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Ich bring den Mörder, Sheriff
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eBook178 Seiten2 Stunden

Ich bring den Mörder, Sheriff

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Über dieses E-Book

Barry Whitloe kehrt nach Farell-Town-County auf die elterliche Ranch zurück, wo sich in den vergangenen Jahren viel verändert hat. Kurz vor seinem Ziel hörte er des Nachts von Weitem, wie eine Rinderherde hart getrieben wird. Er vermutet, dass hier Rinderdiebe am Werk sind und folgt der Spur der Herde.
Hugh Halford, dem die Tiere gehören, und seine Cowboys folgen der Spur ebenfalls. Sie überwältigen Barry in der Annahme, dass er einer der Viehdiebe ist. Als er bereits das Seil um den Hals hat, naht Rettung in Gestalt von Sheriff Blackburn, einem alten Freund der Whitloes. Von ihm erfährt Barry, dass sein Bruder Greg die Whitloe-Ranch verkauft hat und nach Tucson gegangen sein soll. Da Barry, der gerade aus Tucson kommt, seinen Bruder dort nie gesehen oder von ihm gehört hat, glaubt diese ganze Geschichte nicht und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die alles andere als zufriedenstellend ist …
SpracheDeutsch
HerausgeberBookRix
Erscheinungsdatum13. Jan. 2022
ISBN9783755405184
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    Buchvorschau

    Ich bring den Mörder, Sheriff - John F. Beck

    Impressum

    Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv

    Cover: © by Steve Mayer nach Motiven, 2022

    Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten

    Inhaltsverzeichnis

    Impressum

    Das Buch

    1. Kapitel

    2. Kapitel

    3. Kapitel

    4. Kapitel

    5. Kapitel

    6. Kapitel

    7. Kapitel

    8. Kapitel

    9. Kapitel

    10. Kapitel

    11. Kapitel

    12. Kapitel

    13. Kapitel

    14. Kapitel

    15. Kapitel

    16. Kapitel

    17. Kapitel

    18.Kapitel

    19. Kapitel

    20. Kapitel

    21. Kapitel

    22. Kapitel

    23. Kapitel

    24. Kapitel

    25. Kapitel

    26. Kapitel

    Das Buch

    Barry Whitloe kehrt nach Farell-Town-County auf die elterliche Ranch zurück, wo sich in den vergangenen Jahren viel verändert hat. Kurz vor seinem Ziel hörte er des Nachts von Weitem, wie eine Rinderherde hart getrieben wird. Er vermutet, dass hier Rinderdiebe am Werk sind und folgt der Spur der Herde.

    Hugh Halford, dem die Tiere gehören, und seine Cowboys folgen der Spur ebenfalls. Sie überwältigen Barry in der Annahme, dass er einer der Viehdiebe ist. Als er bereits das Seil um den Hals hat, naht Rettung in Gestalt von Sheriff Blackburn, einem alten Freund der Whitloes. Von ihm erfährt Barry, dass sein Bruder Greg die Whitloe-Ranch verkauft hat und nach Tucson gegangen sein soll. Da Barry, der gerade aus Tucson kommt, seinen Bruder dort nie gesehen oder von ihm gehört hat, glaubt diese ganze Geschichte nicht und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die alles andere als zufriedenstellend ist …

    ***

    1. Kapitel

    Mitternacht war schon vorüber, als Barry Whitloe plötzlich aus dem Schlaf schreckte. Der ferne Knall eines Schusses trieb über die dunklen Hügel. Barry schleuderte die Wolldecke zur Seite und sprang auf. Das Lagerfeuer war herabgebrannt, und nur das rote Auge der Glut leuchtete matt in der Dunkelheit zwischen den Sträuchern. Der Rotfuchs hatte den Kopf zurückgeworfen und scharrte unruhig mit dem linken Vorderhuf. Barry Whitloe lauschte.

    Ein dumpfer, brandender Lärm kam über die tintenschwarzen Kämme heran – ein Lärm, den er nur zu gut kannte. Seit seiner Kindheit hatte er mit Rindern zu tun gehabt. Und bis vor wenigen Tagen war er im Süden Arizonas als Cowboy für eine große Ranch geritten. Er wusste deshalb, dass dort irgendwo in der Nacht Rinder getrieben wurden. Und dem Lärm nach war die Herde nicht klein!

