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Der Weg zur Macht
Der Weg zur Macht
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eBook162 Seiten1 Stunde

Der Weg zur Macht

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Über dieses E-Book

"Der Weg zur Macht" ist ein Napoleon-Drama bestehend aus 3 Akten. Im Jahr 1794 forderten die französischen Bürger eine politische Führung des Landes, die unter der Leitung von Kriegsspekulanten hohe Preise für viele lebenswichtige Produkte durchsetzen sollte, mit der Folge, dass die Preise in der Inflation steigen würden. Doch mit Hilfe des späteren französischen Kaisers Napoleon, der zu dieser Zeit ein halbverhungerter junger Offizier war und nur in Salons - geschützt von Frauen - geduldet wurde, hielten sie die Bürger in Schach. Heinrich Manns Charakterisierung von Napoleon ist eine skrupellose, geborene Person, die lügt und betrügt. Ein spannendes Drama über die komplexe Geschichte Napoleons. -
SpracheDeutsch
HerausgeberSAGA Egmont
Erscheinungsdatum2. Aug. 2021
ISBN9788726894257
Der Weg zur Macht
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Autor

Heinrich Mann

(Luiz) Heinrich Mann, geb. 1871 in Lübeck; 1889 Abbruch der Schulausbildung, Buchhändlerlehre, erste Erzählungen und Texte; ab 1890 Volontariat bei S. Fischer in Berlin; 1905 "Professor Unrat", zunächst kein großer Erfolg; 1914 Heirat, 1915 "Der Untertan", erst auf Russisch, ab 1918 auch auf Deutsch, schließlich großer Erfolg; einziges Kind 1916 geboren; 1930 Ehescheidung, Verfilmung von "Professor Unrat" unter dem Titel "Der blaue Engel", Welterfolg; 1933 Emigration, zunächst nach Frankreich; 1935-1938 "Die Jugend des Königs Henri Quatre" und "Die Vollendung des Königs Henri Quatre"; 1939 zweite Heirat; 1940 Flucht in die USA, dort 1950 gestorben.

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    Der Weg zur Macht - Heinrich Mann

    Heinrich Mann

    Der Weg zur Macht

    Drama in drei Akten

    Saga

    Der Weg zur Macht

    Coverbild/Illustration: Shutterstock

    Copyright © 1919, 2021 SAGA Egmont

    Alle Rechte vorbehalten

    ISBN: 9788726894257

    1. E-Book-Ausgabe

    Format: EPUB 3.0

    Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

    Dieses Werk ist als historisches Dokument neu veröffentlicht worden. Die Sprache des Werkes entspricht der Zeit seiner Entstehung.

    www.sagaegmont.com

    Saga Egmont - ein Teil von Egmont, www.egmont.com

    Person en:

    Bonaparte

    Bourrienne vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Thureau vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Barras

    vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Tallien

    vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Collot vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Boissy d’Anglas vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Sieyès vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Dubois-Crancé vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Rühl vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Muscat vom regierenden Ausschuss des Konvents

    Talma

    Junot

    Drei Abgeordnete des Konvents

    Haushofmeister

    Madame de Bourrienne

    Madame Thureau

    Madame de Beauharnais

    Madame Tallien

    Cornelia Duplay

    Volk, Soldaten, Ein kleiner Neger, Lakaien

    Paris 1795

    Erster Akt

    Salon bei Bourrienne. Die Rokokomöbel sind nicht mehr neu, der Raum selbst ist in noch älterem Stil. Rechts vorn ein grosser Kamin mit Spiegel, Stutzuhr, Kandelabern, weiterhin ein Fenster, noch weiterhin der Eingang in eine breite Galerie mit einem zweiten Fenster rechts, einer Tür links, einem Frauenbildnis auf der Rückwand. — Zu der Galerie führen zwei Stufen. Links von den Stufen, an der Rückwand des Salons steht eine Kommode mit aufgesetztem Schrank, neben dem linken Zimmerwinkel ist eine Tür. Born links ein Tisch mit Stühlen; vor dem Kamin fünf Sessel. Es ist abends zwischen neun und zehn. Im Kamin brennt Feuer und beleuchtet, zusammen mit den angezündeten Kandelabern auf dem Kaminsims, hell die rechte Hälfte des Raumes und die Gruppen der Personen am Kamin. Im Hintergrund liegt Dämmerung; links, zwischen Tür und Schrank, ist ein tiefdunkler Winkel.

