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Der Dieb der Heiligen Lanze

Der Dieb der Heiligen Lanze

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Der Dieb der Heiligen Lanze

Länge:
142 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Aug. 2021
ISBN:
9798201791292
Format:
Buch

Beschreibung

Der Dieb der Heiligen Lanze

Roman von Tomos Forrest, Alfred Bekker und Marten Munsonius nach einem Exposé von Alfred Bekker

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

 

Regensburg Anno 996...

Cunrat der Dieb, Affra die Hungrige und der blinde Hantz sind Straßenkinder und schlagen sich mehr schlecht als recht durch das Leben.

Zur gleichen Zeit kündigt König Otto seine Ankunft in Regensburg an. Er befindet sich mit seinem Gefolge auf dem Weg nach Rom, um sich zum Kaiser krönen zu lassen.

Da bekommt Cunrat der Dieb einen schier unglaublichen Auftrag: Er soll dem Kaiser die Heilige Lanze stehlen und dafür einen Sack Silber bekommen. Ehe er sich versieht, gerät Cunrat in eine Verschwörung ersten Ranges – denn ohne die Heilige Lanze, ist eine Kaiserkrönung in Rom nicht möglich...

Herausgeber:
Freigegeben:
14. Aug. 2021
ISBN:
9798201791292
Format:
Buch

Über den Autor

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.


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Der Dieb der Heiligen Lanze - Alfred Bekker

Der Dieb der Heiligen Lanze

Roman von Tomos Forrest, Alfred Bekker und Marten Munsonius nach einem Exposé von Alfred Bekker

Der Umfang dieses Buchs entspricht 130 Taschenbuchseiten.

Regensburg Anno 996...

Cunrat der Dieb, Affra die Hungrige und der blinde Hantz sind Straßenkinder und schlagen sich mehr schlecht als recht durch das Leben.

Zur gleichen Zeit kündigt König Otto seine Ankunft in Regensburg an. Er befindet sich mit seinem Gefolge auf dem Weg nach Rom, um sich zum Kaiser krönen zu lassen.

Da bekommt Cunrat der Dieb einen schier unglaublichen Auftrag: Er soll dem Kaiser die Heilige Lanze stehlen und dafür einen Sack Silber bekommen. Ehe er sich versieht, gerät Cunrat in eine Verschwörung ersten Ranges – denn ohne die Heilige Lanze, ist eine Kaiserkrönung in Rom nicht möglich...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / COVER STEVE MAYER NACH MOTIVEN VON CARAVAGGIO

© Exposé by Alfred Bekker

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Alles rund um Belletristik!

Prolog

Anno 955, auf dem Lechfeld...

Das Heer von König Otto I., den man später Otto den Großen nennen wird, hat sich zur Schlacht aufgestellt: Die gepanzerten Ritter und das Fußvolk. Schwerter und Lanze werden gegen den grauen Himmel gereckt. Es ist ein Augusttag. Aber für einen Tag im August ist er ungewöhnlich kühl. Wolkengebirge türmen sich wie drohende Schatten des Unheils am Himmel. Als ob sich die Erde selbst an diesem Tag verdunkeln sollte.

Auf der anderen Seite stehen die Ungarn mit gefährlichen Komposit-Bögen. Deren Reichweite übertrifft alles, was Ottos Ritter aufbieten können. Dazwischen ist ein offenes Feld. Ein Feld, dass eigentlich keiner von Ottos Männern überqueren kann, ohne von den Ungarn wie bei einer Hasenjagd abgeschossen zu werden.

Ein Geistlicher spricht ein Gebet.

Und der Beistand Gottes ist tatsächlich auch das Einzige, worauf Ottos Männer an diesem Tag hoffen können.

Ich rate von einem Angriff ab, sagt einer der Männer des Königs. Sie werden uns einfach abschießen. Wir haben nicht den Hauch einer Chance, mein König!

Aber der König ist zu allem entschlossen.

Er steht ohnehin mit dem Rücken zur Wand.

Seine eigenen Söhne haben ihn verraten. Um ein Haar hätten sie sich mit den Reichsfürsten zusammengetan und ihn abgesetzt. Nur ein Umstand hat die Reichsfürsten veranlasst, doch noch zum König zu halten: Dessen Söhne haben das Rad überdreht und sich mit den heidnischen Ungarn verbündet. Das war zuviel!

