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Die Canellas-Tapes: Die Tonbänder, die den Bundesligaskandal auslösten

Die Canellas-Tapes: Die Tonbänder, die den Bundesligaskandal auslösten

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Die Canellas-Tapes: Die Tonbänder, die den Bundesligaskandal auslösten

Länge:
445 Seiten
5 Stunden
Freigegeben:
Oct 20, 2021
ISBN:
9783730705872
Format:
Buch

Beschreibung

Am 6. Juni 1971 löst der Präsident der Tags zuvor abgestiegenen Offenbacher Kickers den größten Skandal der Bundesligageschichte aus: Horst-Gregorio Canellas spielt öffentlich Tonbandaufnahmen vor. Es sind Mitschnitte von Telefonaten, in denen er mit Spielern und Funktionären Spielmanipulationen bespricht und verabredet. Autor Andreas Lampert präsentiert in diesem Buch auch weiteres, bis dato öffentlich nicht zugängliches Material – jene Bänder, auf denen Canellas im Alleingang seine verloren gegangene Ehre wieder herzustellen versucht und dabei erst den ganzen Korruptionssumpf offenlegt.
Freigegeben:
Oct 20, 2021
ISBN:
9783730705872
Format:
Buch

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Buchvorschau

Die Canellas-Tapes - Andreas Lampert

Die dunkle Seite

Der Bundesligaskandal von 1971 erschutterte die brave bundesrepublikanische Fußballwelt in ihren Grundfesten. Mindestens 18 Bundesligapartien im Endspurt der Erstliga-Saison 1970/71 standen unter Verdacht, mit Schmiergeldern beeinflusst gewesen zu sein. Über funf Jahre zogen sich die Ermittlungen vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und vor ordentlichen Gerichten hin. In diesem Zeitraum wurden 53 Spieler, zwei Trainer und sechs Funktionäre bestraft, zwei Bundesligaklubs verloren ihre Lizenz, ehe eine umfassende Amnestie seitens des DFB einsetzte.

Als zentrale Figur des Skandals gilt bis heute Horst-Gregorio Canellas, Sudfruchte-Großhändler und Präsident der Offenbacher Kickers. Hätte Canellas die Schiebereien am 6. Juni 1971 nicht ans Licht gebracht, wer weiß, welchen Weg der deutsche Profifußball genommen hätte. Die Aufdeckung des Skandals durch Canellas verhinderte, dass der Fußball in Deutschland dauerhaft zu einer abgesprochenen Veranstaltung à la Catchen geriet – fast eine Million Mark Schmiergeld (!) war zum Finale der Saison 1970/71 im Umlauf. Daruber hinaus leiteten die Canellas-Enthullungen zentrale Weichenstellungen ein: die Einfuhrung der 2. Bundesliga, die Festschreibung des Berufsbilds „Profifußballer", die Reform der DFB-Sportgerichtsbarkeit.

Noch heute wird Horst-Gregorio Canellas in Ruckblicken als „betrogener Betruger" (Kicker) beschrieben, der die Manipulationen aus Enttäuschung daruber ans Licht brachte, dass seine Offenbacher Kickers im Sommer 1971 aus der Bundesliga absteigen mussten. Tatsache ist: Canellas hat kein Spiel gekauft. Er zahlte lediglich eine 25.000-Mark-„Siegprämie an Kölns Torhuter Manfred Manglitz, der Canellas fur den Fall des Nicht-Zahlens angekundigt hatte, in der Partie gegen Offenbachs Abstiegskonkurrenten Rot-Weiss Essen „nicht richtig zu halten. Das Interessante dabei ist: Die Zahlung an Manglitz hatte sich Canellas zuvor vom DFB genehmigen lassen; damals stellten Siegprämien von dritter Seite noch keinen Verstoß gegen die Verbandsstatuten dar.

Der dreiste Erpressungsversuch seitens Manglitz’ hatte Canellas misstrauisch gemacht. Vor dem letzten Spieltag der Saison 1970/71 telefonierte der Offenbacher Präsident im Beisein des Frankfurter Bild-Sportredakteurs Werner Bremser mit Manglitz (1. FC Köln) sowie dessen Bundesligakollegen Tasso Wild, Bernd Patzke (beide Hertha BSC) und dem Mannschaftsbetreuer von Eintracht Braunschweig, Ulrich „Utz" Lammers¹. Die Gespräche, in denen völlig offen uber Spielmanipulationen gesprochen wurde (und die sich auch in diesem Buch finden), nahm Canellas auf Tonband auf und präsentierte sie spektakulär einen Tag nach dem Saisonende auf der Feier zu seinem 50. Geburtstag der Öffentlichkeit.

Canellas sah sich als Aufklärer in einer Sache, die aus dem Ruder gelaufen war. Er war ein temperamentvoller und cleverer Mann, der seinen Willen durchzusetzen wusste und schnelle Entscheidungen traf.

