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Das Mädchen aus Oslo
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eBook197 Seiten2 Stunden

Das Mädchen aus Oslo

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Über dieses E-Book

Eine zentrale Figur des Buches, Helen Lassen, leidet an einer unheilbaren Krankheit. Bevor sie stirbt, möchte sie ihren damaligen Freund noch einmal sehen, um sich gebührend verabschieden zu können. Sie beauftragt den Privatdetektiv Ask mit der Aufgabe, die sich als mysteriös herausstellt. Ask taucht in die Vergangenheit des Mannes ein und findet heraus, wie er die Frauen und gleichzeitig seine Karriere ausgenutzt hat. Ein tragischer Zwischenfall in Oslofjord macht die Detektivarbeit nicht einfacher! -
SpracheDeutsch
HerausgeberSAGA Egmont
Erscheinungsdatum4. Okt. 2021
ISBN9788726900361
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    Buchvorschau

    Das Mädchen aus Oslo - Pål Gerhard Olsen

    Pål Gerhard Olsen

    Das Mädchen aus Oslo

    Übersezt von Regine Elsässer

    Saga

    Das Mädchen aus Oslo

    Übersezt von Regine Elsässer

    Titel der Originalausgabe: Oslo-Piken

    Originalsprache: Norwegischen

    Coverbild/Illustration: Shutterstock

    Copyright © 2004, 2021 Pål Gerhard Olsen und SAGA Egmont

    Alle Rechte vorbehalten

    ISBN: 9788726900361

    1. E-Book-Ausgabe

    Format: EPUB 3.0

    Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

    www.sagaegmont.com

    Saga Egmont - ein Teil von Egmont, www.egmont.com

    eins Lange bevor die Toten mit Salzwasser in den Kopfwunden auftauchten, hätte ich begreifen müssen, dass ich es darauf angelegt hatte. Ich war zu unüberlegt gewesen, war zu schnell darauf eingestiegen. Mit anderen Worten, ich war ganz der Alte.

    Aber die Stadt war neu. Ich hatte Bergen hinter mir gelassen und war ein Bürger Oslos geworden – nun konnte ich hoffen, unter dem Schutz des Stadtheiligen St. Halvard zu stehen. Ich schleppte ein ziemlich gemischtes Gepäck mit in die Hauptstadt. Vier Jahre zuvor hatte ich meinen ganzen kriminalistisch überfrachteten Wortschatz in einen Wäschesack gestopft und mich um einen Job in einer Werbeagentur beworben. Ich wollte einen stoßgedämpften Alltag, ich wollte von hübschen, adretten und ausgeglichenen Menschen umgeben sein, die keiner Fliege etwas zuleide tun konnten.

    Ich bekam die Stelle. Ich nahm die Verbraucher aufs Korn. Ich legitimierte Bedarf, ich schuf Bedarf. Ich stürzte mich in die Arbeit, war pausenlos kreativ und wurde entsprechend bezahlt. Ich hatte ein paar Beziehungen, für die ich mich mal mehr, mal weniger engagierte, ich ging aus, ins Theater, in Restaurants, in Bars, und wenn Bergen mir zu eng wurde, unternahm ich Wochenendtrips in europäische Großstädte. Alles in allem hielt ich in geradem Kurs auf die Mitte des Jahrzehnts zu.

    Aber alles hat seine Zeit. Und die Zeit zehrt. Mein wohlgenährtes Texter-Dasein büßte immer mehr an Glanz ein, bis ich mir eingestehen musste, dass ich mich nach dem Gesetz der Straße zurücksehnte, nach dem Ungeschütztsein, dem Ausgeliefertsein, nach allem, woher ich kam. Ich hatte keine Lust mehr, die Bedürfnisse fremder Leute zu formulieren. Ich wollte sie lieber natura erleben. Die Grundbedürfnisse und nicht die Sekundärbedürfnisse der Werbung. Aber das ging in Bergen nicht. Ich hatte das Gefühl, diese Stadt als Privatdetektiv von innen ausgehöhlt und als Werbemann von außen beschossen zu haben. Also zog ich nach Süden. Oslo hat mir schon immer gefallen, trotz seiner unbeholfenen Stadtplanung. Oslos Besonderheit liegt darin, dass man von außen kommen muss, um den optimalen Nutzen aus dieser Stadt zu ziehen. Erst dann kann man tatsächlich begreifen, was es mit diesem erstaunlichen Konglomerat aus gegensätzlichen Dörfern auf sich hat.

