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Krimi Doppelband 2203

Krimi Doppelband 2203

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Krimi Doppelband 2203

Länge:
350 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2021
ISBN:
9798201356446
Format:
Buch

Beschreibung

Krimi Doppelband 2203

von Alfred Bekker, Glenn Stirling

 

Über diesen Band:

 

Dieser Band enthält folgende Krimis:

 

Der mörderische Schmuck (Glenn Stirling)

Kubinke und die Leichen im Keller (Alfred Bekker)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Keller eines Hauses in Frankfurt am Main werden Leichen gefunden, die man dort vor mehreren Jahren einbetoniert hat. Unter den Toten befindet sich auch ein Kommissar des BKA, der verdeckt ermittelt hatte. Als feststeht, dass die Ermordeten zueiner kriminellen Organisation gehören, die sich "Instituts für allgemeinen Wohlstand" nennt. Auch der Sohn des Chefs dieser Bande, Valentin Wachovsky, ist unter den Toten. Harry Kubinke und Rudi Meier vom Bundeskriminalamt übernehmen den Fall…

 

 

 

Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.

Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 28, 2021
ISBN:
9798201356446
Format:
Buch

Über den Autor

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.


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Krimi Doppelband 2203 - Alfred Bekker

Im Keller eines Hauses in Frankfurt am Main werden Leichen gefunden, die man dort vor mehreren Jahren einbetoniert hat. Unter den Toten befindet sich auch ein Kommissar des BKA, der verdeckt ermittelt hatte. Als feststeht, dass die Ermordeten zueiner kriminellen Organisation gehören, die sich Instituts für allgemeinen Wohlstand nennt. Auch der Sohn des Chefs dieser Bande, Valentin Wachovsky, ist unter den Toten. Harry Kubinke und Rudi Meier vom Bundeskriminalamt übernehmen den Fall...

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Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jack Raymond, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker (https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Bekker/)

© Roman by Author / COVER FIRUZ ASKIN

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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Der Baron #23: Der mörderische Schmuck

Table of Contents

UPDATE ME

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Der Baron #23: Der mörderische Schmuck

von Glenn Stirling

Der Umfang dieses Buchs entspricht 124 Taschenbuchseiten.

Monsieur Lapache, der Innenminister, ist nicht überzeugt von der Hellseherei Sabellos. Er benötigt einen weiteren Beweis, mit dem er aber viel mehr bezweckt. So überredet er Alexander von Strehlitz für eine bestimmte Zeit den Posten des Kommissars zu übernehmen. Und schon hat der Baron es mit einem Mord und dem Raub eines wertvollen Schmuckstückes zu tun ...

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Alfred Bekker (https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Bekker/)

© Roman by Author

© COVER FIRUZ ASKIN

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Das sind die Leute, die Sie kennenlernen sollten:

Alexander von Strehlitz, genannt der „Baron", 38 Jahre, 1,88 m groß, dunkelhaarig, gut aussehend, schlank und muskulös, sehr sportlich, abgeschlossenes Zoologiestudium, Hobbysegler und Hochseeschiffer mit Kapitänspatent für große Fahrt, bekannter Schriftsteller von Reiseberichten und Expeditionserlebnissen, Leiter von verschiedenen Expeditionen in Afrika und Südamerika, in Übersee durch seine Goodwillreisen zugunsten unterentwickelter Gebiete in Südamerika bekannt geworden, Sieger vom Indianapolis-Rennen für schwere Tourenwagen 1969, ebenso bekannt in Monte Carlo und der Jet-Society als brillanter Pokerspieler und Gesellschafter. Frauen vergöttern ihn, Männer schätzen ihn als prächtigen Partner und umsichtigen Leiter oft abenteuerlicher Unternehmungen.

Robert Burton, der Sekretär des Barons, 35 Jahre alt, 1,70 m groß, spärliches dunkelblondes Haar, korpulent, Brillenträger, gelernter Bankkaufmann, ein Mathematiker aus Passion, spricht sieben Fremdsprachen und hat ein fabelhaftes Gedächtnis, viel Sinn für Statistiken und Daten. Robert arbeitet seit Jahren für den Baron und weiß über dessen Finanzen besser Bescheid als der Baron selbst. Hat die Eigenart, immer dann französisch mit dem Baron zu sprechen, wenn es um Geldfragen geht.

