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Der Staufer-Kaiser Friedrich der II. und seine Zeit: Geschichte/Mittelalter

Der Staufer-Kaiser Friedrich der II. und seine Zeit: Geschichte/Mittelalter

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Der Staufer-Kaiser Friedrich der II. und seine Zeit: Geschichte/Mittelalter

Länge:
34 Seiten
25 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831256112
Format:
Buch

Beschreibung

Kaiser Friedrich II. (1212 - 1250) wurde bereits von Zeitgenossen als "Staunen der Welt" oder "Verwandler der Welt" bezeichnet. In einer Zeit, in der die Wissenschaften ihren ersten großen Aufschwung in Europa nahmen, in der die höfische Kultur ihren Höhepunkt erreichte und gleichzeitig die Armutsbewegungen die Menschen ergriff, herrschte Friedrich II. in seinem Königreich Sizilien mit strengen Gesetzen.
Die Vorlesung bietet ein Panorama der vielfältigen religiösen, kulturellen und politischen Komponenten, von denen Europa in neuartiger Weise befruchtet wurde.
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 1, 2011
ISBN:
9783831256112
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Der Staufer-Kaiser Friedrich der II. und seine Zeit

Buchvorschau

Der Staufer-Kaiser Friedrich der II. und seine Zeit - Stefan Weinfurter

1. Das „Staunen der Welt"

Der Staufer Friedrich II. galt zu allen Zeiten als ein Kaiser ungewöhnlicher Art. Bei seinem Tod im Jahre 1250 vermerkte ein englischer Chronist (Matthäus Parisiensis), Friedrich sei geradezu das „Staunen der Welt" gewesen: stupor mundi. Er habe als „Verwandler der Welt" gewirkt, als immutator mundi. Alle Herrscher Europas hätten auf diesen Kaiser geblickt.

Friedrich II., der Sohn des Staufers Heinrich VI. und der normannischen Königstochter Konstanze, wurde 1194 geboren. In Palermo, einer von arabischer Kultur geprägten, reichen Stadt wuchs er auf. 1212, als 17jähriger, kam er ins Reich nördlich der Alpen und wurde zum deutsch-römischen König gewählt. Doch schon wenige Jahre später, 1220, verließ er Deutschland und ließ sich in Rom zum Kaiser krönen. Die folgenden Jahre verbrachte er damit, das Königreich Sizilien, das er als Erbe mütterlicher-seits ansah, zu einer straff organisierten Monarchie umzugestalten. In Süditalien und Sizilien entstanden zahlreiche Kastelle und Verwaltungszentren. Mit Gesetzen und einer – in der 1224 gegründeten Universität Neapel – juristisch geschulten Beamtenschaft schuf er eine Art frühmoderner Verwaltung.

Zum Verhängnis wurde ihm sein Kampf mit dem Papst. Weil er sein Kreuzzugsgelübde lange Zeit nicht erfüllte, belegte ihn das Oberhaupt der Kirche mit dem Bann. Als Friedrich II. 1228 aber dann doch ins Heilige Land aufbrach und dort mit dem Sultan al-Kamil im Jahr darauf einen zehnjährigen Waffenstillstand vereinbarte, wuchs die Empörung des Papstes und seines Anhangs ins Grenzenlose. Wie konnte ein christlicher Kaiser einen Vertrag mit den Gottlosen, mit den Ungläubigen, mit den Heiden schließen? Welch ein Verrat an der Christenheit!

Das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst war fortan zerrüttet. Bald begann ein beispielloser Propaganda-Krieg, in dem Friedrich II. als Vorbote des Antichristen oder als Antichrist selbst gebrandmarkt wurde.

Die päpstliche Seite konnte dabei auf das außerordentliche wissenschaftliche Interesse des Staufers verweisen. Friedrich II. umgab sich mit herausragenden Gelehrten, mit denen er tiefgründige Erörterungen über das Wesen und die Unsterblichkeit der Seele, über die Weite des Firmaments, über die Ewigkeit der Welt und über den Zweck der Theologie führte.

Auch die Beobachtung, dass ein Stern bei seinem Aufgang am Himmel größer erscheint als im Zenit oder dass ein Ruder

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