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1885: Abenteuer in Woodsville

1885: Abenteuer in Woodsville

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1885: Abenteuer in Woodsville

Länge:
145 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 15, 2021
ISBN:
9783754375792
Format:
Buch

Beschreibung

Im Jahr 1885 herrscht in Amerika noch Gesetzlosigkeit.
Jedoch besiedeln immer mehr Menschen das Land.
Banden lösen sich nach und nach auf und Outlaws werden verfolgt, verhaftet und gehängt,
und das wilde Land wird langsam gezähmt.

Arthur Greywood ist der neue Sheriff von Woodsville,
einem kleinen Dorf im Herzen von Indiana, Amerika.
Zusammen mit seiner Deputy, einer Viehzüchterin und einem Pfarrer erlebt er Abenteuer und muß sich zum Ende hin einer herausfordernden Prüfung stellen.

Willkommen im Jahr 1885.
Willkommen in Woodsville.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 15, 2021
ISBN:
9783754375792
Format:
Buch

Über den Autor

Nachdem mein erstes Buch, Geschichten aus Herties KaDeWe, im Sommer 2021 erschienen ist, folgt nun ein Western. Schon immer wollte ich einen Schreiben, da mich diese Zeitepoche sehr fasziniert. Und jetzt - habe ich es getan. Dabei epischer zu schreiben ist zwar manchmal herausfordernd, bietet mir jedoch einen Raum der künstlerischen Entfaltung, den ich mir nie erträumt hatte. Mehr dazu finden Sie auf meiner Internetseite b-nickert.de


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Buchvorschau

1885 - Benjamin Nickert

KAPITEL 1

Der neue Sheriff von Woodsville

Die Sonne steigt gerade über den Horizont. In der Ferne leuchtet der rote Sand der Berge und die Kakteen werfen lange Schatten. Inmitten dieser Weite liegt eine große Stadt namens Statesville. In Statesville hält einmal täglich um sieben Uhr ein Zug aus New York. Mit 1251 Einwohnern, zwei Kirchen, vier Saloons und einem Theater ist sie die größte Stadt in der Gegend. Der Bahnhof liegt westlich der Stadtgrenze. Er bedient zwei Gleise. Eines kommt aus New York und endet hier. Das zweite führt weiter in das Landesinnere. Eine Lokomotive steht an Bahnsteig zwei. Silbrig grün schimmert der Lack in der warmen Morgensonne. Sieben Wagons hängen an der Dampflok. Vier Personenwagen, zwei Güterwagen und ein Bremswagen. Die Wagons leuchten in einem roten Farbton und in den Glasscheiben spiegelt sich der Schein der Sonne.

