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Die erotische Dichtung der Römer: Philologie

Die erotische Dichtung der Römer: Philologie

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Die erotische Dichtung der Römer: Philologie

Länge:
43 Seiten
27 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831257041
Format:
Buch

Beschreibung

AMOR IN ROMA
Die für das Sexualleben im antiken Rom gültige Ordnung ist dem Liebesgott eher feindlich gesinnt, weshalb die Verfasser erotischer Poesie eine Gegenwelt errichten.
CATULL (UM 55 V. CHR.)
Berühmt ist das Wechselbad seiner Gefühle in den Lesbia-Gedichten ("Ich hasse und liebe"). Als Spott- und Schmähdichter schreckt er vor Obszönitäten nicht zurück.
HORAZ (65 - 8 V. CHR.)
In der Rolle des Liebenden versucht er, Leidenschaft durch epikureische Seelenruhe auszugleichen, oder er spricht in der souveränen Haltung des erotisch Erfahrenen.
DIE ELEGIKER
Properz (2. Hälfte 1. Jh. v. Chr.), Tibull (gest. 18 v. Chr.) und Ovid (43 v. - um 17 n. Chr.) leben ganz für die Liebe, Ovid besonders für die damit verbundenen Freuden.
MARTIAL (40 - 104 N. CHR.)
In seinen Epigrammen verspottet er derb-obszön Abweichungen von der sexuellen Norm, spricht aber auch als Verliebter.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831257041
Format:
Buch

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Die erotische Dichtung der Römer - Niklas Holzberg

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Fachbereich

PHILOLOGIE

Die erotische Dichtung der Römer

Von Prof. Dr. Niklas Holzberg

Liebe – eine Bedrohung für den Staat

Es ist keineswegs selbstverständlich, dass das antike Rom überhaupt Liebesdichtung hervorgebracht hat. Diese beeinflusste dann aber die gesamte erotische Poesie des Abendlandes nachhaltig – im Mittelalter wie auch in der Neuzeit.

Der lateinische Name der ewigen Hauptstadt „Roma" ergibt – rückwärts gelesen - das Wort „Amor" was sowohl „Liebe" bedeutet, als auch der Name des römischen Liebesgottes ist.

Roms Senatoren stammten hauptsächlich aus alteingesessenen Patrizierfamilien. Sie sahen in der Liebe und dem Gott „Amor" eine Bedrohung für die bürgerliche Ordnung, ja sogar für den Staat selbst.

Der gesellschaftliche Nutzen der Ehe

Ein junger, heranwachsender Römer aus der Oberschicht - entweder aus Senatorenstand oder Ritterschaft - sollte nach Meinung der sittenstrengen römischen Väter sein Leben nicht mit der Liebe vertun, sondern zielstrebig an seiner Karriere arbeiten. Als erstrebenswert galten der Ruhm eines Politikers oder Soldaten, das Ansehen eines Juristen, der auf dem „Forum" seine Reden hält, oder auch der Reichtum eines Kaufmanns.

Das Liebesleben des Hoffnungsträgers wurde durch die Eltern geregelt, die eine Partnerin für ihn aussuchten. Dabei achteten sie darauf, dass die Frau eine möglichst große Mitgift mitbrachte und durch die Verbindung mit ihrer Familie auch politisch und gesellschaftlich nützliche Beziehungen hergestellt wurden. Eine Ehe wurde vor allen Dingen unter solchen Gesichtspunkten geschlossen. Wenn die Verbindung nicht mehr nützlich war, wurde sie auch rasch wieder geschieden. Ein gutes Beispiel für eine Ehe, die aus rein politischen Gründen geschlossen wurde, ist die Verbindung zwischen Caesar’s Tochter Julia und Pompeius, mit dem Caesar zu der Zeit politisch eng verbunden war.

Sex in der Ehe war Mittel zum Zweck. Von der Ehefrau wurde lediglich erwartet, dass sie ihrem Mann möglichst viele Kinder gebar und dass sie sich um den Haushalt kümmerte. Symbolisch dafür war das Spinnen der Wolle – die Frau am Spinnrad. Uns ist ein Grabstein einer Ehefrau überliefert, auf dem steht: lanam fecit – sie produzierte Wolle.

Für Ehebruch der Frau drohte Verbannung

Sex hatte also eine rein praktische Funktion. Der wohl sittenstrengste Römer Marcus Porcius Cato soll - so wird über ihn berichtet -

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