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Der Tyrann
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eBook29 Seiten22 Minuten

Der Tyrann

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Über dieses E-Book

Heinrich Manns Novelle "Der Tyrann" war eines jener Stücke, die später als Einakter auf die Bühne kamen. Die junge Raminga Guidati hat vor den Tyrann, der später als Alessandro bekannt wird, zu töten. Sie will seine grausame Art nicht länger ertragen und entschließt sich ihn zur Strecke zu bringen. Raminga zeigt sich dem Tyrannen nach einem Aufenthalt im Bad nackt und erhofft sich, dass ihr der Tyrann nicht widerstehen kann. Ihr Plan geht auf und er lässt nach ihr schicken. Da sie ihm bei dem Mordversuch sehr nahe kommen muss, ist eine solche Begegnung unausweichlich. Ramingas Plan missglückt jedoch. Was wird nun aus der gescheiterten Mörderin? Und wem wird Gerechtigkeit widerfahren?-
SpracheDeutsch
HerausgeberSAGA Egmont
Erscheinungsdatum12. Juli 2021
ISBN9788726894219
Der Tyrann
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Autor

Heinrich Mann

(Luiz) Heinrich Mann, geb. 1871 in Lübeck; 1889 Abbruch der Schulausbildung, Buchhändlerlehre, erste Erzählungen und Texte; ab 1890 Volontariat bei S. Fischer in Berlin; 1905 "Professor Unrat", zunächst kein großer Erfolg; 1914 Heirat, 1915 "Der Untertan", erst auf Russisch, ab 1918 auch auf Deutsch, schließlich großer Erfolg; einziges Kind 1916 geboren; 1930 Ehescheidung, Verfilmung von "Professor Unrat" unter dem Titel "Der blaue Engel", Welterfolg; 1933 Emigration, zunächst nach Frankreich; 1935-1938 "Die Jugend des Königs Henri Quatre" und "Die Vollendung des Königs Henri Quatre"; 1939 zweite Heirat; 1940 Flucht in die USA, dort 1950 gestorben.

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    Der Tyrann - Heinrich Mann

    Heinrich Mann

    Der Tyrann

    Saga

    Der Tyrann

    Coverbild/Illustration: Shutterstock

    Copyright © 1911, 2021 SAGA Egmont

    Alle Rechte vorbehalten

    ISBN: 9788726894219

    1. E-Book-Ausgabe

    Format: EPUB 3.0

    Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

    Dieses Werk ist als historisches Dokument neu veröffentlicht worden. Die Sprache des Werkes entspricht der Zeit seiner Entstehung.

    www.sagaegmont.com

    Saga Egmont - ein Teil von Egmont, www.egmont.com

    Der Herzog sitzt aufgestützt und eine Hand an der Schläfe. Hinter der niederen Tür in der Holztäfelung klopft es leise. Er schrickt auf. Mit der Hand zum Herzen:

    „Es ist so weit? ... Wie lächerlich aufgeregt ich bin! Und ich fürchte mich doch nur, weil sie schön ist?... Werde ich sie besitzen: vorher noch? Schulde ich es mir nicht? Dann werde ich sie also besitzen."

    Er geht gesenkten Kopfes umher, bleibt vor dem grossen Spiegel stehen und starrt hinein.

    „Warum empfange ich sie: vorher noch? Wer zwingt mich? Den Befehl, den ich in einer halben Stunde geben werde, kann ich ihn nicht gleich jetzt geben? Muss ich mir erst beweisen, dass ich sie nicht fürchte?"

    Er atmet keuchend, hastet zum Tisch, entnimmt ihm einen Dolch und verbirgt ihn im Uniformrock. Er will zur Tür. Anhaltend:

    „Eine Frau!"

    Und er zieht den Dolch hervor und trägt ihn wieder zurück.

    „Ich fürchte sie doch nur, weil sie schön ist!"

    Grübelnd:

    „Das ist das Unleidliche: sie begehrt zu haben und nun, indes ich sie besitze, mir vorstellen zu müssen, wie sie — nachher sein wird. Denn nachher wird sie aussehen, wie die andern aussahen: wie alle Menschen aussehen, an die ich rühre."

    Sich aufrichtend, mit bösem Lächeln:

    ,,Die an mich rühren."

    Es klopft, noch leiser als das erstemal. Er öffnet und spricht hinaus.

    „Ihr habt die Dame mitgebracht? Bittet sie, näher zu treten."

    Die Stimme einer alten

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