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Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman: Trotzig auf Eifersucht
Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman: Trotzig auf Eifersucht
Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman: Trotzig auf Eifersucht
eBook124 Seiten1 Stunde

Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman: Trotzig auf Eifersucht

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Über dieses E-Book

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Neben den alltäglichen Sorgen nimmt sie sich etwa des Schicksals eines blinden Pianisten an, dem geholfen werden muss. Sie hilft in unermüdlichem Einsatz Scheidungskindern, die sich nach Liebe sehnen und selbst fatale Fehler begangen haben. Dann wieder benötigen junge Mütter, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben, dringend Unterstützung. Denise ist überall im Einsatz, wobei die Fälle langsam die Kräfte dieser großartigen Frau übersteigen. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass.



Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.

»Wenn du es tust, habe ich dich nicht mehr lieb, Mutti!« Robbi lag im Bett und schaute Silke Dinkelbach zornig an. Die junge Frau beugte sich über ihren neunjährigen Sohn und küßte ihn. »Was hast du bloß gegen Gert?« seufzte sie auf. »Papi ist nun schon seit vier Jahren nicht mehr bei uns. Er wäre ganz sicher damit einverstanden.« »Wir brauchen keinen neuen Vater«, trumpfte Robbi auf. »Es geht viel besser ohne Gert. Er stört bloß. Außerdem hast du immer gesagt, daß du deinen Beruf nicht aufgeben willst. Und jetzt hast du einfach gekündigt.« Silke strich ganz sanft über das blonde Haar des Buben. »Wir gehen nach Tokio an die Botschaft, Robbi. Deshalb blieb mir wirklich nichts anderes übrig, als zu kündigen. Sie brauchen im Atelier eine gute Mode-Designerin. Ich darf sie nicht von einem Tag auf den anderen im Stich lassen.« »Wenn du ihn nicht heiratest, bleiben wir sowieso hier. Ich mag nicht nach Japan gehen.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum25. Jan. 2022
ISBN9783740989569
Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman: Trotzig auf Eifersucht
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    Buchvorschau

    Sophienlust (ab 351) 358 – Familienroman - Aliza Korten

    Sophienlust (ab 351)

    – 358 –

    Trotzig auf Eifersucht

    Meine Mutti teile ich mit keinem anderen!

    Aliza Korten

    »Wenn du es tust, habe ich dich nicht mehr lieb, Mutti!« Robbi lag im Bett und schaute Silke Dinkelbach zornig an.

    Die junge Frau beugte sich über ihren neunjährigen Sohn und küßte ihn. »Was hast du bloß gegen Gert?« seufzte sie auf. »Papi ist nun schon seit vier Jahren nicht mehr bei uns. Er wäre ganz sicher damit einverstanden.«

    »Wir brauchen keinen neuen Vater«, trumpfte Robbi auf. »Es geht viel besser ohne Gert. Er stört bloß. Außerdem hast du immer gesagt, daß du deinen Beruf nicht aufgeben willst. Und jetzt hast du einfach gekündigt.«

    Silke strich ganz sanft über das blonde Haar des Buben. »Wir gehen nach Tokio an die Botschaft, Robbi. Deshalb blieb mir wirklich nichts anderes übrig, als zu kündigen. Sie brauchen im Atelier eine gute Mode-Designerin. Ich darf sie nicht von einem Tag auf den anderen im Stich lassen.«

    »Wenn du ihn nicht heiratest, bleiben wir sowieso hier. Ich mag nicht nach Japan gehen. Das ist viel zu weit weg von hier.«

    »Gert hat dir Geschenke gemacht und dir in den vergangenen Wochen so manchen Wunsch erfüllt, Robbi. Bist du nicht ziemlich undankbar ihm gegenüber?«

    Robbi schob die Unterlippe vor. »Zuerst habe ich natürlich nicht gewußt, was daraus werden soll. Er kam und war unheimlich nett zu uns. Wenn ich das mit der Hochzeit geahnt hätte, wäre ich von Anfang an gegen ihn gewesen. Gert ist gar kein richtiger Vater!«

    Silke wich dem anklagenden Blick ihres Sohnes aus. »Wieso nicht?« erkundigte sie sich.

    »Weil Papi einen Rollstuhl hatte! Und überhaupt…«

    Die Mutter kämpfte mit den Tränen. Ja, Hermann war stets an den Rollstuhl gefesselt gewesen. Robbi kannte seinen geliebten Papi gar nicht anders.

