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Skeptiker in Salem: Todesfolge (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 3)

Skeptiker in Salem: Todesfolge (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 3)

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Skeptiker in Salem: Todesfolge (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 3)

Länge:
325 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 9, 2021
ISBN:
9781094344690
Format:
Buch

Beschreibung

„Sehr unterhaltsam. Dieses Buch muss in dem Bücherregal aller Leser stehen, die einen gut geschriebenen Krimi mit unerwarteten Wendungen und einer intelligenten Geschichte schätzen. Sie werden nicht enttäuscht sein. Perfekt für ein kaltes Wochenende!“
--Books and Movie Reviews, Roberto Mattos (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

SKEPTIKER IN SALEM: TODESFOLGE ist Buch 3 einer neuen, mitreißenden Cozy-Krimireihe der Bestsellerautorin Fiona Grace, Autorin von Der Tod kam vor dem Frühstück, einem Nr.-1-Bestseller mit mehr als 100 Fünf-Sterne-Bewertungen (und einem kostenlosen Download)!

Als die 30-jährige Mia Bold erfährt, dass für den Pharmakonzern, für den sie arbeitet, nur das Geld zählt, reicht sie sofort ihre Kündigung ein und lässt ihre gut bezahlte Karriere zurück – genau wie ihren langjährigen Freund, der mit ihr Schluss macht.

Während der Podcast und die Fernsehshow immer erfolgreicher werden, leben Mias Karriere und Privatleben so langsam wieder auf. Doch dann bekommt sie von ihrer verklemmten Familie in Salem Besuch, die Zweifel an ihrer Leidenschaft aufwirft und sie dazu drängt, nach Hause zurück zu kommen.

Gleichzeitig muss Mia in ihrer Fernsehshow versuchen, das Rätsel um ein berüchtigtes, verwunschenes Haus aufzuklären, das verkauft werden soll. Mia, die sich die Phänomene nicht erklären kann, scheint an ihre Grenzen zu geraten. Und dann wird auch noch der Immobilienmakler tot aufgefunden.

Ist das Haus tatsächlich so heimtückisch wie es scheint?

Oder könnte ein anderes Motiv dahinterstecken?

Dieser packende Krimi voller Rätsel, Mysterien, Liebe, Tiere, gutem Essen und übernatürlichen Ereignissen wird Sie in seinen Bann ziehen. SKEPSIS IN SALEM ist ein Krimi mit unerwarteten Wendungen, der mit seinem Protagonist Ihr Herz erwärmen und Sie bis spät in die Nacht nicht mehr loslassen wird. Und bei allem Mystischen kommt auch der Humor nicht zu kurz.

„Das Buch hatte große Gefühle und die ganze Geschichte passte nahtlos zusammen, ohne dass bei Intrigen oder Persönlichkeit Abstriche gemacht wurden. Ich habe die Charaktere geliebt – so viele tolle Charaktere! Ich kann es kaum erwarten, zu lesen, was Fiona Grace als nächstes schreibt!“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

„Wow, dieses Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen! Ich konnte es nicht weglegen! Sehr empfehlenswert für alle, die einen Krimi mit unerwarteten Wendungen, Romantik und ein lang verlorenes Familienmitglied lieben! Ich lese gerade das nächste Buch!“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

„Dieses Buch entwickelt sich rasant. Es hat genau die richtige Mischung von Charakteren, Orten und Emotionen. Ich konnte es kaum weglegen und hoffe, schon bald das nächste Buch der Reihe lesen zu können.“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 9, 2021
ISBN:
9781094344690
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Skeptiker in Salem - Fiona Grace

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SKEPTIKER IN SALEM:

TODESFOLGE

(Ein Hexen-Cosy-Krimi – Buch Drei)

FIONA GRACE

INS DEUTSCHE ÜBERSETZT VON VANESSA GAUTSCHI

Fiona Grace

Debütautorin Fiona Grace ist die Verfasserin der LACEY DOYLE COZY-Krimis, welche bisher neun Bücher umfassen; der EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-Krimis, die bisher sieben Bücher umfassen; und der BÄCKEREI AM STRAND COZY-Krimis, die bisher sechs Bücher umfassen.

