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Leovigild: Der Vater und die Söhne (Historische Erzählung: 579 A.D.)

Leovigild: Der Vater und die Söhne (Historische Erzählung: 579 A.D.)

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Leovigild: Der Vater und die Söhne (Historische Erzählung: 579 A.D.)

Länge:
113 Seiten
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 17, 2020
ISBN:
9783961303335
Format:
Buch

Beschreibung

“LEOVIGILD”

Nach dem Tode des Königs Athanagild bleibt das Reich der Westgoten monatelang ohne Herrscher, bis schließlich 568/569 in Septimanien der Adlige Liuva I. zum König erhoben wird. Liuva macht seinen jüngeren Bruder Leovigild zum Mitherrscher und überlässt ihm Spanien. Als Leovigilds erste Frau, die Mutter seiner beiden Söhne Hermenigild und Rekared, stirbt, heiratet er Athanagilds Witwe Goswintha. Nach Liuvas Tod steigt Leovigild zum König der Westgoten auf. Er kennt nur ein Ziel: Kampf gegen Ostrom, eine Vereinigung des Reiches und die Sicherung der Herrschaft seiner Familie. Daher setzt er seine beiden Söhne aus erster Ehe als Mitherrscher ein. Doch kann Leovigild nicht ahnen, dass ihm nicht beide seiner Söhne in bedingungsloser Treue verbunden sind…


“CHRONIKEN DER VÖLKERWANDERUNG”

Wer “Herr der Ringe” oder “Game of Thrones” mag, sich aber mehr Realismus wünscht, der findet in den “Chroniken der Völkerwanderung” von Felix Dahn womöglich eine Offenbarung. In altertümlicher und poetischer Sprache lässt Dahn die Spätantike und das Frühmittelalter wiederauferstehen. Helden, Könige und Könniginnen begegnen uns hier mit zaubervollen Namen und phantastischen Taten. Und doch sind viele Teile der erzählten Geschichten und viele der Figuren echt. Wer braucht Elben, Zwerge und Orks, wenn es Goten, Hunnen und Vandalen gibt? Wer braucht Legolas, Gimli und Aragorn, wenn es Gelimer, Leovigild und Ebroin gibt? – Nichts ist so spannend und nichts ist so groß, wie die wirkliche Geschichte.

Lass dich ein auf eine archaische Welt der Schwerter, des Glaubens und des Aberglaubens. Es sind Kämpfe um die Herrschaft und um schöne Frauen, die hier die Schicksale einzelner Menschen und ganzer Völker bestimmen. Erlebe die Geschichte unserer germanischen Vorfahren, meisterhaft in Szene gesetzt und in perfekter Verbindung von dramatischer Spannung und historischer Genauigkeit.

Jeder der 13 Bände der “Chroniken der Völkerwanderung” ist eine in sich geschlossene Geschichte und lässt sich unabhängig von den übrigen Teilen der Reihe lesen. Zugleich bilden die einzelnen Teile eine chronologische Abfolge und sind aufgrund der historischen Zusammenhänge miteinander verknüpft. “Leovigild” ist der zehnte Band der Reihe “Chroniken der Völkerwanderung”. Der Umfang des zehnten Bandes entspricht ca. 100 Buchseiten.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 17, 2020
ISBN:
9783961303335
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Leovigild - Felix Dahn

Dieses Buch ist Teil der BRUNNAKR Edition: Fantasy, Historische Romane, Legenden & Mythen.

BRUNNAKR ist ein Imprint des apebook Verlags.

Nähere Informationen am Ende des Buches oder auf:

www.apebook.de

1. Auflage 2020

V 1.0

ISBN 978-3-96130-333-5

Buchgestaltung/Coverdesign: SKRIPTART

www.skriptart.de

Alle Rechte vorbehalten.

© BRUNNAKR/apebook 2020

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CHRONIKEN DER VÖLKERWANDERUNG

DIE BATAVER: Der Aufstand der Verbündeten (69 A.D.)

JULIAN: Der Abtrünnige (337 A.D.)

BISSULA: Die geliebte Sklavin (378 A.D.)

STILICHO: Der römische Heermeister (390 A.D.)

ATTILA: Der Hunnenkönig (453 A.D.)

FELICITAS: Der Zug der Germanen (476 A.D.)

CHLODOVECH: Der König der Franken (481 A.D.)

GELIMER: Letzter König der Vandalen (534 A.D.)

FREDEGUNDIS: Die kaltblütige Königin (570 A.D.)

LEOVIGILD: Der Vater und die Söhne (579 A.D.)

DAS KLOSTER: Die schlimmen Nonnen von Poitiers (589 A.D.)

DIE BAJUWAREN: Die Siedler vom Chiemgau (596 A.D.)

EBROIN: Herrscher der Franken (638 A.D.)