Michel Dupont, genannt „Le Beau", 28 Jahre alt, 1,75 m groß, drahtiger durchtrainierter Mann mit dunklem Haar, kantigem, nicht sehr schönem Gesicht mit zerschlagener Nase. Seit vielen Jahren dem Baron ein treuer Freund und Begleiter auf vielen abenteuerlichen Reisen. Le Beau ist gebürtiger Franzose, sehr leidenschaftlich, liebt Frauen und gutes Essen und Trinken, ist leicht zu erregen, ein ausgezeichneter Karatekämpfer, Motorbootfahrer aus Leidenschaft und begeisterter Reiter. Außer Frauen und Pferden liebt er auch rasante Wagen. Er ist gelernter Motorenschlosser und Flugzeugmechaniker.

James Morris, der Chauffeur des Barons, 31 Jahre alt, 1,94 m groß, sehr stark und breit, wiegt über zwei Zentner, Stirnglatze, sonst struppiges, dunkelblondes Haar, breites Gesicht mit Stupsnase. James war früher Artist, nämlich Untermann einer menschlichen Pyramide. Nach einer Knöchelverletzung verlor er sein Engagement und geriet in schlechte Kreise. Der Baron holte ihn gegen Kaution aus einem Lissabonner Untersuchungsgefängnis und fand in James den treuesten Anhänger, den ein Mensch sich denken kann. Wo James hinschlägt, blüht keine Blume mehr, aber gleichzeitig hat der Hüne ein friedliches gutartiges Gemüt, tut für den Baron alles, aber dass der Baron einen so mäßigen Autofahrer wie ihn zum Chauffeur gemacht hat, begreift James selbst nicht.

Das also sind der BARON und seine Freunde ROBERT, LE BEAU und JAMES. Ein echter und draufgängerischer Mann und seine Freunde. Ihr Feld ist die Welt, heute sind sie reich, morgen haben sie keinen roten Heller, und immer sind sie bereit, dem Teufel auf den Schwanz zu treten, wenn es gilt, anderen zu helfen, die in Bedrängnis sind. Keiner von ihnen ist ein Tugendbold, aber wenn die Lage es erfordert, halten sie eiserne Disziplin. Sie sind vier knallharte Männer, und für manch einen sind sie die letzte Hoffnung. Sie lieben das Abenteuer, sie lieben das Leben. Ob im Orkan auf See, im dampfend heißen Urwald oder auf schillerndem Parkett des Casinos von Monte Carlo, sie sind überall zu Hause. Es gibt Zeiten, da trinken sie Sekt und essen Kaviar, und es gibt Situationen, da teilen sie sich den letzten Tropfen lauwarmen und brackigen Wassers und kauen auf harter Brotrinde. Und immer bleiben sie Kameraden und halten zusammen ... der Baron und seine Crew.

Prolog

Hellseher sagt Lösung von Mordfall voraus

Paris (eig. Meld.) Sasbello, der durch seinen Auftritt im Fernsehen kürzlich bekannt gewordene Wahrsager und Hellseher, wurde von der Pariser Kripo auf die Probe gestellt. Während die Fahndung nach dem Mörder von Montmartre, dem sogenannten „Morgengrauen-Mörder noch voll im Gange war, sagte Sasbello dem Innenminister präzise voraus, wann und wo der noch unbekannte Mörder gefasst würde, und wer derjenige sein sollte, der ihn stellen würde, nämlich kein Berufskriminalist, sondern ein bekannter Ausländer. Den Namen sagte Sasbello allerdings nicht. Genau zwanzig Stunden nach dieser Voraussage und zwar pünktlich zur von Sasbello angegebenen Zeit, stellte der auch in Paris wegen seiner Hilfsaktionen bestens bekannte Baron von Strehlitz nach einer aufregenden Verfolgungsjagd den „Morgengrauen-Mörder. Es handelt sich dabei um einen aus einer Anstalt für Geisteskranke entsprungenen 33jährigen Mann, dessen kranker Geisteszustand nicht ohne weiteres zu erkennen war.

––––––––

1

„Es ist ein Trick!", rief Monsieur Lapache, der Innenminister. Und er ließ seine nervigen Finger wie die Beine einer Balletteuse auf dem Aktendeckel tanzen.

