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Früher die Pest - heute Corona: Die Geschichte der Pest mit Bezug zur Harzregion

Früher die Pest - heute Corona: Die Geschichte der Pest mit Bezug zur Harzregion

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Früher die Pest - heute Corona: Die Geschichte der Pest mit Bezug zur Harzregion

Länge:
135 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Juli 2021
ISBN:
9783754354995
Format:
Buch

Beschreibung

Die Pest war über Jahrtausende die wohl gefährlichste Infektionskrankheit der Menschheit.
Sie war eine Geißel, die Millionen Menschen das Leben gekostet hat und dort wo sie grassierte, das kulturelle und das wirtschaftliche Leben teilweise für Generationen schwer geschädigt hat.
Es gab jedoch noch keine Medizin und andere Naturwissenschaften um diese Infektionskrankheit behandeln zu können. Nicht mal die Ursache und die Verbreitungswege der Pest konnte man erklären oder analysieren.
Die Pest konnten die Menschen zurückdrängen, heute spielt sie kaum noch eine Rolle: Moderne Hygiene sowie Antibiotika haben ihr weitgehend den Garaus gemacht.
Nun kämpft die Menschheit mit Corona. Beide Infektionskrankheiten haben medizinisch wenig gemeinsam: Die Pest wird von Bakterien übertragen, Corona von Vieren. Dennoch haben beide Infektionskrankheiten vieles gemeinsam. Sie werden schnell von einer lokalen Epidemie zu einer globalen Pandemie.
Bei der Pest war die Ausbreitungsgeschwindigkeit langsam: Segelschiff- und Marschgeschwindigkeit herrschten vor. Schnellere Verbreitungsgeschwindigkeiten gab es jedoch nicht und daher war die Pest oftmals schneller vor Ort, als die Information über sie.
Heute, in unserer globalisierten Welt, können sich Infektionskrankheiten in Schallgeschwindigkeiten ausbreiten und innerhalb weniger Tage zu Pandemien werden. Und wir waren und sind darauf wenig vorbereitet, obwohl die Gefahr bekannt war.
Die Ausführungen des Autors beschränken sich im Wesentlichen auf die Geschichte der Pest, jedoch mit besonderem Bezug zu Harzregion. Sie zeigen und erklären aber auch Parallelen zur heutigen Corona-Pandemie und das im schwierigen Kontext der allgemeinen Verständlichkeit, denn die Menschen werden derzeit mit einer Flut von Informationen überflutet. Diese überfordern jedoch inhaltlich einen Großteil der Menschen, was allerdings von den Verantwortlichen kaum zur Kenntnis genommen wird.
Der Autor hingegen hofft, die doch recht komplizierte Materie verständlich dargelegt zu haben und somit einen kleinen Beitrag zum Verständnis von Pandemien geleistet zu haben.
Herausgeber:
Freigegeben:
19. Juli 2021
ISBN:
9783754354995
Format:
Buch

Über den Autor

Bernd Sternal geboren 1956 in Gernrode/Harz. Bernd Sternal hat schon einiges in seinem Leben gemacht: Er ist Dipl.-Ingenieur, war als Manager, Geschäftsführer, Unternehmer, Unternehmensberater tätig, ist im Besitz zahlreicher Patente und anderer gewerblicher Schutzrechte. Mit dem Schreiben begann er im Jahr 2005, indem er für das von ihm betriebene Harzer Tourismusportal http://www.harz-urlaub.de redaktionelle Beiträge verfasste. Das Schreiben hatte ihn schnell infiziert. Im Jahr 2010 gründete er den Verlag Sternal Media, in dem er auch seine eigenen Publikationen herausgibt. Schwerpunkt-Themen von Bernd Sternal sind geschichtlicher, technischer, naturwissenschaftlicher, touristischer sowie gesellschaftskritischer Art.


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Buchvorschau

Früher die Pest - heute Corona - Bernd Sternal

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Die Pest aus medizinischer Sicht

Die Beulenpest

Pestsepsis

Lungenpest

Die Geschichte der Pest

Die erste nachweisbare Pest-Pandemie Europas

Die Pest in Europa zwischen dem Jahr Null und 1300

Die Pestpandemie des 14. Jahrhunderts – ihre Herkunft

Die Auswirkungen der Pestpandemie 1347 - 1353

Medizin, Mediziner und Therapien

Die unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie auf das gesellschaftliche Leben

Die Suche nach Schuldigen für die Pestkatastrophe

Die langfristigen Nachwirkungen der Pestpandemie 1348 - 1352

Die Pestepidemien der Neuzeit, speziell in der Harzregion

Der Unterschied zwischen der Pest und Corona

Wie Corona Covid 19 die Welt verändert

War die Pandemie vorhersehbar?