    Also eröffnete ich wieder ein Büro. Es lag mitten in der Stadt in der unansehnlichen Sommerrogate, in einem gepflegten Bürogebäude, wo auch Anwälte, Makler verschiedener Ausrichtungen, eine hochspezialisierte Versicherungsgesellschaft und ein ebensolcher Verlag ihre Räume hatten. Die oberste Etage wurde komplett vom Hauptsitz jener Werbeagentur belegt, die sich in Bergen meiner erbarmt hatte: Brot und Spiele, sehr witzig, so was kriegt nur die Werbebranche hin. Für diese erfolgsverwöhnten Jungs, die Mädels nicht zu vergessen, wird das Brot niemals hart, bekommt das Spielbrett niemals einen Knick. Im Gegenteil, jetzt surften sie auf zehn Meter hohen Wellen durchs Internet, eine große Investition, die sie ins nächste Jahrtausend hieven würde, mit mir als unmittelbarem Zeugen – sie hatten mir zwölf Quadratmeter zu einer erschwinglichen Miete abgegeben. Hin und wieder kamen aus der Abteilung Brot und Spiele welche zu Besuch, spendierten Coke sowie allerlei asiatisches Fast Food und erneuerten in regelmäßigen Abständen das Angebot, freiberuflich für sie zu arbeiten, falls der Müßiggang bei mir überhand nehmen sollte.

    Helen Lassen sorgte dafür, dass das nicht passierte. Sie nahm an einem Montagvormittag Kontakt mit mir auf, an einem Tag im August, als der Sommer aller Erfahrung nach hätte zu Ende sein müssen. Aber dieser war ein Marathonsommer, es war ein Sommer, der einfach immer weiterging, der sich wie Gottes feuchte Hand auf Oslo legte, und das mit einer Beharrlichkeit, die selbst den Sonnenhungrigsten den Atem rauben konnte. Es war so ein Sommer, der die Urinstinkte der Menschen anfacht, der die Stadt zu einer großen, ausgetrockneten Kehle werden lässt, durch die nie genug Flüssigkeit rinnt.

    Ihre Stimme war im unteren Bereich der Tonskala angesiedelt, sie klang wie ein weicher Kontrabass und schärfte sofort meine Aufmerksamkeit. Sie begann das Gespräch mit der Bemerkung, dass wir sozusagen Nachbarn seien. Sie arbeite in der Respekt einflößenden Universitätsbibliothek auf der gegenüberliegenden Seite des völlig überlasteten Kreisverkehrs am Lapsetorget, der – wie es sich für die Stadt, mit der ich es zu tun hatte, gehörte – in eine chaotische Baustelle verwandelt worden war.

    «Darüber können wir nicht am Telefon sprechen», fuhr sie fort. «Können wir uns treffen?»

    «Ja, das geht. Wollen Sie mich hier besuchen, oder soll ich zu Ihnen hinüberkommen?»

    «Wie wäre es mit keinem von beiden?», konterte sie. «Wie wäre es mit Felix

    «Jetzt gleich?»

    «Wenn Ihnen das passt.»

    Es passte mir. Es passte ausgezeichnet. Ich saß nur herum und schwitzte hinter schwarzen Jalousien; mein Blick auf die Welt reduzierte sich auf den wirkungslos schwirrenden Tischventilator vor mir. Um präsentabel auszusehen, zog ich mein federleichtes hellgraues Jackett über, dann stellte ich pflichtschuldig den Anrufbeantworter an und ließ die Possenreißer nebenan allein.

    Draußen schlug mir die Hitze wie ein durchweichter Boxhandschuh ins Gesicht. Ich setzte die Sonnenbrille auf, um mich vom Tigergrinsen der Sonne nicht blenden zu lassen, und überquerte den sterilen Platz vor dem nicht weniger sterilen Bürogebäude, der einzig von der Statue des alten Säufers und Ehrenmanns Winston Churchill belebt wurde. Da stand er im Gehrock, gebeugt, auf den Stock gestützt und doch unerschütterlich, und blickte in die Ewigkeit. Auf dem Sockel stand gut lesbar die von ihm stammende Parole, «Come then, let us go forward with our united strength», ausgesprochen in jener Schicksalsstunde im Parlament am 13. Mai 1940. Dieser flammenden Aufforderung konnte ich mich nur anschließen, selbst wenn sie bei der Gnadenlosigkeit dieses Sommers völlig undurchführbar schien.

    Helen Lassen kam mir mit einer ungezwungenen, selbstsicheren Körperspannung entgegen, sie trug ein rot-weiß kariertes Trägerkleid. Ihr Haar war dunkel und schulterlang, der Mund von fast afrikanischer Sinnlichkeit, die breiten Wangenknochen gaben dem Gesicht Stärke. Zwei Knöpfe des Kleides standen offen und entblößten den üppigen, nicht mehr ganz straffen Brustansatz. Eine Frau, die nicht nur reif, sondern vollreif war, eine Frau im Zenit des Lebens, die gleichzeitig, so schien es mir, den Gedanken einer ewigen Jugend mit einem Schulterzucken verwarf.