Fiona freut sich, von Ihnen zu hören, also besuchen Sie www.fionagraceauthor.com für kostenlose eBooks und die neuesten Informationen. Schauen Sie vorbei.

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Copyright © 2021 Fiona Grace. Alle Rechte vorbehalten. Gemäß dem US-amerikanischen Urheberrechtsgesetz von 1976 sowie dem deutschen Urheberrechtsgesetz ist ohne vorherige Genehmigung der Autorin jegliche Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verbreitung sowie die Übertragung in eine Datenbank oder ein Downloadportal untersagt. Dieses E-Book ist nur für Ihre persönliche Nutzung lizenziert. Es darf nicht an dritte Personen weiterverkauft oder unentgeltlich weitergegeben werden. Wenn Sie dieses E-Book mit anderen Personen teilen möchten, erwerben Sie für jeden der Begünstigten bitte eine gesonderte Ausgabe. Wenn Sie dieses E-Book lesen, es jedoch nicht käuflich erworben haben, oder es nicht für Sie alleine käuflich erworben wurde, senden Sie diese Ausgabe bitte zurück und erwerben Sie eine eigene. Wir bedanken uns für den Respekt, welchen Sie der Autorin und ihrer Arbeit entgegenbringen. Jegliche Handlung ist frei erfunden. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und die Handlung sind entweder das Produkt der freien Fantasie der Autorin, oder werden für die Handlung der Geschichte fiktional genutzt. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig. Coverbild Copyright © JENNY STYLE, verwendet unter Lizenz von Shutterstock.com.

BÜCHER VON FIONA GRACE

EIN HUND UND KATZ WOHLFÜHLKRIMI

EINE VILLA IN SIZILIEN: OLIVENÖL UND MORD (Buch #1)

EINE VILLA IN SIZILIEN: FEIGEN UND EIN KADAVER (Buch #2)

EINE VILLA IN SIZILIEN: VINO UND EIN TODESFALL (Buch #3)

EIN COZY-KRIMI AUS DER BÄCKEREI AM STRAND

EIN CUPCAKE ZUM STERBEN (Buch #1)

EINE MÖRDERISCHE MAKRONE (Buch #2)

EIN HEXEN-COSY-KRIMI

SKEPTIKER IN SALEM: EINE MORDSFOLGE (Tome 1)

SKEPTIKER IN SALEM: EINE FOLGE DES VERBRECHENS (Tome 2)

SKEPTIKER IN SALEM: TODESFOLGE (Tome 3)

EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE

DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK (Buch #1)

FÄHRTENSUCHE IM SAND (Buch #2)

VERBRECHEN IM CAFÉ (Buch #3)

EIN VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (Buch #4)

EIN TÖDLICHER KUSS (Buch #5)

EIN MALERISCHER MORD (Buch #6)

VERSTUMMT DURCH EINEN ZAUBER (Buch #7)

VERDAMMT DURCH EINE FÄLSCHUNG (Buch #8)

KATASTROPHE IM KLOSTER (Buch #9)

EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-KRIMI

EIN ERLESENER MORD (Buch #1)

EIN ERLESENER TODESFALL (Buch #2)

EIN ERLESENES VERBRECHEN (Buch #3)

EINE ERLESENE VERFÜHRUNG (Buch #4)

EIN ERLESENER RACHEAKT (Buch #5)

EINE ERLESENE AUSEINANDERSETZUNG (Buch #6)

EIN ERLESENER HINTERHALT (Buch #7)

INHALTSVERZEICHNIS

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL NEUN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG

KAPITEL NEUNUNDZWANZIG

KAPITEL DREISSIG

EPILOG

KAPITEL EINS

Mia Bold kleisterte sich eine Maske mit grünem Tee-Extrakt ins Gesicht. Sie versuchte noch immer den Schmutz der gestrigen Exkursion aus ihren Poren zu kriegen, anlässlich welcher sie durch den Hockomock-Sumpf gewatet war. Ihr Border-Collie-Mischling, Tandy, und ihr weißes Kätzchen, Rose, beobachteten sie neugierig, waren sich nicht sicher, warum ihr Frauchen grünen Glibber auf ihrem Gesicht hatte.