Er kannte die Tricks des noch jungen Fußballgeschäfts, spielte in seinen Augen mit offenen Karten und hatte begriffen, dass Informationsvorsprung – auch abseits des Sudfruchte-Imports – eine wichtige Währung war. Dem DFB war er im Herbst 1971 stets einen Schritt voraus, und weil Canellas sich dabei so nah wie möglich an die Wahrheit hielt, war er im Vorteil gegenuber seinen Gegnern, wie den Vorständen von Arminia Bielefeld, Schalke 04, Hertha BSC, Rot-Weiß Oberhausen und Eintracht Braunschweig, oder auch gegenuber den bloßgestellten Verbandsfunktionären, die sich furs „Zuschutten" des Skandals entschieden hatten.

Besonders die passive Haltung des DFB, der in seinen Augen die Aufsichtspflicht als Verband völlig vernachlässigte, kritisierte Canellas. Die Funktionäre wollten den Bundesligaskandal als Taten von wenigen Einzeltätern deklarieren. „Es gibt keinen ‚Fall Bundesliga’, sondern nur einen Fall in der Bundesliga", beschrieb DFB-Sprecher Wilfried Gerhardt den Zustand des Profifußballs im Herbst 1971. Und dass Canellas die Rolle des Alleinschuldigen im Bundesligaskandal einnehmen sollte, wollte der Unternehmer nicht auf sich sitzen lassen. Die ungerechte Behandlung seitens des DFB und der Medien löste bei Canellas eine Trotzreaktion aus, die ihn zu eigenen Ermittlungen motivierte und das Ausmaß des Skandals erst offenbarte.

Im Kapitel „Der Alleingang dieses Buchs finden sich bisher unveröffentlichte Abschriften von Telefonaten, die Canellas im Zeitraum zwischen Oktober 1971 und Februar 1972 gefuhrt hat. Canellas spricht mit Zeugen, Journalisten, Anwälten, Gegenspielern, Ehefrauen, sammelt Informationen, dirigiert aus dem Hintergrund und versucht die Gesprächspartner bisweilen vor sich herzutreiben. Dabei sind wichtige Meilensteine in Canellas’ Aufklärungsarbeit auszumachen, wie etwa das Zusammenkommen mit dem Zeugen und Bielefelder Gönner Rupert Schreiner, dem Auslöser der „zweiten Lawine im Bundesligaskandal. Der geradezu filmreife „Lamker-Eklat" wird beschrieben, genauso wie Canellas’ Zusammenarbeit mit vertrauten Journalisten offenbar wird oder die zwielichtige Rolle von in den Skandal verwickelten Juristen. Das Material gibt einen faszinierenden Einblick hinter die Kulissen der deutschen Fußballwirklichkeit in den fruhen 1970er Jahren.

Die Tonbandaufnahmen, die zu diesem Buch gefuhrt haben, verdanke ich dem 2016 verstorbenen Sportjournalisten Jo Viellvoye, mit dem ich vor 30 Jahren an einer Story uber den Bundesligaskandal gearbeitet habe. Viellvoye hatte die Bänder von Canellas mit den Worten uberreicht bekommen: „Herr Viellvoye, machen Sie etwas daraus!"

Erstaunlicherweise gibt es zum Bundesligaskandal nur eine Buchveröffentlichung: Weder hat Canellas sein bereits 1971 angekundigtes Buch zum Bundesligaskandal geschrieben, noch hat DFB-Chefankläger Hans Kindermann seine 1981 in Aussicht gestellte Aufarbeitung veröffentlicht. So bleibt allein die Dokumentensammlung „Bundesliga-Skandal", herausgegeben 1972 von Dr. Reinhard Rauball im De-Gruyter-Verlag. Diesem Buch habe ich viel Wissen uber diesen einzigartigen Vorgang deutscher Fußballgeschichte zu verdanken.

Herbst 2021,

Andreas Lampert

1In verschiedenen Veröffentlichungen wird Ulrich „Utz Lammers auch als „Lamers oder gar „Lutz Lamers" bezeichnet.