    Wir gaben uns zur Begrüßung die Hand, betraten die weiß umzäunte Terrasse des Restaurants Felix und fanden einen Tisch im Schatten. Ich fragte sie, was sie trinken wolle. Sie wollte Wein.

    «Es ist nie zu früh für ein Glas Wein, oder?», fügte sie hinzu.

    «Nie zu früh, selten zu spät», sagte ich und begab mich zur Theke. Ich selbst nahm schwarzen Kaffee. Hitze gegen Hitze. Schwarz gegen die Sonne. Das war mein Rezept. Das Weinglas, das ich ihr hinstellte, war beschlagen, und sie leckte sich als Erstes langsam und genüsslich das Kondensat vom Zeigefinger. Ich nippte am Kaffee. Er hatte zu lange gestanden. In Norwegen, dem wahren Heimatland der Thermoskanne, steht Kaffee immer zu lange. Sie widmete sich mit ihren vollen Lippen dem Wein, ich sah, wie ihr Hals länger wurde, wie seine rückwärtige Beugung die unbestreitbaren Falten glättete, den Hals straffer, schmaler, sehniger werden ließ. Sie setzte das Glas mit einem Anflug von Unwillen ab, nahm jedoch den durstigen Finger nicht weg, ließ ihn um den Rand des Glases kreisen, immer wieder. Die Nasenflügel bebten, ein Träger war wenige Zentimeter nach unten gerutscht.

    «Warum haben Sie mich angerufen?», fragte ich.

    Sie betrachtete mich. Eingehend. Als liege die Antwort bei mir. «Sie waren der Erste im Alphabet.»

    «Auch ein Grund.»

    «Es geht um einen Mann. Er heißt Björn Aarhus.»

    «Und was ist mit ihm?»

    «Ja, was ist mit ihm?» Sie nahm noch einen Schluck, das Glas wurde rasch zu leer für sie, sie stellte es mit einem stillen Lächeln ab, beugte sich über den Tisch und stützte das Kinn auf den Halbkreis ihrer gefalteten Hände, den Kopf etwas zur Seite geneigt.

    «Er wird vermisst. Schmerzlich vermisst.»

    «Das hört sich ja fast so an, als ...»

    «Nein, er nicht. Jedenfalls nicht, soweit ich weiß. Ich bin es, die bald stirbt. Die Ärzte geben mir höchstens noch ein Jahr.»

    «Also, ich kann nichts ...», stotterte ich ratlos.

    «Nichts sehen? Das ist nur eine Frage der Zeit. Aber daran denke ich nicht. Das habe ich nur in den ersten Tagen getan. Da war ich wütend auf die Ärzte, auf alles und jeden. Ich tat mir Leid. Ich habe geweint und mich eingeschlossen. Aber jetzt kann kommen, was kommen muss. Jetzt ist es so, als hätte ich eine lang ersehnte Erklärung bekommen. Ja, ich spüre eine ganz große Klarheit. Ich weiß, wohin mich mein Weg führt. Ich weiß, woher ich komme. Ich weiß jetzt, was zählt. Ich sehe, was wichtig ist. Ich sehe nur noch, was wichtig ist. Und darauf will ich mich in dem bisschen Zeit, das mir bleibt, konzentrieren.»

    Ich hatte einen bitteren Geschmack im Mund, und das lag nicht nur am Kaffee. Was sollte ich sagen? Sollte ich ihr mein Beileid aussprechen? Sie sah nicht so aus, als brauche sie das. Sie wirkte ausgeglichen, unbeschwert, sie wurde ihrer teuer erkauften Lebenseinstellung überzeugend gerecht.

    «Und dieser Bjørn Aarhus hat damit zu tun?», fragte ich knapp.

    Sie nickte langsam. «Vor zwei Wochen war ich oben im Norden. Habe mich einfach ins Auto gesetzt und bin losgefahren. Dann bin ich zu Fuß weitergegangen, viel weiter, bis dahin, wo wir damals ... wo wir damals waren.»

    «Wo befinden wir uns gerade?»

    «Im Sørkedal. Kennen Sie die Gegend?»

    «Leider nicht. Ich bin noch nicht viel weiter als zu den Seen vor der Stadt gekommen, sonntags mal zum Bogstadvann und so», sagte ich.

    Sie lächelte. Wie bewundernswert leicht es ihr fiel, zu lächeln.

    «Ich ging, als könnte ich alles wieder zum Leben erwecken, als läge es in meiner Macht, alles noch einmal passieren zu lassen, jetzt, wo ich besser dafür gerüstet bin, jetzt, wo ich mich besser kenne.»

    «Und wann war das erste Mal?»