„Das ist nur eine reinigende Maske, erklärte Mia. „In zehn Minuten sehe ich wieder normal aus, versprochen.

Tandy sah sie skeptisch an, wusste nicht, wozu dieses Ritual gut war.

Gestern waren Mia und Tandy losgezogen, um einen neuen Drehort für ihren Podcast ausfindig zu machen, der möglicherweise schon bald zu einer Sendung im Kabelfernsehen werden würde. Klingel, Buch und Kerze. Sie waren eineinhalb Stunden lang südlich von Salem, Massachusetts, gefahren, um durch die verworrene Gegend zu waten, die auch als ‚Teufelsmoor‘ bekannt war. Es war Teil des berühmtem Bridgewater Triangle und eine Brutstätte für paranormale Aktivitäten. Ein halbes Dutzend Messungen mit dem elektromagnetischen Gerät später waren Mia und Tandy nach Hause gegangen – schlammbedeckt und von Mückenstichen übersät. Dazu hatten sie leichten Sonnenbrand, obwohl das Wetter kühl gewesen war. Trotz allem Unbehagen war es ein toller Tag gewesen.

Jetzt war Mia zurück in ihrer Wohnung auf der Essex Street. Sie hatte sich in einen Frottee-Bademantel eingelullt, und ihre Haut war gerötet von der heißen Dusche. Ihr Haar hatte sie zu einem Knoten hochgebunden und die Maske aus grünem Tee kitzelte auf ihrem Gesicht. Sie hatte das Gefühl, dass sie spüren konnte, wie ihre Poren sich zusammenzogen. Mia ging in die Küche, holte sich einen Kaffee und ging auf ihren Schreibtisch zu, stieg dabei über Akten und bahnte sich ihren Weg um die Bücherstapel herum, die auf dem ganzen Boden im Wohnzimmer verteilt waren. Es war Recherche-Woche und ihre sonst ordentliche Wohnung sah aus, als hätte ein Orkan darin gewütet. Außerdem hatten sie und Tandy nach ihrem Tag im Moor schlammige Pfoten- und Stiefelabdrücke auf dem Boden hinterlassen. Sie hatte Tandy gewaschen, während Rose aus sicherer Distanz zugesehen hatte. Während Tandy tüchtig abgeschrubbt worden war, hatte sich das Kätzchen ihre rosarote Nase und die weißen Schnurrhaare gemächlich geputzt. Das Bad hatte einen Ring aus Schmutz und Ablagerungen in der Wanne zurückgelassen, aber sie hatte jetzt keine Zeit, um ihre Wohnung zu putzen. Sie musste ihre Recherchen abschließen, bevor der Tag M ihr Leben komplett auf den Kopf stellen würde.

Mia sah auf den Kalender über ihrem Schreibtisch, wo ein riesiges M mit rotem Marker prangerte. Morgen war der Tag, an dem ihre Familie, die Middletons, eintreffen würde. Sobald das geschah, würden sie sie zweifelsohne mit hunderten von Fragen und Aktivitäten ablenken. Sie musste ihre Recherchen heute beenden, zumal das Produktionstreffen für die nächste Sendung ebenfalls für morgen angesetzt war.

Danke, Leute! Tolles Timing!

Sobald sie mit ihrer Recherche fertig wäre, und sich bereit für das Treffen fühlen würde, hatte sie vor, ihre Wohnung zu putzen. Im derzeitigen Chaos-Zustand würde ihre Wohnung ihrer Mutter und ihrem Stiefvater eine Herzattacke verschaffen.

