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Die Olchis und die grüne Mumie

Die Olchis und die grüne Mumie

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Die Olchis und die grüne Mumie

Länge:
148 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
1. Mai 2012
ISBN:
9783862741861
Format:
Buch

Beschreibung

Der Fluch der goldenen Gräte: Olchi-Abenteuer im alten Ägypten. Auch Olchis bilden sich bisweilen, und deshalb besuchen Olchi-Papa und die Olchi-Kinder die große Ägyptenausstellung. Aber sie sind anders als Menschenbesucher: Die Olchi-Kinder legen sich nämlich in den köstlich muffelig riechenden Sarkophag einer alten Mumie und schlafen dort ein. Doch an diesem Abend wird die Ausstellung abgebaut und nach Ägypten zurückgebracht. Und schon stecken die Olchis mitten in einem neuen Abenteuer: Nachdem sie die Pyramide eines Olchi-König entdeckt und dort eine goldene Fischgräte entwendet haben, geschehen unheimliche Dinge. Sollte ein Fluch auf der Gräte liegen?

Olchig-frech und extra spannend: der vierte Olchi-Kinderroman mit vielen farbigen, zum Teil ganzseitigen, Bildern vom Autor.
Freigegeben:
1. Mai 2012
ISBN:
9783862741861
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Olchis und die grüne Mumie - Erhard Dietl

Titelseite

Eine kleine Olchi-Kunde

Hattest du in deiner Schule schon einmal Olchi-Kunde? Nein? Das macht gar nichts! Hier sind die zehn wichtigsten Dinge, die du über die Olchis wissen musst:

1.  Die Olchis sind grün wie Rahmspinat. Sie haben lange Knubbelnasen im Gesicht und auf ihrem Kopf sitzen drei olchige Hörhörner. Damit hören sie die Ameisen husten, die Regenwürmer rülpsen und die Gänseblümchen wachsen. Mit ihrem mittleren Hörhorn können sie alle Sprachen der Welt verstehen.

2.  Die Olchis haben sehr starke Zähne. Damit knacken sie Plastik, Holz, Glas und sogar Metall. Auf ihrer Schmuddelfinger Müllkippe finden sie herrliche Leckereien und meistens haben sie einen gewaltigen Appetit. Die Olchis sind richtige Feinschmecker, am liebsten mögen sie faulige und schön vergammelte Sachen. Sie vertilgen alte Schuhsohlen wie Wiener Schnitzel, schlürfen Schuhbänder wie Spaghetti und kauen rostige Nägel, genau so wie die Menschen Gummibärchen kauen. Wenn die Olchi-Mama Schmuddeltopf mit Gräten und Schlammknödeln kocht oder leckere Topfdeckel- und Radkappen-Pizza backt, dann freut sich die Olchi-Familie ganz besonders.

Und wenn sie Durst haben, dann trinken sie braune Schmuddelbrühe und auch gern mal ein Schlückchen Fahrradöl. Das mag der Olchi-Opa am allerliebsten.

3.  Die Olchis bekommen niemals Bauchweh, obwohl sie so merkwürdige Sachen verspeisen. Aber wehe, wenn sie etwas Frisches erwischen! Dann geht es ihnen gar nicht gut und sie bekommen am ganzen Körper bunte Flecken.

4.  Die Olchis feiern ihren Geburtstag, wann sie wollen und so oft sie wollen. Und sie rülpsen und pupsen, wann immer ihnen danach zumute ist.

5.  Die Olchis waschen sich nie und verströmen einen sehr olchigen Geruch. Deshalb sind sie oft von Fliegen umgeben, denn nur die Fliegen haben diesen Geruch gern. Aber wenn die Olchis gähnen und ihren Olchi-Mund weit aufreißen, wird es sogar den Fliegen zu viel. Sie stürzen ab und fallen tot auf den Fußboden.

6.  Die Olchi-Haare sind so hart wie Draht. Man kann sie nicht mit einer Schere schneiden und bräuchte schon eine Kneifzange dazu. Aber wieso sollten sich die Olchis auch die Haare schneiden?

7.  Die Olchis sind zwar klein, aber sehr stark. Sie haben Muskeln wie aus Eisen, und alle zusammen können sie sogar einen dicken Elefanten in die Luft stemmen.

8. Die Olchis freuen sich immer, wenn es regnet. Dann hüpfen die Olchi-Kinder in den schlammigen Pfützen herum und schleudern sich fette Matschknödel an ihre Knubbelnasen.

9.  Die Olchis haben es gern gemütlich und muffeln am liebsten den ganzen Tag vor sich hin. Sie nehmen gern ein schönes Müllbad und warten darauf, dass der Regen fällt. Die kleinen Kröten, Ratten und Schneckeriche auf der Schmuddelfinger Müllkippe leisten ihnen dabei gern Gesellschaft.

10.  Wenn die Olchis besonders gute Laune haben, singen sie ihr Olchi-Lied. Und wenn sie schlechter Laune sind? Dann können sie die allergrässlichsten Olchi-Flüche ausstoßen. Muffelfurzteufel! Käsiger Gichtgräten-Furz! Krötiger Schlamm-Hühnerich!

Geburtstag! Geburtstag!

