Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Mein Blutsbruder: Die Jagd auf das Apachen-Gold

Mein Blutsbruder: Die Jagd auf das Apachen-Gold

Vorschau lesen

Mein Blutsbruder: Die Jagd auf das Apachen-Gold

Länge:
166 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
8. Feb. 2022
ISBN:
9783755407386
Format:
Buch

Beschreibung

Der junge Haadi'a, Sohn von Intschu-tschuna, der sich kürzlich durch eine heldenhafte Tat seine Kriegernamen Winnetou verdient hat, ist mit seinem Indianer-Bruder Oriole auf dem Weg in das Dorf der Mescalero, als sie auf einen schwerverletzen Indianer stoßen, der ihnen im Sterben seine größte Sünde verrät: Er sei vor vielen Monden in der Hoffnung auf Ruhm dem Lockruf des Weißen Mannes gefolgt, habe ihm die geheimen Lagerstätten des Apachen-Goldes verraten und wurde wenig später selbst verraten, indem man ihm nach dem Leben trachtete.
 
Wenig später machen sich die jungen Krieger auf den Weg, den Verbrecher, dessen Name dem Sterbenden nicht mehr über die Lippen kam, aus dem Land der Apachen zu vertreiben. Doch ihr Gegner ist mächtig und skrupellos, und er geht über Leichen, um sein Ziel, das Gold der Apachen, zu erreichen. Seine Opfer werden nicht nur Indianer sein …
Herausgeber:
Freigegeben:
8. Feb. 2022
ISBN:
9783755407386
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Mein Blutsbruder

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Mein Blutsbruder - Tomos Forrest

Impressum

Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv

Cover: © by Kathrin Peschel nach einem Motiv von Klaus Dill, 2022

Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten

Inhaltsverzeichnis

Impressum

Das Buch

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10. Kapitel

11. Kapitel

12. Kapitel

13. Kapitel

14. Kapitel

15. Kapitel

16. Kapitel

17. Kapitel

18. Kapitel

19. Kapitel

20. Kapitel

Aus der Feder von Tomos Forrest sind weiterhin erhältlich:

Das Buch

Der junge Haadi’a, Sohn von Intschu-tschuna, der sich kürzlich durch eine heldenhafte Tat seine Kriegernamen Winnetou verdient hat, ist mit seinem Indianer-Bruder Oriole auf dem Weg in das Dorf der Mescalero, als sie auf einen schwerverletzen Indianer stoßen, der ihnen im Sterben seine größte Sünde verrät: Er sei vor vielen Monden in der Hoffnung auf Ruhm dem Lockruf des Weißen Mannes gefolgt, habe ihm die geheimen Lagerstätten des Apachen-Goldes verraten und wurde wenig später selbst verraten, indem man ihm nach dem Leben trachtete.

Wenig später machen sich die jungen Krieger auf den Weg, den Verbrecher, dessen Name dem Sterbenden nicht mehr über die Lippen kam, aus dem Land der Apachen zu vertreiben. Doch ihr Gegner ist mächtig und skrupellos, und er geht über Leichen, um sein Ziel, das Gold der Apachen, zu erreichen. Seine Opfer werden nicht nur Indianer sein …

***

1. Kapitel

Das gereizte Fauchen des Pumas war eine Warnung, aber der Mann, dem sie galt, reagierte zu spät. Er kniete neben dem eben erlegten Puma-Weibchen und hatte damit begonnen, mit der breiten Klinge seines Messers die ersten Schnitte zu ziehen, um die kostbare Haut abzustreifen. Seine abgefeuerte, einschüssige Büchse lag im üppigen Gras beim Wasserloch.

Es war ein prachtvolles, ausgewachsenes Tier und mochte die für ein Weibchen beachtliche Länge von gut anderthalb Metern aufweisen. Das ins silbergrau spielende, dichte Fell war es, das den Jäger angelockt hatte. Zwei Tage hatte er am Wasserloch gelegen und der unbarmherzig niederbrennenden Sonne getrotzt.

Als jetzt das Fauchen in ein dunkles Grollen überging, hatte sich der Jäger halb erhoben und kniete, das breite Jagdmesser stoßbereit in der Hand. Doch viel Zeit zur Abwehr des Silberlöwen blieb ihm nicht mehr. Der Blutgeruch der getöteten Gefährtin hatte das Tier zum Äußersten gereizt. Jetzt schnellte es sich wie eine Feder vom Boden und flog auf den Jäger zu.

»Ndołkah (Puma)!«, rief er erschrocken aus, aber das mächtige Tier war nicht mehr aufzuhalten.

Der Mann wurde von dem mächtigen Anprall mitgerissen und stürzte zur Seite. Verzweifelt versuchte er, den Puma mit seinem Jagdmesser zu töten, aber das Tier wehrte sich wie rasend. Die langen, scharfen Krallen fuhren wie Dolche durch das lederne Jagdhemd und gruben sich tief in die Schultern des Jägers.