TAPES I

DIE VIER KLASSIKER

Am 6. Juni 1971 wird Horst-Gregorio Canellas, der Präsident der tags zuvor aus der Fußball-Bundesliga in die Regionalliga abgestiegenen Offenbacher Kickers, 50 Jahre alt. Zur Feier in sein Haus in Hausen (Landkreis Offenbach) hat er zahlreiche Gäste eingeladen. Neben Bundestrainer Helmut Schön und dem jungen DFB-Funktionär Wilfried Straub sind auch zahlreiche Journalisten zugegen – denn: Canellas will öffentlich machen, dass in der Bundesligasaison 1970/71 nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Mithilfe von auf Tonband mitgeschnittenen Telefonaten, die er seinen Geburtstagsgästen vorspielt, enthüllt Canellas, dass Spieler wie Bernd Patzke, Tasso Wild (beide Hertha BSC), Manfred Manglitz (1. FC Köln) und der Teambetreuer von Eintracht Braunschweig, Ulrich „Utz" Lammers, bereit waren, gegen Geldzahlungen Bundesligaspiele zu manipulieren. Es sind Scheinverhandlungen, die Canellas hier führt. Weder er noch sein Klub, die Offenbacher Kickers, haben auch nur einen der verhandelten Geldbeträge jemals gezahlt.

Das Vorspielen der Tonbänder auf der Geburtstagsparty ist ein Paukenschlag, der die deutsche Fußballwelt erschüttert und den nicht jeder hören will. Viel ist in den vergangenen Jahrzehnten über diese Bänder, die den Bundesligaskandal ins Rollen brachten, geschrieben worden. Doch die wenigsten dürften die genauen Inhalte kennen. Hier also noch mal zum Nachlesen.

„Ich werde alles machen: Wir spielen auf Sieg!"

CANELLAS UND BERND PATZKE

¹

Der 2. Juni 1971 ist der Tag des Aufstiegsspiels zur Fußball-Bundesliga zwischen Wacker 04 Berlin und dem 1. FC Nürnberg, das am Nachmittag im Berliner Poststadion ausgetragen wird. Am Mittag erreicht Horst-Gregorio Canellas den Hertha-BSC-Spieler Bernd Patzke telefonisch. Mit Patzke und dessen Mitspieler Tasso Wild steht Canellas in diesen Tagen in engem Kontakt. Die hinter Meister Mönchengladbach und Vize Bayern München bereits als Tabellendritter feststehenden Berliner empfangen am letzten Saisonspieltag Offenbachs punktgleichen Mitabstiegskonkurrenten Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen haben gegenüber den Offenbachern das schlechtere Torverhältnis und benötigen die für einen Sieg ausgelobten zwei Punkte also dringend, um in der Tabelle überhaupt noch an den Hessen vorbeiziehen zu können. Canellas wiederum ist verständlicherweise sehr an einem Berliner Heimsieg interessiert, den er sich – vorgeblich – auch etwas kosten lassen möchte.

Patzke: Hallo?

Canellas: Ja, Canellas.

Patzke: Tag, Herr Canellas.

Canellas: Herr Patzke, sagen Sie, Sie wollten doch anrufen.

Patzke: Ja, der Wild hat zu mir gesagt, dass er das ubernimmt. Er wollte Sie um zwei Uhr anrufen.

Canellas: Könnten Sie ihn nicht einmal anrufen. Dass er mich anruft.

Patzke: Ja. Ich kann Ihnen aber erst sagen, dass ich ihn erst um sechs Uhr sehe.

Canellas: Um sechs Uhr sehen Sie ihn erst?

Patzke: Er ist doch zum Bundesliga-Aufstiegsspiel.

Canellas: So?

Patzke: Und dann wird er Sie anschließend anrufen, ne?

Canellas: Nach dem Spiel? Also vorher ruft er mich nicht an?

Patzke: Ja, ich kann ja versuchen …

Canellas: Sagen Sie, der hat doch gestern gesagt zu mir, Ihnen war das doch ein bissel heiß. Er hat zu mir gesagt, er wollte es schon haben. Ich habe doch gesagt, bis Donnerstag fruh. Dann hat er gesagt: Nein, Sie mussen sich zwischen halb und zwei entscheiden. Weil nachmittags die Bielefelder kommen.

Patzke: Ich weiß, dass gestern Abend der eine von Bielefeld schon da w a r.

Canellas: Da war schon einer da?

Patzke: Ich kann Ihnen aber eins versichern, da bin ich ganz ehrlich mit Ihnen.

Canellas: Ja, ich weiß. Sie sind ja ehrlich.

Patzke: Ich sage Ihnen das. Sie können mir glauben. Ich werde alles machen: Wir spielen auf Sieg! Das können Sie mir glauben.

Canellas: So?

Patzke: Egal wie die sich da einig werden. Ob die sich einig werden? Das spielt fur mich uberhaupt keine Rolle.

Canellas: Fur Sie nicht. Herr Patzke, ich kenne Sie doch. Ich habe doch gestern Abend gemerkt, dass Ihnen das peinlich war.

Patzke: Ich sage Ihnen, mir ist das peinlich, so was. Das wollte ich Ihnen ehrlich sagen.

Canellas: Aber schauen Sie, der Tasso Wild war doch sehr entschlossen. Ich habe es gemerkt, dass Sie da …

Patzke: Da war einer da gewesen. Und ich habe darauf ein paar ernste Worte gesprochen. Ich habe gesagt, dass das nicht geht und so weiter. Sie können mir glauben, die hören auch auf mich. Naturlich will jeder ein paar Mark verdienen. Kann ich verstehen.