    Erste Szene

    Vor dem Kamin sitzen: vorn, mit dem Rücken nach der Tür links, Madame de Bourrienne, dreissigjährig, elegant. Dann Madame Thureau, zweiundzwanzigjährig, schlicht. Einander gegenüber: Bourrienne, fünfunddreissig, blond, und Thureau, fünfundvierzig, ergraut, dieser bürgerlicher als jener. Collot, kräftiger Vierziger von gediegener Kleidung, lehnt am Kamin. Der junge Muscat, im ausschweifendsten Kostüm des „Incroyable", zeigt sich in häufig wechselnden Stellungen.

    Muscat

    Einige, auf jenem Ballfest, trugen rings um den Hals einen roten Streifen, als hätten sie schon einmal den Hopf verloren. Bei mehreren Damen bemerkte man nur im Nacken eine blutige Rinne, die Guillotine schien sie vergebens gekitzelt zu haben.

    Madame de Bourrienne

    Entsetzlich.

    Bourrienne

    Der Ball der Opfer.

    Madame Thureau

    Thureau, zeige den Unfug dem Konvent an! Noch lebt die Republik.

    Collot

    (zu Muscat )

    Adolf, wer war dabei? Ich sehe es gern, dass mein Kommis viel mitmacht.

    Muscat

    Die Tallien — ah! eine Königin, umringt von Sklaven. Ein Gürtel aus Gaze, das Kleid noch weniger als Gaze, und dann der rote Streifen.

    Madame Thureau

    Hätte Robespierre wenigstens sie noch im Ernst auf den Richtplatz geladen.

    Bourrienne

    Bevor er selbst dahin musste.

    Madame de Bourrienne

    Ich hasste Ihren Robespierre, Herr Thureau. Aber nicht durch eine Tallien hätte er sterben dürfen.

    Thureau

    Dafür danke ich Deiner Frau, Bourrienne.

    Madame de Bourrienne

    (zu Madame Thureau)

    In der Regierung sitzen Dein Mann, Luise, der meine, und dann der Gatte einer Dirne.

    Muscat

    (ironisch )

    Nicht eifersüchtig, meine Damen, auf die Königin unserer Republik.

    Collot

    Mein Muscat ist Royalist. Ich sehe es gern, dass er auch bei dem ehemaligen Adel zu Hause ist.

    Thureau

    Collot, diese Republik ist nur Deine. Wir liessen so viel Blut nicht fliessen, damit endlich nur Geld daran verdient werde.

    Bourrienne

    So ist es aber gekommen mit Euren Taten, Thureau! Damit Einige reich wurden, mussten so viele sterben.

    Thureau

    Wir wollten die Idee. Reinheit und Einheit, dafür starben wir und töteten.

    Bourrienne

    Ich, Dein Freund, musste auswandern mit der Meinen. Zurückgekehrt kämpfte ich als Soldat für die Republik, indes sie meine Frau gefangen hielt. Willst Du noch mehr Einheit? Noch mehr Reinheit?

    Madame Thureau

    (zu Madame de Bourtienne)

    Du warst gefangen, Emilie?

    Madame de Bourrienne

    Im Gefängnis gab es Spioninnen aus Euren Reihen, die uns küssten, unsere Tränen tranken und mit unseren Seufzern die Namen unserer Liebsten auffingen, um sie auf das Schafott zu bringen.

    Madame Thureau

    Du gingst zu den Empfängen der Königin, ich aber war die Kammerfrau ihrer Kammerfrau. Ich war erst fünfzehn, ein Jahr vor der Erstürmung der Bastille. Die Nadeln aus dem Kleid der Königin steckte meine Herrin mir in den Arm, wie in ein Kissen. Ich zuckte zuletzt nicht mehr. Drum habe ich auch nicht mehr gezuckt, als auf dem Platz die Köpfe fielen.

    Thureau

    Auch wir waren in Gefahr, als Ihr Robespierre tötetet. Hätte ich ihn doch auf das Schafott begleitet! Wenn sein Blut vergossen wurde, war alles frühere umsonst geflossen.

    Bourrienne

    Da haben dann wir Gemässigten Euch nach Kräften massakriert.

    Thureau

    Es droht noch wieder anzufangen.

    Bourrienne

    Bon beiden

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