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Rilke und der Islam: Theologie der Kultur

Rilke und der Islam: Theologie der Kultur

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Rilke und der Islam: Theologie der Kultur

Länge:
32 Seiten
24 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831256617
Format:
Buch

Beschreibung

Nach einem rasanten Aufstieg als Lyriker und Erzähler gerät Rainer Maria Rilke 1910 in die größte Produktivitätskrise seines Lebens. Dem sollte eine große Reise durch Nordafrika und Ägypten im Winter 1910/11 abhelfen.

Auf der Reise wird er ergriffen von der Lebendigkeit und Einfachheit muslimischer Frömmigkeit, wie sie ihm in Algier, Tunis und im tunesischen Kairouan entgegentritt. Gott will Rilke künftig auch "von Mohammed her fühlen". Ähnlich sind die Erfahrungen im folgenden Winter 1912/13. Rilke reist durch Spanien, sieht Toledo, Cordoba und Ronda. Eine Gottunmittelbarkeit stellt sich ein, die zu Rilkes intensivsten Lebenserfahrungen gehören.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831256617
Format:
Buch

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Rilke und der Islam - Karl-Josef Kuschel

Das Wissen dieser Welt aus den Hörsälen der Universitäten.

Fachbereich

THEOLOGIE DER KULTUR

Rilke und der Islam

Von Prof. Karl-Josef Kuschel

I. DIE REISE DURCH NORDAFRIKA 1910/11

Er steckt in der größten Produktionskrise seines Lebens. In kürzester Zeit war es Rilke gelungen, zu einem vielbeachteten Schriftsteller seiner Generation aufzusteigen. In kürzester Folge waren bedeutende Werke erschienen:

- 1902 „Das Buch der Bilder"

- 1905 das „Stunden-Buch"

- 1907/08 die „Neuen Gedichte"

- 1910 die „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge"

Jetzt aber bricht die Produktivität weitgehend ab, und Rilke wird von einer tiefen künstlerischen Lähmung erfaßt. Er weiß: „es ist das Furchtbare an der Kunst, dass sie, je weiter man in ihr kommt, desto mehr zum Äußersten, fast Unmöglichen verpflichtet, schreibt er an die langjährige Freundin Lou Andreas-Salomé. Im selben Brief teilt Rilke mit, dass er ein Jahr zuvor den Winter in Nordafrika verbracht habe: die Jahreswende 1910/1911. Eine im Nachhinein als zwiespältig empfundene Reise, nicht nur wegen der Widrigkeiten unterwegs, sondern vor allem, weil die neuen sinnlichen Eindrücke nicht zu der erwarteten künstlerischen Ausdruckssprache geführt hatten. Aber „ein wenig Orient sei ihm doch „beigebracht worden, meint er nicht ohne Hoffnung. Ja, auf dem Nilschiff habe er sich „sogar mit dem Arabischen eingelassen.

In der Tat hatte Rilke von November 1910 bis März 1911 eine Reise durch Nordafrika unternommen.

Sie führt ihn im ersten Teil über Marseille nach Algier, dann nach Tunis und in die tunesischen Orte El-Kantara und Kairouan, um dann unentschieden wegen der Weiterreise vorläufig in Neapel zu enden. Im zweiten Teil aber, vom 6. Januar bis 25. März 1911, gelingt der Sprung nach Ägypten. Auf einer mehrwöchigen Nilreise von Kairo bis Assuan lernt Rilke klassische Stätten des antiken Ägypten kennen. Es ist eine „Welt für sich", die Rilke sich hier öffnet. Für unseren Zusammenhang ist sie von Bedeutung, weil sich die

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