Canellas: Aber sagen Sie mal, dem Tasso mussen die Bielefelder doch die 120² geboten haben. Sonst hätte er sie doch von mir nicht verlangt.

Patzke: Da war schon einer da mit hundert Mille.

Canellas: Mit hundert Mille war schon einer da?

Patzke: Das andere kommt noch. Der läuft Ihnen die Bude ein. Ich bin ja bei mir in der Bude. Da läuft den ganzen Tag das Telefon. Ich geh schon gar nicht mehr ran.

Canellas: Gehen Sie gar nicht ran?

Patzke: Ich gehe gar nicht ran! Ich bin durch Zufall vorhin …

Canellas: Aber Herr Patzke, da passiert doch eines: Sie haben es doch gesehen. Der Tasso Wild will das doch ausreizen. Sie waren doch gestern etwas verärgert. Sie wollten es doch nicht ausreizen.

Patzke: Ich habe es aus der Hand gegeben, weil ich gesehen habe …

Canellas: Aber sagen Sie mal, mir kann doch eines jetzt passieren: Wenn ich am Freitag jemanden schicke mit einer Summe, die doch uber 120 liegt, und die Bielefelder hauen noch einmal 50 drauf, dann bin ich doch draußen?

Patzke: Nee, nee, Sie sind nicht draußen. Ich sage Ihnen auch, wenn Sie das Geld schicken …

Canellas: Ja?

Patzke: Und das wird vorausgesetzt, was naturlich so sein wird, und wir gewinnen nicht und haben das Geld …

Canellas: Ja?

Patzke: Dann geht das auf jeden Fall todsicher zuruck. Dafur verwende ich mich aber!

Canellas: Aber Herr Patzke, es ist doch so, der Tasso Wild, zumindest hatte ich das Gefuhl gestern Abend gehabt, bei dem Telefongespräch, als er mit mir gesprochen hat, da habe ich das Gefuhl gehabt, wenn da kurzfristig noch mehr geboten wird, dann bin ich draußen.

Patzke: Wenn da eine Entscheidung vorliegt, von denen, dann wird das eingehalten. Das können Sie mir glauben. Sie können mir glauben, dass sich die Mannschaft das gar nicht gefallen lässt, auf Niederlage zu spielen. Das gibt es gar nicht.

Canellas: Aber die waren doch gestern dabei, die Kameraden? Bei dem Gespräch?

Patzke: Ja, die sind von der Summe geblendet. So was muss man auch alles uberschlafen.

Canellas: Sie waren gestern doch mit der ganzen Mannschaft da?

Patzke: Ja, aber Herr … Da haben ja nicht viele was zu sagen.

Canellas: So. Also ich habe gestern gemerkt, dass Ihnen das alles zu heiß war. Ich meine, das weiß ich.

Patzke: Was heißt „zu heiß"? Ich sage Ihnen, es ist mir ein bisschen unangenehm, sie untereinander auszuspielen. Wir spielen ja fur eine sportlich gerechte Sache.

Canellas: Ich weiß.

Patzke: Und wenn wir verdienen können, warum nicht? Warum sollen wir verlieren? Wir werden gewinnen! Das können Sie glauben. Wir werden auch.

Canellas: Aber Herr Patzke, wir können doch, wir zwei … Ich meine, Sie haben mir mal gesagt, ich wäre Ihnen sympathisch. Sie sind es mir auch. Das wissen Sie ganz genau. Ich hätte Sie am liebsten mal nach Offenbach geholt. Aber ich glaube, ich werde doch bezahlen mussen! Denn wenn ich dem Tasso Wild sage: Ich bezahle nix – dann schneide ich mir doch den Ast ab, auf dem ich sitze!

Patzke: Ja, das glaube ich auch.

Canellas: Ich muss doch bezahlen! Das sehen Sie doch.

Patzke: Ja.

Canellas: Ja, ich will ja auch, dann.

Patzke: Ja.

Canellas: Denn der Tasso Wild hat mir doch das eiskalt gestern gesagt. Er hat gesagt: „Ich verhandle am Mittwochnachmittag mit Bielefeld." Patzke: Ja.

Canellas: Ich meine, Sie wollen mir helfen. Das weiß ich, Bernd Patzke, das weiß ich. Was raten Sie mir denn? Sagen Sie doch dem Tasso Wild, dass er mich anruft.

Patzke: Ich sage ihm, er soll anrufen. Und dann werden wir sehen, ja?

Canellas: Bloß, wenn er mich nimmer anruft, dann rufen Sie mich doch noch einmal zuruck.

Patzke: Ich veranlasse das. Ich stehe ja dabei.

