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Die Kraft des Suchens: Dein Weg zu physischer und mentaler Stärke

Die Kraft des Suchens: Dein Weg zu physischer und mentaler Stärke

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Die Kraft des Suchens: Dein Weg zu physischer und mentaler Stärke

Länge:
294 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 10, 2021
ISBN:
9783958835047
Format:
Buch

Beschreibung

Das Buch hilft Menschen sowohl physisch, wie auch mental und emotional zu wachsen. Sie begeben sich auf die Suche nach sich selbst, die Suche nach den verborgenen Potentialen, dem Erwecken der eigenen Intuition und Kraft.

Der Leser wird neben theoretischen Betrachtungen immer wieder in direkt anwendbare Bereiche geführt.
Bewegungskonzepte aus dem Yoga verschmelzen mit Kampfkunst. Dynamische Bewegungen synchronisieren sich mit kraftvollen Atemtechniken. Explosive Eigenkörpergewichtsübungen treffen auf tiefgreifende Meditation.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 10, 2021
ISBN:
9783958835047
Format:
Buch

Über den Autor


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Die Kraft des Suchens - Robert Ehrenbrand

TEIL 1

RESET

Dir geht’s gut …

… es reicht aber nicht

Der wunde Punkt

Kurskorrektur

Du bist okay

Vom Finden …

… über Religion

… zum Suchen

DIR GEHT’S GUT …

Wenn du dieses Buch in Händen hältst, ist die Chance groß, dass du bereits einige der eben erwähnten Bücher (aus dem „Wellness"-Regal) oder Blogs oder Tipps oder Hacks kennst und vielleicht sogar schon so manches ausprobiert hast. Vielleicht möchtest du einfach dein Potenzial mehr ausschöpfen, vielleicht hast du ganz bestimmte Ziele, die du zeitnah erreichen willst, und vielleicht gibt es Probleme in deinem Leben, die ohne die Hilfe von Experten als nicht zu bewältigen erscheinen. All dies sind weder unehrenhafte Bemühungen, noch möchte ich dich davon abhalten, deine innersten Ziele zu verfolgen oder endlich deine drängendsten Probleme anzugehen. Und schon gar nicht möchte ich, dass du aufhörst, dir dein Leben erfüllt vorzustellen.

Aber die Wahrheit ist doch: Egal, in welcher Lebensphase wir uns befinden, das Leben ist kompliziert! Vielleicht ist es komplizierter mit einer läufigen Hündin und drei Kindern, die gleichzeitig die Grippe haben, als mit Anfang zwanzig in einer Berliner Wohngemeinschaft. Aber kompliziert ist wohl jede Lebensphase auf ihre Art. Vielleicht ist dein Job so langweilig, dass selbst YouTube als Unterhaltungsinsel langsam unerträglich wird und du begonnen hast, dein eigenes LEGO-Kriegsschiff zu entwerfen. Oder aber dir macht inzwischen nichts mehr wirklich so viel Freude wie noch in deiner Jugend. Irgendwie ist die Luft raus, selbst aus Dingen, die dir mal unglaublich viel bedeutet haben.

Egal, womit unsere derzeitige Situation aufwartet, wir können, so glaube ich, einfach mal festhalten: Das Leben bietet immer neue Herausforderungen, und wir sind oftmals einen oder auch drei Schritte hinterher, was deren Aufarbeitung oder gar Lösung anbelangt. Das ist an sich schon okay, solange wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir nur eine Chance erhalten, unser Leben auch wirklich zu leben. Nur eine! Und selbst ein orthodoxer Hindu-Mönch würde zustimmen, dass unsere nächsten Geburten keineswegs sicher in eine menschliche Inkarnation führen werden. (Du kennst die anderen Varianten? Wir könnten auch als Wurm oder Qualle auf diesen Planeten zurückkehren.) Es wäre also sinnvoll, das Beste und Erfüllendste aus diesem aktuellen Planeten-Rundgang herauszuholen. So weit, so gut.

