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Ein erlesener Hinterhalt (Ein Toskanischer Weingarten Cozy-Krimi – Buch 7)

Ein erlesener Hinterhalt (Ein Toskanischer Weingarten Cozy-Krimi – Buch 7)

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Ein erlesener Hinterhalt (Ein Toskanischer Weingarten Cozy-Krimi – Buch 7)

Länge:
316 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
9. Juli 2021
ISBN:
9781094347271
Format:
Buch

Beschreibung

„Höchst unterhaltsam. Dieses Buch gehört in die Regale aller Leser, die einen gut geschriebenen Mystery-Roman mit zahlreichen Twists und einer ausgefeilten Handlung zu schätzen wissen. Sie werden nicht enttäuscht sein. Bestens geeignet für ein kaltes Wochenende am Kamin!“
--Buch- und Filmkritiken, Roberto Mattos (über Der Tod kam vor dem Frühstück)

EIN ERLESENER HINTERHALT (EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-KRIMI) ist das siebte Buch in einer charmanten, neuen Krimi-Reihe von Bestsellerautorin Fiona Grace. Die Serie beginnt mit EIN ERLESENER MORD (Buch Nr. 1), einem kostenlosen Download mit über 200 Fünf-Sterne-Bewertungen!

Olivia Glass, 34, kehrt ihrem alten Leben als angesehene Werbefachfrau in Chicago den Rücken und zieht in die Toskana, entschlossen, dort ein neues, einfacheres Leben zu beginnen – und ihren eigenen Weingarten aufzubauen.

Olivia ist fassungslos, als sie eine Schatzkarte entdeckt, die zu einem historischen Weinkeller führt, der auf ihrer Farm versteckt liegen und vollgepackt mit wertvollem Wein sein soll. Es scheint wie ein Märchen – bis eine Leiche sie in den Mittelpunkt dieser einmaligen Entdeckung stellt und ihren Traum in einen Albtraum verwandelt.

Wird sie ihre Unschuld beweisen können?

Und wird der unbezahlbare Schatz ihr gehören?

Ein urkomischer Trip, vollgepackt mit gutem Essen, Wein, irrwitzigen Wendungen, Romantik und einem neugewonnenen, tierischen Freund – und im Mittelpunkt ein rätselhafter Kleinstadtmord, den Olivia aufklären muss.

Der TOSKANISCHE WEINGARTEN ist eine fesselnde Krimi-Serie mit Lachern von der ersten bis zur letzten Seite.
Herausgeber:
Freigegeben:
9. Juli 2021
ISBN:
9781094347271
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Ein erlesener Hinterhalt (Ein Toskanischer Weingarten Cozy-Krimi – Buch 7) - Fiona Grace

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EIN ERLESENER HINTERHALT

(Ein toskanischer Weingarten Cozy-Krimi – Buch Sieben)

FIONA GRACE

Aus dem Englischen von Anneka Hoffmann

Fiona Grace

Debütautorin Fiona Grace ist die Verfasserin der LACEY DOYLE COZY-Krimis, welche bisher neun Bücher umfassen; der EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-Krimis, die bisher sieben Bücher umfassen; und der BÄCKEREI AM STRAND COZY-Krimis, die bisher sechs Bücher umfassen.

Fiona freut sich, von Ihnen zu hören, also besuchen Sie www.fionagraceauthor.com für kostenlose eBooks und die neuesten Informationen. Schauen Sie vorbei.

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Copyright © 2021 von Fiona Grace. Alle Rechte vorbehalten. Mit Ausnahme der Bestimmungen des U.S. Copyright Act von 1976 darf kein Teil dieser Publikation ohne vorherige Genehmigung des Autors in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln vervielfältigt, verbreitet oder übertragen oder in einer Datenbank oder einem Datenabfragesystem gespeichert werden. Dieses eBook ist nur für Ihren persönlichen Gebrauch lizenziert. Dieses eBook darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen verschenkt werden. Wenn Sie dieses Buch mit einer anderen Person teilen möchten, erwerben Sie bitte für jeden Empfänger ein zusätzliches Exemplar. Wenn Sie dieses Buch lesen und es nicht gekauft haben, oder es nicht nur für Ihren Gebrauch gekauft wurde, dann geben Sie es bitte zurück und kaufen Sie Ihr eigenes Exemplar. Danke, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren. Dies ist ein Werk der Belletristik. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und Vorfälle sind entweder das Produkt der Phantasie des Autors oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, ob lebendig oder tot, ist völlig zufällig. Jackenbild Copyright Samot, verwendet unter Lizenz von Shutterstock.com.