Aber der König weiß, dass er nur deshalb noch König ist.

Und er weiß auch, dass viele aus dem Heer, das da hinter ihm steht, nicht wirklich auf seiner Seite sind.

Oder nur vorläufig, weil sie sich nicht nachsagen lassen wollen, gemeinsame Sache mit den Heiden gegen den Herrscher der Christen gemacht zu haben.

Bei Gott, diese Schlacht ist von vorn herein verloren!, hört der König einen der Ritter sagen.

Ja, denkt der König. Vielleicht ist sie das.

Aber an seiner Entschlossenheit ändert das nicht das Geringste.

Vielleicht deshalb, weil er gar keine andere Wahl hat.

In der Hand hält er die Heilige Lanze umklammert.

Die Reichsreliquie.

Jene Lanze, mit der der Legende nach Jesus am Kreuz gequält wurde.

Ein erster Pfeilhagel der Ungarn kommt herangeflogen. Der Himmel verdunkelt sich unter diesem Pfeilhagel, der wie ein herannahender Vogelschwarm wirkt.

Und die Pfeile treffen - auch auf diese extrem weite Distanz. Die ersten Todesschreie gellen. Viele werden von den Schilden aufgefangen, aber es sind immer noch genug, die ihren Weg vorbei zu den Leibern der Männer finden und sie töten.

Noch zwei weitere solcher Pfeilsalven und mein Heer läuft auseinander, noch ehe es sich dem Kampf gestellt hat!, geht es dem König durch den Kopf.

Selbst das Gebet des Geistlichen ist verstummt, denn ein Pfeil hat seine Kehle durchbohrt - ein anderer das Gebetbuch. Er wird nie wieder ein Gebet sprechen. Nicht in dieser Welt...

Jetzt oder nie!, denkt der König, und er reckt die Heilige Lanze zum Himmel.

Gott will es!, ruft er und und reitet voran.

Die Pfeile haben ihn bisher auf wundersame Weise verschont. Sie sind einfach an ihm vorbeigeflogen. Und es scheint fast so, als könnten sie ihm nichts anhaben.

Gott will es!, rufen jetzt auch andere und das Heer beginnt, sich in Bewegung zu setzen und dem König zu folgen.

Die nächste Pfeilsalve der Ungarn regnet vom Himmel und sorgt für Tote und Verwundete.

Aber noch ehe all die Pfeile gelandet sind und ihr Ziel gefunden haben, öffnet sich der Himmel. Die zu dunklen, unheimlichen Gebilden aufgetürmten Wolken öffnen ihre himmlischen Schleusen und lassen einen Wolkenbruch herniedergehen, wie man ihn selten gesehen hat. Innerhalb kürzester Zeit sind die Männer auf beiden Seiten vollkommen durchnässt. Das Wasser tropft nur so die Helme herab.

Der Boden wird weich.

Aber nicht nur der Boden weicht auf , sondern auch der Leim der Kompositbögen.

Schon die nächste Pfeilsalve fällt schwächer aus als die ersten.

Gott ist auf Ottos Seite, flüstert ein junger Mann aus dem Fußvolk ergriffen, der mit Speer und Langmesser ebenfalls über das offene, matschige Feld läuft und sich mit einem Schild vor den Ungarnpfeilen zu schützen versucht. Gott muss auf Ottos Seite sein!  Eine andere Erklärung kann es nicht geben. Der Herr im Himmel hat sein Urteil gefällt und sich auf Ottos Seite gestellt, als er die Heilige Lanze hob.

Der junge Mann fasst neuen Mut - wie so viele, die dem König Heeresfolge leisten. Im sonstigen Leben ist er ein Flussschiffer bei Regensburg.

Das Unmögliche ist möglich geworden!

Ottos Kämpfer erreichen die Reihen der Ungarn und jetzt beginnt dort das Gemetzel. Das Heer der Feinde löst sich auf. Der junge Flussschiffer nimmt einem gefallenen Ungarn den aus dem Leim gegangenen Kompositbogen ab. Die Einzelnen Teile wird er behalten. Als Erinnerung an diesen Augusttag, der wie kein andere gewesen ist. Das sind gute Haltegriffe, denkt der junge Mann. Haltegriffe für ein Schiffsruder zum Beispiel. Das Holz ist wunderbar glatt verarbeitet..

