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Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis

Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis

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Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis

Länge:
44 Seiten
36 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Nov. 2021
ISBN:
9788726956597
Format:
Buch

Beschreibung

Hauptmann soll unter erheblichen Alkoholeinfluss gestanden haben als er dieses Prosa-Werk verfasste, was es umso interessanter und lesenswerter macht. Anlass dieses Textes war der Wunsch vor dem geplanten Abrisses des Gasthauses, in dem er aufgewachsen ist, diesem noch einmal literarisch zu gedenken. Heraus kommt eine unterhaltsame Spukgeschichte voll sprechender Tiere und weiterer phantastischer Elementn.-
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Nov. 2021
ISBN:
9788726956597
Format:
Buch

Über den Autor

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller. Er gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus, hat aber auch andere Stilrichtungen in sein Schaffen integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. (aus wikipedia.org)


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Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis - Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann

Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis

Saga

Die Spitzhacke - Ein phantastisches Erlebnis

Coverbild/Illustration: Shutterstock

Copyright © 1930, 2021 SAGA Egmont

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788726956597

1. E-Book-Ausgabe

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

Dieses Werk ist als historisches Dokument neu veröffentlicht worden. Die Sprache des Werkes entspricht der Zeit seiner Entstehung.

www.sagaegmont.com

Saga ist Teil der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt.

Das wunderbare Erlebnis, von dem die Blätter dieses kleinen Büchelchens handeln, wurde durch das folgende Schreiben an mich ausgelöst:

Badedirektion

Bad Salzbrunn,

den 31. XII. 1929

Sehr verehrter Herr Doktor!

Da es nicht ausgeschlossen erscheint, daß im Laufe der nächsten Jahre das Hotel zur Krone in Bad Salzbrunn der Spitzhacke zum Opfer fällt, hat die Badedirektion eine photographische Aufnahme des Hauses machen lassen und erlaubt sich. Euer Hochwohlgeboren einen Abzug dieses Bildes zu überreichen mit der Bitte, demselben in Ihrem Heim ein bescheidenes Plätzchen zu gönnen.

Mit vorzüglicher Hochachtung Euer Hochwohlgeboren

ganz ergebener

Dr. Wagner

Ich bleibe dem Verfasser dieses Briefes zu Dank verpflichtet.

Gerhart Hauptmann

So! Der Kellner mit dem speckigen Frack hatte mich verlassen. Ich wohne in Numero Sechs, ich schlafe in Numero Sieben nebenan, ein Zimmer, das durch sein einziges Fenster mit dem Korridor verbunden ist. Es ist überdies der stets dämmrige Raum, in dem ich vor achtundsechzig Jahren von einer Mutter geboren wurde.

Ist es denn wirklich wahr, daß ich seit mehr als einem halben Jahrhundert eine Nacht wieder einmal in dem alten Gasthof zur Preußischen Krone zubringe?

Leicht geworden ist der Entschluß dazu mir nicht.

Ich habe aber die Geste doch für unumgänglich gehalten, da dieses aus Ziegeln, Mörtel, morschen Balken und Brettern bestehende Inventar meiner Seele der Spitzhacke verfallen ist. Man hat es bereits auf Abbruch verkauft für wie viele Silberlinge weiß ich nicht.

Fern von hier, am Strande der Ostsee, hatte ich einen Traum: ich sah einen rauchenden Trümmerhaufen, Balkenenden, die einige hundert Jahre das Licht nicht gesehen hatten, starrten daraus empor. Mit einem Haken und einem Korbe versehen, kroch ein fadenscheinig gekleideter Greis auf dem grauen Trümmerberge herum, der dort ich weiß nicht was zu finden hoffte.

Oder weiß ich es etwa und sage es nicht?

Es war am Morgen nach diesem Traum, als ich unwiderstehlich hierher fortgerissen wurde.

Ich wollte noch einmal in die Hut der steinernen Mutter meiner Seele zurücktreten, bevor sie von der Erde verschwand. Ich wollte etwas Ähnliches wiedergenießen wie den süßen Schlaf des Kindes im Mutterleib, jenen Schlaf, in dem gewisse heilige Anachoreten einen Zustand sehen, darin sich das verlorene Paradies noch erhalten hat.

Wir leben im Herbst. Der Mond tritt über den Hochwald, heraus, es ist eine seltsam atemlos schweigende Nacht. Vergeblich hoffe ich auf ein Blattrascheln im Park, einen Menschenlaut von der Kurpromenade kein Hund im weiten Umkreis gibt Laut.

Da ist ein Schweigen, das auch durch die

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