Canellas: Sie stehen dabei?

Patzke: Ich werde dabeistehen. Ist es egal, ob es um sechs Uhr ist oder nach der Aufstiegsrunde?

Canellas: Das spielt doch keine Rolle. Ich bin den ganzen Abend zu Hause.

Herr Patzke, und machen Sie eines: Wenn die Summe dann zu klein ist und die Bielefelder uberbieten, verstehen Sie? Wenn Sie sagen, die rufen bei Ihnen laufend an, dann mussen Sie mich noch einmal anrufen.

Patzke: Ja. Ich sage Ihnen, bei mir geht dauernd das Telefon. Ich habe gesagt, ich bin nicht zu sprechen und so. Es ist auch so, wenn da jemand anruft und mein Mädel ist zu Hause, dann gibt die auch keine Auskunft.

Canellas: Gibt keine Auskunft?

Patzke: Nein.

Canellas: Herr Patzke, Sie wissen ja, alles klar.

Patzke: Sonntag werden Sie 50?

Canellas: Ich werde 50 am Sonntag.

Patzke: Dann alles Gute! Und dass Sie drinbleiben.

Canellas: Na ja, ich meine, ich kann Ihnen sagen, es macht keinen Spaß mehr, Herr Patzke. Aber bitte, ich meine, die Bielefelder, wir haben die hier 5:0 geputzt, Herr Patzke! Alles klar.

Patzke: Ich sage Ihnen, ich habe sie schon heiß gemacht. Wir haben mit denen ja noch eine Rechnung zu begleichen. Denn die haben uns ja so furchtbar auf die Fuße gehauen da. Das muss ja mal einen retour geben, nicht?

Canellas: Gut.

Patzke: Na ja. Wir beiden werden uns schon einig werden, nicht?

Canellas: Gut, lieber Herr Patzke.

Patzke: Also, bis heute Abend.

Canellas: Wiedersehen.

Patzke: Gut. Wiedersehen.

1Alles, was in den transkribierten Textteilen steht, wurde tatsächlich so gesagt, auch wenn es sich bisweilen etwas wild liest und nicht immer den gängigen grammatikalisch-stilistischen Gepflogenheiten der deutschen Standardsprache entspricht. Aus Authentizitätsgrunden wurde auf eine stilistische Glättung verzichtet, in Fällen allzu eklatanter sprachlicher Verwerfungen jedoch mittels „Sic!" auf die tatsächliche Korrektheit der Transkription hingewiesen.

2Canellas meint 120.000 Mark.

„140.000, und die Sache ist für Sie in Ordnung"

TASSO WILD UND CANELLAS

Ein paar Stunden nach dem Gespräch mit Bernd Patzke erhält Horst-Gregorio Canellas am Abend des 2. Juni 1971 einen Anruf, auf den er gewartet hat. Am anderen Ende der Leitung meldet sich Patzkes Hertha-Mannschaftskollege Tasso Wild, der aufseiten der Berliner die Bestechungsgeld-Verhandlungen mit dem Offenbacher Präsidenten führt. Wie Canellas erfahren muss, haben auch Vertreter von Arminia Bielefeld bei Wild ein „Angebot" abgegeben. Doch der Berliner Abwehrspieler macht Canellas einen Vorschlag.

(Haus von Canellas. Fernsehgeräusche im Hintergrund.)

Canellas: Ja, Canellas.

Wild: Wild.

Canellas: Herr Wild, guten Abend! Ich verstehe Sie so schlecht.

Wild: Ja.

Canellas: Gut, jetzt ist es besser.

Wild: Ich kann schlecht schreien, ja?

Canellas: Herr Wild, bitte, ich habe mit Herrn Patzke gesprochen heute Mittag.

Wild: Er hat mir Bescheid gesagt.

Canellas: Er hat mir gesagt, er hätte es in Ihre Hand gegeben.

Wild: Ja.

Canellas: Wie sieht es denn aus, Herr Wild?

Wild: Wir sind jetzt dort mit den anderen zusammen.

Canellas: Was? Sind Sie mit der Mannschaft zusammen?

Wild: Nein. Mit den anderen vom anderen Verein.

Canellas: Ach, von Bielefeld?

Wild: Ja.

Canellas: Sie sagten mir gestern: 120. Sie sagten mir gestern: 120.000.

Wild: Also, horchen S ’, ich habe einen ganz duften Vorschlag. Weil’s Offenbach ist.

Canellas: Ja?

Wild: Und ohne Kuhhandel hin und her.

Canellas: Ja?

Wild: 140.000, und die Sache ist fur Sie in Ordnung.

Canellas: 140?

Wild: Ja.

Canellas: Und wie musste die Übergabe vonstattengehen, Herr Wild?

Wild: So schnell wie möglich.