Die Schlacht ist entschieden.

Entschieden durch die Macht der Heiligen Lanze.

1

Regensburg, 13. Februar 996

Mehr als 40 Jahre sind seit der Schlacht vergangen...

Cunrat erschrak.

Schon die Stimme, die ihn da ansprach, klang wie ein scharfes Messer.

Schneidend, scharf - unangenehm.

Cunrat schluckte. Dem Jungen ging der Herzschlag bis zum Hals.

Sieh dich bloß vor, du Straßenköter! Kommst du mir zu nahe, lasse ich dich auf der Stelle von meinen Reisigen töten!

Bei diesen Worten war der Junge schreckensbleich zurückgewichen und warf einen scheuen Blick auf den Sprecher, senkte aber sofort wieder den Kopf.

Reisige - das waren die bewaffneten Begleiter des Handelsherrn.

Und die verstanden keinen Spaß.

Sogleich traten zwei Bewaffnete mit drohenden Gesichtern an die Seite des Sprechers, und Cunrat wich vorsichtshalber einen weiteren Schritt zurück, sah den Handelsherrn Runtinger dann aber mit treuherzigem Augenaufschlag an.

Aber gewiss nicht, Herr Runtinger, ich bin nur dabei, mir etwas von den Abfällen für meine nächste Mahlzeit aufzusammeln!, versicherte er mit zitternder Stimme.

So?

Ich nehme nur, was niemand mehr haben will.

Schwer dich zum Teufel!

Seid barmherzig!

Der vornehme Handelsherr betrachtete mit Abscheu den Jungen, der sich da durch die Menge zu ihm geschlängelt hatte, als er gerade am Stand mit Eiern und Geflügel eine junge, sehr ansehnliche Magd beobachtete. Gesindel! So dachte er. Sein Blick ließ keinen Zweifel daran. Dieser Junge war für ihn nichts als Straßengesindel. Ein Dieb, der nur auf die Gelegenheit wartete, einem reichen Mann wie ihm irgend etwas wegzunehmen, wenn der nicht aufpasste. Man musste immer auf der Hut vor diesem Gesindel sein, fand der Handelsherr. Aber andererseits forderte der Glaube, dass man Barmherzigkeit übte. Selbst mit dem lebendigen Schmutz der Straße.

Markus Runtinger war ein schon älterer, weißhaariger Handelsherr, der von allen Bürgern respektvoll begrüßt wurde. Sein mächtiges Handelshaus war in den vergangenen Jahren gewaltig gewachsen, immer neue Holzanbauten für die Waren füllten die schmale Gasse, in der es nur ein weiteres Haus gab.

Die Familie Runtinger hatte bereits ein älteres Haus erworben und abreißen lassen, um mehr Platz für seine Lagerhäuser zu erhalten.

Es war sicher nur eine Frage der Zeit, bis auch das noch verbliebene Haus in dieser Gasse ebenfalls den Besitzer wechseln würde. Man tuschelte am Brunnen und während der Markttage, dass der junge Behringer, der das Haus vor ein paar Jahren geerbt hatte, nur noch den Kaufpreis in die Höhe treiben wollte. 

Auch heute, am Markttag, hatte man den Behringer schon beobachtet, als er mit gelangweilter Miene über den Platz bummelte.

Das bunte Treiben auf dem Marktplatz nahe der Donau hatte nicht nur Cunrat, sondern auch einige andere Jungen angelockt. Sie alle bestritten ihren Lebensunterhalt durch ihre Fingerfertigkeit. Als Taschendiebe und Beutelschneider waren sie im dichtesten Gewühl unterwegs, tasteten geschickt nach den Börsen an den Gürteln und schnitten sie rasch mit der kleinen, aber scharfen Messerklinge ab.

Doch diese Jungen führten damit auch ein gefährliches Leben.

Nur zu oft bemerkten die Bestohlenen noch im letzten Moment die Tat, hielten die Diebe fest und übergaben sie den Stadtsoldaten. Es wurde kein großes Federlesens mit ihnen gemacht, der Henker der Stadt Ratisbona, wie man Regensburg oft noch nannte, hatte genug zu tun. Man verzichtete in einem solchen Fall auf das Verfahren der gütlichen Befragung,

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