Egal, ob wir ein hängen gebliebener Mod am Strand von Brighton sind, der sich an einer Solo-Wiederherstellung der Kampfszenen aus Quadrophenia versucht, ein Bürotäter auf dem Weg ins nächste Meeting, ein surfender Zahnarzt im Urlaub oder ein Mönch in einem entlegenen Kloster in Griechenland – es gibt schon so etwas wie einen gemeinsamen Nenner, und zwar unsere bewusste oder weniger bewusste Suche nach Glück. Als Grundbaustein unserer Existenz ließe sich also herauskristallisieren, dass wir alle irgendwie nach Glück streben.

Natürlich gibt es verschiedenste Grundbedürfnisse, die unserer Suche nach Glück vorgelagert sind. Einen sicheren Ort zum Schlafen, genug zu essen, ein geschütztes Umfeld für unsere Familie und so weiter. Doch ganz im Zeichen des alten Sprichworts „Wer Hunger hat, hat nur ein Problem. Sobald wir satt sind, haben wir viele Probleme" scheint ein Abdecken unserer existenziellen Bedürfnisse ein zwar wichtiger, aber dennoch nur erster Schritt zu sein, um unser fragiles Dasein auch wirklich genießen zu können. Die Suche nach Glück hat uns sogar auf direktem Weg zur Suche nach Komfort geführt – und genau da wird es wirklich kompliziert.

Ich möchte dich in diesem Buch mit Statistiken verschonen. Erstens, weil sie mich selbst sehr schnell sehr müde machen, und zweitens, weil mich der Statistik-Professor aus meiner weit zurückliegenden Universitätszeit bereits in der ersten Vorlesung wissen ließ, dass sich mit ausreichendem statistischen Geschick so ziemlich alles glaubhaft belegen lassen würde. Drittens geht es hier um DICH und nicht um Mehrheiten und Zwischenwerte und dergleichen. Es geht, kurz gesagt, einfach um DICH, der oder die einen Schritt auf sich selbst zugeht. Das wiederum wäre dann fast Yoga, aber so weit sind wir noch nicht.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Komfort. Klingt an sich gar nicht verkehrt. Netflix, eine bereits gut konditionierte (aka: weich gelegene) Couch, BIO-Chips. Und das alles zusätzlich zum Dach über dem Kopf und den Smoothies oder einem leckeren Menu to go. Als Menschen der westlichen Hemisphäre haben wir derzeit ein Maß an Komfort erreicht, das in der evolutionären Historie unseres Planeten wohl einzigartig ist. Ich brauche hier keine einschläfernden Statistiken. Nimm kurz das Geschichtsbuch deines Teenage-Sohns zur Hand oder stolpere mit deinem Hund an der Leine in die nächste Stadtbibliothek. Oder verlasse deine Couch gar nicht und bemühe die Suchmaschine, und zwar diejenige, die dich nach deinem Empfinden am allerwenigsten ausspioniert. Fakt ist: Den meisten von uns geht es rein evolutionstheoretisch gesprochen besser als Menschen jemals zuvor. Und gemäß unserer Suche nach Glück müsste dieses Maß an Komfort eigentlich ausreichen, um uns auf diesem Planeten zu fühlen wie ein Rosettenmeerschweinchen, welches das beengte Zuhause in der Zoohandlung für ein Stück Garten auf dem Land verlassen darf. Und genau hier streue ich einen meiner kurzen spaßbremsenden Sätze ein:

Das stimmt so leider nicht!

Dass wir in der westlichen Welt so gute medizinische Versorgung und so gut gesalzene Mikrowellen-Gerichte wie nie zuvor genießen dürfen, hat uns in keiner Weise Glück beschert. Was es uns beschert hat, ist viel und noch mehr Komfort. Wir müssen uns weniger bewegen als je zuvor, und wer es doch tun will, aber die Frisur dabei vor störenden Windböen bewahren möchte, der begibt sich auf ein Laufband im Innern eines neonbeleuchteten Fitness-Studios. Und wen es dazu noch belasten könnte, beim Laufen aus dem Fenster sehen zu müssen, der richtet seinen Blick auf einen XXL-Bildschirm und schaut einer anderen Existenz im Reality-TV zu. Für manche von uns ist das Besorgen von Nahrung vielleicht lästig, denn wer steht schon gerne an einer Kasse an. Vielleicht ist uns auch unser Job lästig und vielleicht sogar unsere Partnerschaft, aber das Überleben ist mittlerweile für die meisten von uns absolut machbar. Und das, ohne dabei auch nur ins Schwitzen zu geraten.