    Das dumpfe Tosen wurde lauter. Es bewegte sich in seine Richtung voran. Wieder knallten Schüsse. Wahrscheinlich galten sie ausbrechenden Rindern. Die Herde musste ziemlich hart getrieben werden.

    Wie in einem plötzlichen Entschluss bückte er sich, rollte die Decke zusammen, befestigte sie hinter dem Sattel, der ihm als Kopfkissen gedient hatte, hob den Sattel mit einer mühelosen Bewegung auf und ging auf das Pferd zu. Er war ein schlanker Mann mit den schmalen Hüften eines Reiters. Seine Schultern waren nicht übermäßig breit, verrieten jedoch die Kraft, die in ihnen steckte. Er bewegte sich mit einer federnden Geschmeidigkeit.

    Kurz darauf saß er im Sattel und lenkte den Rotfuchs aus der Mulde heraus.

    Es geschah ganz automatisch, dass Barry Whitloe seinen Rotfuchs hinter der Herde hertrieb. Dann wurde ihm bewusst, dass er sich auf eine höchst gefährliche Sache einließ. Denn es war immer gefährlich, auf der Fährte von Rinderdieben zu reiten. Er zögerte. Sein Verstand sagte ihm, dass er mit alldem nichts zu tun hatte. Seit sechs Jahren war er nicht mehr über dieses Weideland geritten. Sechs volle Jahre! Eine lange Zeit! Er war ein Rindermann mit Leib und Seele. Doch der Widerwille gegen Männer, die nachts auszogen, um Herden zu rauben, war tief in ihm verwurzelt.

    Hufgetrappel klang hinter ihm auf. Reiter fegten im Galopp heran. Durch das Trommeln der Hufe drang eine wütende Stimme: »Vorsicht! Dort vorne ist einer von den Schuften!«

    Barry stellte undeutlich fest, dass die Reiter ausschwärmten. Er zog sein Pferd herum und hielt an.

    »Auf ihn, Leute!«

    Ein Zucken lief über Barrys Gesicht.

    »Halt!«, schrie er. »Ihr irrt euch! Ich bin...«

    Grelle Mündungsflammen stachen auf ihn zu. Das Pfeifen der Geschosse war bedrohlich nahe. Barry knirschte mit den Zähnen und riss den Rotfuchs herum. Wieder peitschten Schüsse. Etwas Heißes strich nahe an seinem rechten Ohr vorbei. Er gab dem Pferd die Sporen.

    »Lasst ihn nicht entkommen!«, brüllte eine heisere Stimme. »Holt ihn aus dem Sattel!«

    Links und rechts brachen geduckte Reitergestalten aus der Dunkelheit hervor. Ein Pferd prallte mit voller Wucht gegen den Rotfuchs. Das Tier knickte auf die Hanken. Barry wurde zurückgeworfen und schwankte.

    Er öffnete die Lippen: »Nicht schie …«

    Ein Schlag erwischte ihn quer über die Stirn. Der Rotfuchs wieherte schrill. Barry wurde aus dem Sattel geschleudert. Er krümmte instinktiv den Rücken, rollte über den Boden und sah stampfende Hufe dicht vor sich. Eine bleierne Benommenheit breitete sich in seinem Gehirn aus. Und das Gewirr von erregten, heiseren Männerstimmen hörte er wie aus weiter, nebelverhüllter Ferne.

    Er wehrte sich verzweifelt gegen die Bewusstlosigkeit und siegte. Er wich einem Pferd aus und kam wieder auf die Beine. Der Zorn ließ seine Augen funkeln. Er merkte, dass er von Reitern umringt war. Staub legte sich auf seine Lippen und drang in seine Nase.

    »Hört auf!«, schrie er wild. Seine Hand legte sich auf den Kolben des Colts.

    »Achtung! Er will schießen!«, schrie einer der Reiter.

