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Heiße Öfen und tödliche Schüsse Berlin 1968 Kriminalroman Band 17
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Heiße Öfen und tödliche Schüsse Berlin 1968 Kriminalroman Band 17
eBook145 Seiten1 Stunde

Heiße Öfen und tödliche Schüsse Berlin 1968 Kriminalroman Band 17

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Heiße Öfen und tödliche Schüsse

Berlin 1968 Kriminalroman Band 17

von Tomos Forrest


 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 113 Taschenbuchseiten.


 

Der junge Polizist Jona Janssen wurde durch Schüsse aus drei Revolvern ermordet, und seine Witwe Britta bittet Bernd Schuster, nach den Mördern zu suchen. Als ein anonymer Anrufer den Privatdetektiv unterrichtet, dass der Mordauftrag von Britta selbst erteilt wurde, schrillen bei Schuster sämtliche Alarmglocken. Doch schnell stellt sich ihm die Frage, was ein Geschäftsmann mit Beziehungen zur Berliner Unterwelt wohl mit einer Rockerbande zu tun hat? Schließlich führt eine vielversprechende Spur auf die Nordseeinsel Sylt …

SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum12. Juni 2021
ISBN9798201021283
Heiße Öfen und tödliche Schüsse Berlin 1968 Kriminalroman Band 17
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    Buchvorschau

    Heiße Öfen und tödliche Schüsse Berlin 1968 Kriminalroman Band 17 - Tomos Forrest

    Heiße Öfen und tödliche Schüsse

    Berlin 1968 Kriminalroman Band 17

    von Tomos Forrest

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 113 Taschenbuchseiten.

    Der junge Polizist Jona Janssen wurde durch Schüsse aus drei Revolvern ermordet, und seine Witwe Britta bittet Bernd Schuster, nach den Mördern zu suchen. Als ein anonymer Anrufer den Privatdetektiv unterrichtet, dass der Mordauftrag von Britta selbst erteilt wurde, schrillen bei Schuster sämtliche Alarmglocken. Doch schnell stellt sich ihm die Frage, was ein Geschäftsmann mit Beziehungen zur Berliner Unterwelt wohl mit einer Rockerbande zu tun hat? Schließlich führt eine vielversprechende Spur auf die Nordseeinsel Sylt ...

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

    Roman – Nach Motiven Guy Brant – by Tomos Forrest, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

    postmaster@alfredbekker.de

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    Zum Blog des Verlags geht es hier

    https://cassiopeia.press

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    1

    Bernd Schuster zog die Augenbrauen hoch.

    In diesem Augenblick trat Knut auf den Kickstarter, und mit tiefem Grummeln erwachte der alte Knuckelhead-Motor zum Leben. Der Mechaniker drehte am Gasgriff, und das satte Blubbern war für die beiden Freunde Musik. Begeistert stülpte sich Bernd die klassische Cromwell-Halbschale auf den Kopf und schloss den Lederriemen.

    „Gewöhne dich besser mit einer Runde auf dem Hof an die harte Schaltung!", rief Knut laut durch den Motorenlärm der Harley Davidson. „Es ist die Ausführung E, also schon mit 40 PS. Du wirst dich aber wundern, wie der Oldie abmarschiert. Die Handschaltung auf der linken Seite ist gewöhnungsbedürftig, auch wenn du schon eine von meinen Knuckels gefahren bist."

    „Ja, ja, ja!, antwortete Bernd ungeduldig und drehte jetzt selbst den Gasgriff. „Das ist ein wahres Biker-Gefühl! Und mit einem breiten Grinsen legte Bernd Schuster den Gang ein, was die Harley mit deutlichem Krachen im Getriebe bestätigte. Dann rollte er vom Hof der Werkstatt, durchquerte im mäßigen Tempo die Seitenstraße und lenkte dann auf die Haupstraße.

    Bernd Schuster fühlte sich großartig.

    Natürlich war die Maschine aus dem Baujahr 1937 gewöhnungsbedürftig. Aber Bernd liebte das tiefe Grummeln des Motors, der seine Vibrationen auf den Menschen übertrug.