Inhaltsverzeichnis

LEOVIGILD

Impressum

Karte

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

IX

X

XI

XII

XIII

XIV

XV

XVI

XVII

XVIII

Eine kleine Bitte

CHRONIKEN DER VÖLKERWANDERUNG

BRUNNAKR Edition

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»GERMANIEN«

I

In dem Schreibgemach des bischöflichen Palastes zu Sevilla trat in einer Frühlingsnacht des Jahres 579 nach Christus eine Anzahl von hohen Geistlichen des Westgotenreiches zu geheimer Beratung zusammen. Es lag in dem Erdgeschoß des wuchtigen, düsteren Baues streng byzantinischen Stils: dumpf lastete das niedrige Gewölbe des schmalen Raumes, den ein paar geweihte rote Wachskerzen, auf hohen Silberleuchtern aufgesteckt, – sie verbreiteten im Brennen süßlichen weihrauchähnlichen Geruch – nur schwach erhellten. Das einzige Rundbogenfenster blickte nicht auf die Straße, sondern in den kreisrunden hoch ummauerten Hof des weitläufigen Gebäudes.

Die Beratung mußte wohl gar geheime Dinge betreffen: denn der dicke Laden aus Edelkastanienholz war sorgfältig geschlossen und von dichten Wollteppichen verhängt, die auch die beiden schmalen Pforten verkleideten, so daß die draußen auf den Schwellen wachenden Ostiarii, die unwillkommenen Besuch abwehren oder doch rechtzeitig melden sollten, nichts von den drinnen gewechselten Reden vernehmen konnten. Auch der kostbare Mosaikestrich – er stellte in bunten Farben die Arche Noah mit ihrem Getier dar – war so hoch mit Decken belegt, daß die ohnehin so leisetretenden Sandalen der Priester geräuschlos hin und her glitten. In der breitesten Wand, dem Fenster gegenüber, war in den edeln dunkelgrünen Malachit (aus Teruel in Aragonien) ein Musivbild der heiligen Eulalia, der Schutzpatronin dieser Landschaften, eingelassen: der Goldgrund konnte die ungefüge Zeichnung nicht schöner machen; ein schwarzer Betschemel zu ihren Füßen trug auf der obersten Stufe eine ewig brennende Öllampe aus irisirendem Glas. An den übrigen Seiten standen viereckige tiefe Truhen, Sarkophagen ähnlich: sie bargen, fest verschlossen, die Bücher – zumal die Urkundenschätze – der Bistumskathedrale.

In der Mitte des Raumes um einen mächtigen Rundtisch aus Citrusholz auf je vier gekreuzten Füßen stand eine Anzahl von deckenbehängten Stühlen mit gar niedriger Rückenlehne, aber zwei langen Armlehnen; sie schienen sich zu scharen um den hohen thronähnlichen Purpursitz, von dem der Metropolitan überherrschend auf alle niedersah. Gestalt und Antlitz dieses Priesters prägten sich, einmal erschaut, unauslöschlich ein: der hohe Wuchs, das hagre knochige Gesicht, die eingefallenen wachsfahlen Wangen, die scharf geschnittenen, sorgfältig geschornen, mitleidlosen Lippen, die Adlernase, die schwarzen unstät blitzenden Augen unter den stolz geschwungenen Brauen, die hohe, von Gedanken, auch wohl von Leidenschaften gefurchte Stirn. Denn der Friede des Herrn schien nicht eingekehrt in diesen seinen noch ganz schwarzhaarigen Diener: dämonisch war die Erscheinung, sowohl wann sie in eisiger Ruhe der längst angeschulten Selbstbeherrschung undurchdringlich lauerte, wie wann sie plötzlich zum Angriff hervorschnellte wie eine getretene Natter. Jetzt hatte er in jener Ruhestellung die Rechte gerade vor sich hin auf den Tisch gestreckt: die feine kleine Hand ruhte wie behütend auf einigen Pergamenturkunden und Papyrusbriefen. Nicht nur die Tracht des Metropolitans, der weitfaltige dunkel purpurne, Chlamys-ähnliche Mantel, kennzeichnete ihn als allen hier Versammelten übergeordnet.

Seltsam war die Ähnlichkeit, mit der seine beiden Nachbarn ihm glichen: Brüder waren die drei offenbar: aber bei dem zur Rechten, Bischof Fulgentius von Astigi, schreckten die unheimlichen Züge noch drohender, während die geistige Überlegenheit des Älteren nicht auf dieser niederen Stirne thronte; der dritte Bruder, erheblich jünger, trug die gemeinsamen Familienzüge gemildert, ja verklärt durch den Ausdruck wohlwollender Güte und friedliebender Weisheit, er war nicht Bischof wie die beiden Älteren: seine Tracht war die des Archipresbyters. Die gleiche Gewandung trug der den drei Brüdern gegenübersitzende Priester, dessen Sutane und darüber geworfene Mantelkapuze – der Cucullus, – nicht den spanischen Zuschnitt zeigte.

An ihn, der, im Banne dieser stechenden Augen, gar merksam unverwandten Blickes an dem Munde des Metropolitans hing, richtete der nun das Wort: »Es ist unerläßlich, mein in Christo geliebter Sohn Sabinianus, daß Ihr außer dem Briefe, den ich Euch für meinen hohen Freund und Gönner in Rom mitgebe, auch mündlich einiges vernehmet und überbringet, was der Schrift nicht sicher anzuvertrauen ist. Zwar haben der gelehrte Gregor und ich längst eine Geheimschrift vereinbart . . .« – »Ich kenne diese

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