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Spiegel des Lichts: Franz von Assisi - Prophet der Weltreligionen

Spiegel des Lichts: Franz von Assisi - Prophet der Weltreligionen

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Spiegel des Lichts: Franz von Assisi - Prophet der Weltreligionen

Länge:
106 Seiten
58 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 1, 2019
ISBN:
9783429064570
Format:
Buch

Beschreibung

Mitten im Fünften Kreuzzug traf sich Franziskus 1219 in Ägypten mit dem islamischen Oberherrscher, Sultan al-Kāmil. Diese Friedensmission blieb zwar politisch erfolglos, ging aber als prophetisches Zeichen in die Geschichte ein. Eine ihrer späten Früchte sind die großen Friedensgebete der Welt- und Naturreligionen, die sich seit 1986 in Assisi treffen, um für eine friedlichere, menschlichere und gerechtere Welt einzustehen.
Niklaus Kuster zeichnet nach, wie sich die Horizonte des jungen Franziskus schrittweise weiteten, bis er nach seinen Erfahrungen mit dem Islam Rundbriefe an die Menschheit richtete. Heilige Texte der Weltreligionen stützen jene Mystiker, die von Geschwisterlichkeit ohne Grenzen sprechen. Abschließend werden "Zehn franziskanische Optionen" genannt, die den eigenen Umgang mit Menschen anderer Religionen inspirieren. Diese können als Geschwister entdeckt, freundschaftlich gewonnen und auch Gefährten in der zunehmend säkularen Welt werden.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 1, 2019
ISBN:
9783429064570
Format:
Buch

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Spiegel des Lichts - Niklaus Kuster

1. Religionen – „Spiegel des Lichts"

Ein Kugelspiegel gibt das Licht der Sonne in viele Richtungen weiter. In einem sanften Bogen stehen schlanke Steinstelen, welche die Symbole der Weltreligionen tragen. Links sind die großen Religionen Asiens markiert, rechts von der Mitte folgen ein jüdischer, ein christlicher und ein islamischer Stein. Die Reihe schließt mit drei Symbolen für unterschiedliche Naturreligionen Afrikas und Amerikas.

Abb. 1. Friedenszeichen der Religionen, von Thomas Resetarits geschaffen und 2007 auf Initiative des Franziskaners Br. Karl Maderner errichtet.

Friedenszeichen der Religionen in Stein

Das eben beschriebene und hier abgebildete Friedenszeichen steht am Zugang zum „Haus der Stille, das 15 km südlich von Graz in Heiligenkreuz am Waasen liegt. Die klosterähnliche Oase wurde ab 1979 von einer franziskanischen Lebensgemeinschaft geprägt. 20 Jahre war der Initiant Br. Karl Maderner auch der Leiter des Projekts, weitere zwei Jahrzehnte wirkte der österreichische Franziskaner als Seelsorger im neuen Leitungsteam mit. Die innovative und initiative Lebensgemeinschaft hat im Haus und in seinem Umfeld verschiedene Projekte umgesetzt, die auf naturnahe und kunstvolle Weise Spiritualität vermitteln. Im Garten lässt sich seit 1988 ein Sonnengesangweg meditativ begehen. Im Haus entstand 2008 ein Friedensraum. Seit 2009 verbindet ein Markusweg mit 14 Stationen zum Evangelium die Pfarrkirche durch das Rosental mit dem Kloster. Ein Jahr später wird er durch einen „Ermutigungsweg mit sieben inspirierenden Persönlichkeiten zu einem Rundweg ergänzt.³ Das oben beschriebene und im Bild sichtbare Friedenszeichen der Welt- und Naturreligionen ist 2007 vom heutigen Salzburger Erzbischof, dem Franziskaner Franz Lackner, enthüllt worden.

Erstes Friedensgebet der Religionen in Assisi

Die Szenerie erinnert an das bahnbrechende erste Friedensgebet der Welt- und Naturreligionen. Papst Johannes Paul II. lud auf den 27. Oktober 1986 einen prominenten Kreis aus 64 Vertreterinnen und Vertretern der Weltkirchen und 64 Repräsentantinnen und Repräsentanten der Weltreligionen nach Assisi. Er begründete die Ortswahl mit Franziskus, „einem einzigartigen Propheten des Friedens, der „nicht nur von Christen geliebt wird, sondern auch von vielen anderen Glaubenden und von Menschen, die sich fern der Religion in seinen Idealen der Gerechtigkeit, der Versöhnung und des Friedens wiedererkennen⁴. In einem weiten Halbkreis trafen sich die hochrangigen Delegationen zunächst vor der Portiuncula-Kapelle und dann auf dem Vorplatz der Kirche San Francesco. Da fand denn auch eine weltweit erstmalige Friedensfeier statt, bei der vom Papst über den Dalai Lama bis hin zum indianischen Medizinmann Menschen verschiedenster Religionen für den Frieden auf Erden beteten. Dazu trat einer nach dem anderen aus dem Halbkreis in die gemeinsame Mitte, wo er in der Sprache und den Ritualen seiner Glaubensgemeinschaft Himmel und Erde miteinander verband.⁵

Das Friedenszeichen in der Steiermark hat die Mitte durch den Kugelspiegel markiert. Er hat gleichsam eine zweifache Funktion: Wie auf einen Brennpunkt sind die Zeichen der Religionen auf ihn ausgerichtet, und zugleich spiegelt er das Licht der einen Sonne auf die Stirnseiten der Stelen. Glattgeschliffen, werden diese selber zu Spiegeln des Lichtes: jede in ihrer originellen Beschaffenheit, mit ihrer eigenen Farbe und Struktur und jede aus ihrer Position und

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