    Barry hörte ein wildes Hufestampfen hinter sich. Ein Pferd rammte ihn, warf ihn zur Seite und im nächsten Moment ließ sich einer der Männer aus dem Sattel fallen, direkt auf ihn. Sie stürzten beide zu Boden und rollten keuchend im zertrampelten Gras. Pferde wieherten, Hufe stampften, und Männerstimmen schwirrten durcheinander. Barry wurde plötzlich von einem halben Dutzend Fäusten gepackt und hochgerissen. Sein Colt wurde aus dem Holster gerissen. Er wollte sich freikämpfen, aber gegen die Übermacht kam er nicht an.

    »Dich haben wir, Bürschchen!«, knurrte einer der Männer. »Gib auf, mein Lieber!«

    Die Stellen, wo ihn die Fäuste getroffen hatten, schmerzten empfindlich. Er ließ die Arme sinken. Männer, drängten sich um ihn. Ein Streichholz flammte auf und näherte sich seinem Gesicht.

    »Kennt ihn einer von euch?«, fragte eine raue Stimme.

    Die Frage wurde verneint.

    »Es ist ein Irrtum!«, sagte Barry, und der Zorn saß noch immer in ihm. »Ich bin keiner der Rustler.«

    Das Streichholz verlöschte. Der Mann, der es gehalten hatte, lachte heiser auf.

    »Du erwartest doch nicht im Ernst, dass wir dir glauben, was?«

    »So eine Frechheit!«, rief einer der Umstehenden. »Der Kerl will auch noch leugnen!«

    In dieser Sekunde verwünschte es Barry Whitloe, auf der Fährte der gestohlenen Herde geritten zu sein.

    »Ihr müsst mich anhören«, sagte er eindringlich. »Ich habe wirklich nichts mit diesen…«

    »Hör auf!«, wurde er unterbrochen. »Hör auf, mein Junge, wenn du unsere Fäuste nicht nochmals spüren willst.«

    Barry ballte die Fäuste.

    Ein breites eckiges Gesicht schob sich nahe an ihn heran. Zwei zornige Augen funkelten ihn an.

    »Du bist einer vor diesen elenden Viehräubern, der Erste, den wir erwischen. Weißt du, wie wir mit Schurken von deiner Sorte umzugehen pflegen, he? Ich schätz, du weißt es!«

    »Aber«, wollte Barry beginnen.

    »Halt den Mund!«, unterbrach ihn der andere schroff. »Sei still und lass mich zu Ende sprechen.«

    Er machte eine Pause und sagte dann rau: »Wir geben dir nur eine Chance, mein Junge. Du wirst uns jetzt sagen, wohin ihr die Rinder treibt. Du wirst es uns ganz genau sagen. Nur so kannst du dein Leben retten. Du weißt, dass das mein Ernst ist.«

    Barry hatte das Gefühl, einen Bleiklumpen im Magen zu haben. Er vergaß die Schmerzen der Faustschläge. Er leckte das Blut von der Unterlippe und sagte:

    »Ich weiß es nicht. Ihr irrt euch wirklich. Ich ...«

    »Wir werden dich hängen«, knurrte der Mann mit dem breiten Gesicht drohend. »Das war schon immer die beste Medizin gegen Kerle deiner Art. Dort hinter dem Hügel steht eine einzelne Pinie. Wir werden dich dort aufknüpfen, wenn du nicht sofort die Wahrheit sagst.«

    Die anderen Männer schwiegen. Die Dunkelheit verhüllte ihre Gesichter. Aber der Hauch von Grimm und Entschlossenheit, der von ihnen ausstrahlte, war unverkennbar. Barry Whitloe fühlte seine Mundhöhle trocken werden.

    »Also?«, fragte der Mann vor ihm knapp.

    Barry zuckte die Schultern.

    »Ich kam nur durch Zufall hierher. Ich habe eine halbe Meile von hier gelagert. Ich hörte die Geräusche des Rindertreibens und bin losgeritten.«

    »Der Kerl lügt, Boss«, sagte einer der Umstehenden.

    »Ich weiß«, knurrte der Breitgesichtige. Er brachte seine zornfunkelnden Augen wieder ganz nahe an Barry heran.