Canellas: Herr Wild, ja wo denn?

Wild: Können Sie jemanden raufschicken, oder was?

Canellas: Ja, ich muss ja einen schicken! Oder wollten Sie … Sie können ja nicht runterkommen?

Wild: Nein, wir machen das so aus: Der bringt das Geld mit. Wir wollen es sehen. Verstehen Sie?

Canellas: Das Geld sehen, ja.

Wild: Dann stellt der sich mit irgendeinem Verbindungsmann mit mir auf die Stehränge oder sonst wo hin, ja?

Canellas: Jawoll!

Wild: Ist das Spiel gewonnen, wechselt die Tasche den Mann.

Canellas: Ja.

Wild: In der Tasche ist das Geld, und die geht leer wieder zuruck. Ist das fair?

Canellas: Ja, das ist fair.

Wild: Gut.

Canellas: Ja.

Wild: Jetzt mussen wir nur noch einen Treffpunkt ausmachen.

Canellas: Sagen Sie, Sie wollen also … Der musste einen Tag eher kommen, damit Sie das Geld sehen?

Wild: Genau.

Canellas: Und, Herr Wild, Sie wurden dann den Bielefeldern absagen?

Wild: Ich sagen Ihnen, wenn Sie mir das jetzt zusagen, dann sage ich heute Abend denen ab.

Canellas: Sagen Sie den Bielefeldern ab?

Wild: Ich muss sagen, die ganze Mannschaft, auch der Berni³, die waren alle dafur, dass Offenbach drinbleibt.

Canellas: Dass Offenbach drinbleibt?

Wild: Weil sie sagen, wir fahren doch lieber in den Suden runter als wie in den verdammten Westen rein. Und auch fur uns ist das so uberhaupt kein Risiko.

Canellas: Fur euch kein Risiko, ja?

Wild: Sie kennen’s ja: Wenn uns ein Gönner Geld schenkt? Na und! Und, und Sieg? Ja, das ist doch das Beste!

Canellas: Ja?

Wild: Da wird keiner betrogen. Gar nichts. Das ist ganz einfach.

Canellas: Meinen Sie nicht, dass die Bielefelder noch einmal uberbieten und Sie dann umfallen?

Wild: Nein! Ich sage Ihnen das jetzt ganz offen. Aber wehe, wenn da was rauskommt, gell?

Canellas: Da kommt doch nichts raus!

Wild: 220 bezahlen die.

Canellas: 220.000?

Wild: Ja.

Canellas: Um Gottes willen!

Wild: Aber da gibt es bei Ihnen praktisch kein Risiko.

Canellas: Ja?

Wild: Wenn wir da einsteigen, dann ist unsere ganze Karriere gefährdet und alles.

Canellas: Ja, ja. Aber Herr Tasso, die gehen ganz schön ran, was?

Wild: Ja. Die haben angefangen mit 120, nä?

Canellas: Ja.

Wild: Und wollten nur einige kaufen. Aber das ist Quatsch. Das kann nicht, das spricht sich rum. Dann sagt der eine mal was. Dann sagt der Zweite, das ist schlecht. So sind alle zwölf oder 13 Mann ruhig beteiligt. Sie wissen Bescheid. Dann hat jeder ein paar Mark.

Canellas: Ja.

Wild: Jawohl, so ist es in Ordnung. Ich muss sagen, der Trainer weiß nichts. Aber ich habe mal mit ihm gesprochen und gesagt: „Da ist ein Gönner da. Der setzt auf Sieg. Da sagt er: „Auf Sieg, jawoll, das ist eure Sache! Nur nicht verlieren, sagt er.

Canellas: So? Ach so ist das. Gut. Wo soll der Mann, der am Freitag ankommt, sich melden?

Wild: Moment einmal, am Freitag sind wir im Training.

Canellas: Ja. Ich verstehe Sie so schlecht.

Wild: Freitag sind wir im Training.

Canellas: Jetzt verstehe ich Sie besser.

Wild: Am Freitag kommt er?

Canellas: Ja.

Wild: Wann kann er ungefähr kommen?

Canellas: Ja, das mussen Sie sagen, wann er kommen soll.

Wild: Dann wurde ich sagen, um ein Uhr.

Canellas: Um ein Uhr?

Wild: Ja.

Canellas: Ja.

Wild: Irgendwo, wo ist es am gunstigsten? Wo ist wenig los? Hmm, hmm, im Hotel ist es zu bekannt, nä?

Canellas: Das spielt doch keine Rolle.

Wild: Spielt keine Rolle?

Canellas: Nee!

Wild: Dann wurde ich sagen, so um ein Uhr im Empfangsraum vom Hotel „Berlin".

Canellas: Im Hotel „Berlin" im Empfangsraum, Freitag, ein Uhr?

Wild: Am Mittag, Freitag, um ein Uhr.