Die beiden Männer, die dem leicht ergrauten Lapache gegenübersaßen, machten skeptische Gesichter. Und dann sagte Kommissar Roux etwas pikiert: „Mein Herr Minister, es besteht nicht der geringste Hinweis, dass Sasbello irgendwie und auf irgendwelche Weise im Zusammenhang mit den Morden und dem Mörder steht. Wir von der Pariser Kripo wissen, dass Sasbello weder den Geisteskranken selbst, aber ebensowenig den Häscher kannte. Das heißt, er hat von Baron Strehlitz gehört, wie eben viele im Zusammenhang mit Kinderdörfern und Altenheimen von ihm gehört haben. Seine Goodwill-Aktionen sind ja bekannt. Aber persönliches Kennen ist nicht drin. — Herr Minister, ich verbürge mich dafür. Ich kenne Baron Strehlitz schon sehr lange. Wir sind Freunde. Er hätte das Zeug zum Kriminalisten, und dieser geistesgestörte Mörder ist ihm nicht irgendwie in die Hände gelaufen. Baron Strehlitz hat zudem von Sasbellos Voraussage nichts gewusst, nicht wissen können, nicht einmal von mir, denn ich wusste ja selbst erst eine Stunde vor der Aufdeckung des Mordfalles von dieser Voraussage. Sie wussten es die ganze Zeit, denn Ihnen hat Sasbello ja diese Hinweise gegeben."

„Und wie, fragte Lapache, „ist Baron Strehlitz an diesen Mörder gekommen? Er blickte kurz zum Polizeipräfekten, einem hageren, dunkelhaarigen Mann mit Goldrandbrille, ein Technokrat, ein wandelnder Computer, aber nicht das, was sich Leute normalerweise unter Polizeipräsidenten vorstellen. „Was sagen Sie denn dazu, mein lieber Roche?"

„Hören Sie sich bitte Kommissar Roux an! Seine Ermittlungen sind mir bekannt und erklären alles."

Lapache nickte und wandte sich wieder Roux zu, der untersetzt und glatzköpfig mit seinem Bart einem Seehund ähnelte, in Fachkreisen als As und in Gaunerkreisen als unnachsichtiger Verfolger und Kenner des Milieus gewertet wurde.

„Baron Strehlitz hatte erfahren, dass ein alter Mann, der zuvor bei ihm in einem der Altenhotels geweilt hatte, die Baron Strehlitz überall in Europa errichtet hat, dass dieser alte Mann also vom Morgengrauen-Mörder umgebracht worden war. Das ist der letzte uns bekannte Fall gewesen. Damals rief mich Strehlitz an und sagte: ,Den Schuft fange ich! Was ist mit der Pariser Polizei los?‘ Nun, da hielt ich seine Worte noch für einen halben Scherz. Doch er mietete sich im Bereich ein, wo die Morde passiert waren, also im östlichen Montmartre. Er lebte da genau fünf Tage. Dann war der Mörder wieder unterwegs, und Strehlitz schnappte ihn, bevor er einen neuen Mord ausüben konnte. Es war nahezu genial, wie Strehlitz das eingefädelt hatte, die Falle zu legen."

„Vielleicht glückliche Umstände", meinte Lapache.

„Hm, und meines Erachtens hart an der Grenze des Erlaubten", meinte Roche.

Lapache wurde hellhörig.

„Wieso? Er sah Roche scharf an, und der blickte scheinbar schüchtern durch seine Goldrandbrille und sagte: „Baron Strehlitz hatte eine Waffe und keine Genehmigung dazu.

Lapache lachte befreit auf.

„Und das ist alles? Mann, Paris hat eine Polizei, und die hat zwar eine Genehmigung, aber den Mörder, den kriegte sie nicht. Hören Sie doch damit auf, lieber Roche! — Kommissar Roux, ich finde, solche Leute wie Baron Strehlitz sollte man sich warmhalten. Hat er die Belohnung bekommen, die auf die Ergreifung ausgesetzt war?"

„Hat er bekommen und sofort für eines seiner Hilfswerke verwendet. Roux lachte. „Er sagte noch, davon könnte er wieder zehn Waisenkinder in seinem Schweizer Kinderdorf unterbringen.

„Sagen Sie mal ..., Lapache kraulte sich am Kinn und verzog das Gesicht, als dächte er scharf nach, „... war da nicht mal etwas mit einem Grundstück. Jetzt erinnere ich mich. Er wollte doch mal diese ehemalige Polizeikaserne mieten. Auf neunundneunzig Jahre oder so. Richtig, es fällt mir ein. Er wollte eine Turn- und Gymnastikschule für Körperbehinderte darin einrichten. Ja, so war es. — Wissen Sie, Roche, ob er das Ding bekommen hat?

Roche zuckte die Schultern, griff zum Telefon und sprach kurz mit einem seiner Beamten. Wenig später sagte er, während er auflegte: „Er hat sie nicht bekommen. Das Gelände und die Gebäude sollten versteigert werden. Sie haben das selbst so angeordnet, Herr Minister."

