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Julius Kurth (1870-1949): "Autogramme" und Fabulae für Börries Frhr. von Münchhausen: Bibliophile Scherze
Julius Kurth (1870-1949): "Autogramme" und Fabulae für Börries Frhr. von Münchhausen: Bibliophile Scherze
Julius Kurth (1870-1949): "Autogramme" und Fabulae für Börries Frhr. von Münchhausen: Bibliophile Scherze
eBook124 Seiten46 Minuten

Julius Kurth (1870-1949): "Autogramme" und Fabulae für Börries Frhr. von Münchhausen: Bibliophile Scherze

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Über dieses E-Book

Der Berliner Pfarrer und Universalgelehrte Julius Kurth (1870-1949), besonders bekannt durch seine ägyptische und seine Japanholzschnittsammlung, ist im Jahre 2017 durch eine umfassende Ausstellung im Museum Lichtenberg und durch mehrere Publikationen gewürdigt worden. Auch wurde seine Korrespondenz mit dem Balladendichter Börries von Münchhausen (1874-1945), dem er freundschaftlich verbunden war, veröffentlicht. Im Nachtrag dazu werden hier Kurths "Autogramme", bibliophile Geburtstagsgaben für Münchhausen veröffentlicht, die großenteils in mit viel Geschick und Sorgfalt angefertigten eigenhändigen Briefen von Beethoven, Goethe, Friedrich d. Gr., E. T. A. Hoffmann, Dürer usw. bestehen und teils mit "unveröffentlichten" historischen Zeichnungen geschmückt sind. Dazu kommen einige lateinische gereimte Fabeln, die sich wie Verse von Wilhelm Busch lesen. Die Autogramme beweisen nicht nur Kurths sprachliches und künstlerisches Feingefühl, sie liefern auch kleine Ergänzungen zu seiner Biographie. Die Briefe bedeutender Persönlichkeiten wie auch Zeichnungen sind faksimiliert wiedergegeben, während andere Texte nur in Transkription gedruckt sind. Auch ein graphologisches Gutachten von Ludwig Klages ist beigegeben. Mit Einleitung und Register.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum3. Jan. 2018
ISBN9783746072302
Julius Kurth (1870-1949): "Autogramme" und Fabulae für Börries Frhr. von Münchhausen: Bibliophile Scherze
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Autor

Hartmut Walravens

Hartmut Walravens ist Bibliothekar und Privatdozent i.R. und beschäftigt sich mit Studien zur Geschichte der Orientalistik und Ostasienwissenschaften.

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    Buchvorschau

    Julius Kurth (1870-1949) - Hartmut Walravens

    Die Umschlagillustration zeigt zum Vergleich eine fast 20 Jahre später entstandene Handschriftenprobe Friedrichs d. Gr., zitiert nach Aegyptiaca und Papyri der Sammlung Julius Kurth. Bearbeitet von Theresa Steckel und Henryk Löhr. Dresden: Sandstein Verlag, 2014, S. 25.

    Leicht korrigierte Ausgabe.

    Inhalt

    Abkürzungen

    Vorwort

    B. von Münchhausen: Ein fabelhafter Mann

    J. Kurth: „Autogramme"

    J. Kurth: Fabulae

    Namenregister

    Abkürzungen

    NDB Neue Deutsche Biographie

    ÖBL Österreichisches Biographisches Lexikon

    Vorwort

    Das vorliegende Büchlein war gänzlich ungeplant, denn gerade war die Ausgabe der Briefe Julius Kurths an seinen Freund Münchhausen erschienen:

    Julius Kurth (1870–1949): Briefe an den Dichter Börries von Münchhausen

    (1874–1945).

    Norderstedt: BoD 2017. 135 S.

    und damit schien die Veröffentlichung der Kurth-Materialien zunächst abgeschlossen. Da stieß der Herausgeber auf die bereits als vermißt betrachteten „Autogramme Kurths, d.h. Briefe im Stile Goethes, Friedrich d. Gr., E. T. A. Hoffmanns und anderer, die als Geburtstagsgaben für Münchhausen verwendet wurden und die der Autor als „Schnurrpfeifereien charakterisierte. Diese bibliophilen Scherze wie auch die lateinischen Fabeln, von denen sich acht erhalten haben, während die Reinschrift aller 20 Fabeln mit deutscher Übersetzung wohl verloren ist, verdienen eine Publikation, zumal Münchhausen selbst die Autogramme in seiner Skizze Kurths „Ein fabelhafter Mann in den Mittelpunkt seiner Darstellung gerückt hat. Dabei wurde dann aber auch die Wiederholung der kurzen biographischen Skizzen im Vorwort wie auch ein erneuter Abdruck von „Ein fabelhafter Mann notwendig, um den Leser nicht ohne den notwendigen Kontext zu lassen.