    ‚Das bietet mir weder eine deutsche Gummikuh noch ein japanischer Reiskocher!‘, dachte Bernd und musste sich ermahnen, nicht den Gashahn plötzlich aufzureißen. Aber als er sich im Straßenverkehr bewegte und vor einer Ampel halten musste, kamen plötzlich mit ziemlich infernalischem Lärm eine Motorradgruppe heran und umrahmte ihn mit ihren Maschinen. Es waren ausnahmslos japanische Motorräder, Kawasaki, Yamaha, eine Honda darunter. Viele waren umgebaut, die Kawa hatte eine lange Gabel erhalten. Aber weder das Aussehen der Möchtegern-Rocker in ihren Lederjacken, dazu aber Integralhelmen, noch ihre Maschinen vermochten Bernd ein Lächeln zu entlocken.

    Er sah stur nach vorn, bemerkte aber die bewundernden Blicke der Biker neben sich. Schließlich hielt es einer von ihnen nicht länger aus, klappte das Visier hoch und brüllte durch den Lärm der Maschinen:

    „Astreines Teil, Mann! Ist das ‘ne Panhead? Oh Mann, die schüttelt ja – pass auf die Teile auf, dass du nicht zu viel davon verlierst!"

    Bernd Schuster verzog keine Miene.

    Die Ampel schaltete um, er betätigte den Handhebel auf der linken Seite, mit sattem Blubbern zog die Knuckel an, gleich darauf von den knatternden Motorrädern überholt. Einer der Burschen machte zu ihm noch eine lässige Handbewegung, aber Bernd reagierte nicht.

    ‚Milchbubis, die dem Biker-Image nur schaden. Keine Ahnung von Moppeds, die Joghurtbecher auf Easy-Rider-Style gequält und dabei so lächerlich wie eine Kuh im Trainingsanzug. Zieht endlich ab, ihr Luschen!‘

    Als er bemerkte, dass die Gruppe in Richtung Hasenheide abbog, gab Bernd erleichtert Gas, fuhr eine Stunde in die Außenbezirke von West-Berlin und kehrte dann, hochzufrieden, zu seinem Freund und gelegentlichem Mitarbeiter Knut zurück.

    „Astreines Teil, mein Freund!", sagte er, als er die Halbschale absetzte.

    „Warte ab, was ich nächsten Monat bekomme. Dann kannst du mit Franzi mal Dreirad fahren!", erwiderte Knut.

    „Du kommst an ein Servi-Car? Das ist ja große Klasse, davon träume ich schon lange!", erwiderte Bernd.

    „Muss aber ‘ne Menge dran geschraubt werden. Und wenn du keine Zeit hast, wird es wohl Ende des Sommers erst mit einem kleinen Ausflug klappen!, antwortete Knut. „Nimm dir ein Bier da drüben!

    „Danke dir, Knut, aber ich muss zurück ins Büro, Franziska wird sicher mit der Post schon warten."

    *

    Nico Kerner saß auf der Leiter, hoch oben, und ließ seine Beine baumeln. Er zeigte dabei seine nietenbeschlagenen Stiefeletten und genoss mit hellen, glitzernden Augen die große Show. Er hielt Hof. Er diktierte das Geschehen. Er führte Regie beim Ende eines Polizisten. Nico Kerner bewegte träge kauend die Kinnladen, obwohl er nichts im Mund hatte. Nichts außer dem gallebitteren Geschmack seines Hasses. Ja, dies war seine Nummer, sein Programm! Dass er dabei über den anderen thronte, machte deutlich, welche Stellung er in ihrem Kreis einnahm. Er war der Anführer. Seine Leute akzeptierten ihn bedingungslos. Und sie würden ihn noch mehr bewundern und fürchten, wenn er mit Jona Janssen fertig war.

    Die Leiter, die Nico Kerner als Sitz diente, stand in der Mitte der großen alten Turnhalle, die gerade renoviert wurde. Es roch nach kaltem Schweiß, nach Staub und frischer Farbe. Die Maler hatten ihre Arbeit für diesen Tag beendet, aber ihr Handwerkszeug stand oder lag in allen Ecken herum.