Nun wäre das alles ja relativ genial – Amazon Prime macht’s möglich! –, aber die skandalöse Wahrheit ist, dass dieses Level an Komfort unserem Streben nach Glück keinesfalls entgegenkommt. Unfassbar schwer zu lesende und nicht minder empörende psychologische Untersuchungen zeigen vielmehr, dass Unbehagen, Angst, Panikattacken und generelles Unwohlsein weite Teile unserer Existenz fest im Griff haben. Zum Beispiel den Teil, den wir unseren Geist nennen, auf den wir so unfassbar stolz sind. Oder den anderen Teil, unsere Emotionen. Und wenn diese Bestandteile nicht mehr in unserem Sinne arbeiten, hilft ein satter Magen oder ein trockenes Ruheplätzchen nur noch bedingt.

Objektiv betrachtet leben wir ohne Zweifel im sichersten, sattesten und informiertesten Jahrhundert auf diesem Planeten – egal, wie der Einzelne die derzeitige globale Situation einschätzt. Gerade deshalb ist es zumindest verwunderlich, dass große Teile der Erdbevölkerung ausgerechnet mit mentalen Problemstellungen zu kämpfen haben. Und egal, wie schwarz man die derzeitige Lage sehen könnte, sie ist mindestens als bedenklich einzuschätzen. Bedenklich schon allein deshalb, weil vornehmlich Menschen der komfortorientierten Staaten in zunehmendem Maße auf Medikamente zurückgreifen, um sich bei Laune zu halten. Und wir sprechen hier von ärztlich verschriebener(!) Medikation. Was manche mit Drogen und Alkohol anstellen, um sich „gut zu fühlen", kommt hier noch erschwerend hinzu.

… ES REICHT ABER NICHT

Es scheint sich also ein Fallstrick in unsere Matrix eingeschlichen zu haben. Wir kämpfen als Erwachsene lebenslang für genug Geld und Einfluss und Erfolg, um uns das sturmtiefsichere Haus mit Garten für das Meerschweinchen endlich leisten zu können. Dazu den Parkplatz für das extrem sichere Auto mit dem besten verfügbaren GPS. Wir sehnen uns nach Sicherheit und so wenig Belastung – durch externe Faktoren – wie möglich, und doch hinterlässt uns dieses Streben irgendwie leer. Irgendwie erschöpft und manchmal sogar hoffnungslos.

Ist das alles? Warum sind wir hier? Warum fühlen wir uns jetzt, wo der Komfort und die vermeintliche Sicherheit am größten sind, so unglaublich angespannt? Und warum hat dieser uns unbekannte Nachbar schon wieder die Musik zu laut aufgedreht?

Die Antwort ist genauso harsch, wie sie simpel ist: Wir sind einem System in die Falle gegangen, welches niemals unser Wohlbefinden, niemals unser Glück und schon gar nicht den Abbau unserer inneren Anspannung zum Ziel hatte. Vielmehr geht es die ganze Zeit darum, uns einen Traum zu verkaufen. Hinter jeder nächsten, hart erkämpften materiellen Wegstrecke hoffen wir zu Recht, aber vergeblich auf das, worum es wirklich geht: Glück. Zufriedenheit. Wohlbefinden. Gesundheit. Aber immer erscheint kurz vor dem so called Ziel die nächste Vorbedingung, die in unmittelbar erreichbarer Nähe noch zu erfüllen ist. Also weiter … und weiter. Und weiter. Niemand hält uns an und fragt, ob dieses Hamsterrad noch das ist, was wir wirklich wollen: Schule, Studium, Arbeit, Beförderung, mehr berufliche Verantwortung und dann noch mehr Karriere … Selbst die Erlösung versprechende Korrektur von „Beruf auf „Berufung mindert nicht den Stress, eben diese Berufung erreichen zu müssen.

