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Die Augusteische Dichtung - Roms Beitrag zur Weltliteratur: Philologie

Die Augusteische Dichtung - Roms Beitrag zur Weltliteratur: Philologie

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Die Augusteische Dichtung - Roms Beitrag zur Weltliteratur: Philologie

Länge:
37 Seiten
31 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 7, 2011
ISBN:
9783831257089
Format:
Buch

Beschreibung

NACH PHILIPPI 42 v. Chr.
Oktavian und Mark Anton haben die Cäsarmörder besiegt und teilen das römische Reich unter sich auf. In der unsicheren politischen Situation entstehen die idyllische Hirtenpoesie Vergils und die zeitkritischen Satiren des Horaz.
NACH AKTIUM 31 v. Chr.
Oktavian hat Mark Anton und Kleopatra besiegt und beginnt die Neuordnung des Reiches. In der allgemeinen Aufbruchsstimmung verfasst Vergil das Lehrgedicht vom Landbau, Horaz Jamben und Properz ebenso wie Tibull Elegien.
OKTAVIAN WIRD AUGUSTUS (27 v. Chr.)
Als neuer Kaiser Augustus restauriert Oktavian den Staat und sichert die Grenzen. Seine Politik findet Unterstützung in der ersten Lyriksammlung des Horaz und dem Nationalepos der Römer, Vergils "Äneis" in zwölf Büchern.
NACH DER JAHRHUNDERTFEIER 17 v. Chr.
Während des augusteischen Friedens entstehen noch Gedichtbücher des Horaz und Properz, in denen die Politik des Kaisers begrüßt wird. Gleichzeitig aber schreibt Ovid seine unpolitischen, erotischen Werke, unter denen die "Metamorphosen" am bekanntesten sind.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 7, 2011
ISBN:
9783831257089
Format:
Buch

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Die Augusteische Dichtung - Roms Beitrag zur Weltliteratur - Niklas Holzberg

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Fachbereich

PHILOLOGIE

Die Augusteische Dichtung – Roms Beitrag zur Weltliteratur

Von Prof. Dr. Niklas Holzberg

I. Nach Phillipi 42 v. Chr.

Vergil – Bucolica (Eklogen)

Der Begründer der Augusteischen Dichtung ist einer der bedeutendsten römischen Dichter überhaupt: Publius Vergilius Maro, kurz Vergil. Geboren wurde er im Jahre 70 v. Chr. in Mantua, er verstarb im Jahre 19 v. Chr. in Brindisi.

35 v. Chr., also mit 35 Jahren verfasst Vergil die Gedichtsammlung, die am Anfang der sogenannten Augusteischen Dichtung steht.

Sie erscheint sieben Jahre nach der Schlacht von Philippi (42 v. Chr.). Diese endete mit dem entscheidenden Sieg Oktavians über die Cäsarmörder Brutus und Cassius und deren Anhänger. Der Anlass für die Gedichtsammlung waren vermutlich die Landverteilungen in den Jahren 42-41 v. Chr. Die siegreichen, nach der Schlacht entlassenen Soldaten wurden in Italien auf enteignetem Land angesiedelt.

Das Werk trägt den lateinischen Titel Bucolica, übersetzt „Hirtendichtung". Es hat sich eingebürgert, dass man die einzelnen Gedichte auch Eklogen nennt, was so viel heißt wie „Kleine Gedichte". Insgesamt sind es zehn an der Zahl, mit einem Umfang zwischen 60 und 100 Versen. Sie spielen – wie schon der Name verrät - in der Welt der Hirten.

Orientierung an griechischen Vorbildern

Als Vergil sein Werk schreibt, ist es typisch für die römische Dichtung, dass sie sich an griechischen Vorbildern orientiert. Vergils Vorlage stammt in diesem Fall aus der griechischen Antike, von einem Dichter namens Theokrit. Dieser verfasste im 3. Jahrhundert v. Chr. zum ersten Mal eine Hirtendichtung dieser Art. Er befand sich damit in einem Trend der griechischen Literatur, den man als kallimacheische Literatur bezeichnet. Das Besondere an dieser Dichtung ist, dass sie sich nicht mehr -wie es vorher der Fall war - hauptsächlich mit Haupt- und Staatsaktionen befasst, also mit Königen, Schlachten oder hoher Politik. Sie bemüht sich vielmehr um die bürgerlichen, sogar kleinbürgerlichen Probleme, wie die Hirtenthematik deutlich zeigt.

Vergil führt die Hirtendichtung in die römische Welt

Die römische Poesie der Agusteischen Zeit ist stark durch den Trend zur Kleinpoesie geprägt. Dies bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Gedichte, sondern auch auf die äußere Form: Jeder Vers ist bis ins letzte Detail durchdacht und stilistisch sehr fein ausgearbeitet. Die Gedichte sind spielerisch und anspielungsreich.

Auch Vergil bewegt sich in diesem Trend. Mit dem Rückbezug auf die griechische, kallimacheische Dichtung, führt er nun die Hirtendichtung in die römische Welt ein. Im Gegensatz zu seinem Referé Theokrit

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