    Jona Janssen durchquerte die Halle. Er war nicht im Dienst und machte in seinem modischen dunkelblauen Blazeranzug um jeden Farbtopf einen Bogen. Er schien die Feindseligkeit und die drohende Haltung der Anwesenden nicht zu spüren. Jedenfalls zeigte er sich nicht beeindruckt. Zwei Schritte vor dem auf der Leiter sitzenden Kerner blieb er stehen und hob das Kinn.

    „Komm runter!", sagte er. Jona Janssens Stimme klang ruhig, diszipliniert und irgendwie autoritär. Er hatte ein schmales Gesicht mit hellblauen Augen, die einen lebhaften Kontrast zu seinen schwarzen, fast nackenlangen Haaren bildeten.

    Nico Kerner fand, dass Jona Janssen gut aussah. Viel zu gut für einen Bullen. Aber damit war es jetzt vorbei. Ein und für allemal.

    Nico Kerner grinste. Er hörte nicht auf, mit seinen Backenknochen zu mahlen.

    „Du hast mir nichts zu befehlen, Bulle, sagte er. „Hier bestimme ich, was geschieht.

    „Komm runter!", wiederholte Jona Janssen. Er wirkte furchtlos und entschlossen. Nico Kerner war befriedigt. Einem Feigling das Rückgrat zu brechen, machte keinen Spaß. Mit Janssen war das anders. Janssen war ein Gegner, den man respektieren musste.

    „Weißt du, was ich finde?, sagte Nico Kerner fröhlich. „Dein Anzug wirkt ein bisschen trist dunkelblau. Du siehst aus wie ein Konfirmand. Oder wie ein Leichenbestatter. Dir fehlt Farbe. He, Jan, wie denkst du darüber? Ich schlage gelb vor. Nein. Grün. Das wirkt aktiv und erfolgreich.

    „Du redest zu viel, Kerner", sagte Janssen.

    Er war fünfundzwanzig Jahre alt, sah aber aus wie dreißig. Möglicherweise waren die buschigen Brauen daran schuld, die über den hellen Augen lagen, oder die vorstehenden Backenknochen, die seinem Gesicht einen markanten, beinahe slawisch anmutenden Zug gaben.

    An der Längsseite des Raumes saßen sieben junge Männer. Sie wirkten in ihren schwarzen, ledernen Motorradanzügen wie uniformiert. Sie trugen die gleichen Stiefeletten wie ihr Anführer und waren mit knallroten Sturzhelmen ausgerüstet, die sie entweder auf ihren Knien hielten oder noch aufgesetzt hatten.

    Einer der Burschen erhob sich. Er war groß und schlaksig. Offenbar war er nicht mehr ganz jung, mindestens so alt wie Jona Janssen. Aber das traf auf die gesamte Gruppe zu. Nico Kerner und seine Leute machten den Eindruck, als müssten sie ihre Rockerjahre längst hinter sich gelassen haben und als würden sie sich nur deshalb an lieb gewordene Gewohnheiten klammern, weil sie nicht den Mut hatten, erwachsen zu werden.

    Der schlaksige junge Mann durchquerte den Raum. Er fühlte, dass er plötzlich zum Mittelpunkt geworden war. Das gab ihm Kraft und Auftrieb. Er durfte sich vor den anderen nicht blamieren. Der junge Mann blieb stehen und bückte sich nach einem Farbtopf.

    Jona Janssen wandte sich langsam um.

    „Lass das!", sagte er nur.

    Jan zögerte, nur eine Sekunde. Dann tat er, was Nico und die anderen von ihm erwarteten. Schwungvoll schleuderte er den Inhalt des Farbtopfes durch die Luft. Das meiste davon traf Jona Janssens blauen modischen Blazeranzug. Ein paar Spritzer klatschten ihm sogar ins Gesicht.

    Die Burschen in ihren schwarzen Ledersachen lachten brüllend. Nico Kerner grinste höhnisch.

    Ein bisschen Spaß gehörte dazu. Den brauchte man, der würzte das Geschehen.

    Jona Janssens Gesicht schien zu versteinern. Er sah

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