Bildnachweis

Einführung

Im Jahr 2015 erschien das Magazin für Geschichte – Geo Epoche Nr. 75 mit dem Titel „Die Pest – Leben und Sterben im Mittelalter".

Im Editorial des Magazins fragt Chefredakteur Michael Schaper einführend: „Angesichts der Pest, die von 1347 bis 1353 Europa verheerte, muss sich die Frage stellen: Was wäre, wenn unsere heutige Zivilisation von einer solchen Seuche getroffen würde, hoch ansteckend, tödlich, unheilbar?"

In der Folge berichtet und bezieht sich Michael Schaper auf eine in den 2010er Jahren aktuelle Ebola-Epidemie in Westafrika, die auch nach Spanien und in die USA übersprang. Diese Seuche forderte „nur" 11.310 Tote, weil sie mit rigiden Mitteln eingedämmt wurde und schon bald ein Impfstoff zur Verfügung stand.

Vom Corona Covid-19 Virus konnte damals noch keiner etwas ahnen, dennoch zog der Chefredakteur Parallelen zu heute möglichen Pandemien. „Die Folgen wären katastrophal: Eine ähnliche Mortalität wie bei der mittelalterlichen Pest würde, hochgerechnet auf die derzeitige Bevölkerungszahl, den Tod von etwa einer Viertelmilliarde Europäern bedeuten. Allein in London, damals wie heute eine der größten Metropolen Europas, wo um 1349 gut 40 Prozent der Einwohner ihr Leben verloren, würde man jetzt etwa 5 Millionen Tote zählen. Mit großer Wahrscheinlichkeit bräche eine derart gebeutelte Zivilisation vollkommen zusammen. Denn wer würde – in dem verzweifelten Versuch, vor der Seuche zu fliehen – noch den ohnmächtigen Regierungen und ihren Sicherheitskräften gehorchen? Welche Gesundheitspolizei würde die individuellen Rechte der zahllosen Erkrankten noch achten, die man mit allen Mitteln isolieren müsste?

Michael Schaper konnte damals nicht ahnen, wie bald schon eine solche Pandemie die Welt heimsuchen würde.

Früher haben die Menschen die Pest gefürchtet, heute fürchten sie Corona. Nur waren die Bedingungen grundlegend verschieden. Als die Pest grassierte, gab es noch keine medizinische Versorgung im heutigen Sinne, die Medizin als Wissenschaft war noch nicht existent. Zudem war die Hygiene schlecht, Medikamente – wie wir sie kennen – gab es noch nicht und das Wissen über die Herkunft, Verbreitung und Heilung von ansteckenden Krankheiten war stark begrenzt. Die Ärzte, Medizinmänner und Heiler früherer Jahrhunderte hatten nur Kräuter und andere Naturstoffe als Medizin, die durch naturnahe Therapien ergänzt wurden. Als Krankheitsverursacher wurden zudem übernatürliche Kräfte verantwortlich gemacht und man versuchte durch kultische Handlungen die Dämonen oder Götter zu besänftigen, später durch religiöse Gebete und Gesänge zu Gott dem Herrn.

Dennoch gibt es Bedingungen bei der Ausbreitung von Pandemien im Mittelalter, wie auch heute, die sich ähneln. Im frühen Mittelalter war die Bevölkerungsdichte recht gering. Sie nahm jedoch bis ins Hochmittelalter stark zu – es wird von einer Verdreifachung bis Vervierfachung ausgegangen. Ein Fakt, der eine Krankheitsübertragung von Mensch zu Mensch, vereinfachte. Heute, bei Corona, ist wohl die Globalisierung und die hohe Bevölkerungsdichte ein Hauptgrund für die rasante Ausbreitung der Krankheit. Damals war es die Gier nach Exotik, die Kaufleute und Seefahrer bis in die entlegensten Regionen in Asien vordringen ließ. Was heute der Luftverkehr ist, waren damals Handelswege, wie die Seidenstraße.

