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Der junge Zauberer
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eBook36 Seiten28 Minuten

Der junge Zauberer

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Über dieses E-Book

Der Römer Sempronius ist unglücklich verliebt und macht sich mit seinem griechischen Freund Kallias auf, diese Liebe zu finden. Der Skeptiker Kallias spottet dabei mit seiner kalten Philosophie den Sehnsüchten Sempronius. Im Tempel der Diana von Ephesus treffen Sie einen Zauberer, der sie tief in den Tempel führt. Ein leidenschaftliches und philosophisches Abenteuer über das Leben und die Liebe für Freunde der Klassik und der Romantik.
SpracheDeutsch
Herausgebermehrbuch
Erscheinungsdatum29. Nov. 2020
ISBN9783969532737
Der junge Zauberer
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Autor

Charles Baudelaire

Charles Baudelaire (1821–1867) was a French poet who also produced notable work as an essayist and art critic. His poems exhibit mastery in the handling of rhyme and rhythm, contain an exoticism inherited from Romantics, but are based on observations of real life. His most famous work, a book of lyric poetry titled Les Fleurs du Mal (The Flowers of Evil), expresses the changing nature of beauty in the rapidly industrializing Paris during the mid-nineteenth century. Baudelaire’s highly original style of prose-poetry influenced a whole generation of poets including Paul Verlaine, Arthur Rimbaud, and Stéphane Mallarmé, among many others. He is credited as the first Modernist and believed to have coined the term modernity (modernité) to designate the fleeting, ephemeral experience of life in an urban metropolis, and the responsibility of artistic expression to capture that experience.

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    Buchvorschau

    Der junge Zauberer - Charles Baudelaire

    Charles Baudelaire

    Der junge Zauberer 

    Über den Autoren: 

    Charles-Pierre Baudelaire war ein französischer Schriftsteller und einer der bedeutendsten Lyriker der französischen Sprache. Er ist vor allem durch seine Gedichtsammlung Les Fleurs du Mal bekannt geworden und gilt als wichtiger Wegbereiter der literarischen Moderne in Europa.

    Inhaltsverzeichnis

    Über den Autoren:

    Der junge Zauberer

    Impressum

    Der junge Zauberer 

    Nach einem pompejanischen Palimpsest

    Diese Novelle erschien zuerst 1846 im Feuilleton der Zeitung L'Esprit Public.

    Bei den in Anwesenheit des Königs von Neapel während der Restauration 1815 vorgenommenen Ausgrabungen fand man in einem der Gemächer des Aktaeonschen Hauses ein grosses Freskogemälde von ganz wunderbarer Schönheit, das eine Gruppe von Nymphen darstellte, deren Augen der Hauptfigur zugewandt waren. Hinter ihr stand ein junger Amor, beugte sich lieblich über ihr Ohr und schien ihr ein Geheimnis zuzuflüstern. Die ausserordentliche Grazie der Formen, der lebendige und gefällige Ausdruck des kleinen Flüsterers, die liebenswürdige Haltung der Nymphen und selbst der besondere Glanz der Farben, der wenigstens siebzehn Jahrhunderten Trotz geboten hatte, zogen die Augen aller Kenner auf sich. Natürlich war die italienische Phantasie bald dahinter, für dieses unvergleichliche Stück eine Erklärung und einen geschichtlichen Hintergrund zu finden. An jedem Tage entstanden neue Auslegungen, aber die Hauptsache: die Wahrscheinlichkeit fehlte allen in gleicher Weise.

    Indessen war es nicht die Bestimmung des geheimnisvollen Freskos, ewiges Geheimnis zu bleiben. In den ersten Monaten des Jahres 1836 wurde einer jener Papyros, die nunmehr nach einem vom Chevalier Collini aus Neapel erfundenen vorzüglichen System aufgerollt werden, geöffnet und zeigte den erstaunten Betrachtern über dem ersten Teil des Manuskripts das Freskogemälde in Miniatur. Der vollkommen entrollte Papyros enthielt nachfolgende Geschichte, nach der man zweifelsohne die Zeichnung gemacht hatte, mit der sie illustriert war. Eine Geschichte, die wir mit allen Verstümmelungen wiedergeben, die bei der Mürbheit der halbverbrannten Rolle unvermeidlich blieben. Die grösste dieser Lücken befindet sich gerade am Anfang. Sie spottet noch den Forschungen aller italienischen Akademien und lässt ihrem Entdeckerfleiss freies Spiel.

    *

    »O Kallias, ich bin der Welt müde.«

    »Ihr irrt, Sempronius; Ihr seid aller Dinge müde, nur nicht der Welt.«

    »Ich weiss, was ich sage, Kallias, ich spreche ernsthaft. Aber wie Euch überzeugen, wie Euch glauben machen? Ihr Kallias, Skeptiker von Beruf, Ihr athenischer Schöngeist; Ihr sorgloser Seeräuber, bekannt auf allen Meeren des Vergnügens in Griechenland und Asien; Ihr, o Kallias, Falter,

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