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Liebe ist kein Grund zum Morden! Berlin 1968 Kriminalroman Band 55
Liebe ist kein Grund zum Morden! Berlin 1968 Kriminalroman Band 55
Liebe ist kein Grund zum Morden! Berlin 1968 Kriminalroman Band 55
eBook171 Seiten2 Stunden

Liebe ist kein Grund zum Morden! Berlin 1968 Kriminalroman Band 55

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Über dieses E-Book

Liebe ist kein Grund zum Morden!

Berlin 1968 Kriminalroman Band 55

von Tomos Forrest


 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 155 Taschenbuchseiten.


 

Was macht eine Frau, die aus Liebe zu ihrem Mann dessen Auftrag befolgt und einen ihr Unbekannten ermordet? Die dann ihren Geliebten selbst tot vorfindet und zudem in ihrem Auto einen Koffer mit einer Million D-Mark entdeckt? In Berlin sollte man sich in solchen Fällen an den Privatdetektiv Bernd Schuster wenden, vor allem, wenn man selbst in die Schussbahn von Gangstern gerät… für Doris Winter allerdings in diesem Fall zu spät, zumal sie Schuster nicht vollständig einweiht.

SpracheDeutsch
HerausgeberBEKKERpublishing
Erscheinungsdatum22. Dez. 2021
ISBN9798201809607
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    Buchvorschau

    Liebe ist kein Grund zum Morden! Berlin 1968 Kriminalroman Band 55 - Tomos Forrest

    Liebe ist kein Grund zum Morden!

    Berlin 1968 Kriminalroman Band 55

    von Tomos Forrest

    Der Umfang dieses Buchs entspricht 155 Taschenbuchseiten.

    Was macht eine Frau, die aus Liebe zu ihrem Mann dessen Auftrag befolgt und einen ihr Unbekannten ermordet? Die dann ihren Geliebten selbst tot vorfindet und zudem in ihrem Auto einen Koffer mit einer Million D-Mark entdeckt? In Berlin sollte man sich in solchen Fällen an den Privatdetektiv Bernd Schuster wenden, vor allem, wenn man selbst in die Schussbahn von Gangstern gerät... für Doris Winter allerdings in diesem Fall zu spät, zumal sie Schuster nicht vollständig einweiht.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    Cover: Nach Motiven und Grischa Georgiew 123rf – Steve Mayer, 2021

    Titel/Charaktere/Treatment © by Marten Munsonius & Thomas Ostwald, 2021

    Roman – Nach Motiven  von Guy Brant– by Tomos Forrest, 2021

    © dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

    www.AlfredBekker.de

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    Alles rund um Belletristik!

    1

    Doris lächelte, dann drückte sie ab.

    Es war seltsam, dass sie in diesem Augenblick nicht so sehr den Mann sah, auf den sie schoss, sondern ausschließlich sich selbst.

    Ihr Lächeln zum Beispiel. Es erschien ihr so leer wie eine Blechdose auf dem Müll, und genauso fühlte sie sich auch: hohl und schmutzig.

    Oliver hatte ihr beigebracht, mit einem Revolver umzugehen. Sie hatte wochenlang in seinem Keller mit der Waffe geübt, sie hatte auf Scheiben und Bilder geschossen, aber jetzt, wo es ernst war, bitterer, tödlicher Ernst, kam es ihr so vor, als benutzte sie den Revolver zum ersten Male.

    Die Waffe bäumte sich in ihrer Rechten auf wie ein junges, kraftvolles Tier. Doris hasste diese groteske Lebendigkeit, die zum Tode führte, aber noch mehr hasste sie sich selbst.

    Doris Winter, die Mörderin.

    Ein Erinnerungsblitz erhellte ihr Bewusstsein, und sie sah sich noch einmal als Mädchen im weißen Kommunionskleid, als stolzen Mittelpunkt einer intakten, frommen Familie, als das glückliche Kind, das von Nestwärme, Gläubigkeit und Hoffnungen getragen wurde.

    Vorbei! Jetzt zählte nur die Gegenwart, der Augenblick des Terrors, das harte, mitleidslose Krachen des Schusses und seine irreparablen Folgen.

    Doris beobachtete, wie der Mann den Mund aufriss, wie sein Körper von dem Geschoss getroffen und herumgerissen wurde und wie sich in seinen hellen Augen blankes Entsetzen formierte. Er begriff, dass er sterben musste, ja, dass er in diesem erstickenden, lähmenden Prozess schon mittendrin war.

    Er musste sterben, damit sie leben konnte. Leben wie eine Made im Speck. Das hatte Oliver ihr versprochen.

    Doris war es zumute, als müsste sie schreien, aber sie brachte keinen Laut zustande, ihr Hals war wie zugeschnürt. Sie schoss zwei weitere Male. Sie wollte das Furchtbare schnell hinter sich bringen, nicht nur für sich, sondern auch für Alexander Zweringer, ihr Opfer.

    Er war ein Mann der Mittelklasse, ein sechsundvierzigjähriger Angestellter. Ledig, wie Oliver ihr versichert halte. Ein Mann ohne Bindungen, ohne Zukunft.