BÜCHER VON FIONA GRACE

EIN HUND UND KATZ WOHLFÜHLKRIMI

EINE VILLA IN SIZILIEN: OLIVENÖL UND MORD (Buch #1)

EINE VILLA IN SIZILIEN: FEIGEN UND EIN KADAVER (Buch #2)

EINE VILLA IN SIZILIEN: VINO UND EIN TODESFALL (Buch #3)

EIN COZY-KRIMI AUS DER BÄCKEREI AM STRAND

EIN CUPCAKE ZUM STERBEN (Buch #1)

EINE MÖRDERISCHE MAKRONE (Buch #2)

EIN HEXEN-COSY-KRIMI

SKEPTIKER IN SALEM: EINE MORDSFOLGE (Tome 1)

SKEPTIKER IN SALEM: EINE FOLGE DES VERBRECHENS (Tome 2)

EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE

DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK (Buch #1)

FÄHRTENSUCHE IM SAND (Buch #2)

VERBRECHEN IM CAFÉ (Buch #3)

EIN VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (Buch #4)

EIN TÖDLICHER KUSS (Buch #5)

EIN MALERISCHER MORD (Buch #6)

VERSTUMMT DURCH EINEN ZAUBER (Buch #7)

VERDAMMT DURCH EINE FÄLSCHUNG (Buch #8)

KATASTROPHE IM KLOSTER (Buch #9)

EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-KRIMI

EIN ERLESENER MORD (Buch #1)

EIN ERLESENER TODESFALL (Buch #2)

EIN ERLESENES VERBRECHEN (Buch #3)

EINE ERLESENE VERFÜHRUNG (Buch #4)

EIN ERLESENER RACHEAKT (Buch #5)

EINE ERLESENE AUSEINANDERSETZUNG (Buch #6)

EIN ERLESENER HINTERHALT (Buch #7)

INHALT

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL NEUN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG

KAPITEL NEUNUNDZWANZIG

KAPITEL DREIẞIG

KAPITEL EINUNDDREIẞIG

KAPITEL DREIUNDDREIẞIG

KAPITEL VIERUNDDREIẞIG

EPILOG

KAPITEL EINS

Der Küchentisch im Farmhaus von Olivia Glass war übersät mit Papieren. Die polierten Holzoberflächen waren allesamt bedeckt mit Flächenplänen in allen Formen und Größen. Olivia starrte auf die Karten hinab, während die Gedanken in ihrem Kopf vor Aufregung kreisten. Sie verzweifelte über dem Drang, das Geheimnis hinter dem Labyrinth aus Kringeln und Linien zu lüften.

Dank der Funde, die sie seit dem Kauf des heruntergekommenen Gebäudes gemacht hatte, war Olivia nun überzeugt, dass irgendwo eine geheime Sammlung alter Weine versteckt lag. Aber war es eine große oder kleine Sammlung? War sie wertlos oder befanden sich Schätze von großem, historischem Wert darunter? Sie würde es erst wissen, wenn sie sie gefunden hatte.

Sie blickte auf die Dokumente hinab und konnte nicht einmal erkennen, wo sich ihr Farmhaus befand. Ihr Talent lag mehr in kreativen, intuitiven Bereichen, und sie war hoffnungslos, wenn es ums Lesen von Karten ging. Sie hatte noch nie gewusst, wo Norden lag, und in kritischen Momenten, zum Beispiel, wenn sie an eine vielbefahrenen Kreuzung kam, hatte sie die schreckliche Angewohnheit, links und rechts zu verwechseln.

Zum Glück war ihr Freund Danilo dagegen ein ausgezeichneter Kartenleser. Er war es auch gewesen, dem die Hinweise auf dem Etikett der alten Weinflasche, die Olivia in ihrer Scheune gefunden hatte, aufgefallen waren. Er hatte bemerkt, dass diese scheinbar willkürlichen Linien in Wirklichkeit der fehlende Teil der Landkarte gewesen waren, die sie in einem Lager hoch oben auf den Hügeln entdeckt hatten.