An den Seiten der Wagen steht Roßwell Railway Company. Joseph Roßwell gehören circa 60 Prozent der Züge an der Ostküste. Durch Ölfunde wurde sein Vater steinreich und gründete die Bahngesellschaft. Schnaufend ruht der Zug am Bahnsteig. Die Uhr zeigt 7:10. In der Ferne hört man ein leises Rattern. Dann folgt ein lautes und eindeutiges Pfeifen. Verspätet trifft der Zug aus New York im Bahnhof von Statesville ein. Mit einem lauten Quietschen der Bremsen und einer starken Rückkopplung der Wagons kommt er zum stehen. Viele Leute strömen sogleich aus den Wagen. Kinder springen von den Treppen. Frauen - schick gekleidet im Seidenrock, dazu ein Strohhut mit Gesteck darauf. Männer in Lederjacken und manche im Anzug. Von den Güterwagen werden Waren ab- und aufgeladen. Darunter Konserven, Mehl und Zucker, Äpfel und Bananen, Stoffe und Tiere. Währenddessen wird die Lokomotive von den Wagons abgekoppelt, fährt über ein drittes, ein Rangiergleis am restlichen Zug vorbei und wird am anderen Ende für die Rückfahrt wieder angekoppelt. Ein in blau gekleideter Mitarbeiter der Bahn schreitet durch jeden Wagon und überprüft sie auf vergessene Gegenstände. Im letzten Paßagierwagen sitzt noch ein Mann. Sein brauner Hut ist tief in sein Gesicht gezogen. Dazu trägt er eine lederne Jacke, eine schwarze Stoffhose und schwarze, lederne Stiefel. Er schläft und ist in sich zusammengesackt. „He! Aufwachen. Der Herr wacht auf, regt sich und blickt aus dem Fenster. „Wo sind wir? „In Statesville, Endstation. Und wenn Sie nicht wieder mit zurück nach New York wollen, würde ich Ihnen empfehlen hier auszusteigen. „Ja. Ich muß eh weiter. Nach Woodsville, sagt der Herr. „Was wollen Sie den in dem kleinen Dorf? „Ich werde dort der neue Sheriff. Arthur Greywood ist mein Name. „Aha. Na dann viel Glück Sheriff, aber jetzt raus hier." Arthur steht auf und beide verlassen den Wagon. Nach und nach steigen Leute in den nun leeren Zug ein. In zügigen Schritten geht Arthur rüber zu dem anderen Zug und steigt ein. Er setzt sich in die Mitte eines Wagons und pünktlich um halb Acht betätigt der Lokomotivführer die Pfeife des Zuges. Er umfäßt einen längeren Hebel und schiebt diesen nach vorne. Mit einem kräftigen Ruck setzt sich der Zug in Bewegung. Zügig schiebt er ein paar Kohlen in den Ofen und betätigt erneut die Pfeife. Die Kolben treiben die großen Räder der Lokomotive dermaßen an, daß sie zu Beginn röhrend durchdrehen, bis der Zug in Fahrt kommt. Vor Arthur sitzen zwei ältere Damen. Beide tragen einen verzierten Strohhut. Arthur blickt aus dem Fenster. Die Sonne steht schon etwas höher und bricht sich in den vom Sand verstaubten Glasscheiben. In der Ferne grast eine große Herde Bisons. Diese braunen Fellriesen stehen dort wie angewurzelt, bis der Zug einmal lange pfeift und sich die gesamte Herde in Bewegung setzt. Majestätisch bewegen sich die Tiere in die Weite der Steppe. Der Zug fährt alleine in das offene Land davon. Arthur zieht sich den Hut tief ins Gesicht, um nicht von der Sonne geblendet zu werden. Dann lehnt er sich gegen das Fenster und schläft ein.

Ruckartig wird er wach. Der Zug steht an einem kleinen Bahnhof. Die Lokomotive zischt und rauscht. In der Ferne schlägt ein Hammer auf Metall. „Redwood ruft ein Bahnhofsaufseher. „Nächster Halt, Woodsville! Ein paar Männer sind in Redwood zugestiegen. Alle tragen Staubmäntel und holstern zwei Revolver. Sie gehen durch jeden Wagon und scheinen irgendetwas zu suchen. „Die suchen immer noch den Mörder des alten Sheriffs von Woodsville „Ach wirklich? unterhalten sich die beiden Damen. „Ja, er wurde aus einem Hinterhalt auf offener Straße erschossen. „Weiß man warum? „Er soll sich mit der Merkury-Shell Bande angelegt haben. Auf jeden Fall hat er zwei Mitglieder der Bande gefaßt und hängen laßen. „Also vermutet man, daß die Merkury-Shell Bande hinter dem Mord steckt. „Ja, nur nachweisen kann man ihnen nichts. Der Zug fährt wieder an. Die Herren sind mittlerweile im Güterwagen verschwunden. „Der neue Sheriff wird es wohl kaum leicht haben. „Ja. Bill Merkury-Shell ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Arthur erspäht in der Ferne ein kleines Dorf. Ein kleiner Hafen in der weiten Prärie der neuen Welt. Der Lokführer betätigt die Pfeife und der Zug beginnt zu bremsen. Quietschend fährt er in eine enge Kurve. Die Wagen rumpeln und hüpfen in ihrer Führung und langsam rollt der Zug in den Bahnsteig von Woodsville ein. Pfeifend kommt er zum stehen und zügig verlaßen viele Leute die Wagen. Arthur rückt seinen Hut zurecht und steht auf. Langsam schreitet er zur Treppe und setzt seine ersten Schritte auf den Bahnsteig von Woodsville. Zwei Herren erwarten ihn bereits und gehen ein paar Schritte auf ihn zu. „Sie müssen Arthur Greywood sein, Sagt ein in blau gekleideter Herr mit schwarzem Haar. „Ja, ich bin Arthur. „Wunderbar. Ich bin Alden, der Bahnhofsaufseher und dieser junge Mann ist Abraham. Er ist der Pastor hier in Woodsville. „Kommt, gehen wir hinein, sagt Abraham zu den beiden. „Ich werde euch hier verlaßen, bemerkt Alden und tritt hinter einen hohen Eichentresen. „Dann werde ich dir wohl alles zeigen. Bis später Alden." Abraham winkt ihm zu und beschwingten Ganges verlaßen Arthur und Abraham das Bahnhofsgebäude.

