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Agamemnons Tod

Agamemnons Tod

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Agamemnons Tod

Länge:
59 Seiten
30 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 4, 2021
ISBN:
9788726957112
Format:
Buch

Beschreibung

Die Fortsetzung von Hauptmanns "Iphigenie in Aulis" verspricht Spannung pur!Die Handlung setzt 10 Jahre nach dem ersten Teil der Reihe ein. Orest und Elektra sorgen sich um ihren Vater Agamemnon, den Heerführer der Griechen gegen Troja. Er kehrt gebrandmarkt aus dem Krieg zurück und seitdem er seine Tochter Iphigenie opfern musste, verfolgt sie ihn in Form einer Spukgestalt. Doch dann verkündet die Seherin Kassandra, dass Iphigenie noch am Leben sei...-
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 4, 2021
ISBN:
9788726957112
Format:
Buch

Über den Autor

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. (aus wikipedia.org)


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Agamemnons Tod - Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann

Agamemnons Tod

Dritter Teil der Atriden-Tetralogie

Tragödie

Saga

Agamemnons Tod

Coverbild/Illustration: Shutterstock

Copyright © 1948, 2021 SAGA Egmont

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788726957112

1. E-Book-Ausgabe

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

Dieses Werk ist als historisches Dokument neu veröffentlicht worden. Die Sprache des Werkes entspricht der Zeit seiner Entstehung.

www.sagaegmont.com

Saga ist Teil der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt.

Dramatis personae

Agamemnon

Klytämnestra

Aigisthos

Orest

Pylades

Elektra

Kritolaos

Kassandra

Thestor

Sechs Greise

Demetertempel in den Bergen nahe bei Mykene.

*

Demetertempel in den Bergen nahe bei Mykene: ein seltsamer Bau von gebrannten Ziegeln. Die Hinterwand enthält sein Hauptportal mit Blick in die Landschaft, die Wand rechts eine kleine Tür zum Raum des Tempelwächters, daneben eine andere in einen kultischen Baderaum – davor eine Bank. An der Rechtswand drei Kultbilder aus Holz: Demeter, Pluton und Kore. Vor jedem Bild ein Altar.

Finsternis einer sternlosen Nacht.

Thestor sitzt auf der Bank. Vor ihm stehen Orest und Pylades, knabenhafte Jünglinge, sowie Elektra.

Thestor

zu Orest und Pylades

Geht, es ist tiefe Nacht – ich fühl's –, so tief

wie hier in meinem Haupt. Noch seid ihr sicher,

Geliebte, Unzertrennliche! Wie wohl

tut selbst am Rand der Styx die Heiterkeit!

Ich wußte fast nicht mehr, was Lachen ist:

ihr beiden habt es wieder mich gelehrt.

Leb wohl, Orest, und du, mein Pylades!

Kommt wieder, wenn die Felder abgeerntet!

Dann ist Aigisth, der unsern Herrn sich lügt,

mit deiner Mutter wieder in der Stadt,

nicht mehr im Lusthaus nahe in den Bergen.

Dann seid ihr beiden sichrer hier als jetzt.

Orest

Ja, ich bin heiter trotz der Sorgenlast,

die auf mir liegt. Der mir die Mutter nahm,

Zeus, gab dafür mir einen Pylades,

der mit mir leidet, meine Not versüßt.

Thestor

Ja, Knaben, haltet aneinander fest!

Durch manche schwere Prüfung wirst du gehn,

Orest, doch seh' ich deine Zukunft hell

trotzdem. Auch deine Zukunft, Pylades –

in eurer Liebe: das gilt dir, Elektra.

Elektra und Pylades umarmen sich.

Pylades

Dank für dies Wort, hellsichtiger, edler Greis!

Und du, Geliebte, trockne deine Tränen,

ertrage deiner Mutter kalten Sinn

und ihres Buhlen Hoffart: eines Wichts,

der ganz nur Schmach ist, Land und Landesgötter

nur durch sein Dasein stündlich neu entehrt.

Elektra

Komm wieder, Bruder, und auch du, Geliebter!

Allein dies Wiedersehen gibt mir Kraft,

dem Unerträglichen noch standzuhalten.

Pylades

Sei des gewiß: kein Feld, kein Fluß, kein Meer,

auch nicht

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