    Zweringer brach zusammen. Er blieb liegen, ohne sich zu rühren. Doris ließ die Waffe sinken. Sie starrte auf das leblose Bündel und hob wie fröstelnd die runden Schultern, als sie das schmale, rote Rinnsal bemerkte, das unter dem Körper des Mannes hervorsickerte.

    Ihr wurde übel. Sie fuhr auf den Absätzen herum, hastete in einen Nebenraum und musste sich erbrechen. Danach drängte es sie an die frische Luft.

    Sie blinzelte, als sie die Straße erreichte und in den Strom der Passanten eintauchte. Ihr schien es so, als müsste jeder Vorübergehende erkennen, dass sie gezeichnet war, dass Blut an ihren Fingern klebte, aber die wenigen Blicke, die sie trafen, galten ihrer schlanken, biegsamen Figur und den sehr weiblichen Kurven, mit denen sie aufzuwarten vermochte.

    Doris kannte diese Blicke, das männliche Begehren mit seinem anonymen Werben, so hatte es auch mit Oliver angefangen, eigentlich ganz harmlos, und nun war sie ihm hörig, jetzt hatte sie sogar für ihn getötet - auch wenn Oliver behauptete und ihr weiszumachen versuchte, dass sie es um ihrer selbst willen getan habe.

    Die Umhängetasche schlug bei jedem Schritt schwer gegen ihre Hüfte. Das Gewicht des Revolvers mahnte sie an ihre Aufgabe. Sie betrat eine Telefonzelle und stellte sich mit dem Rücken zum Münzautomaten, um sich davon überzeugen zu können, dass niemand an die Tür trat und mithörte. Sie wandte den Kopf, um Olivers Nummer zu wählen, dann schaute sie wieder auf die Straße.

    Das Freizeichen tutete monoton in ihr Ohr. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Warum meldete Oliver sich nicht sofort? Er erwartete doch ihren Anruf!

    „Droste", tönte es endlich an ihr Ohr.

    „Ich hab’s getan", sagte sie und merkte, wie ein Schluchzen an ihrer Kehle zerrte.

    „Braves Mädchen, lobte er. „Du bist sicher, dass er nicht wieder aufsteht?

    „Ganz sicher", murmelte sie.

    „Was sagst du? Ich kann dich kaum verstehen. Die Verbindung ist miserabel."

    „Er ist tot", sagte sie mühsam. Diesmal schluchzte sie wirklich.

    „Du hast es geschafft. Gratuliere!"

    „O Gott, Oliver ..."

    „Reiß dich zusammen, Mädchen, sagte er. „Wann kannst du hier sein?

    „Es war schrecklich!"

    „Wann kannst du hier sein?", wiederholte er.

    „In einer Viertelstunde."

    „Gut. Bist du sicher, dass nichts am Tatort zurückgeblieben ist, was dich verraten könnte?"

    „Nur der Tote."

    „Mach kein Schauerdrama aus dem Ganzen. Du weißt, was ich meine."

    „Ich habe deine Ratschläge befolgt, ich trage Handschuhe und ..." Ihre Stimme brach. Sie konnte einfach nicht weitersprechen.

    „Ich kenne das, meinte Oliver tröstend. „So ist das beim ersten Mal. Es geht schnell vorüber. Danach bist du ein neuer Mensch, glaube es mir, du fühlst dich den anderen überlegen, und in gewisser Weise bist du's auch. Herrin über Leben und Tod! Ist das nichts? Erst jetzt gehörst du richtig zu uns, Doris. Ich bin stolz auf dich.

    „Bis gleich", sagte Doris und hängte auf. Sie verließ die Telefonzelle und spürte, wie ihre innere Erregung abklang. Olivers Stimme war wie Balsam gewesen, Doris hatte sich an seinen Worten aufgerichtet.

    Sie ging zu ihrem Wagen, der nur zwei Häuserecken von der Telefonzelle entfernt parkte, setzte sich hinein und warf die Umhängetasche mit der Mordwaffe auf den Rücksitz. Dann kurbelte sie die Fenster herunter, auf beiden Seiten. In dem blauen Opel herrschten Backofentemperaturen. Sie startete die Maschine und lenkte den Wagen behutsam in den Verkehrsstrom. Sie durfte jetzt keinen Fehler machen, Oliver hatte ihr eingeschärft, dass die Konzentration nach der Tat besonders groß sein müsse.

    Es war seltsam, wie sehr ihre Erregung mit der zunehmenden Distanz zum Tatort abnahm. Doris schien es fast so, als hätte sie einen bösen Traum durchlebt, als sei Alexander Zweringer gar nicht wirklich tot.

    Doris Winter, eine Mörderin? Doch nicht sie, die noch vor drei Jahren fleißig und regelmäßig zur Beichte gegangen war!

    Wieder überfiel sie die Erinnerung, die plötzliche Angst, dass die Eltern, die vor drei Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben waren, sie in diesem Moment sehen könnten, von oben herab, entsetzt, schockiert und fassungslos.

