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Schreib niemals deine Memoiren Berlin 1968 Kriminalroman Band 16

Schreib niemals deine Memoiren Berlin 1968 Kriminalroman Band 16

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Schreib niemals deine Memoiren Berlin 1968 Kriminalroman Band 16

Länge:
141 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
6. Juni 2021
ISBN:
9798201093921
Format:
Buch

Beschreibung

Schreib niemals deine Memoiren

Berlin 1968 Kriminalroman Band 16

von Tomos Forrest

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 115 Taschenbuchseiten.

 

Im Jahr 1963 fand ein spektakulärer Überfall auf den Postzug in England statt. Die Bande erbeutete Millionen, tauchte unter und – wurde weltweit gejagt. Als beim Bestseller-Verleger Gerd Machens nun ein Mann vorspricht, der behauptet, er hätte damals die gesamte Planung gemacht und wäre der eigentliche Kopf hinter dem Verbrechen, wittert der Verleger ein gutes Geschäft. Er lässt auch nicht locker, als nach dem Besuch in seinem Verlagshaus dieser Mann mit seinem Auto in die Luft fliegt. Sehr schnell wird Bernd Schuster, der nach den Aufzeichnungen des verhinderten Autors suchen soll, in einen Strudel von Verbrechen gezogen…

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Freigegeben:
6. Juni 2021
ISBN:
9798201093921
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Buch

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Berlin 1968 Kriminalroman Band 16

von Tomos Forrest

Der Umfang dieses Buchs entspricht 115 Taschenbuchseiten.

Im Jahr 1963 fand ein spektakulärer Überfall auf den Postzug in England statt. Die Bande erbeutete Millionen, tauchte unter und – wurde weltweit gejagt. Als beim Bestseller-Verleger Gerd Machens nun ein Mann vorspricht, der behauptet, er hätte damals die gesamte Planung gemacht und wäre der eigentliche Kopf hinter dem Verbrechen, wittert der Verleger ein gutes Geschäft. Er lässt auch nicht locker, als nach dem Besuch in seinem Verlagshaus dieser Mann mit seinem Auto in die Luft fliegt. Sehr schnell wird Bernd Schuster, der nach den Aufzeichnungen des verhinderten Autors suchen soll, in einen Strudel von Verbrechen gezogen...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

Roman – Nach Motiven – by Tomos Forrest, 2021

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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https://twitter.com/BekkerAlfred

Zum Blog des Verlags geht es hier

https://cassiopeia.press

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1

Bernd Schuster war schnell zum Kiosk an der Ecke Kielganstraße/Kurfürstenstraße gegangen, um sich eine Schachtel Roth Händle zu holen, seine bevorzugte Zigarettenmarke. Dabei fiel sein Blick auf die große Schlagzeile der Tageszeitung:

‚Schwager des Posträubers in Berlin gesichtet?‘

Bernd stutzte, dann griff er nach der Zeitung.

„Einmal Käseblatt dazu, Herr Schuster?", erkundigte sich der Kioskbesitzer.

Bernd war hier Stammkunde geworden, seit er seine Detektei in der alten Ladenzeile eröffnet hatte. Die wenigen, reißerischen Worte unter der Balkenüberschrift lenkten ihn ab.

„Wie? Ja, klar, das war noch nicht mal im Radio!", bemerkte er und hielt die Zeitung hoch.

„Globen Se dit etwa?", erkundigte sich der Kioskbesitzer ungläubig und legte das Wechselgeld auf sein Zahlbrett.

„Glauben ist so eine Sache. Aber das große Ding vor fünf Jahren hat schon die gesamte kriminalistische Welt in Atem gehalten. Noch heute ist ein großer Teil der Beute nicht aufgetaucht. Und wenn ich nun so etwas hier lese... Moment ... ach ja, typisch für dieses Blättchen. Alles nur Vermutungen oder wilde Spekulationen. Hier behauptet ein Student, dass er vor zwei Tagen John Daly in einem Café gegenüber gesessen habe. Der Mann sprach nur Englisch, und der Student war sich vollkommen sicher, ihn erkannt zu haben. Damals waren die Bilder der sogenannten ‚Posträuber‘ in allen Medien, und Daly, der Schwager des großen Planers Bruce Reynolds, war der Einzige unter den Verdächtigen, den man freigesprochen hat."