Mia seufzte und sah zu ihrer Karte vom Teufelsmoor rüber, die auf den Wohnzimmertisch ausgebreitet und mit dutzenden von Haftnotizen versehen war. Jede Haftnotiz markierte Sichtungen von Mothman, Bigfoot, einem berühmt-berüchtigten rotäugigen Sumpfbiest sowie mehreren Geistern. Aber obwohl das Moor ein Traum-Drehort war, hatte sie am Ende beschlossen, dass die Sendung mehr Leute und Equipment benötigen würde, um dieses zerklüftete Gebiet zu filmen, als Klingel, Buch und Kerze sich derzeit leisten konnte. Aber das war in Ordnung. Sie hatte bereits eine tolle Liste von anderen Drehorten zusammengestellt.

In den meisten Städten und Dörfern waren heimgesuchte Orte eine Rarität. In Salem aber nicht. Seit Mia in die kleine Stadt mit gruseligem Ruf gezogen war, hatten sich schon unzählige Spuke zugetragen. Es schien, als ob jeder in der Stadt eine Spukgeschichte auf Lager hatte. Sie war derart mit Mythen, Geschichten und Geistersichtungen überhäuft worden, dass sie kaum mithalten konnte. Tatsächlich war ihr Postfach so voll, dass sie Will, den Praktikanten, darum bitten müsste, ihr dabei zu helfen, ihre E-Mails zu beantworten.

Sie setzte sich wieder an den Schreibtisch und verfasste eine E-Mail an ihre Produzenten, Graham Stone und Ollie Cooper:

Betreff: Drehorte für die nächste Episode

Nachdem ich ein Dutzend Standorte besichtigt habe, habe ich meine

Liste von Lieblingsorten für unsere nächste Episode auf die folgenden drei reduziert:

Das Joshua Ward-Haus in Salem

Die Dungeon Rock-Höhle in Lynn

Fort Sewall in Marblehead

Und ich würde gerne einen weiteren möglichen Drehort für die Zukunft besprechen, wenn der Sender uns unter Vertrag nimmt:

Hockomock-Sumpf, Bridgewater Triangle.

Wir sprechen uns bald.

Sie drückte auf Senden und lächelte. Das sollte sie für eine Weile beschäftigt halten. Eine kleine Kostprobe vor dem großen Treffen. Obwohl sie sich für den Moment gegen das Teufelsmoor entschieden hatte, hoffte sie, dass sie in der Zukunft eine Sendung dort machen könnte. Jetzt musste sie sich nur noch auf die unvermeidlichen Fragen ihrer Produzenten und der Crew über jeden Drehort vorbereiten. Sie musste die Lichtverhältnisse, das Terrain, Geistersichtungen, die Geschichte jedes Ortes und andere Details ausfindig machen. Vielleicht war sie übermäßig vorsichtig, aber sie hasste es, überrumpelt zu werden. Ein weiterer ganzer Tag der Recherche würde sie beruhigen und sie parkettsicher machen.

Wie aufregend, dass ein Kabelsender interessiert an unserer Sendung ist, dachte Mia.

Gemäß Graham hatte der Kabelsender ihre letzte Folge geliebt. Und Ollie hatte gesagt, dass der Kabelsender sogar in Betracht zog, eine Fernsehserie aus ihrer Sendung zu machen. Beide Produzenten ermutigten alle dazu, eine großartige zweite Folge der Sendung zu produzieren.

Mia musste zugeben, dass ihre Karriere gut vorankam. Bis vor Kurzem war Klingel, Buch und Kerze nichts mehr als ein Podcast gewesen. Jetzt, nachdem sie eine einzige Folge gedreht hatten, wurde in Betracht gezogen, dass sie zu einer Kabelshow wurden. Mia hätte sich nie träumen lassen, dass sie einmal eine Kabelshow moderieren würde, aber genau das war der Fall. Und obwohl sie täglich um die zwölf Stunden arbeitete, liebte sie ihren Job. Und jetzt wurde sie sogar dafür bezahlt! Es war nicht viel, aber definitiv besser als kostenlos zu arbeiten!