Die Schmerzen trieben dem Menschen die Tränen in die Augen und machten ihn fast wahnsinnig. Je öfter der Puma seine Pranken in eine neue Stelle seines Körpers hieb, je mehr die grässlichen Schmerzen ihn an den Rand des Erträglichen trieben, desto verzweifelter wurden seine Abwehrstöße. Ihm wurde schwarz vor den Augen und er spürte bereits, dass er aus der tödlichen Umklammerung des Tieres nicht mehr entkommen konnte.

Plötzlich glaubte der Jäger, eine helle Gestalt zu erkennen, die sich langsam auf ihn zubewegte. Er konnte nicht sagen, ob es eine Frau oder ein Krieger war, aber mit einem lauten Schrei versuchte er, die Aufmerksamkeit des Fremden zu erreichen. Doch das Bild verschwand wieder.

Schwarze und rote Nebel waberten jetzt vor seinen Augen, ein letzter, verzweifelter Stoß des Jagdmessers, und er ließ ermattet in seiner Gegenwehr nach. Das letzte Geräusch, das er vernahm, war nicht das fauchende Tier, sondern ein Donnerschlag. Als er in den schwarzen Abgrund fiel, verschwand zugleich das schwere Gewicht auf seinem Körper. Er hörte nicht mehr, wie jemand etwas rief, und auch die Berührung des Fremden auf seinem Gesicht spürte er nicht.

Bik'egu'in Dán, Der uns Leben schenkt, hatte sein Schicksal selbst in die Hand genommen. Ndołkah, der Silberlöwe, hatte seine Gefährtin gerächt, und dem Herrn über das Leben gefiel das offenbar.

Es war der Schmerz, der den Jäger betäubt hatte, und es war ein heftiger Schmerz, der ihn wieder zurück ins Bewusstsein drängte. Aber der Jäger fühlte sich matt und zerschlagen, hatte noch nicht einmal das Bedürfnis, die Augen zu öffnen. Dann drangen leise Stimmen an sein Ohr, und gleich darauf nahm er auch den Brandgeruch wahr.

Erneut waren es Stimmen, die er unterscheiden konnten.

Sie sprachen leise, aber doch verständlich. Und vor allem waren es vertraute Laute, die ihn schließlich dazu brachten, seine Augen aufzureißen. Selbst diese Anstrengung tat ihm weh, aber sie wurde sofort bemerkt.

»Er schlägt die Augen auf, Bruder!«

»Kannst du uns verstehen? Nein, sprich nur mit den Augen. Schließe sie einmal für ›ja‹, zweimal rasch für ›nein‹«, bat der Sprecher.

Der Jäger antwortete auf diese Weise.

Jetzt erschien plötzlich ein Gesicht dicht vor ihm.

Es war ganz offensichtlich ein noch sehr junger Krieger.

Und er musste Schlimmes durchgemacht haben.

Der Jäger erkannte, dass seine Haare erst wieder begonnen hatten, zu wachsen. Durch irgendeine furchtbare Katastrophe mussten sie verbrannt sein, denn seine Kopfhaut schimmerte in verschiedenen Farbtönen noch sehr durch die Haarstoppeln.

Ein junger Krieger des Volkes!, dachte der Jäger. Vielleicht hat er sogar bereits seinen Namen gefunden. So, wie er gesprochen hat, muss er von unserem Volk sein, den Shis-Inday. Ist es denn möglich, dass ich den Kampf mit dem Puma durch ihn und den anderen überlebt habe? Aber mein Körper brennt, als läge er im Feuer. Mit diesen Gedanken beschäftigt, spürte der Jäger, wie der junge Mann eine Hand behutsam unter seinen Kopf schob, um ihn sanft anzuheben. Anschließend tränkte eine kühle Flüssigkeit seine Lippen, und er schluckte dankbar.

»Du bist unter Freunden, keine Sorge! Wir kamen gerade, als du im Kampf mit dem Silberlöwen unter ihm lagst – mein Schuss tötete ihn. Wir haben deine Wunden versorgt und dich hier in diese Höhle geschafft, wo das Feuer brennt und wir uns ausruhen können, ohne entdeckt zu werden.«

Der Jäger wollte etwas antworten, aber jedes Wort fiel ihm schwer.

Er spürte bei jeder Bewegung seinen zerrissenen Körper und wusste, dass er nicht mehr lange leben würde.

»Mein Name ist Chowilawu, und ich habe schweres Unrecht auf mich geladen. Nein, hört mich an, meine Brüder, ich muss reden, solange es mir noch möglich ist! Der-uns-Leben-schenkt hat mich berührt, und ihr wisst, was das bedeutet. Mein Körper wurde im Kampf mit dem Puma zerfleischt, ich weiß es, er brennt wie Feuer. Aber ich spüre eure Hilfe, ihr habt alles getan, meine Schmerzen zu mildern. Hört mir zu, Brüder, wir sind alle vom Volk der Shis-Inday, ich höre es an euren Stimmen. Das ist gut, und ich danke Dem-er-uns-Leben-schenkt dafür.«

Die lange Rede war zu viel für den Schwerverletzten, sein Kopf sank zurück. Zwar bemühten sich die beiden jungen Männer redlich um ihn, hoben erneut seinen Kopf und versuchten, ihm etwas Wasser einzuflößen.