Nun stand er über ihre Schulter gelehnt hinter ihr, völlig vertieft in die Herausforderung, wobei eine pinke Strähne in seinen dunklen Haaren ihre Wange kitzelte. Das Pink war nicht seine Wahl gewesen. Seine Nichte war Haarstylistin. Vor zwei Wochen hatte sie Olivia diese aufregende, blonde Farbe verpasst, die Olivia nun trug. Sie liebte die vielen Facetten aus Honig, Platin und Sand, die nun in ihrem Haar schimmerten.

„Das ist die Straße, die an deiner Farm vorbeiführt. Hier, auf diesem großen Flächenplan. Und hier ist sie auf deinem Weinetikett." Danilo deutete von einem zum anderen, und Olivia nickte verständig, obwohl sie in Wirklichkeit nicht sehen konnte, wie die eine Linie mit der anderen zusammenpasste.

„Also. Danilo trommelte mit seinen Fingern nachdenklich auf den Tisch. „Nun brauchen wir einen detaillierteren Plan. Dieser ist zu allgemein. Ich muss rausfinden, wo diese Höhenlinie hier hinführt.

Höhenlinie? Das klang nach einer sehr vagen Richtlinie, dachte Olivia. Was, wenn es einfach nicht möglich war, den genauen Ort zu bestimmen? Sie hatte Sorge, dass sich dieses Projekt am Ende einfach nur als enttäuschende Zeitverschwendung herausstellen würde.

Da schallte die Stimme ihrer Freundin Charlotte von der Couch herüber. Olivia blickte strahlend auf, als sie sie vernahm.

„Wer ist ein braves Miez? Ja, du, Bagheera. Du bist ein braves Miez! Ich sehe genau, wie gut es dir da auf deiner Decke vor der Heizung geht. Nur Geduld. Bald ist Mama wieder da."

Kurz darauf schlenderte Charlotte freudig grinsend in die Küche und warf dabei ihr langes, rot gesträhntes Haar über die Schulter.

„Ist es nicht toll, einen Videochat mit meiner Katze haben zu können? Die Haussitterin, die ich angeheuert habe, nachdem ich meinen Aufenthalt hier verlängert habe, verehrt ihn. Bagheera versteht sich blendend mit ihr. Aber ich habe schon bemerkt, dass er mich vermisst."

„Na ja, immerhin bist du schon drei Wochen länger in Italien, als du es geplant hattest. Du schuldest ihm eine Entschuldigung", witzelte Olivia.

Charlotte zuckte vielsagend mit den Schultern.

„Diese Umstände liegen leider nicht in meiner Macht."

„Genau, sagte Olivia mitfühlend. „Ein unerwarteter Urlaubsflirt und ein ganzer Haufen neuer regionaler Arbeitsprojekte, damit hätte doch niemand rechnen können.

Sie war überglücklich, dass ihre beste Freundin noch immer bei ihr in der Toskana war, nachdem sie ihren Besuch aus Übersee verlängert hatte. Was, wenn sie wirklich hierherzöge? Charlotte hatte bereits eingesehen, dass sie für ihre Arbeit viel mehr Zeit hier verbringen musste. Sie war die Web-Administratorin für einen amerikanischen Onlinehändler für internationale Güter, Geschenke und Luxuspräsentkörbe. Dank der hohen Nachfrage hatte das Unternehmen sich nun auf die Mittelmeerregion spezialisiert und musste daher jetzt mehr Produkte und Informationen aus der Region beziehen.

„Wie läuft es mit der Karte?"

Charlotte lehnte sich über Olivias Schulter. Danilo hatte zwei der Karten so gefaltet, dass die relevanten Bereiche nun nebeneinanderlagen, und das Weinetikett daneben platziert. Mit einem sorgsam gespitzten Bleistift markierte er nun einige Punkte auf der größten der Karten.

Mit einem Blick auf Danilos gutaussehendes Gesicht und seine dunklen, durchdringenden Augen, wusste Olivia, dass er völlig in seine Aufgabe vertieft war. Als Schreinermeister und Holzarbeiter wusste Danilo alles über die Bedeutung von Perfektion in seinem Handwerk. Nun nutzte er dieselben Fertigkeiten, um die Puzzleteile dieses Rätsels zusammenzusetzen.