    «Vor fünfzehn Jahren. Im Sommer vor fünfzehn Jahren. Wir wohnten da, mein Mann, ich und unsere Tochter Veronika. Wir hatten einen kleinen Bauernhof gemietet, wir hatten ein Pferd, sammelten Beeren und kochten Marmelade ein, suchten Pilze. Ein wunderbares Leben, jedenfalls für mich. Mein Mann stand dem Ganzen skeptisch gegenüber, er ist einfach ein unverbesserlicher Stadtmensch. Aber ich ging in den Wald», sagte sie und trank das Glas leer, ihre feuchte Zungenspitze sog wie ein Schwamm die an den Lippen verbliebene Feuchtigkeit auf. Sie sah mich wieder schwer an, sah durch mich hindurch, als sei ich lediglich ein brauchbarer Rahmen für die Bilder aus ihrer Vergangenheit. Ich hatte keinen Anlass, ihre Freude daran zu unterbrechen. «Da war Bjørn. Damals war er kaum mehr als ein Junge, achtzehn, neunzehn. Ich war weit über dreißig. Er arbeitete für Løvenskiold.»

    «Den Gutsbesitzer?», fragte ich und hatte den Eindruck, als klopfe das letzte Jahrhundert an die Tür.

    «Ja», sagte sie mit einem Seufzer, der wie ein Echo auf meine Gedanken klang.

    «Den Gutsbesitzer. Bjørn war eine Art Tagelöhner, er half beim Holzfällen, kassierte an der Mautstraße in die Berge, solche Sachen. Er stand einfach da, am Rand einer Lichtung, und sah mich an. Ich hatte ihn nicht gehört, er hatte überhaupt kein Geräusch gemacht. Es war heiß, ein Sommer wie dieser. Ich hatte den Pullover ausgezogen, ich saß da und trug nur ... Aber das war es nicht. Es lag nicht daran, dass ich fast nichts anhatte. Mich sah er an, mich. Mich als Menschen. Er gaffte nicht. Verstehen Sie?»

    «Ich glaube schon», behauptete ich.

    «Ich blieb sitzen. Ich drehte ihm den Rücken zu. Aber ich spürte, dass er da stand. Es kitzelte im Nacken. Diese Begegnung wurde so etwas wie eine heimliche Verbindung zwischen Bjørn und mir. Wir hatten etwas gemeinsam. Etwas Sprachloses. Wir wussten, wo und wann wir uns finden würden. Lange sah er mich nur an. Er war scheu, wie ein ... Tier. Er kam und ging sehr schnell. Eines Tages folgte ich ihm. Wir stiegen einen steilen Abhang hoch, über einige moosbewachsene Felsblöcke. Dort war eine kleine Mulde, und ich begriff, dass er sich oft dort aufhielt, dass es sich um eine der Stellen handelte, an denen er häufig war, dass er mehrere davon hatte, dass er überall im Wald herumstreunte. Dort berührte er mich, ich bekam ihn dazu, mich zu berühren, ich musste von ihm mehr haben als dieses Kitzeln, ich musste in ihn, und ich hatte nicht im Geringsten das Gefühl, etwas Falsches zu tun, ich dachte keine Sekunde an meinen Mann, er hatte damit nichts zu tun, das spielte sich auf einer ganz anderen Ebene ab.»

    «Animalisch», assistierte ich, mit Kaffeesatz in der Stimme.

    «Er hielt mich so fest, er hob mich so hoch. Es passierte immer wieder, ich ließ mich offenen Auges darauf ein, es war Leben und Lust. Ja, Lust. Die reine Lust. Schwere, undurchdringliche Lust. Eine Lust, die durch all das Ungesagte zwischen uns entstand. Wir spielten. Er kannte so viele Spiele. Er machte den Wald zu unserer Spielwiese. Er wusste so viel über ... mich. Er sagte, er hätte noch nie ... Aber er wusste so gut Bescheid. Er hat mir so viel gegeben. Er hat mir gut getan. Den ganzen Sommer lang hat er mir nur gut getan. Aber dann starb plötzlich seine Mutter. Die beiden lebten allein in einem kleinen, ungepflegten Häuschen, einer Hütte fast. Ich habe sie nie außerhalb des Hauses gesehen, aber sie muss ihm viel bedeutet haben, denn nach ihrem Tod zog er sich völlig von mir zurück, und eines Tages war er wie vom Erdboden verschluckt – niemand wusste, wo er abgeblieben war.»

    «Und seither haben Sie ihn nicht mehr gesehen?»

    «Nein. Nach ein paar Jahren sind wir wieder in die Stadt gezogen. Mein Mann hatte genug vom Landleben. Es gab Momente, in denen ich überzeugt war, Bjørn sei in der Nähe, weil ich eine Andeutung dieses Kitzelns spürte, das er in mir auslöste, aber wenn ich mich umdrehte, war es immer ein anderer, einer, der mir nichts anhaben konnte, nur ein Mann, ein ganz

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