Mia sah auf die Uhr. Ihre beste Freundin, Sylvie, die den Flur runter wohnte, würde bald aufwachen. Sie war die Tontechnikerin und Cutterin von Klingel, Buch und Kerze. Sie hatten immer eine Million Dinge zu besprechen. Von Männern über zu Kameraaufnahmen. Heute hatten sie vor, zum Café Noir, ihrem Lieblingsrestaurant in der Stadt, zu gehen. Es gehörte Hugh Wolfe, dem attraktiven, eins achtzig Meter großen Koch, mit dem Mia ausging. Na ja, sie waren bisher erst auf einem Date gewesen. Aber sie hatten beide über ein zweites Date nachgedacht. Beim Gedanken an den gutaussehenden Hugh Wolfe hatte sie Schmetterlinge im Bauch. Vielleicht würde er sie heute, bei einem leckeren französischen Mahl, um eine zweite Verabredung bitten. Alles in allem sollte es ein exzellenter Tag werden!

Tandy legte seine Pfoten auf Mias Schoß und versuchte, ihr minzgrünes Gesicht abzulecken, während Rose sich in einem größer werdenden Fleck von Sonnenlicht einrollte und schnurrte. Mia hatte das kleine herrenlose Kätzchen auf der Straße gefunden. Jetzt wuchs sie zusehends und verwandelte sich mehr und mehr in eine seidenweiche Katze mit feinen Silberstreifen unter ihrem weißen Fell.

Mia machte sich im Geiste eine Notiz, dass sie mit Will darüber sprechen sollte, den Katzenlauf, welchen sie bestellt hatte, aufzubauen. Ihr Vermieter, Tom Hatter, hatte ihr grünes Licht für das Projekt gegeben – obwohl er behauptete, dass weiße Katzen in Salem Unglück brachten. Die Schachtel war gegen die Küchenwand gelehnt.

Es klopfte laut an der Tür.

Endlich! Das musste Sylvie sein. Zeit, um den grünen Schleim abzuwaschen und sich bereit für ein leckeres Frühstück zu machen. Und den attraktiven Hugh Wolfe zu sehen, natürlich.

„Herein!", rief Mia, stieg über einen Papierstapel.

Als die Tür geöffnet wurde, sprang Tandy auf und bellte laut. Merkwürdig, dachte Mia. Tandy bellte selten und schon gar nicht bei Sylvie. Dann überkam sie ein schreckliches Gefühl. Als sie realisierte, was vor sich ging, war es bereits zu spät, um es aufzuhalten.

„Oh nein", sagte Mia, als sie sah, wer in der Tür stand.

KAPITEL ZWEI

Mia schlang ihren Bademantel fest um sich, starrte ihre Überraschungsgäste an, während ihre Maske mit grünem Tee-Extrakt bröckelte, wie die Sahara. Sie hätte sich am liebsten zu einer Kugel eingerollt und sich in Luft aufgelöst. Wie hatte das passieren können?

„Ich – Ich dachte, ihr kommt erst morgen an", schaffte Mia hervorzubringen. Im Flur stand Mias gesamte Familie. Ihr Stiefvater, Daniel Middleton, der eine weiche Tweed-Jacke, eine Sherlock-Holmes-Mütze und Reisehosen trug. Daneben Mias Mutter, Madison Monroe Middleton, die einen stylischen Autocoat trug und ein Tuch um ihre blond gefärbte Hochsteckfrisur gewickelt hatte. Und dann noch ihre Stiefschwester, Brynn, die in eine karierte Chanel-Jacke, Designer-Jeans und Stöckelschuhe mit Messingschnallen gehüllt war. Und zu guter Letzt hatte Daniel seinen Assistenten, Reynold, mitgebracht, der etwas entfernt stand und ein kariertes Hemd, Kakis sowie eine Drahtgestellbrille trug.