Doch es schien, als wären sie auf einen Stolperstein gestoßen. Danilo seufzte enttäuscht.

„Wir brauchen eine genauere Karte. Diese ist einfach nicht detailliert genug, um den genauen Ort zu bestimmen."

Olivia nickte, enttäuscht, dass sie der Antwort so nah und doch so fern waren. Was könnten sie nur tun, fragte sie sich. Sie konnte für die Suche nicht ihre ganze Farm umgraben. Immerhin war es ein Weingut und keine Miene!

Vor einer Woche hatte sie allerdings ein Team aus Arbeitern angeheuert, um einige Morgen auf den Hügeln umzupflügen und zu bepflanzen. Sie hatte all ihr Geld in diese Unternehmung gesteckt, zu der auch die Installation von teuren Bewässerungsrohren gehörte, obwohl ihr auf unangenehme Weise bewusst war, dass sie das an ihre finanziellen Grenzen gebracht hatte. Sie hatte sich an die roten Zahlen gewöhnt, das Leben ohne jegliche Geldreserven. Diese wertvollen Weinsamen im Boden waren nun ihre Hoffnungen und Träume für die Zukunft. Sie hatte den Bereich mit Bedacht ausgesucht und dabei ihre erlangte Erfahrung zurate gezogen, um die Stelle zu wählen, an der die heimischen Sangiovese-Reben am besten wachsen würden, und die richtigen Hänge für den Vermentino, der eine kühlere Lage bevorzugte.

Sie konnte es sich nicht leisten, einen bepflanzten Bereich wieder aufzureißen, in der vagen Hoffnung, dass dort einige Flaschen vergraben sein würden. Nicht, wenn es zwei Jahre dauern würde, bis diese Samen zu rentablen, weinproduzierenden Reben herangewachsen waren.

Auf einmal fiel es ihr wie Schuppen von den Augen.

„Ich habe eine detailliertere Karte! Man hat mir eine großformatige Karte des Grundstücks und einen Grundriss des Hauses gegeben, als ich die Farm gekauft habe. Ich habe sie oben verstaut und es völlig vergessen."

Olivia raste die Treppe in den ersten Stock hinauf, der aus zwei hübschen Schlafzimmern mit großartiger Aussicht auf die wogende toskanische Landschaft und einem gemeinsamen Badezimmer bestand.

Sie stürmte in ihr Schlafzimmer. Ihre schwarz-weiße Katze Pirat, die sich auf der gelben Bettdecke eingerollt hatte, hob verschlafen den Kopf und starrte Olivia an. Pirat war von dieser ungelegenen Störung klar genervt, dachte Olivia, als sie den zusammengefalteten Plan aus der untersten Schublade ihres Schrankes fischte, wo sie sie vor Monaten vergraben hatte.

Nachdem sie Pirat entschuldigend den Kopf gekrault hatte, rannte sie wieder nach unten.

„Hier, bitte", verkündete sie und breitete die detaillierte Karte auf dem Tisch aus.

„Das ist genau das, was wir brauchen. Mal sehen, ob wir jetzt unsere Antworten finden." Danilo drückte liebevoll ihren Arm, bevor er sich wieder den Seiten zuwandte.

„Ist das der Fluss?", fragte Charlotte neugierig und deutete auf eine gewundene Linie auf der Karte.

„Das ist eine Höhenlinie", erklärte Danilo, und Olivia unterdrückte ein schnaubendes Lachen, da die Kartenlesekünste ihrer Freundin ganz klar auf dem gleichen Niveau lagen wie ihre eigenen.

„Der Höhenlinie folgen", murmelte Danilo vor sich hin, und nun konnte sie Aufregung in seiner Stimme erkennen. Er stach seinen Bleistift überzeugt auf eine freie Stelle des Grundstücksplans.

„Dort ist es? Bist du dir sicher?", fragte Olivia, ihre Stimme schrill vor Begeisterung. War es wirklich möglich, dass Danilo die lückenhaften Informationen auf dem Weinlabel tatsächlich entziffert und den genauen Ort bestimmt hatte?

