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Antigone

Antigone

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Antigone

Länge:
73 Seiten
36 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Jan. 2022
ISBN:
9788728210857
Format:
Buch

Beschreibung

Familientreue, Liebe und Verrat bereiten die Bühne für die berühmteste Tragödie der griechischen Antike. In der Stadt Theben ist ein neuer Herrscher an die Macht gekommen. Um ein Exempel zu statuieren verbietet er die Beerdigung des Aufständigen Polyneikes. Dessen Schwester Antigone will sich diesem Verbot jedoch nicht beugen und setzt alles daran, ihren geliebten Bruder ehrwürdig zu bestatten. Maßlos erzürnt über diesen Verrat setzt König Kreon eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang...-
Herausgeber:
Freigegeben:
17. Jan. 2022
ISBN:
9788728210857
Format:
Buch

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Buchvorschau

Antigone - - Sophokles

Sophokles

Antigone

Übersezt von Friedrich Hölderlin

Saga

Antigone

Übersezt von Friedrich Hölderlin

Titel der Originalausgabe: Ἀντιγόνη

Originalsprache: Altgriechisch

Coverbild/Illustration: Shutterstock

Copyright © 1804, 2021 Sophokles und SAGA Egmont

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788728210857

1. E-Book-Ausgabe

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.

www.sagaegmont.com

Saga ist Teil der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt.

Personen des Drama

Antigone

Ismene

Chor von thebanischen Alten

Kreon

Ein Wächter

Hämon

Tiresias

Ein Bote

Eurydice

Hausgenoss

Erster Akt

Erste Szene

Antigone. Ismene.

Antigone

Gemeinsamschwesterliches! o Ismenes Haupt!

Weißt du etwas, das nicht der Erde Vater

Erfuhr, mit uns, die wir bis hieher leben,

Ein Nennbares, seit Ödipus gehascht ward?

Nicht eine traur'ge Arbeit, auch kein Irrsal,

Und schändlich ist und ehrlos nirgend eines,

Das ich in deinem, meinem Unglück nicht gesehn.

Jetzt aber, ahnest du das, was der Feldherr

Uns kundgetan, in offner Stadt, soeben?

Hast du gehört es? oder weißt du nicht,

Wie auf die Lieben kommet Feindesübel?

Ismene

Nicht kam ein Wort zu mir, Antigone, von Lieben,

Kein liebliches und auch kein trauriges, seitdem

Die beiden Brüder beide wir verloren;

Die starben einen Tag von zweien Händen;

Seit aber fort das Heer von Argos ist,

Vergangne Nacht, weiß ich nichts weiter mehr

Und bin nicht glücklicher und nicht betrübter.

Antigone

Das dacht ich wohl und rief dich aus dem Hoftor

Darum, daß du's besonders hören könntest.

Ismene

Was ist's, du scheinst ein rotes Wort zu färben?

Antigone

Hat mit der letzten Ehre denn nicht unsre Brüder

Kreon gekränzt, beschimpfet, wechselsweise?

Eteokles zwar, sagt man, behandelt er

Mit rechtem Recht, gesetzgemäß, und birgt

Ihn in der Erd, ehrsam den Toten drunten.

Vom andern aber, der gestorben ist armselig,

Von Polynikes' Leibe sagen sie, man hab

Es in der Stadt verkündet, daß man ihn

Mit keinem Grabe berg und nicht betraure.

Man soll ihn lassen unbeweint und grablos,

Süß Mahl den Vögeln, die auf Fraßes Lust sehn.

So etwas, sagt man, hat der gute Kreon dir

Und mir, denn mich auch mein ich, kundgetan,

Und hierher kommt er, dies Unwissenden

Deutlich zu melden. Und die Sache sei

Nicht, wie für nichts. Wer etwas tut dabei,

Dem wird der Tod des Steinigens im Orte.

So steht es dir. Und gleich wirst du beweisen,

Ob gutgeboren, ob die Böse du der Guten?

Ismene

Was aber, o du Arme, wenn es so steht?

Soll ich es lassen oder doch zu Grab gehn?

Antigone

Ob mittun du, mithelfen wollest, forsche!

Ismene

Das ist vermessen. Wie bist du daran?

Antigone

Ob du den Toten mit der Hand hier tragest?

Ismene

Dem willst zu Grabe du gehn, dem die Stadt entsagt hat?

Antigone

Von dir und mir mein ich, auch wenn du nicht es willst,

Den Bruder. Denn treulos fängt man mich nicht.

Ismene

Verwilderte! wenn Kreon es verbietet?

Antigone

Mit diesem hat das Meine nichts zu tun.

Ismene

O mir! bedenke, Schwester, wie der Vater

Von uns verhaßt

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