„Wäre dit nich was für Ihnen, Herr Schuster?"

Bernd faltete die Zeitung zusammen und grinste.

„Na, ich weiß nicht. Dieser John Daly ist doch eher ein Außenseiter gewesen, sonst hätte ihn Scotland Yard bestimmt nicht laufen lassen."

„Weeß man ja nie so jenau, wa?", kommentierte der Mann in der kleinen Bude, und Bernd nickte ihm freundlich zu.

„Vielleicht wissen wir ja morgen schon mehr. Ich muss jetzt ins Büro, meine Sekretärin wird schon ungeduldig auf die Uhr schauen!"

„Na, dann jrüßen Se ma dat Fräulein!"

„Mach ich!", antwortete Bernd, ging aber jetzt gemessenen Schrittes zu der Ladenzeile und las unterwegs kopfschüttelnd den Artikel.

„Guten Morgen, Bernd. Na, das muss ja eine spannende Lektüre sein!, begrüßte ihn Franziska, als er die Tür öffnete. „Sieht ja fast so aus, als würdest du jetzt deine Aufträge aus der Boulevard-Presse erhalten!

„Guten Morgen, Franzi!, antwortete Bernd, küsste sie flüchtig auf die Wange und legte ihr die Zeitung aufgeklappt hin. „Lies mal selbst und bilde dir dein Urteil. Ist aber wieder typisch für diese Art von Revolverjournalismus. Immerhin die heutige Balkenüberschrift, und mal keine Fotos auf der Titelseite von Wasserwerfern, wilden Prügeleien bei einer Demo oder von den Kommunarden Teufel und Langhans.

„Ist aber nicht wirklich eine Verbesserung!", antwortete Franziska und folgte Bernd in dessen Büro. Sie nahm vom Regal zwei Tassen, griff nach der Kaffeekanne und schenkte Bernd und sich selbst ein.

„Das wird sicher wieder eine ganz ruhige Woche! Wir könnten mal planen, ob wir meine liebe Tochter von ihren Wochenend-Gewohnheiten ein wenig ablenken und gemeinsam etwas unternehmen, was meinst du, Franzi?"

Seine Lebensgefährtin und Mitarbeiterin lachte fröhlich auf.

„Das kenne ich, Bernd. Und mach dir um Lucy keine Gedanken! Sie hat mir erst gestern berichtet, was sie alles für die nächsten Klausuren pauken muss. Es sieht wohl eher nach einem kuscheligen Wochenende zu Zweit aus!"

„Auch nicht schlecht!, erwiderte Bernd und probierte den Kaffee. „Möchte nur wissen, was an dieser angeblichen Geschichte um diesen John Daly dran ist. Ich vermute mal, dass sich da ein junger Mann wichtigmachen will.

Nicht sonderlich weit entfernt von der Detektei, in einem Verlagsgebäude An der Urania, spielte das Schicksal ein Stück, in dem auch wenig später Bernd Schuster eine Rolle erhalten sollte.

*

„Ein Herr Jens Osborne wünscht Sie zu sprechen, meldete die Sekretärin. „Er sagt, er sei der gesuchteste Millionendieb der Welt.

Der Buchverleger Gerd Machens lehnte sich in seinem Drehsessel zurück und nahm sich Zeit mit seiner Antwort. Er war an den Umgang mit Halbverrückten gewöhnt. Leute, die ihm angeblich todsichere Bestsellermanuskripte anzudrehen versuchten, traten oft mit exzentrischen Behauptungen auf.

„Na schön, seufzte er schließlich. „Ich sehe mir den Burschen an. Schicken Sie ihn herein.