Er nickte. „Die drei Punkte formen ein Dreieck. Es spannt nur einen sehr kleinen Bereich hinter einem Hügel im Norden deiner Farm auf. Mein Gefühl sagt mir, dass wir mit dem Mittelpunkt des Dreiecks anfangen sollten. Wenn wir dort nichts finden, können wir auch die Eckpunkte untersuchen."

„Wollen wir gleich losgehen?, fragte Charlotte. „Wir brauchen doch keine Taschenlampe, oder? Es sollte noch eine Weile hell sein. Die Nachmittage werden immer länger und auch um so vieles wärmer!

„Der Frühling ist da", stimmte Olivia zu, als sie die Küchentür öffnete, welche hinaus auf den gepflasterten, von Kräutern umgebenen Hof führte. Olivia selbst hatte die Fläche sorgfältig gepflastert und bepflanzt. An einem Ende des Hofs stand das Kinderspielhaus, in dem ihre Ziege Erba wohnte. Und dahinter führte ein gewundener Pfad durch das Gras und das Gestrüpp in die wilden, hügeligen Weiten ihrer Farm.

Kein Wunder, dass es so teuer gewesen war, solch ein zerklüftetes Land zu pflügen, zu düngen, zu bewässern und zu bepflanzen, dachte Olivia, als sie zügigen Schrittes durch die Tür marschierte, Danilo dicht auf den Fersen.

„Ich hole noch meine Sandalen!, rief Charlotte. „Geht ihr schon mal vor, ich komme gleich nach!

Als Olivia den felsigen und unebenen Pfad entlang joggte, wurde sie von einer wild entschlossenen orange-weißen Ziege überholt. Erba musste sich in der Nähe der duftenden Oreganosträucher in der Nähe einer der Weinplantagen herumgedrückt haben. Nun überraschte sie Olivia mit ihrer lebhaften Geschwindigkeit. Sie war eindeutig froh darüber, dass ihre Familie sich zu einem spontanen Ausflug entschieden hatte.

„Ich komme!", hörte sie Charlotte atemlos hinter sich rufen, als sie die Hügelkuppe erreichte. Olivia hielt einen Moment inne und bewunderte die dramatische Aussicht über ihre Farm. Sie freute sich, dass sie es geschafft hatte, einen Teil der wogenden Wildnis zu zähmen und zu bepflanzen und der Farm so einen neuen Charakter zu verpassen.

Danilo preschte Kopf an Kopf mit Erba den Hügel hinab. Dann wich er vom Pfad in einen der zerklüftetsten Teile ihres Grundstücks ab.

„Hier ist es! Hinter dieser Hügelkuppe!", rief er. Er kletterte über den Hügel und war verschwunden.

Olivia folgte ihm, außer Atem vor Aufregung.

Nur noch wenige Schritte und sie würde die Stelle erreichen, wo sie mit Sicherheit eine versteckte Weinsammlung finden würde. In wenigen Augenblicken würden ihre Hoffnungen und Träume Wirklichkeit werden, und sie würde die Geheimnisse entdecken, die ihre Farm so lange verborgen gehalten hatte. Mit pochendem Herzen kletterte sie den Hang hinauf.

KAPITEL ZWEI

Als Olivia die Spitze erreichte, blieb sie stehen. Keuchend starrte sie hinunter – zuerst ungläubig, dann entsetzt.

Es gab einen Grund, weswegen dieser Teil ihrer Farm so abgelegen und unerforscht war und wieso sie nie in Betracht gezogen hatte, hier Wein anzupflanzen.

Einen riesengroßen, unverrückbaren Grund.

Mit einem Blick auf den enormen Steinbrocken, der ihr Sichtfeld ausfüllte, spürte Olivia, wie all ihre Hoffnungen in sich zusammenfielen. Die Karte musste eine Finte gewesen sein. All ihre Arbeit und all ihre Aufregung waren umsonst gewesen.

Ihre Farm würde ihre Geheimnisse für immer für sich behalten. In diesem felsigen, mit Geröll übersäten Areal konnte unmöglich etwas vergraben liegen.

„Und? Kannst du ein Gebäude oder so etwas sehen?" Charlotte presste die Worte stoßweise hervor, als sie hinter ihr zu ihr hinaufkletterte. Olivia drehte sich um, und als Charlotte die Enttäuschung in ihrem Gesicht sah, ließ auch Charlotte die Schultern hängen.

