier öffnete ein Buch, schaute hinein und nickte. „Ja, Frau Hansen. Zimmer 211 in der zweiten Etage. Ich kümmere mich um Ihr Gepäck."

    „Es befindet sich im Schließfach der U-Bahn, behauptete Kathy Grosser. „Ich weiß noch nicht, wie lange ich bleiben werde. Ist schon nach mir gefragt worden?

    „Nein, Frau Hansen."

    Kathy Grosser blickte auf ihre Uhr.

    „Ich erwarte Besuch. So gegen drei."

    Der Portier räusperte sich. „Handelt es sich um einen männlichen Besucher, Frau Hansen?"

    Kathy Grosser lächelte amüsiert. „Ist das gegen die Vorschriften?", fragte sie.

    Der Portier senkte den Blick und strich die Seiten des zerschlissenen Gästebuchs glatt. „Wir haben einen neuen Chef bei der Sitte, erklärte er. „Ein richtiger Scharfmacher. Momentan hat er‘s mit dem Beherbergungsgewerbe ...

    Kathy Grosser öffnete die Handtasche, fischte einen Zwanzig-Markschein heraus und überließ ihn dem Portier. „Er braucht ja nicht zu wissen, dass ich hier bin."

    Der Portier ließ die Banknote im Aufschlag seines Ärmels verschwinden und überreichte Kathy Grosser den Schlüssel.

    „Der Fahrstuhl ist leider außer Betrieb. Wir warten seit Tagen auf die Reparaturfirma, aber Sie wissen ja selbst, was von den Versprechen der Handwerker zu halten ist."

    „Warum versuchen Sie‘s nicht mal mit der Bezahlung der letzten, noch offenstehenden Rechnung?" spottete Kathy Grosser, hängte sich die Tasche um und ging auf die Treppe zu. Sie fühlte die begehrlichen Blicke des Portiers fast körperlich auf Beinen und Rücken, aber sie störte sich nicht daran. Sie war es gewöhnt, im Mittelpunkt männlicher Aufmerksamkeit zu stehen.

    Als sie das Zimmer betrat, war sie angenehm überrascht von der modernen, ansprechenden Möblierung. Nur die Auslegeware hatte ein paar böse Flecken. Kathy Grosser warf die Handtasche auf das Bett, ging ins Badezimmer und überzeugte sich im Spiegel davon, dass es an ihrem Make-up nichts auszusetzen gab.

    Sie ließ ihre Zungenspitze über die rot schillernden Lippen gleiten, kehrte in das Hotelzimmer zurück, setzte sich auf das Bett und zündete sich eine Zigarette an.

    Kathy Grosser hielt sich für cool, für einen Menschen, der mit großer Gelassenheit imstande ist, jeder Herausforderung zu begegnen, aber sie musste zugeben, dass sie eine prickelnde Spannung empfand, ein seltsames Gefühl in der Magengegend, das mit dem ungewöhnlichen Auftrag zusammenhing, den sie erhalten hatte.

    Es klopfte.

    „Herein", rief sie.

    Ein Mann betrat das Zimmer. Er war etwas über mittelgroß und dunkelblond. Kathy Grosser schätzte ihn auf Anfang Dreißig. Ihr gefiel weder das Lächeln, das er zeigte, noch der Ausdruck seiner Augen, die von dem Lächeln unberührt blieben. Ihr gefiel überhaupt nichts an dem Mann, aber schließlich war sie nicht hergekommen, um sich mit ihm zu vergnügen.

    „Frau Hansen?", fragte er.

    „Ja, ich bin Gitte Hansen", behauptete sie und erinnerte sich an die Weisungen, die sie von ihrer attraktiven Auftraggeberin erhalten hatte.

    Der Mann zog die Tür hinter sich ins Schloss. „Was halten Sie von dieser Absteige?", fragte er und blickte sich prüfend um.

    „Ich kenne schlimmere."

    „Tatsächlich?", murmelte er und warf einen Blick ins Badezimmer.

    „Suchen Sie jemand?", fragte Kathy Grosser und drückte ihre Zigarette im Ascher aus.

    Der Besucher zog seinen Kopf aus dem Badezimmer zurück, lehnte sich gegen die Wand und verschränkte seine Arme vor der Brust. „Sie sehen verdammt gut aus", sagte er.

    „Danke. Wollen Sie mir nicht etwas anbieten?"

    „Das hat doch Zeit, oder?"

    „Nein. Ich habe keine Lust, mich lange mit Ihnen zu unterhalten. Zeigen Sie mir das Material, und ich werde Ihnen sagen, was ich davon halte."

    „Was es wert ist, meinen Sie", sagte der Mann.

    Er hatte sehr helle Augen von verwaschenem Grau. Fischaugen, wie Kathy Grosser fand. Seine Gesichtshaut war ungewöhnlich zart und rosig.

    „Also gut, meinetwegen auch das, sagte Kathy Grosser. „Wo ist es?

    „Ziehen Sie sich aus", sagte er.

    Kathy Grosser brauchte eine volle Sekunde, um sich von ihrer Überraschung zu erholen. „Wie bitte?", murmelte sie.

    „Ziehen Sie sich aus", wiederholte der Mann.

    „Haben Sie den Verstand verloren?"

    Der Mann grinste. Er sah belustigt aus, aber seine Art des Humors war alles andere als ansteckend, sie verursachte Kathy Grosser eine Gänsehaut. „Sie sollten Ihre Chance nutzen", sagte er.

    „Wovon reden Sie überhaupt?"

    „Von der Lust. Ich möchte sie gern mit Ihnen teilen."

    „Haben Sie mich deshalb hergebeten?"

    „Ja, genau deshalb."

    „Sie sind verrückt. Ich bin verheiratet!"

    Kathy Grosser war bemüht, die Spielregeln einzuhalten, die die Frau ihr eingehämmert hatte, gleichzeitig wuchs in ihr eine merkwürdige Beklemmung.

    „Du lieber Himmel, sagte der Mann. Er blickte auf seine Uhr. „Zum Glück haben wir Zeit.

    „Zeit wofür?"

    „Für das Leben und für den Tod", sagte er. „Für

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