Alles ist immer sehr viel mehr fremdgesteuert, als wir es uns selbst einzugestehen wagen. Sobald wir dann Kinder haben, können wir unsere gelebte Themaverfehlung schon gar nicht mehr zugeben, vielmehr reichen wir sie sogar aus Mangel an Alternativideen einfach weiter. Die Wohnung wird zu klein? Also ein Haus. Früher der Klassiker, die Villa, heute das kaum noch billigere Öko-Hightech-Tiny-House. Das Auto hat zu wenige Funktionen? Dann der nächstgrößere Wagen. Hybrid oder Elektro machen zwar Sinn, das ändert aber nichts daran, dass wir etwas anderes haben wollen, als wir haben. Das System holt uns genau dort ab, wo wir uns sehen, nie da, wo wir wirklich sind. Man kann ökologisch nachhaltige Träume genauso schön verpacken und verkaufen wie offensichtlich dekadent-luxuriöse. Das System findet einen Weg. Und dieser Weg geht immer wie folgt: Glück ist in unmittelbar erreichbarer Nähe. Aber wir müssen hart dafür arbeiten und uns noch komplexer informieren, ob wir auch wirklich alles haben, was wir dafür brauchen. Nein? Okay, dann weiter nach vorne!

Egal, ob es ein Haus, ein Lastenrad, ein italienisches Kleidungsstück, die Form unseres Körpers, die Wahl unseres Restaurants an unserem Geburtstag oder der nächste bevorstehende Urlaub ist – und Selbstoptimierung darf in dieser Aufzählung nicht fehlen: Alles wird obendrein noch zu einem Wettbewerb. Was andere schon an Glück erreicht haben, ist vielleicht genau das, was in unserem Leben bis dato fehlt. Immer und immer wieder stecken wir all unsere Hoffnung in die nächste Anschaffung, die nächste Partnerschaft, die nächste Diät oder Work-out-Modalität, das nächste Heilseminar oder die nächste Heildroge. Immer und immer wieder stoppen wir nicht – und wenn, dann nie lange genug, um das System und die Dynamik zu hinterfragen. Einzig der letzte Erfolg oder Glückstreffer erscheint uns als „am Ende doch nicht ausreichend". Klar, das neue Auto ist unglaublich, das Retreat war toll. Besonders auf Social Media könnte unser Leben nicht beneidenswerter sein. Wir sind angekommen, definitiv. Und gleichzeitig wissen wir, fühlen wir, dass irgendetwas fehlt. Aber für dieses komische, leere Gefühl gibt es doch hoffentlich ein Medikament oder einen Workshop?!

DER WUNDE PUNKT

Und wenn wir dieser Dynamik, gesteuert von unbewussten Prozessen, die eigentlich unser Glück im Blick haben, lange genug folgen, kommt irgendwann der Punkt, an dem es langsam kritisch wird. Der Punkt, an dem wir uns nicht nur leer fühlen, sondern wirklich erschöpft. Der Punkt, an dem die bis dato schwankende Stimmung in eine nach unten gerichtete Spirale abdriftet. Der Punkt, an dem sich alles, wofür wir gearbeitet haben, gegen uns zu wenden scheint.

Selbstverständlich gibt es Differenzierungen und ich möchte hier auf keinen Fall zu salopp über mentale Belastungen oder Störungen schreiben. Ich möchte jedoch aufzeigen, dass es exakt der innere Wille ist, Glück und Komfort zu erreichen, der enormen inneren Druck aufbaut. Und über die Jahre können sich hier unbewusste, zu oft erlebte Emotionen als traumatische Wunden verselbstständigen. Es kann der Moment kommen, an dem wir vielleicht nicht mehr einfach so weitermachen möchten. Und die Klatschpresse zeigt uns, dass Ruhm, Reichtum und Ansehen genauso wenig wirksame Mittel gegen diese Wunden sind wie die allseits gepriesenen Medikamente – die neuerdings in beachtlicher Bandbreite online und rezeptfrei zu haben sind. Das Leben wäre sehr viel einfacher, wenn man mit Geld innere Zufriedenheit kaufen könnte, aber alle dazu erhobenen psychologischen Umfragen sprechen hier eine andere Sprache. Und wer jetzt denkt, dass vielleicht das Gegenteil von „Reich & Berühmt" eine Lösung bieten könnte, den muss ich leider zurückpfeifen: Der altehrwürdige Gautama Buddha hat sich vor langer Zeit auf eben dieser Mission fast zu Tode gehungert und kasteit. Ergebnis: Auch das hatte nicht den gewünschten Effekt – von Zufriedenheit keine Spur.