    Das heimtückische Leiden hatte die Kräfte von Hermann Dinkelbach allmählich aufgezehrt, bis sein Leben eines Tages verlöscht war, still und sanft. Er hatte gewußt, daß er nicht mehr lange zu leben hatte, hatte Frau und Kind mit inniger Liebe umgeben und ihnen ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Als Kunsthistoriker von hohem Rang hatte er sich weltweiten Ruf erworben und durch die Veröffentlichung mehrerer Fachbücher selbst in Krankheitstagen noch ein bleibendes Einkommen geschaffen.

    Robbi war sozusagen auf seinen Knien groß geworden. Geduldig hatte Hermann Dinkelbach dem Bübchen Bilder und Fotografien berühmter Plastiken oder Bauwerke gezeigt und erklärt. Er hatte des Kindes Interesse an diesen herrlichen Kunstwerken wachrufen wollen und gehofft, daß Robbi später ebenfalls Kunstgeschichtler werden würde.

    Der kleine Junge war fünf Jahre alt gewesen, als Hermann Dinkelbach gestorben war. Dennoch hatte er sich an seinen Papi eine erstaunlich lebhafte Erinnerung bewahrt. Er sprach häufig über den Verstorbenen und betrachtete andächtig dessen Kunstbücher, die sorgsam im riesigen Bücherschrank aufbewahrt wurden. Manchmal schlich er auf den Speicher unterm Dach des großen Mietshauses und fuhr ein wenig im Rollstuhl umher, wenngleich dessen Gummibereifung längst schadhaft geworden war.

    »Warum verstehst du nicht, daß Gert und ich uns gern haben, Robbi?« flüsterte Silke mit schwankender Stimme. »Schau, wir kannten uns schon früher – viel früher. Später haben wir uns nicht mehr gesehen, und ich lernte Papi kennen. Jetzt trafen wir uns wieder, Gert und ich sind glücklich darüber. Du solltest es uns nicht so schwer machen.«

    Eigensinnig schüttelte Robbi den Blondschopf. »Du brauchst ihn doch nicht gleich zu heiraten, Mutti!«

    »Wenn man sich liebhat, möchte man richtig zusammenleben, Robbi. Du bist eigentlich groß genug, um das zu begreifen.«

    »Ich bin doch bei dir, Mutti.«

    Ach, es war ein scheinbar unlösbares Problem! Silke Dinkelbach warf einen unruhigen Blick auf ihre Uhr. Es wurde höchste Zeit für sie.

    »Du mußt jetzt schlafen, Robbi«, mahnte sie leise. »Es ist bald acht.«

    »Ich bin nicht müde. Du willst ja bloß mit Gert weggehen! Sag’ ihm daß wir in Deutschland bleiben wollen. Was sollen wir denn bei den Japanern?« Robbi zog seine Augen mit den Fingern zu schmalen Schlitzen. Wie ein Japaner sah er mit seinem hellen Schopf trotzdem nicht aus.

    Silke lächelte. »Es könnte ganz interessant werden, ein fremdes Land kennenzulernen, Robbi. Gert war schon in anderen Staaten – in Frankreich, zum Beispiel.«

    »Wenn es ihm Spaß macht – das ist seine Sache. Ich bin lieber hier.«

    Die Mutter erhob sich. »Wir reden noch einmal darüber, Robbi. Schlaf gut, mein Kleiner. Überlege dir bitte, ob du nicht sehr viel von mir verlangst.«

    »Wieso denn, Mutti? Ich will bloß, daß alles so bleibt wie immer. Ehe Gert hier aufkreuzte, hat es dir auch gefallen. Und jetzt willst du nach Japan. Ich finde das dumm.«

    An diesem Abend war keine Einigung zu erzielen. Silke küßte ihren Jungen, betete mit ihm und verließ sein hübsch eingerichtetes Zimmer. Die Tür blieb angelehnt, während sie eilig ihr Haar in Ordnung brachte und den Mantel überzog. Zu ihrer Erleichterung war Robbi bereits eingeschlafen, als sie ein letztesmal zu ihm hineinschaute.

    Gert von Blöhmer wartete unten im Wagen auf sie. Er küßte sie zärtlich, ehe er anfuhr.