    Biographisches

    Julius Kurth (Berlin 15. Mai 1870–23. Mai 1949 in Gerbstedt) wurde als Sohn des Rektors Julius Kurth (1842–1891) und seiner Frau Emma Marie Clausnitzer in Berlin-Kreuzberg geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums zum Grauen Kloster studierte er seit 1890 evangelische Theologie sowie christliche Archäologie in Berlin und promovierte mit einer archäologischen Arbeit in Heidelberg. Dank Stipendien konnte er in der Folge eine Mittelmeerreise wie auch eine Studienreise nach Griechenland und Italien unternehmen, was seine ägyptologischen und archäologischen Interessen sehr förderte. Er war durch publizistische Projekte seinem Lehrer Hermann L. Strack weiterhin verbunden; von 1900 bis 1910 war er als Assistent (Stadtvikar) des Berliner Generalsuperintendenten Wilhelm Faber (1845–1916) tätig, der ihm mehr Mentor und Freund denn Vorgesetzter war. Von 1910 bis zu seiner Pensionierung 1935 amtierte er als Pfarrer an der Taborkirche in Berlin-Hohnschönhausen. Trotz wachsender Dienstgeschäfte – seine Pfarre wuchs während seiner Amtszeit von etwa 4000 auf über 20000 Seelen – arbeitete er intensiv an seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Hobbies: er sammelte ägyptische Altertümer wie auch Keilschriftobjekte und bearbeitete sie; seit etwa 1900 sammelte er intensiv japanische Holzschnitte, lernte weitgehend autodidaktisch Japanisch und veröffentlichte eine Reihe geschätzter Monographien zum Thema. Er verfaßte Dramen, schrieb Gedichte, komponierte und zeichnete ... Für nähere Informationen sei auf die folgenden Publikationen verwiesen:

    Aegyptiaca und Papyri der Sammlung Julius Kurth. Bearbeitet von Theresa Steckel und Henryk Löhr. Dresden: Sandstein Verlag, 2014. 432 S., 516 farb. Abb. (Bestandskatalog. Archäologisches Museum der Universität Halle-Wittenberg 1.)

    Der Band enthält eine gute Biographie und dokumentiert Kurths ägyptische Sammlung, begleitet von vorzüglichen Photographien.

    H. Walravens: „Ich habe gearbeitet für fünf Menschen!" Julius Kurth (1870– 1949) als Sammler und Erforscher japanischer Farbholzschnitte.

    Ostasiatische Zeitschrift N.S. 33.2017, 44–54.

    Der Beitrag konzentriert sich auf Kurths Arbeiten zu japanischen Farbholzschnitten, von denen er eine stattliche Sammlung besaß.

    H. Walravens: Julius Kurth (1870–1949). Berliner Japansammler, Gelehrter und Pfarrer. Mit seinem unveröffentlichten Sharaku-Schauspiel. Wiesbaden: Harrassowitz 2017. 226 S.

    (Asien- und Afrika-Studien der Humboldt-Universität zu Berlin 51.)

    Das Buch versucht eine Gesamtdarstellung von Kurths Arbeiten anhand seiner Publikationen (mit Ausnahme von Ägyptiaca), veröffentlicht Kurths ungedrucktes Schauspiel über den bedeutenden Holzschnittmeister Sharaku sowie Briefe des Zeichners und Exlibris-Künstlers Marquis Franz von Bayros (1866–1924) an Kurth; außerdem werden Informationen über die nicht mehr erhaltene Holzschnittsammlung Kurths geboten. Setsuko Kuwabara würdigt im selben Band Kurth als Exlibriskünstler.

    Im Rahmen einer im Museum Lichtenberg gezeigten Kurth-Ausstellung hat der Förderverein Schloß Hohenschönhausen eine handliche, reich illustrierte Darstellung von Kurths Leben und Werk bearbeitet:

    500 Jahre Reformation. Dr. Julius Kurth, Gelehrter, Pfarrer, Künstler. Die Strahlkraft von Wissen und Glauben.

    Berlin: Museum Lichtenberg 2017. 80 S.

    Zusätzlich erschien:

    Zeichnungen und

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