Infektionskrankheiten gibt es viele, allein das Robert-Koch-Institut zählt 169 davon auf. Eine davon ist die Pest (Yersinia pestis), die wohl am meisten gefürchtete Krankheit des Mittelalters. Es hat die Pest schon lange davor gegeben, jedoch hat sie sich nie dramatisch ausgebreitet, was wohl der geringen Bevölkerungsdichte und Reisetätigkeit geschuldet war.

Die Pest ist eine hochgradig ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis übertragen und ausgelöst wird. Die Krankheit wird als Zoonose angesehen, also eine Ansteckung vom Tier zum Menschen oder umgekehrt. Träger des Bakteriums sind Nagetiere, vermutlich Ratten. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über einen Zwischenwirt, einen infizierten Floh, der dann den Menschen beißt. Von Mensch zu Mensch kann die Infektionskrankheit, zudem über Tröpfcheninfektion, weiter verbreitet werden.

Die Pest war schon in den antiken Hochkulturen bekannt. Dort, wo Massenansammlungen von Menschen stattfanden, also in den antiken Städten, hatte die Pest leichtes Spiel sich auszubreiten. Hier in Mitteleuropa gab es jedoch noch keine Städte und somit auch keine große Bevölkerungsdichte. Wir wissen von Aufzeichnungen der Griechen und Römer, in denen die Metapher des „Schwarzen Todes erwähnt wird. Ob es sich dabei jedoch um die Pest handelt, ist unklar. Im Gebiet der germanischen Stämme gab es zudem keine schriftlichen Aufzeichnungen. Diese, wie auch die Errichtung größerer Siedlungen und Städte, setzten erst im 10. Jahrhundert ein. Die Ereignisse, bezüglich von Pestepidemien, liegen demnach in „Germanien im Dunkel der Geschichte verborgen.

Mit dem Untergang des Römischen Reiches und der Entstehung des Frankenreiches begann sich diese Situation jedoch zu ändern. In Süddeutschland, Westdeutschland und später auch in Thüringen entstanden erste Städte. Die Bevölkerungszahl stieg stark an, wodurch sich auch die hygienischen Bedingungen drastisch änderten. Zudem begann sich der Bewegungsradius der Menschen ständig zu erweitern. Die Franken hinterließen der Nachwelt auch Aufzeichnungen, diese waren jedoch erheblich reduzierter, als die der Antike. In den Sachsenkriegen unter Karl dem Großen wurden dann auch die Sachsen und andere nordgermanische Völker besiegt und mussten sich dem Frankenreich unterwerfen. Dann ging auch das Frankenreich unter und ein Sachse, aus dem Geschlecht der Luidolfinger, wurde zum neuen König gewählt: Heinrich I.

Kulturell war dieses geschichtlich bedeutende Ereignis zunächst ein Rückschritt. Es wurde zum quellenärmsten Abschnitt des Mittelalters. Die antiken Herrscher und auch die Franken hatten immer Chronisten an ihrer Seite, die Ereignisse für die Nachwelt dokumentierten. Das geschah zwar politisch korrekt im Interesse des jeweiligen Herrschers, dennoch helfen uns heute diese Aufzeichnungen die Geschichte zu verstehen. Keine Aufzeichnungen hingegen lassen viele Fragen offen, so auch die der Pestausbreitung. Was wir hingegen wissen ist, dass die Bevölkerungsdichte enorm zunahm. Zudem entstanden überall Städte, in denen jedoch die hygienischen Bedingungen sprichwörtlich zum Himmel stanken.

Überliefert ist, dass im Hochmittelalter zwischen 1346 und 1353 eine Pestpandemie unvorstellbaren Ausmaßes in Europa wütete. Die Menschen hatten keine Erklärung für diese Krankheit und es gab weder hygienischen Schutz noch medizinische Mittel dagegen. Auch die Herkunft der Pest sowie deren Ursachen waren den Menschen damals unbekannt. Daher suchte man Schuldige für das Desaster und erkor die Juden als angeblich Verantwortliche aus. Durch Giftmischerei und Brunnenvergiftungen sollen sie die Pandemie ausgelöst haben. Ähnlich der späteren Hexenjagd konstruierte

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