„Oh! Meine Güte, Mimi!, gab Brynn von sich, schlug ihre Hand auf den Mund, um sich ein Lachen zu verkneifen. „Bist du's?

Mia nickte hilflos. Dann fiel ihr ein, dass es in ihrer Wohnung aussah wie in einem Zoo. Einem Zoo, aus dem die Tiere allesamt ausgebüxt und wild herumgetobt hatten.

„Können wir uns vielleicht später –", sagte Mia, versuchte ihnen die Sicht in ihre Wohnung zu verwehren.

„Ach was! Wir sind gekommen, um mit dir zu frühstücken!", sagte Daniel und schritt durch die Tür. Mia trat zurück, als die Middleton-Herde hereinmarschierte. Brynn rief Tandy zu sich und kraulte ihn.

„Hallo Süßer! Wie ist es dir ergangen, mein Kleiner? Tandy wedelte mit seinem Schwanz, war erfreut, sie zu sehen. Dann erblickte Brynn Rose. „Oooooh! Wer ist das denn?, sagte sie und nahm die kleine Katze auf ihren Arm. Rose streckte ihre rosarote Nase in die Höhe, um Brynn zu beschnuppern.

„Rose, sagte Mia überwältigt. „Mein Kätzchen.

„Ach, ist die süß!, meinte Brynn und näherte sich Mia. „Ich schätze, wir haben dich überrascht, flüsterte sie.

„Eine kleine Vorwarnung wäre nett gewesen, Brynn", flüsterte Mia mit trockenem Mund zurück.

„Du hättest mir schreiben können." Unter der grünen Maske versteckte sich ein beschämt gerötetes Gesicht.

Reynolds, Daniels Assistent, sah beschämt auf seine Füße, als er realisierte, dass Mia nicht angenehm überrascht, sondern völlig überfordert war.

„Tut mir leid, Mia", flüsterte Reynolds nervös.

Madison trat in die Wohnung und musterte das Chaos, als wäre sie die Dame des Hauses.

„Ach du meine Güte, sagte sie herrisch. „Sieht deine Wohnung immer so aus?

„Natürlich nicht, Mama!, sagte Mia. „Ich arbeite an einem Projekt.

„Was für ein Projekt?", wollte Daniel wissen. Er lief zur Karte auf dem Wohnzimmertisch hinüber und sah sie neugierig, mit zugekniffenen Augen an. „Der Jersey Devil und Mothman?"

„Ich suche nach neuen Drehorten, erwiderte Mia. „Ihr wisst schon, Spuke und so.

„Verstehe … Du jagst Dinge, die nicht wirklich existieren? Ich bin mir nicht sicher, ob das die beste Verwendung deiner Zeit ist, meinte Daniel, sah sich angeekelt im Wohnzimmer um, bemerkte die schlammigen Pfotenabdrücke überall. „Ich hoffe sehr, dass du nicht immer so unordentlich bist, meinte er. „Reynolds? Lass uns Mia eine Reinigungskraft besorgen."

„Ja, Sir", sagte Reynolds.

„Ich brauche keine Hilfe, sagte Mia. „Ich recherchiere bloß. Ich bin gestern zu einem Sumpf gefahren und war seither damit beschäftigt, meine Erkenntnisse auszuwerten.

„Ein Sumpf? Das hört sich nicht direkt ladylike an", warf Madison ein.

„Das Teufelsmoor?, meinte Daniel, spähte auf die Karte. „Hmmmm.

„Ist schon gut, Schätzchen, sagte Madison, legte ihren Arm auf Mias. „Ich kann sehen, dass du einen Moment brauchst, um dich herzurichten. Ich werde etwas Kaffee kochen, während du dich anziehst.

Mia blickte auf ihre Karten voller Haftnotizen und seufzte tief. Ihr Plan, noch etwas weiter zu recherchieren, hatte sich soeben in Luft aufgelöst.