Lapache drückte auf die Klingel. Eine etwas ältliche, griesgrämige Sekretärin kam, und Lapache fragte sie schroff: „Die Akte von der Polizeikaserne in der Rue des Granges! Sehen Sie nach, ob das in unserer alleinigen Kompetenz steht!"

Die Sekretärin ging, und während sie weg war, sagte Lapache: „Wenn wir darüber hier im Innenministerium allein verfügen können, dann will ich es wissen. Ich werde ein gutes Werk tun, gleich zwei. Hören Sie zu, Roche, auch Sie, Kommissar! Ich glaube, dass es ein Trick war, ein Trick, den dieser Baron Strehlitz und Sasbello ausgekocht haben. Gemeinsam, versteht sich. Nun, wenn es so ist, wird sich das zeigen, und dann sind die beiden blamiert. Geht es aber korrekt zu, dann tun wir für Paris, aber auch für die Sozialpläne dieses Barons etwas Gutes. Ich werde mir Sasbello und diesen Baron kommen lassen. Und ich werde noch einmal eine Voraussage von Sasbello verlangen. Und der Baron soll den Täter fassen."

„Herr Minister, das geht nicht in jedem Fall!, wandte Roux ein. „Mit dem Morgengrauen-Mörder war das möglich, aber irgendein x-beliebiger Fall lässt sich ohne die Hilfsmittel der Polizei für einen Laien nicht einfach zu lösen. Ich kenne von Strehlitz gut, aber ein Übermensch ist der nicht, nur ein scharfer Denker. Und ein ganzer Kerl.

Lapache lächelte.

„Er bekommt, was er braucht. Er wird ... ja, dazu bin ich sogar befugt ... er wird von mir voll gedeckt. Ich meine, er ist, während er das tut, ein Mann unserer Kripo."

Roche fuhr wie von der Tarantel gestochen hoch.

„Herr Minister! Ein Fremder, dazu ein Ausländer!"

„Wir wollen hier keine Nationalitäten hochspielen. Er ist Europäer wie Sie und ich. Er hat auch nicht nach der Nationalität dieses Alten gefragt, der vom Morgengrauen-Mörder umgebracht worden war, oder nach jener Frau, die er vor dem Tod bewahren konnte. Nein, das zählt gar nicht. Ich will doch sehen, ob dieser Mann wirklich ein Phänomen ist."

„Es wird juristische Probleme geben", meinte Roche.

Lapache winkte ab.

„Haben wir nicht in der Sürete einen Amerikaner, diesen Rauschgift-Experten?"

„Ja, aber das ist ein Spezialist und ... Lapache ließ Roche nicht ausreden. „Gehört nicht ein Spezialist dazu, einen Mord oder sonst ein schweres Verbrechen aufzuklären? — Kommissar Roux, was meinen Sie dazu?

Roux lächelte. Er duzte sich mit dem Baron, und insgeheim hatten sie schon vor Jahren eine Sache zusammen gemacht, als etwas in den Kreisen passiert war, zu denen der Baron Zutritt hatte, Roux aber kaum.

„Ja, sagte Roux ernst und überzeugt, „ja, ich glaube, dass Baron Strehlitz diese Aufgabe lösen wird. Vorausgesetzt, er bekommt wirklich die Mittel, die ich zum Beispiel habe.

Lapache wandte sich um, als die Sekretärin kam.

„Na, was ist?"

„Wir haben die volle Verfügungsgewalt", sagte die Frau.

„Dann servieren Sie uns jetzt drei schwarze Kaffee mit Kognak. Lapache sah wieder seine Besucher an. „Er bekommt diese Kaserne zum niedrigsten Pachtzins, den ich verantworten kann, wenn er es schafft. Und wann haben Sie Urlaub, Roux?

„Urlaub? Eine Vokabel, die’ ich gar nicht in meinem Wörterbuch habe."

„Gut, sobald ein Mord oder Raubmord passiert, beginnt Ihr Urlaub. Und dann fängt Strehlitz an. Wie ein Kommissar. Bestellen Sie ihn zu mir! Ich werde ihn und diesen Hellseher informieren und Letzteren dann fragen, wie der Fall ausgeht. Ob Strehlitz es wieder schafft oder nicht. Das heißt, keiner darf vom anderen erfahren. Sie sind hiermit vergattert, meine Herren! Die beiden nickten. „Also, wiederholte Lapache, „die große Chance für Ihren Freund Strehlitz: Er kann seine Kaserne haben, wenn er das ist, wofür Sie und Sasbello ihn halten, und wenn Sasbello und Strehlitz kein Komplott schmieden wie im Falle des Morgengrauen-Mörders. Ich glaube das nämlich immer noch ..."