Die Sonne steht schon sehr hoch. Der Himmel ist in ein strahlendes Blau gehüllt. Abraham und Arthur gehen über den Bahnhofsplatz auf die Kirche zu. Die Glocken in ihrem Turm schlagen gerade zehn Uhr. „Dort zur Rechten ist der Gemischtwarenladen. James bietet dort alles an, was unsere Herzen begehren. Hier links ist die Farm von Katarina. Du wirst sie noch früh genug kennen lernen. Falls dein Schießeisen überholt werden muß, bist du da rechts gut aufgehoben. „Wo ist denn mein Büro? „Gleich da oben, am Ende des Weges. Sie gehen am Saloon vorbei, bleiben kurz am Lichtspielhaus stehen und gehen dann zum Büro des Sheriff’s. Arthur setzt einen Fuß auf die Terrasse und tritt an die Holztür. Er kann nicht durch die Fenster hineinsehen, da dort Jalousien hängen. Er dreht am Türknauf und leise quietschend öffnet sich die Tür. Stille. Arthur steht, das Büro musternd, in der Tür. Staub schwebt ruhig in den durch die Fenster scheinenden Strahlen der Sonne. Es gibt nur einen Raum. In dessen Mitte steht ein Kamin. Links vor der Wand steht ein Schreibtisch. In der hinteren linken Ecke steht ein zweiter. An diesem sitzt eine Frau. Sie hat einen Cowboyhut tief in ihr Gesicht gezogen. „Wird auch Zeit, daß Sie endlich kommen, Sheriff. Dann setzt sie den Hut wieder richtig auf und erhebt sich. Sie trägt eine schwarze Stoffhose und dazu ein blauweißes Karohemd. Es ist bis auf die beiden obersten Knöpfe zugeknöpft. Die Ärmel sind bis zu den Ellbogen hochgekrempelt. Sie stützt ihre Hände in die Hüfte und mustert Arthur auffällig, geht auf ihn zu und reicht ihm die Hand. „Hallo, ich bin Holly. Willkommen. „Arthur. Er schüttelt ihre Hand. „Nett dich kennenzulernen Arthur. „Darf ich fragen wer du bist? „Du weißt, wer ich bin. Ich bin Holly, deine Deputy. „Oh, schön. Und wann kriege ich meinen Stern? „Der liegt auf deinem Schreibtisch. Holly deutet mit ihrer Hand auf den Schreibtisch zu Arthurs Linken. In der Mitte des sonst leeren Tisches liegt ein goldener Stern. Er wird von einem Lichtstrahl angeleuchtet, sodaß er in hellem gelb leuchtet und strahlt. Arthur macht ein paar Schritte auf den Tisch zu und mustert den Waffenschrank hinter dem Schreibtisch. Hinter verschlossenen Glastüren stehen vier Flinten und sechs Repitierkarabiner. Arthur richtet seinen Blick auf den Stern. Darauf steht Sheriff von Woodsville. Er hebt ihn auf und steckt ihn auf die linke Seite seiner Lederjacke. Einen Finger auf einen der Waffenschränke deutend fragt er Holly: „Wie viel Munition haben wir eigentlich auf Lager? „Insgesamt? Etwas mehr als 1000 Schuß. „Und wo ist der Schlüssel?. Holly holt einen kleinen, silbernen Schlüssel aus ihrer rechten Hosentasche und legt ihn auf den Schreibtisch. „Du mußt auf den kleinen Kerl gut achtgeben, warnt sie ihn. Arthur hebt ihn auf und steckt ihn in das Schlüsselloch und dreht ihn nach rechts. Die Tür öffnet sich einen Spalt weit. Mit seiner Hand fäßt er nach dem Türrahmen, öffnet die Tür, holt sich ein Repitierkarabiner heraus, legt das Gewehr auf den Tisch und verschließt die Tür wieder. Arthur steckt sich den Schlüssel in seine Hosentasche und nimmt das Gewehr in beide Hände. Er fühlt die hölzerne Unterseite des Schaftes, legt es an seiner Schulter, zielt in Richtung des Bodens und lädt. „Das Gewehr ist in exzellentem Zustand. Arthur entlädt das Gewehr und nimmt es auf seinen Rücken. Während der gesamten Zeit steht Abraham an den Türrahmen gelehnt und fragt Arthur: „Hast du schon ein Pferd? „Nein. Mit hierher konnte ich ihn nicht nehmen. Dazu ist er

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