Brynn zog ihre Augenbrauen hoch und machte eine Bürstbewegung zu Mia, wollte ihr damit bedeuten, sich zu waschen und anzuziehen.

„Ich weiß, Brynn, sagte Mia. „Ich bin gleich zurück.

Sie verschwand im Badezimmer und warf sich Wasser ins Gesicht, bis die Maske sich auflöste und das Wasser grün war. Während Mia sich eine Jeans und ein T-Shirt anzog, ihr langes welliges Haar bürstete, war sie kurz davor, die Fassung zu verlieren. Der Middleton-Clan hatte einen glänzenden Start hingelegt. Sie konnte nicht glauben, wie schlecht die Dinge liefen. Daniel war ganz offensichtlich nicht erfreut über ihren Job, ihre Wohnung sah aus, wie ein Schweinestall und jetzt würde sie am Produktionstreffen improvisieren müssen. Konnte es noch schlimmer werden? Sie lief zurück ins Wohnzimmer, um ihren Computer herunterzufahren. Die gesamte Familie war in der Küche. Mia rannte im Zimmer herum, räumte die Papierstapel weg und griff sich ein paar herumstehende Gläser und Tassen. Als sie die Küche betrat, fand sie alle Middletons zusammengepfercht darin sitzend vor. Reynolds war an die Theke gelehnt, während Daniel steif auf einem der Küchenstühle saß – wie ein König, der über seinen Hof wachte. Brynn simste, während Madison angefangen hatte, Geschirr zu spülen.

„Mama! Hör auf!", sagte Mia.

„Es wird nicht lange dauern, Schätzchen", sagte sie und sah auf die Fliesen, welche voller Pfotenabdrücke waren. Dann stieß sie ein Seufzen aus.

„Was macht ihr hier?, wollte Mia wissen. „Hättet ihr nicht erst morgen Nachmittag eintreffen sollen?

„Daniel hat ein Upgrade für die erste Klasse bekommen", meinte Madison.

„Ich habe Reynolds gesagt, dass er dir den Reiseplan zukommen lassen soll", fügte Daniel bei.

„Der von letzter Woche?", fragte Mia.

„Den angepassten Reiseplan von gestern Nachmittag. Er zog ein Stück Papier aus seiner Tasche und faltete es auf. Dann tippte er auf die erste Zeile, auf der das heutige Datum stand. „Siehst du? Vormittag: Frühstück.

Mia starrte auf den Plan und begriff, dass sie festsaß. Sobald Daniel etwas auf seinen Plan setzte, war es so gut wie in Stein gemeißelt. Er musste alles geändert haben, während sie und Tandy durch den Sumpf gewandert waren. Als sie zu Hause angekommen war, war sie so erschöpft gewesen, dass sie früh eingeschlafen war und ihr Postfach nicht geprüft hatte. So viel zum Thema, einen weiteren Tag für ihre Recherchen zu haben.

Es klopfte erneut an der Tür. Was denn jetzt noch?, dachte Mia. Dieses Mal rannte Tandy hinüber und wedelte mit seinem Schwanz. Sylvie trat in Hosen aus kariertem Schottenstoff, einem schwarzen Top mit gekreuzten Trägern, einer bauchfreien Lederjacke und Doc-Marten-Stiefeln mit fliegenden Schweinen darauf ein.

„Bereit? Was zum –", sagte sie und blieb abrupt stehen, verarbeitete, dass der gesamte Middleton-Clan in das kleine Zimmer gezwängt war.

„Ähm … Überraschung?", sagte Mia und bewegte ihren Kopf in Richtung Küche. Sylvie zog überrascht ihre Augenbraue hoch, erholte sich aber augenblicklich und begab sich in Diplomatie-Modus.