Stellt sich die Frage: Wie kann man dann seine berechtigte Suche nach Glück und innerer Zufriedenheit zielführend antreten? Warum kommen wir so unglaublich leicht vom Kurs ab? Die Wahrheit ist: Wir wurden von Leuten erzogen, die es selbst nicht besser wussten und ihrerseits sozialisiert waren von anderen Leuten, die noch weniger wussten. Die Schule versuchte uns, soweit es irgend ging, auf das Leben vorzubereiten, aber irgendwie war auch dieser Versuch zum Scheitern verurteilt. Und trotzdem rufe ich dir jetzt etwas zu, das du vielleicht nicht hören willst: Fast alles, was dir bislang passiert ist (bis auf die richtig miesen Sachen), war schon okay. Warum? Ganz einfach, weil der Start in dieses Leben nun mal meistens so ist, wie er ist. Du bist keine Ausnahme, es geht uns allen so, mehr oder weniger. Und weil Jammern nichts bringt. Selbstmitleid auch nicht. Frag jeden Fan von TSV 1860 München, und jeder wird dir sagen, dass er seit Jahrzenten jammert und sich dennoch nie etwas verbessert hat. Die Wahrheit ist, dass jegliche vermeintlich falsche Entscheidung, jede enttäuschende Beziehung, jede Lüge und jede Herausforderung dich zu der Inkarnation geformt hat, die jetzt dieses Buch liest. Und das ist gut so, auch wenn es sich vielleicht gerade im Moment nur bedingt gut anfühlt für dich. Der Punkt, an dem man sich eingesteht, dass Dinge oftmals ganz anders gelaufen sind, als man es erwartet, erträumt und erhofft hat, ist ein wichtiger Punkt. Ein bisschen wie das Pflaster schnell abreißen: nicht schön, aber ein Beweis, dass etwas geheilt ist.

Lass uns also kurz festhalten, dass wir einfach für den Moment so tun, als wäre es okay, dass deine Eltern dir (mit vierzig!) immer noch erzählen wollen, dein erster Freund sei der richtige gewesen – der aus der fünften Klasse nämlich. Und auch, wenn du ungefähr so gerne und so begeistert in den Spiegel siehst wie ein schwer Meth-abhängiger Biker im Norden Kaliforniens, ist das für den Moment okay. Und zwar aufgrund dessen, dass wir nur in solchen Phasen bereit sind, die richtigen Fragen zu stellen: Warum verdammt noch mal sind wir eigentlich hier? Und warum ist alles manchmal so mühsam? Und warum hat die beste Freundin mein letztes Instagram-Bild schon wieder nicht geliked?

KURSKORREKTUR

Lass uns doch einfach mal ein kleines Gedankenspiel machen: Wie wird sich wohl unser Leben verändern, wenn wir beschließen, ab sofort die komplette Verantwortung für unser Leben zu tragen? Ich weiß, nichts klingt weniger sexy, vor allem dann, wenn uns am Flughafen ein unfreundlicher Mitbürger gerade das lang erwartete Taxi wegschnappt oder der nächste Stöckelschuh sich in unseren Fußrücken bohrt, während wir auf die Bahn warten – ohne Entschuldigung natürlich. Aber das Schöne an Gedankenspielen ist ja gerade, dass man nur so tut als ob. Also lass uns jenseits aller elementaren und tief greifenden Fragen – Warum ich? Weshalb bin ich hier? – einfach mal überlegen, wie sich unser Leben verändern wird, wenn wir

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