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Antike und moderne Demokratie: Alte Geschichte

Antike und moderne Demokratie: Alte Geschichte

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Antike und moderne Demokratie: Alte Geschichte

Länge:
33 Seiten
21 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 8, 2011
ISBN:
9783831257119
Format:
Buch

Beschreibung

Hat die griechische Demokratie einen Platz im modernen Geschichtsbewußtsein? Wie könnte die Brücke aussehen, über die der Historiker von seiner politischen Gegenwartserfahrung aus zu den alten Athenern gelangt?
Vom Selbstverständnis der modernen Demokratie aus betrachtet, erscheint die politische Ordnung Athens in klassischer Zeit als etwas weitgehend Fremdes: Der die beiden Epochen trennende Graben scheint nicht überbrückbar zu sein. Man kann jedoch die Wesenszüge der griechischen Demokratie mit den unübersehbaren Problemen und Schwierigkeiten der modernen Demokratie konfrontieren. Deren Hintergründe werden dann deutlicher, und es eröffnen sich Perspektiven für Weiterentwicklung und Wandel.

Prof. em. Dr. Michael Stahl
hatte bis 2011 den Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Technischen Universität Darmstadt. Sein Lehrbuch "Gesellschaft und Staat bei den Griechen" erschien 2003 in zwei Bänden, 2008 präsentierte er "Botschaften des Schönen", Bilder aus der antiken Kultur.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 8, 2011
ISBN:
9783831257119
Format:
Buch

Über den Autor


Buchvorschau

Antike und moderne Demokratie - Michael Stahl

I. Die Grundlegung: Brücken zwischen Gestern und Heute

„Niemand wird heute der Illusion verfallen, die Antike hielte Lehren für eine zukünftige Welt in Händen. Sie ist untergegangen in der strengen Bedeutung des Wortes, und wer ihre Toten beschwört, befragt sie nicht mehr nach verbindlichen Lebensregeln."

Mit diesen Worten resümiert der Althistoriker Werner Dahlheim die nunmehr etwa 200-jährige wissenschaftliche Erforschung des Altertums. Die Altertumswissenschaft hat im Laufe dieser zwei Jahrhunderte trotz mancher gegenteiliger Bemühungen ihre lebensweltlichen Wurzeln tatsächlich weitgehend verloren.

Aber auch außerhalb der akademischen Mauern löste sich jene klassizistische Traditionspflege der Antike als selbstverständliches und integrales Element der öffentlichen Kultur bereits vor mehr als zwei Generationen praktisch in Luft auf – von einigen randständigen Residuen abgesehen.

Freilich: Zerstört haben den Glauben an die sinnstiftende Kraft der Antike nicht zuletzt die Historiker selbst. Sie haben, wie Dahlheim notiert, „die Griechen wieder in ihre eigene Welt zurückversetzt und sie ihre eigenen Erfahrungen machen lassen."

Diese sog. historistische Strömung gibt denn auch in der Altertumswissenschaft bis heute den Ton an. Ihr geht es darum, die Antike möglichst weit von uns wegzurücken, damit wir erkennen können, wie für uns fremd es bei den Alten zuging. Und deshalb hätten wir Modernen nichts mehr mit ihnen zu tun.

Wenn das richtig wäre, so liefe es darauf hinaus, daß die Erinnerung an Griechen und Römer für uns keinen Deut wichtiger wäre, als die an die Vergangenheit von Indern, Chinesen oder Südseeinsulanern. Das interessierte Publikum fragt sich dann allerdings, warum von Seiten der Sachwalter der antiken Hinterlassenschaften häufig keine Mühen und Kosten gescheut werden, eben diese Antike so opulent wie möglich zu präsentieren – in Museen oder teilweise großartigen Ausstellungen. Und die dortigen Besucher, zumeist nicht gering an Zahl, empfinden sich keineswegs naiv und unaufgeklärt, wenn sie von der Schönheit eines antiken Kunstwerks einfach überwältigt

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