    „Quatsch!", sagte sie laut.

    Ihre Eltern waren auch keine Engel gewesen, das hatte sich nach deren Tod ebenso schnell wie nachhaltig herausgestellt. Sie hatten einen Berg von Schulden hinterlassen und eine Tochter, die sich plötzlich ohne Halt, ohne Versorgung und ohne Obdach wiedergefunden hatte.

    Wenn Oliver damals nicht gewesen wäre ...

    Oliver, immer wieder Oliver!

    Sie erreichte seine Straße und fand eine Parklücke direkt vor der Nummer 21. Doris Winter blickte flüchtig an der Fassade empor.

    Nein, Oliver war nicht am Fenster, aber das hatte sie nicht erwartet, seine Liebe zu ihr war eher fordernd als zärtlich, eher grob als sanft. Immerhin zeigte er ihr manchmal - wie vorhin am Telefon -, dass es ihm keineswegs an Gefühl mangelte und dass er sie gelegentlich mit einem tröstenden Wort aufzurichten vermochte.

    Das Haus 21 stammte aus den Tagen der Jahrhundertwende und hatte die Bomben des Zweiten Weltkrieges recht gut überstanden. Es hatte ursprünglich einem Steinmetz gehört, der die Fassade in eine Reklamefläche umfunktioniert und mit den Produkten seines Geschmacks und seiner beruflichen Fähigkeiten verziert hatte - verunziert, wie Oliver meinte. Noch heute lächelten oder grinsten Putten, Teufel und Satyrn in trauter Gemeinsamkeit auf die erstaunt, amüsiert oder gar nicht reagierenden Passanten hinab.

    Olivers Wohnung bestand aus vier Zimmern und lag in der zweiten Etage, es war eine geräumige, sehr schick möblierte Wohnung, die kaum jemand in dem alten Gemäuer vermutete, aber Oliver wusste, was er wollte. Er hasste die Sterilität moderner Neubauten und hielt es überdies für gut, von einer biederen, bürgerlichen Umgebung zu profitieren.

    Doris hatte es eilig, nach oben zu gelangen, sie stürmte die Treppe hinauf und war ein wenig außer Atem, als sie die Schlüssel aus der Tasche fischte, wobei sie es vermied, den Revolver zu berühren. Sie hasste ihn immer noch, er war ihr zuwider.

    Sie schloss die Tür auf, betrat die Diele und rief: „Oliver?"

    Er antwortete nicht.

    Doris war enttäuscht. Oliver war also weggegangen, vielleicht holte er sich nur Zigaretten, aber in einem Augenblick, wo sie seine Nähe brauchte, sein Verständnis, seine Umarmung, war er nicht da ...

    „Oliver", wiederholte sie, diesmal weniger laut und spontan, eher traurig, aber sie wusste genau, dass sie ins Leere sprach. Sie öffnete die Wohnzimmertür und hielt erschrocken die Luft an.

    Oliver lag direkt vor der Couch, sein Gesicht war dem Boden zugekehrt, und er rührte sich nicht. Unter seinem Körper ein Blutrinnsal, das im Zickzack von ihm weglief und in den Fransen des Teppichs versickerte.

    Doris schluckte.

    Sie sah an diesem Tage zum zweiten Mal ein solches Rinnsal, einen leblosen Körper, und sie wunderte sich, dass sie nicht schrie oder zusammenbrach, sondern dass sie einfach stehen blieb und beobachtete, wie das Blut in den bunten Teppich sickerte.

    Endlich setzte ihre Reaktion ein, Doris gab sich einen Ruck, sie stürzte nach vorn und fiel neben Oliver auf die Knie.

    „Oliver!, keuchte sie zitternd. „Mein Gott, Oliver ...

    Sie griff nach ihm, sie wälzte ihn mit einiger Mühe auf die Seite und meinte, dass ihr Herzschlag aussetzen müsste, als sie in seine Augen blickte.

    Es waren die Augen eines Toten.

    Doris zog ihre Hand zurück, sie zitterte nicht. Doris war auf einmal ganz ruhig, so ruhig wie damals, als sie die Nachricht vom Unfalltod ihrer Eltern bekommen hatte. Sie stand auf, ging in die Küche und setzte sich. Das Fenster stand offen. Aus dem Hof drangen die Stimmen spielender Kinder herauf.

    Doris schien es so, als stünde sie erneut vor dem Nichts, sie war in diesen Sekunden scheinbar gefühllos, ein wertloser Mechanismus, der nichts mit sich und seiner Umgebung zu beginnen wusste.

    Sie hatte getötet, für Oliver, und nun war er selber tot. Erschossen.

    Aber von wem, und warum?

    Es klingelte. Doris fuhr heftig zusammen. Nein, sie konnte jetzt nicht zur Tür gehen und öffnen, sie konnte mit keinem Besucher sprechen, ohne sich zu verraten.

    Das Klingeln wiederholte sieh.

    Doris schloss die Augen. Vielleicht hat man dich beim

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