Jens Osborne betrat das Privatbüro des Erfolgsverlegers mit der Gelassenheit eines Mannes, der sich unter Prominenten zu bewegen weiß. Er war hochgewachsen und schlank, nicht älter als vierzig und recht gutaussehend. Ihn umgab das Flair eines Mannes, der auf Rennplätzen ebenso zu Hause ist, wie im Sattel eines Polopferdes. Seine Aufmachung war von salopper Eleganz. Er hatte hellblaue Augen und ein gewinnendes Lächeln. Dem Menschenkenner Machens war damit nicht zu imponieren. Er spürte auf Anhieb, dass Osborne seinen Aufstieg nicht einem reichen Elternhaus, sondern der eigenen Cleverness verdankte.

„Nehmen Sie Platz, mein Lieber, sagte Machens. Er neigte dazu, seine Besucher mit altväterischer Jovialität zu behandeln, „Um welche Million geht es denn?

„Sie machen sich über mich lustig, stellte Osborne fest und ließ sich in dem bequemen Besucherstuhl nieder. „Ich kann meine Memoiren auch anderen Verlagen anbieten.

„Oh ja, gewiss, meinte Machens unbeeindruckt. „Es gibt viele Verlage, die so etwas drucken, aber wer sicher sein möchte, dass sie den Markt erobern, wendet sich an mich. Sie haben meiner Sekretärin gegenüber behauptet, ein Millionendieb zu sein. Davon gibt es in diesem schönen Land vielleicht einige wenige Bekannte und vor allem solche, die noch gesucht werden. Ist es erlaubt zu fragen, welcher Kategorie Sie angehören?

Osborne lächelte belustigt.

„Mir kann nichts passieren, sagte er. „Wie Sie selbst wissen, verjährt Diebstahl nach sieben Jahren – egal, ob fünfzig Pfennig oder eine Million Mark gestohlen wurden.

„Diebstahl ohne die sogenannten erschwerenden Umstände, sagte Machens kopfnickend und legte einen Finger an die Lippen. „Lassen Sie mich nachdenken, fuhr er fort. „Wenn ich mich richtig erinnere, war der größte Coup der letzten Jahre

der vom 8. August 1963, den wir gern als den Postraub bezeichnen. Noch immer ist er nicht restlos aufgeklärt worden, und Bruce Reynolds, den man als Kopf der Bande bezeichnet, wurde ja gerade erst kürzlich in England verhaftet und sitzt seitdem. Sind Sie vielleicht der zweite Mann im Team, Ronald Biggs? Ach nein, sein Porträt kennt man ja inzwischen aus der gesamten Yellow press, oder Sie hatten einen ausgezeichneten Gesichtschirurgen, Herr Osborne. Haben Sie noch Ihren Anteil der Beute?"

Osbornes Lächeln vertiefte sich.

„Von mir, erklärte er, „hört die Öffentlichkeit die Fakten. Im Übrigen muss ich Sie doch wohl nicht darauf hinweisen, dass die gesamte Beute damals 2.631.684 Pfund Sterling betrug und man noch nicht einmal einen Bruchteil davon gefunden hat.

„Ich glaube einfach nicht, dass Sie einer der Beteiligten waren", erklärte der Verleger.

„Wer weiß das schon so genau? Vielleicht habe ich auch nur geplant - perfekt geplant, und konnte unerkannt im Hintergrund bleiben?", schloss Osborne selbstgefällig.

Machens beulte mit der Zunge seine rechte Wange aus. Er war sehr ernst geworden. Sein gebräuntes, faltenreiches Gesicht mit den klaren, steingrauen Augen und dem dünnen, silbergrauen Haar gab jede Gemütsregung sehr intensiv wieder.

„Es gab in den letzten Jahrzehnten kaum einen Kriminalfall, der die Öffentlichkeit im gleichen Maße bewegte wie der sogenannte Postraub, sagte er. „Selbst, wenn Sie nur an der Planung beteiligt waren, haben Sie sich straffällig verhalten. Aber Sie stehen hier nicht vor Gericht, sondern Sie erwägen die Herausgabe eines Buches. Raub klingt dramatischer und zugkräftiger als Diebstahl. Sind Sie bereit, die ganze Wahrheit zu enthüllen?

Osbornes Mundwinkel zuckten spöttisch.

„Die ganze Wahrheit?" Er lachte. „Die

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