    »Meine Versetzung nach Tokio ist seit heute perfekt, Silke«, sagte er, während er durch den abendlichen Verkehr lenkte. »Jetzt müssen wir schnell heiraten und unsere Übersiedlung vorbereiten. Ich möchte nicht allein vorausfliegen, sondern dich und Robbi sofort mitnehmen. Glücklicherweise kann ich das Haus meines Vorgängers übernehmen, so daß ich nicht erst auf Wohnungssuche gehen muß. Wegen der Schulmöglichkeiten für Robbi habe ich schon angefragt und erwarte in Kürze Antwort.«

    Silke schwieg. Dem Freund fiel das zunächst nicht auf, weil er zu stark mit seinen beruflichen Zukunftsplänen beschäftigt war.

    »Du wirst deine schönen Möbel behalten wollen«, fuhr Gert fort. »Aber sie reichen für ein ganze Haus nicht aus. Solange ich Junggeselle war, habe ich mich im Ausland mit möblierten Wohnungen begnügt. Jetzt haben wir einen guten Grund, uns allerlei anzuschaffen.«

    Sie erreichten ein kleines gepflegtes Lokal außerhalb der Stadt, wo sie oft zusammen aßen. Auch andere Diplomaten verkehrten dort, und Silke freute sich immer wieder, wenn sie von Gerts Kollegen aus dem Amt begrüßt wurde. Man betrachtete sie bereits als zugehörig und kam ihr offen entgegen. Es tat ihr wohl, in Begleitung eines Mannes auftreten zu können, nicht mehr allein zu sein, wie in den langen vier Jahren, seit Hermann Dinkelbachs Tod.

    In einer Nische war der gewohnte Tisch für sie reserviert. Gert von Blöhmer bestellte, sobald sie die Karte studiert hatten.

    »Besonders mitteilsam bis du nicht, Silke«, stellte er fest, nachdem die Suppe gebracht worden war. »Ich glaube, du hast noch keine drei Worte gesprochen.«

    »Entschuldige, Gert. Unterwegs wollte ich nicht davon anfangen. Es ist einmal wieder wegen Robbi. Er hat vorhin von mir klipp und klar gefordert, daß ich dich nicht heiraten soll.«

    »Dein Sohn verlangt ein bißchen viel, Silke. Du hast ihm hoffentlich erklärt, daß wir nicht unbedingt auf seine Erlaubnis angewiesen sind.«

    »Wenn das so einfach wäre! Ich weiß, daß er dich gern hat. Das Verhältnis zwischen euch war ungetrübt, solange er nicht ahnte, daß wir heiraten wollen. Anfangs waren wir ja selbst nicht so sicher. Immerhin hatten wir uns einmal gründlich zerstritten.«

    Gert legte die Hand auf ihren Arm. »Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben, Silke. Eigentlich war es nur ein dummes Mißverständnis zwischen uns. Später lernte ich andere Frauen kennen, aber keine war wie du. So bin ich allein geblieben, ohne zu ahnen, daß dein Mann bereits vom Tod gezeichnet war. Heute erscheint mir dies alles wie eine gute Schicksalsfügung.«

    »Das glaubte ich bisher auch, Gert. Jetzt kommen mir Zweifel. Robbi soll nicht unglücklich werden.«

    »Liebling ich habe deinen kleinen Sohn fest ins Herz geschlossen! Er gehört zu dir und damit selbstverständlich auch zu mir. Im Augenblick ist er ein bißchen eigensinnig und trotzig, möglicherweise sogar eifersüchtig, weil sich außer ihm noch ein anderer in deinem Herzen eingenistet hat. Robbi war gewöhnt, in dem Königreich deines Herzens allein zu regieren. Jetzt kämpft er mit kindlicher Rücksichtslosigkeit um sein vermeintliches Recht. Wir werden ihm etwas Zeit lassen. Man darf das nicht zu wichtig nehmen.«

    Silke hatte den Löffel niedergelegt und aß nicht weiter. »Robbi ist äußerst sensibel, Gert. Er hing mit abgöttischer Liebe an seinem Papi, der mit der Zeit eine Art Idol für ihn geworden ist, das er sich nicht rauben lassen will. Für ihn muß ein Vater im Rollstuhl sitzen! Das hat er mir vorhin erst auseinandergesetzt.«

    »Aber das ist doch unsinnig, Silke! Hat Robbi nicht viel mehr von einem gesunden Vater, der mit ihm herumtoben und ihn, mit in die weite Welt nehmen kann?«

    »So leicht ist Robbi leider nicht zu überzeugen, Gert. In den letzten Tagen frage ich mich manchmal, ob wir verzichten müssen, um den Seelenfrieden des Jungen nicht zu zerstören. Er hat damals

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