»Hör mir jetzt zu. Chowilawu, du wirst leben. Du musst nur stark sein und kämpfen, dann wirst du wieder gesund werden. Sprich nicht so viel, wir bleiben bei dir. Hier sind wir in Sicherheit, niemand wird uns finden. Diese Höhle wurde bei unseren Jagdzügen von mir und meinem Bruder Oriole entdeckt. Mein Name ist Winnetou, ich bin der Sohn von Intschu tschuna.«

»Intschu tschuna!«, wiederholte der Jäger, und sein von den Tatzen des Pumas zerfetztes Gesicht schien sich zu einem Lächeln zu verziehen. »Es ist lange her, dass ich den Häuptling sprach!«

»Du kennst meinen Vater, Chowilawu? Aber wo lebst du?«, rief der junge Krieger begeistert aus. Er bemühte sich, den Schwerverletzten ein wenig von seinen Schmerzen abzulenken, aber der Jäger hatte schon wieder erschöpft die Augen geschlossen und schien eingeschlafen zu sein.

»Lass ihn, Winnetou!«, sagte Oriole leise. »Er braucht den Schlaf dringend, wir sollten ihn ruhen lassen.«

Winnetou schüttelte den Kopf.

»Es ist der Schlaf des Todes, mein Bruder. Sieh sein Gesicht, und du erkennst, wie sich die Weißbemalte Frau ihm nähert. Sie hat schon seine Hand ergriffen, Oriole.«

Ergriffen betrachteten die beiden beim flackernden Feuerschein das Gesicht des Mannes, der sich Chowilawu nannte.

Doch die kurze Pause hatte ihm genügt, erneut schlug er die Augen auf, sah sich verwundert um und schien sich dann zu besinnen. Zugleich huschte ein scharfer Zug über sein Gesicht, erneut hatten ihn die Schmerzen gepackt.

»Hört mich an, Brüder … ich habe vor vielen Monden meinen Stamm verlassen. Es war Unrecht von mir, denn ich folgte … dem Lockruf der weißen Männer.«

Chowilawu strengte jedes Wort an, erneut hielt er inne und holte tief Luft, bevor er fortfuhr: »Sie versprachen mir … Pferde und Gewehre … Ich hatte nichts und wollte doch … heiraten. Also folgte ich den Männern, die auf der Suche nach dem Gold der Apachen waren …«

»Du sprichst vom Gold unseres Volkes?«, antwortete Winnetou erschrocken, und der Sterbende antwortete nur mit dem Schließen seiner Augen. Rasch griff der junge Krieger zu dem ausgehöhlten Kürbis mit ihrem Wasservorrat und setzte ihn vorsichtig an die Lippen des Jägers. Aber das meiste Wasser lief ihm aus dem Mund, und Winnetou musste aufpassen, dass er sich nicht dabei verschluckte.

»Es ist gut, mein … junger Bruder. Chowilawu hat nicht mehr … viel Zeit. Er sieht die Weißbemalte Frau, die ihm zulächelt. Nur eines sollt ihr wissen … Wir fanden Gold bei dem alten … Hüter. Einer der Männer tötete ihn … sofort. Drei Mexikaner dabei, Brüder. Als sie das Gold in der Höhle sahen, wollten die anderen auch mich … töten, aber ich entkam …«

Seine Stimme wurde immer leiser und erstarb schließlich in einem Röcheln.

»Wer sind diese Männer, Chowilawu? Sprich mit uns!«, rief Winnetou aufgeregt und beugte sich dicht über den Kopf des Sterbenden, um jede Silbe zu hören, die noch über dessen Lippen kam.

Es dauerte diesmal so lange, dass die beiden jungen Krieger schon fürchteten, dass der Jäger an seinen schweren Verletzungen verstorben sei, als sich plötzlich seine Lippen noch einmal bewegten.

Winnetou hielt sein Ohr dicht an den Mund des sterbenden Jägers und vernahm seine letzten Worte.

»Der … Anführer … nneezi … M…Brad…«

»Ich verstehe dich nicht, wie ist sein Name?«

Ein Zittern durchlief den geschundenen Körper, der Jäger streckte sich und sank dann mit einem leisen Seufzer zurück.

»Zu spät!«, sagte Winnetou leise und sah den Toten mitleidig an.

Schließlich erhob er sich und trat vor den Höhleneingang, um seinen Blick hinauf zu den Sternen zu richten. Seine Gedanken wanderten zu den Ahnen, von denen ihm die Alten erzählt hatten. So stand er lange Zeit sinnend und sah auch nicht zu seinem Jugendfreund Gaagé, als der neben ihn trat.

Auch Gaagé hatte inzwischen seinen Kriegernamen erhalten und hieß nun Oriole. Die beiden waren auf einem Jagdzug

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Mein Blutsbruder denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen