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Der Tyrann

Der Tyrann

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Der Tyrann

Länge:
29 Seiten
22 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 12, 2021
ISBN:
9788726894219
Format:
Buch

Beschreibung

Heinrich Manns Novelle "Der Tyrann" war eines jener Stücke, die später als Einakter auf die Bühne kamen. Die junge Raminga Guidati hat vor den Tyrann, der später als Alessandro bekannt wird, zu töten. Sie will seine grausame Art nicht länger ertragen und entschließt sich ihn zur Strecke zu bringen. Raminga zeigt sich dem Tyrannen nach einem Aufenthalt im Bad nackt und erhofft sich, dass ihr der Tyrann nicht widerstehen kann. Ihr Plan geht auf und er lässt nach ihr schicken. Da sie ihm bei dem Mordversuch sehr nahe kommen muss, ist eine solche Begegnung unausweichlich. Ramingas Plan missglückt jedoch. Was wird nun aus der gescheiterten Mörderin? Und wem wird Gerechtigkeit widerfahren?-
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 12, 2021
ISBN:
9788726894219
Format:
Buch

Über den Autor

Luiz Heinrich Mann (1871-1950) war ein deutscher Schriftsteller aus der Familie Mann. Er war der ältere Bruder von Thomas Mann. Ab 1930 war Heinrich Mann Präsident der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ausgeschlossen wurde. Mann, der bis dahin meist in München gelebt hatte, emigrierte zunächst nach Frankreich, dann in die USA. Im Exil verfasste er zahlreiche Arbeiten, darunter viele antifaschistische Texte. Seine Erzählkunst war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt. Seine Werke hatten oft gesellschaftskritische Intentionen. Die Frühwerke sind oft beißende Satiren auf bürgerliche Scheinmoral. Mann analysierte in den folgenden Werken die autoritären Strukturen des Deutschen Kaiserreichs im Zeitalter des Wilhelminismus. Resultat waren zunächst u. a. die Gesellschaftssatire «Professor Unrat», aber auch drei Romane, die heute als die Kaiserreich-Trilogie bekannt sind. Im Exil verfasste er die Romane «Die Jugend des Königs Henri Quatre» und «Die Vollendung des Königs Henri Quatre». Sein erzählerisches Werk steht neben einer reichen Betätigung als Essayist und Publizist. Er tendierte schon sehr früh zur Demokratie, stellte sich von Beginn dem Ersten Weltkrieg und frühzeitig dem Nationalsozialismus entgegen, dessen Anhänger Manns Werke öffentlich verbrannten.


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Der Tyrann - Heinrich Mann

Heinrich Mann

Der Tyrann

Saga

Der Tyrann

Coverbild/Illustration: Shutterstock

Copyright © 1911, 2021 SAGA Egmont

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788726894219

1. E-Book-Ausgabe

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

Dieses Werk ist als historisches Dokument neu veröffentlicht worden. Die Sprache des Werkes entspricht der Zeit seiner Entstehung.

www.sagaegmont.com

Saga Egmont - ein Teil von Egmont, www.egmont.com

Der Herzog sitzt aufgestützt und eine Hand an der Schläfe. Hinter der niederen Tür in der Holztäfelung klopft es leise. Er schrickt auf. Mit der Hand zum Herzen:

„Es ist so weit? ... Wie lächerlich aufgeregt ich bin! Und ich fürchte mich doch nur, weil sie schön ist?... Werde ich sie besitzen: vorher noch? Schulde ich es mir nicht? Dann werde ich sie also besitzen."

Er geht gesenkten Kopfes umher, bleibt vor dem grossen Spiegel stehen und starrt hinein.

„Warum empfange ich sie: vorher noch? Wer zwingt mich? Den Befehl, den ich in einer halben Stunde geben werde, kann ich ihn nicht gleich jetzt geben? Muss ich mir erst beweisen, dass ich sie nicht fürchte?"

Er atmet keuchend, hastet zum Tisch, entnimmt ihm einen Dolch und verbirgt ihn im Uniformrock. Er will zur Tür. Anhaltend:

„Eine Frau!"

Und er zieht den Dolch hervor und trägt ihn wieder zurück.

„Ich fürchte sie doch nur, weil sie schön ist!"

Grübelnd:

„Das ist das Unleidliche: sie begehrt zu haben und nun, indes ich sie besitze, mir vorstellen zu müssen, wie sie — nachher sein wird. Denn nachher wird sie aussehen, wie die andern aussahen: wie alle Menschen aussehen, an die ich rühre."

Sich aufrichtend, mit bösem Lächeln:

,,Die an mich rühren."

Es klopft, noch leiser als das erstemal. Er öffnet und spricht hinaus.

„Ihr habt die Dame mitgebracht? Bittet sie, näher zu treten."

Die Stimme einer alten

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