„Hier kann unmöglich etwas vergraben sein", sagte Olivia traurig.

Sie deutete auf den Haufen aus Geröll, der das ganze kleine Tal überzog.

Die Brocken bedeckten buchstäblich jeden Quadratmeter des Bodens. An einigen Stellen türmten sich die Felsen so hoch auf, dass Danilo, der gerade über dieses unbarmherzige Gelände kletterte, völlig aus ihrer Sicht verschwand.

„Oh nein", sagte Charlotte und klang nun genauso enttäuscht, wie Olivia sich fühlte.

Hinter dem riesigen Haufen lugte ein freches, orange-weißes Gesicht hervor. Kurz darauf sprang Erba abenteuerlustig auf den größten der Brocken. Olivia staunte nicht schlecht, als ihre Ziege trittsicher die Spitze des Miniberges erklomm, wo sie dann thronte und mit fragender Miene auf sie hinab blinzelte.

Olivia musste lachen, froh, dass sie dieser frustrierenden Situation etwas Humorvolles abgewinnen konnte. Charlotte verdrehte die Augen.

„Deine Ziege ist echt der Knaller, bemerkte sie. „Aber du hast recht. Niemand würde einen Weinvorrat unter diesem Geröll vergraben. Es ist fast, als sei diese ganze Karte ein einziger Scherz und führt dich nur aus Jux und Tollerei auf diesen unwirtlichen Teil der Farm. Vielleicht haben die ursprünglichen Besitzer den Wein vollständig ausgetrunken und hatten dann nichts mehr, was sie verstecken konnten.

Sie seufzte niedergeschlagen.

Danilo tauchte wieder auf. Er streifte zwischen den riesigen Brocken umher und blickte mit angestrengter Miene auf die Karte. Er gab sich offensichtlich größte Mühe, den Mittelpunkt des Dreiecks trotz der enormen Hindernisse so genau wie möglich zu bestimmen.

Eine frische Brise fuhr durch Olivias Haar und blies die vielfarbigen, blonden Strähnen durch ihr Gesicht, die sie wieder mit der Hand zurückstrich. Die Sonne ging langsam unter und sank hinter die fernen, bewaldeten Hügel. Sie blickte zurück zu ihrem Farmhaus. Das bescheidene, steinerne Gebäude auf einer Bergkuppe einige hundert Meter entfernt, war in goldenes Licht getaucht. Die Eschen und Olivenbäume, die die smaragdgrünen Reben ihrer ersten Weinplantage überblickten, ragten stattlich und majestätisch in den Himmel.

Die Schönheit der Szene tröstete Olivia. Ihre Farm war der schönste Ort auf der ganzen Welt. Was machte es schon, dass sie dieses frustrierende Rätsel dieser alten Schätze nicht lösen konnte. Deswegen hatte sie das Land nicht gekauft. Sie hatte es gekauft, damit sie in dem malerischen, gemütlichen Farmhaus wohnen konnte, das nun ihr neues Zuhause war, und das Land in eine produktive Weinplantage verwandeln konnte.

Stück für Stück kam sie ihrem Ziel näher, auch wenn ihre Fortschritte quälend langsam vorangingen. In zwei Jahren könnte sie mehrere kleine, kommerzielle Auslesen Saniovese, Vermentino und Rotweinkompositionen für den Markt fertig haben. Wenn es einen neuen herbstlichen Frost geben sollte, was auf ihrer hoch gelegenen Farm wahrscheinlich war, könnte sie die wilden Trauben ernten und einen weiteren Eiswein herstellen, mit dem sie hoffte, auf dem überraschenden Erfolg des Weins des letzten Jahres aufbauen zu können.

„Schon ironisch, dass hier ein solcher Felssturz stattgefunden hat", seufzte Charlotte, deutlich weniger gewillt, die Idee fahren zu lassen.

Olivia starrte wieder auf das Geröll herab. Die zerklüfteten Brocken ragten dunkel empor, als die Sonne dahinter versank. Da kam ihr ein plötzlicher Verdacht.

Sie kletterte den Abhang hinunter und tat genau das, was Danilo schon getan hatte. Sie strich zwischen den Steinbrocken umher, betrachtete ihre Größe und Form und befühlte den kalten, rauen Stein.