––––––––

2

Es war kurz vor zwei Uhr nachmittags. Die meisten Geschäfte auf dem Boulevard wurden geschlossen. Auf der Fahrbahn quälten sich Ketten von Fahrzeugen im Kriechtempo auf den Place de l’Etoile zu. Alles strömte nach einer arbeitsreichen Woche dem Zuhause zu. Es war ein schöner Sonnabend. Der Himmel leuchtete blau, und kein Wölkchen trübte ihn.

Gaston Chaqueboux stand vor dem Ladenfenster des Juweliergeschäftes und stützte sich auf die lange Stange, mit der er die Markise zurückschieben sollte. Doch im Augenblick interessierte den jungen Mann die Markise nicht. Vielmehr blickte er einer Schar junger Mädchen nach, die in luftigen Sommerkleidern über den Fußweg schlenderten.

„Zum Anbeißen", sagte Gaston keck, und die Mädchen kicherten. Zwei von ihnen, drehten sich um und blitzten Gaston an.

Seufzend erinnerte sich Gaston an seine Arbeit. Nun ja, er war auch bald fertig, und dann ... Natürlich, er würde heute schwimmen gehen. Vielleicht ließ sich Martin erweichen, mitzugehen. Und Mädels würden sie schon finden. Kein Problem für einen schwarzgelockten Burschen von zweiundzwanzig Jahren, der aussah wie ein lebender Apollo.

Er hatte gerade seinen Haken in die Klüse der Markise eingehängt, als er einen Wagenschlag hörte. Er drehte sich um und sah eine schwarze Limousine. Ein amerikanischer Cadillac. Der Chauffeur öffnete gerade die Tür zum Fond. Zwei elegante Damen stiegen aus. Beide waren sehr groß, sehr blond und hatten schlanke Figuren. Ob sie alt oder jung waren, konnte Gaston nur erraten, denn sie trugen Hüte modernster Mode, und die waren mit Schleiern versehen, die nahezu das ganze Gesicht verdeckten. Gaston verfluchte in diesem Augenblick die Mode, die ihm einen Blick in die Augen der beiden Schönen verwehrte. Schönen? Natürlich, wer eine so rassige Figur hatte wie die beiden Damen, der musste schön sein.

Gastons Gleichgültigkeit war restlos dahin, als die beiden genau auf die Tür des Juweliergeschäftes zustrebten. Ticktack, machten ihre Absätze auf dem Pflaster. Gaston hörte, dass sie englisch miteinander sprachen. Und das passte seiner Meinung nach zu der amerikanischen Nummer am Cadillac.

Fast hätte Gaston vergessen, die Tür zu öffnen, wie es ihm seit Jahr und Tag eingedrillt worden war. Ebensogut wäre es ihm möglich gewesen, den beiden Damen zu sagen, dass jetzt die Geschäftszeit zu Ende sei und sie doch am Montag wiederkommen möchten. Das fiel ihm aber jetzt nicht im Traum ein. Vielleicht würden sie ihre Schleier lüften, und dann ...

Er sprang zur Tür, machte eine leichte Verbeugung und ließ sie eintreten. Sie rauschten an ihm vorbei. Die eine murmelte mit dunkler Stimme ein „Thank you, my dear!", und schon waren sie drinnen. Gaston folgte ihnen, tastete gewohnheitsgemäß nach seiner Krawatte und grüßte.

Aber da tauchte auch schon Monsieur Beauchamps im Halbdunkel des Ladens auf. Er verbeugte sich mehrfach, was ihm bei seiner Korpulenz wirklich nicht leichtfiel. In überschwänglicher Weise begrüßte er die Kundinnen. Dabei rollte er mit den Augen und schien ähnliche Gedanken zu hegen wie Gaston.

„Frag ihn, sagte die eine der beiden blonden Damen zu ihrer Begleiterin. Gaston hatte es verstanden und freute sich, einmal Englisch gelernt zu haben. Schon wollte er die Damen bitten, ruhig in ihrer Muttersprache mit ihm zu sprechen, als die andere sagte: „Ich will sprechen mit die Mr. Beauchamps.

Gaston zog es die Eingeweide zusammen, als er dieses misshandelte Französisch hörte.

Der dicke Beauchamps verbeugte sich erneut.

„Ich habe die Ehre, Sie selbst bedienen zu dürfen, Mesdames. Womit kann ich ..."

„Ich möchte kaufen die Roulett, Sie wissen, was meine ich."

Gaston schielte nach den Gesichtern der

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