„Du musst – Nicht sagen, meinte Sylvie und streckte ihre Hand aus. „Brynn? Ich erkenne dich von deinem Anzeigebild. Mr und Mrs Middleton? Darf ich Sie Daniel und Madison nennen? Ich liebe den Autocoat, Maddie. Und das muss Reynolds sein? Sie alle nickten, waren erfreut darüber, dass Sylvie sie erkannt hatte.

Mia war beeindruckt darüber, wie Sylvie mit ihrer Familie umzugehen wusste. Sie war so dankbar, dass sie so eine wundervolle beste Freundin hatte.

„Du bist Sylvie Payne?, sagte Daniel. „Mias Nachbarin?

„Und Freundin. Sie grinste und schüttelte ihre Hände. „Ich kenne ein tolles französisches Café in der Gegend. Sollen wir?

Mia schüttelte ihren Kopf, versuchte Sylvie davon abzubringen, ihre Familie zum Café Noir zu bringen. Nach Mias erstem Date mit Hugh versuchte sie herauszufinden, ob er interessiert war – und auch, wie sie für ihn fühlte. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihn dem gesamten Middleton-Clan aussetzen wollte! Noch nicht, jedenfalls. Sylvie sah den Ausdruck auf Mias Gesicht und bedeutete ihr mit einem aufmunterndem Gesichtsausdruck, dass alles gut kommen würde.

Mia beschloss, ihr zu vertrauen und zog sich eine Jacke an. Sie liefen alle die enge Treppe hinunter verließen das Gebäude durch die Vordertür, wo Tom Hatter gerade wischte. Er trug ein kariertes Hemd und eine Ladenschürze, die mit den Worten Hatters Emporium bestickt war. Sein graues Haar war unter einer Baskenmütze verborgen.

„Wie ich sehe, hat deine Familie dich gefunden, Mia, sagte Tom und rasselte mit seinen Schlüsseln. „Wenn ihr noch Karten oder historische Informationen braucht, schaut im Laden vorbei.

„Vielleicht werde ich darauf zurückkommen, Mr Hatter, erwiderte Daniel. „Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben. Und für den Stadtführer.

„Es war mir ein Vergnügen", sagte Tom.

„Ähm, danke", meinte Mia. So waren sie also nach oben gekommen!

Als sie die Straße hinabzulaufen begannen, drehte sich Daniel zu Mia um und ergänzte: „Reizender Mann. Kennt seine Geschichte."

Die Essex Street-Einkaufsstraße war voller Touristen und Straßenkünstlern. Die Middleton-Gruppe passierte eine Böse Hexe des Ostens und eine Gruppe kostümierter Zeitreisender, die sich an der Ecke versammelt hatten.

Mia schmiss ein paar Münzen in den Hut, und ihr Stiefvater schniefte abschätzig.

„Du solltest das Gesindel nicht ermutigen, Mia", meinte Daniel.

„Du weißt, was Papa von Straßenkünstlern hält", sagte Brynn augenrollend.

„Na, ich finde das Stadtzentrum bezaubernd", meinte Reynolds und warf Mia einen mitfühlenden Blick zu. Wenn jemand wusste, wie schwierig Daniel Middleton sein konnte, dann sein Assistent, der schon seit Jahren unter seiner Fuchtel stand.

„Ich finde, eine Stadt mit so reichhaltiger Geschichte sollte sich nicht mit derart vulgären Darstellungen entwürdigen", sagte Daniel schnaubend.

„Das ist doch bloß Spaß, Papa, meinte Brynn. „Du weißt doch, wie sehr Mimi solche Sachen liebt, oder? All die Hexen und Ghule und Geister?

Mia wollte gerade ihren Mund öffnen und erklären, dass ihr wahres Interesse darin lag, die Wahrheit hinter paranormalen Aktivitäten aufzudecken. Immerhin hatte sie Equipment, die elektromagnetische Schwingungen maßen, ESP-Rekorder, Nachtsichtkameras und andere technische Geräte, die heimgesuchte Orte inspizierten. Sie wollte ihnen das

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