Hinter dem größten Haufen traf sie auf Danilo. Auch er hatte seine Hand mit verwirrter Miene auf den großen Felsen gelegt.

„Olivia, ich frage mich, wo diese Steine herkommen", sagte er und sprach damit ihre Gedanken aus.

Erneut wallte die Aufregung in Olivia auf. Mit einem Mal war ihre Entschlossenheit wieder zurückgekehrt.

„Sie können nicht von irgendwoher hierher gerollt sein. In der Nähe gibt es keinen Berg, auf dem es einen Landrutsch gegeben haben könnte. Meine Farm ist zwar steinig, aber die Steine liegen auf weiter Fläche verstreut. Nicht aufgetürmt auf einer Stelle. Es gibt keinen Grund, dass diese Ansammlung hier liegt", stimmte sie zu.

„Jemand hat sich eine Menge Mühe gegeben, um all das hier anzuhäufen. Der größte Haufen ist genau im Mittelpunkt des Dreiecks auf der Karte."

Danilo deutete auf Erba, die stolz auf dem Geröllhaufen hockte. Sein Gesicht erhellte sich beim Anblick von Olivias ungezogener Ziege.

„Zuerst dachte ich, dass hier wegen der Steine nichts vergraben sein könnte. Aber wenn sie später hierherschafft worden sind, ändert das die Dinge." Olivia bekam eine Gänsehaut auf ihren Armen, und das nicht nur wegen des frischen Windes.

„Genau. Vielleicht hat man diese Steine hier absichtlich platziert, um zu verstecken, was darunter liegt, und es unmöglich zu machen, hier zu graben", sagte Danilo aufgeregt.

„Wie schwer ist es, sie wegzuschaffen?" Olivia begutachtete zweifelnd den Haufen. Dieses Geröll musste Tonnen wiegen.

„Du würdest spezielle Maschinen dafür brauchen", bestätigte Danilo.

Olivia wusste, was das bedeutete. Geld!

Die Farm verschlang Geld, als wäre es nichts, so viel war klar. Der gepflanzte Wein würde zwei Jahre brauchen, bis er Gewinn abwarf. Olivia dachte über die finanzielle Last des Projektes nach und wie sie, eine einzelne Person mit einem Sommeliersgehalt, diese stemmen könnte.

„Wir müssen wohl noch eine Weile warten", entschied sie, frustriert, dass diese fesselnde Schatzsuche verschoben werden musste, bis sich ihre Ersparnisse erholt hatten.

Außerdem gab es keine Garantie, dass sie etwas darunter finden würden. Vielleicht hatten die damaligen Besitzer bei der Räumung des Areals entschlossen, alles Geröll auf diesen einen Platz zu schaffen. Vielleicht wollten sie eine Mauer bauen oder irgendeine andere Struktur und waren nie dazu gekommen.

In andächtiger Stille kehrten sie zu Charlotte zurück.

„Jetzt, wo wir uns genug große Steine angesehen haben, ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, was es zum Abendessen gibt, sagte ihre stets praktische Freundin, die damit versuchte, die Stimmung aufzulockern. „Ich dachte, wir könnten diesen Nudelauflauf mit Artischocken und Spinat ausprobieren.

„Gute Idee", sagte Olivia, bereits deutlich munterer beim Gedanken an ein köstliches Abendessen.

Als sie zurück zum Farmhaus schlenderten, nahm Danilo Olivias Hand.

„Als ich noch jung war, habe ich bereits Gerüchte über eine wertvolle Weinsammlung gehört, die in der Gegend versteckt sein soll. Wir haben sie alle gehört", sagte er nachdenklich.

Ein Schauder fuhr ihr über den Rücken, und Olivia war froh über Danilos warme Hand in ihrer. Es war unheimlich und mysteriös sich vorzustellen, dass ein solcher antiker Schatz, eine regionale Legende, hier versteckt sein sollte!

„Wenn sie hier ist, ist sie wenigstens sicher bewacht", sagte sie und versuchte, das Positive dieser Situation zu sehen.

„Für das Nudelgericht brauchen wir Sahne. Haben wir genug Sahne?", fragte Charlotte und klang auf einmal besorgt. „Ich kann gerne ins Dorf fahren und welche

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