    »Wenn du dir irgendwelche Hoffnungen machst, Mann, dann irrst du dich. Ich bin Hugh Halford. Und das ist nicht die erste Herde, die ihr von meiner Weide holt. Ich habe es satt, verstehst du? Wir alle in diesem Land haben es satt. Bis jetzt habt ihr immer Glück gehabt, aber nur bis jetzt. Wenn wir erst wissen, wohin ihr die Rinder treibt, dann geht es mit euch zu Ende. Und du wirst es uns sagen, Freund, du allein. Ich fordere dich nicht noch mal zum Reden auf. Also los!«

    Barry dachte an die Zeit vor sechs Jahren – die Zeit, da er selber einer der Männer in diesem Lande gewesen war. Er kannte den Namen Hugh Halford nicht. Halford musste erst während der vergangenen sechs Jahre in die Gegend um Farell-Town gekommen sein. Er konnte nicht erwarten, dass ihm dieser Rancher Glauben schenkte. Wieder wurde er sich bewusst, dass er zu einem Fremden in diesem Landstrich geworden war. Bitterkeit stieg leise in ihm auf.

    »Du schweigst?«, knurrte Halford drohend.

    »Ich kann nichts anderes sagen, als ich bereits getan habe«, erklärte Barry rau.

    »Well, du willst es also nicht anders. Vielleicht wirst du vernünftiger, wenn du erst einmal den Strick um den Hals hast. Los Boys, schaffen wir ihn zu dem Baum. Dann werden wir schon sehen, wie viel er weiß.«

    Barry wollte einen Versuch machen, den Kreis der Umstehenden zu durchbrechen. Aber es waren ungefähr ein Dutzend Männer, die er gegen sich hatte. Er hatte nicht die geringste Chance. Die Arme wurden ihm brutal auf den Rücken gerissen. Lederriemen schlangen sich um seine Handgelenke.

    Er hatte sich seine Rückkehr in das Farell-Town-County anders vorgestellt.

    2. Kapitel

    Fünf Minuten später saß Barry Whitloe regungslos auf dem Rücken seines Pferdes. Die Äste der Pinie streckten sich über ihm. Und von einem dieser Äste führte straff das Lasso herab, das am Baumstamm festgebunden war. Die Schlinge lag eng um Barrys Hals und scheuerte gegen die Haut. Die Reiter hatten einen Ring um ihn gebildet. Einer von ihnen war abgesessen, stand seitlich hinter dem Rotfuchs und hielt einen abgebrochenen Pinienzweig zum Schlag erhoben. Wenn dieser Schlag das Pferd traf, würde es vorwärts schnellen und die Lasso-Schlinge würde den Mann von seinem Rücken reißen.

    Barry Whitloe fühlte den Schweiß auf seiner Stirn. Seine Lippen waren trocken und rissig. Das Blut hämmerte in seinen Schläfen. Und die Falten in seinem Gesicht hatten sich vertieft. Es war ein graues Gesicht mit Augen, in denen ein merkwürdiges Feuer brannte.

    »Nun«, ließ sich Hugh Halfords raue Stimme hören, »willst du noch immer nicht vernünftig sein?«

    »Soll ich gestehen, dass ich ein Rustler bin, wenn das gar nicht wahr ist?«, fragte Barry kratzend.

    »Dieser Narr!«, rief einer der Reiter ungeduldig. »Wir vergeuden nur Zeit mit ihm. Boss, dieser Kerl ist zu verstockt, um die Wahrheit zu sagen.«

    Halford hielt beide Fäuste auf das Sattelhorn gestützt. Er starrte Barry grimmig an.

    »Ich habe dir einen Weg gezeigt, dein Leben zu retten! Wenn du gerne sterben willst – Whitloe, dann kannst du es haben. Mit einem schuftigen Rustler hat keiner von uns Mitleid, das kannst du mir glauben!«

    »Halford!«, sagte Barry heiser. »Wenn Sie mir nicht glauben, dann verlange ich wenigstens, vor eine ordentliche Jury gestellt zu

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