Die Schmuddelfinger Müllkippe war ein echtes Olchi-Paradies. Mäuse und Ratten spielten unter den rostigen Bettgestellen Verstecken und auf den alten Autoreifen quakten grüne Kröten. An rostigen Ölfässern klebten fette faule Schnecken und Tausende fleißiger Ameisen trippelten in langen Prozessionen geschäftig über den Fußboden.

Die Olchis genossen das sumpfig-faulige Lüftchen, das immer über ihrer Müllkippe wehte. Sie kratzten sich gemütlich die Bäuche, blinzelten in die Sonne und warteten auf Regenwetter. Das Leben konnte nicht schöner sein! Aber auch im krötigsten Paradies braucht man hin und wieder ein bisschen Abwechslung.

»Gefurztag! Wir haben heute Gefurztag!«, riefen die Olchi-Kinder. Sie trommelten mit langen Stöcken auf einem alten Ölfass herum und machten dabei einen Höllenlärm.

Olchi-Papa versuchte gerade in seiner Müllbadewanne ein kleines Nickerchen zu machen. Aber bei dem Krach, den die Olchi-Kinder veranstalteten, war an Schlaf nicht zu denken.

Olchi-Papa hielt sich die Hörhörner zu und grummelte: »Ihr hattet doch erst letzte Woche Geburtstag! Muss das denn schon wieder sein?«

»Ein Olchi feiert Gefurztag, wann er will und wo er will und so lange er will!«, riefen die Olchi-Kinder und trommelten jetzt auch an Olchi-Papas Badewanne herum.

»Pampige Rostbeule, den Spruch kenn ich inzwischen«, knurrte Olchi-Papa. »Aber trotzdem! Diese ewigen Geburtstage gehen mir langsam furchtbar auf die Nerven.«

»Wir möchten heute gar keine Geschenke«, sagte das eine Olchi-Kind.

»Wir wünschen uns nur einen Ausflug in den Zoo nach Gammelsberg«, erklärte das andere Olchi-Kind.

»Gute Idee!«, hörten sie Olchi-Mama aus der Olchi-Höhle rufen. »Olchi-Papa könnte ruhig mal wieder was mit den Kindern unternehmen, der alte Stinkstiefel!« Sie war gerade dabei, das Wohnzimmer mit Staub zu verdrecken. Auch ein paar faule Eier hatte sie aufgeschlagen, denn das gab immer so ein herrlich olchiges Düftchen.

»Aber ich nehme gerade mein Müllbad!«, schimpfte Olchi-Papa. Dass die Olchi-Kinder gerade jetzt ihren Geburtstag feiern wollten, kam ihm doch sehr ungelegen.

»Wir möchten so gern die giftigen Schlangen und die stinkigen Tiere sehen!«, rief das eine Olchi-Kind.

»In den Zoo! In den Zoo!«, quengelte das andere Olchi-Kind.

Olchi-Papa seufzte. »Kann das nicht Opa machen?« Er schaute sich hoffnungsvoll nach Olchi-Opa um.

Doch der war gerade beschäftigt. Er hockte neben der Höhle auf einem Autoreifen und dressierte seine Flöhe. Olchi-Opa war nämlich seit Kurzem Zirkusdirektor. Er hatte einen kleinen Flohzirkus gegründet und hütete seine Flöhe wie einen Schatz. Sie konnten winzige selbst gebastelte Wägelchen ziehen, über Hürden hüpfen oder mit Minischirmchen über aufgespannte Fäden balancieren.

Olchi-Opa hatte gerade also wirklich keine Zeit.

Vielleicht konnte ja die Olchi-Oma mit den Kindern Geburtstag feiern?

Nein, auch sie hatte keine Zeit. Olchi-Oma versuchte gerade, das plärrende Olchi-Baby zu beruhigen. Das arme Olchi-Baby hatte wieder mal irgendetwas Frisches geknabbert, und da die Olchis frische Sachen überhaupt nicht vertragen, hatte es überall bunte Flecken bekommen. Die Olchi-Oma hatte ihm deshalb einen schönen Stinkersocken-Wickel gemacht und eine alte Fischgräte zum Nuckeln gegeben. Jetzt wiegte sie das Olchi-Baby liebevoll im Arm und summte ihm ein olchiges Schlaflied ins Ohr.

Olchi-Papa kletterte aus seiner Müllwanne und brummte: »Na gut, beim krötigen Hühnerfurz! Dann geh ich eben mit euch, wenn es unbedingt sein muss.«

Die Olchi-Kinder freuten sich. Sie durften gleich den verschlafenen Drachen Feuerstuhl aus seiner Garage holen und auftanken.

Feuerstuhl soff einen ganzen Eimer voll Schuppenwurz-Brühe, die für ihn wie Benzin war, dann konnte es losgehen.

Die Olchi-Kinder kletterten mit Olchi-Papa auf seinen schuppigen Rücken. Feuerstuhl gähnte – und ein paar Fliegen, die sich auf seiner Nase niedergelassen hatten, stürzten ab und fielen tot auf den Fußboden.

Der Drache ließ noch eine gelbliche Stinkerwolke aus der Nase fahren, dann knatterten sie los in Richtung Gammelsberg, wo es den schönsten Zoo der ganzen Welt gab.

Kaum hatten sie die Müllkippe hinter sich gelassen, da waren sie auch schon über den Dächern von Schmuddelfing. Sie folgten der langen Landstraße hinüber nach Gammelsberg, ohne zu ahnen, dass sie auf dem

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