Canellas: Aber da braucht er Ihnen die 140 nur zu zeigen? Die Übergabe erfolgt am Samstag?

Wild: Ja.

Canellas: Alles klar.

Wild: Sie wissen ja, das ist jetzt von mir ein reines Vertrauen.

Canellas: Ja.

Wild: Nicht, dass wir gewinnen, und auf einmal sagen Sie: Horchen Sie …

Canellas: Nein, das gibt es nicht!

Wild: Dann kann ich absagen?

Canellas: Ja, sagen Sie ab. Aber wenn nun die Bielefelder am Freitag kommen und bieten Ihnen 300.000?

Wild: Nein, nichts zu wollen!

Canellas: Nichts zu wollen.

Wild: Nein. Die ganze Mannschaft will das nicht. Wir spielen voll auf Sieg.

Canellas: Gut, alles klar, Herr Wild.

Wild: Okay.

Canellas: Ich bedanke mich.

Wild: Am Freitag um ein Uhr. Alles klar.

Canellas: Alles klar!

Wild: Okay, Tschusschen.

Canellas: Wiedersehen.

3Spitzname von Bernd Patzke.

„Die quatschen mir zu viel"

CANELLAS UND MANFRED MANGLITZ

Die Offenbacher Kickers sind am letzten Spieltag der Saison 1970/71 beim 1. FC Köln zu Gast und brauchen zum Erstligaklassenerhalt idealerweise einen Sieg. Canellas steht bereits länger mit Kölns Torwart Manfred Manglitz in Kontakt, der im Mai 1971 schon 25.000 Mark von Offenbachs Präsidenten gefordert hat – andernfalls würde er im Kölner Spiel gegen Rot-Weiss Essen, den Mitabstiegskonkurrenten der Kickers, absichtlich Tore kassieren. Der Keeper, bei der Weltmeisterschaft im Jahr zuvor noch Deutschlands Nummer drei, wird sich am letzten Spieltag von seinem Ersatzmann Milutin Soskic vertreten lassen – und natürlich fordert Manglitz auch dafür wieder Geld. Andernfalls …

Das folgende Telefonat zwischen Canellas und Manglitz hat am 2. Juni 1971 stattgefunden, der Bild-Redakteur Werner Bremser und Offenbachs Geschäftsführer Willi Konrad hören das Gespräch an der Seite von Canellas heimlich mit.

Manglitz: Manglitz.

Canellas: Canellas. Guten Abend, Herr Manglitz. Herr Manglitz, der Herr Konrad hat gesagt, ich sollte noch einmal anrufen.

Manglitz: Ja, ja, richtig. Er wollte heute Mittag mit mir sprechen. Da hatte ich aber Besuch, da konnte ich nichts sagen.

Canellas: Ja?

Manglitz: (Lacht.) Jetzt bin ich alleine, jetzt kann ich sprechen. Wie geht es Ihnen?

Canellas: Herr Manglitz, danke, gesundheitlich etwas besser.

Manglitz: Ja, was besser.

Canellas: Ich habe heute gehört, Sie wurden Samstag gar nicht mitspielen?

Manglitz: Ja, was Besseres kann Ihnen doch gar nicht passieren.

Canellas: So? Ja, ich weiß nicht.

Manglitz: Ja. Das sage ich Ihnen aber.

Canellas: So?

Manglitz: Sonst ist so weit schon fast alles geregelt. Aber passen Sie auf, der Herr Konrad hat mir was gesagt, mit dem Jupp Kapellmann⁴ da, nicht?

Canellas: Ja, der hatte bei dem Krämers⁵ angerufen. Ich weiß nicht, was er wollte.

Manglitz: Ja. Ja, ja. Der ist mir was zu grun fur die Sache.

Canellas: Zu grun, ja?

Manglitz: Der ist 20 Jahre. Ich habe nit gern in so ’ner Sache so grune Jungs, nicht?

Canellas: Jawoll!

Manglitz: Die quatschen mir zu viel.

Canellas: Jawoll!

Manglitz: Verstehen Sie das?

Canellas: Jawoll!

Manglitz: Das ist doch auch Ihre Meinung, oder?

Canellas: Jawoll! Richtig. Ja.

Manglitz: Ich meine, man muss wissen, mit wem man was macht. Und was man mit dem macht, und so weiter. Da kann ich keine 20-Jährigen, die uberall mit dem Mund drinhängen und erzählen und machen und tun. Nicht? Übrigens, dass ich nicht spiele, ist noch nicht hundertprozentig. Aber ich sage Ihnen: Normal kann Ihnen nichts Besseres passieren.

Canellas: Ja.

Manglitz: Glauben Sie mir.

Canellas: So?

Manglitz: Der Soskic hat in den letzten zwei Jahren zweimal gespielt.

Canellas: Und wie sieht’s nun im Detail aus, Herr …?

Manglitz: Im Detail sieht es aus, dass ich also funf Mann habe, die mitmachen. Ja?

Canellas: Ja.

Manglitz: Ich werde auch noch einmal mit dem Soskic sprechen. Selbst mal. Der macht doch sowieso sein letztes Spiel fur Köln. Der geht ja zuruck nach Jugoslawien.

Canellas: Ja.

Manglitz: Das konnte ich aber heute nicht. Ich möchte ihn nicht einweihen, bevor ich nicht weiß, ob er spielt oder ob ich spiele.

Canellas: Ja, richtig, richtig.

Manglitz: Ich kann ihm ja nicht sagen: „Pass auf, so und so ist die Sache." Und dann spielt der nicht und weiß dann davon. Das kann ich noch nicht. Aber ich weiß nur, der macht sein letztes Spiel, und dat is ’nen Jugoslawe. Und Sie kennen die Jugoslawen, und so.

Canellas: Ja, ja, ja. Und wer sind die funf, Herr Manglitz?

Manglitz: Herr Canellas, sind Sie mir bitte nicht böse, aber ich möchte es bitte nicht sagen. In Ihrem Interesse als auch in meinem Interesse.

Canellas: Richtig.

Manglitz: Ja? Haben Sie bitte dafur Verständnis. Ich kann jetzt nicht sagen: Das ist der, das ist der, das ist der. Ich kenne se, die funf wissen unabhängig voneinander. Der eine weiß nichts vom anderen. Das ist in dieser Sache besser. Wenn mal irgendwie etwas kommt oder was, dann ist es nit gut, dass zu viele Namen genannt werden.

Canellas: Ist in Ordnung.

Manglitz: Ja? Sie können sich drauf verlassen, es sind funf Mann. Und es gibt uberhaupt nichts, dass da was schiefgeht. Glauben Sie’s mir.

Canellas: Ja, ich glaube es Ihnen.

Manglitz: Glauben Sie es mir selbst.

Canellas: Jawoll, ich glaub’s.

Manglitz: Sie werden es sehen am Samstag.

Canellas: Ja.

Manglitz: Ja? Jetzt ist nur die Sache: Wann treffen wir uns mal?

Canellas: Ja, am liebsten wäre mir Freitag.

Manglitz: Am Freitag? Gut, können wir machen. Wann?

Canellas: Ja. Sagen Sie es mir.

Manglitz: Freitagabend?

Canellas: Ja.

Manglitz: Ich wurde sagen, so gegen sechs.

Canellas: Ja. Und wo?

Manglitz: Ich wurde sagen, am besten ist es im Wagen. Nicht irgendwo in einem Lokal, oder?

Canellas: Ich uberlasse das Ihnen.

Manglitz: Ich wurde sagen, wir treffen uns irgendwo mit dem Wagen.

Canellas: Sagen Sie es mir.

Manglitz: Und besprechen die ganze Sache im Wagen. Denn wir beide in einem Lokal? Ich weiß nicht.

Canellas: Wir sind in Schloss Auel.

Manglitz: In Schloss Auel? Schloss Auel, das ist wo?

Canellas: Abfahrt Siegburg-Troisdorf.

Manglitz: Ja … Hören Sie mal, waren Sie bei dem Wolfgang Overath⁷?

Canellas: Nein!

Manglitz: Was?

Canellas: Nein.

Manglitz: Nicht?

Canellas: Nein.

Manglitz: Der quatscht nämlich doof.

Canellas: Was hat er denn gesagt?

Manglitz: „Ah, was hier passiert? Und so weiter. „Und mich hat ein Spielervermittler angerufen. Der wusste Zahlen. Und dies und jenes. Und war deswegen auf der Palme, und so. Und dass er davon nie erfahre, und so. Der hat geschimpft und was weiß ich. Da habe ich vielleicht gedacht, dass Sie bei ihm waren und hätten ihm was gesagt.

Canellas: Ich bin ja von Offenbach gar nicht weggekommen. Ich kann ja doch gar nicht weg!

Manglitz: Kennen Sie irgendeinen Spielervermittler in Deutschland, der irgendwie daruber was weiß?

Canellas: Also, ich habe nur gehört, dass der Alt⁸ verschiedene Sachen schon gedreht hätte. Der Alt, ja.

Manglitz: Das könnte sein. Ja, das könnte sein.

Canellas: Ja. Und der Overath? Wie hat der denn reagiert?

Manglitz: Ja, der war böse, der Overath. „Ja, wenn ich das mal höre", und so. Ich habe ihn ja damals schon … Wir sind ubereingekommen, dass man den Overath so nicht einweihen soll, sondern auf eine andere Tour.

Canellas: Ja.

Manglitz: Ja?

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