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Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

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Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

Länge:
394 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
1. März 2022
ISBN:
9783753202075
Format:
Buch

Beschreibung

Dieser Band enthält folgende Krimis:



Ein Toter schießt zurück (Cedric Balmore)

Im Zeichen der Fliege (Alfred Bekker)

Trevellian, Shoron und die Dollar-Haie (Horst Friedrichs)







»Überfall!« brüllte einer der Maskierten. Geduckt hastete er auf den Bankschalter zu, als müsse er mit einem Gegenangriff rechnen. Seine Pistole hielt er mit ausgestrecktem Arm im Anschlag.

Der andere war mit einem Satz zur Seite gesprungen und verharrte breitbeinig beim Eingang. Deutlich war zu erkennen, daß sein Zeigefinger am Abzug der Maschinenpistole lag. Eine gedrungene Waffe, kein amerikanisches Fabrikat.

Der mit der Pistole beugte sich über den Schalter.

Nicht mehr als eine Handbreite war die Laufmündung von Bowers’ Gesicht entfernt. Er stand wie gelähmt und wagte nicht, sich zu rühren. Grelle Angst marterte seine Sinne und ließ vor seinem geistigen Auge das grauenhafte Bild entstehen, wie großkalibrige Kugeln aus nächster Nähe seinen Kopf zerschmetterten.
Herausgeber:
Freigegeben:
1. März 2022
ISBN:
9783753202075
Format:
Buch

Über den Autor

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.


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Buchvorschau

Killer schießen zurück - Alfred Bekker

Cedric Balmore, Alfred Bekker, Horst Friedrichs

Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

UUID: 1944e573-3167-4f62-8e48-376fabdbf5a2

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Inhaltsverzeichnis

Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

​Copyright

​Ein Toter schießt zurück: Kriminalroman

Im Zeichen der Fliege

Trevellian, Sharon und die Dollar-Haie

Killer schießen zurück: 3 Top Krimis

Horst Friedrichs, Cedric Balmore, Alfred Bekker

Dieser Band enthält folgende Krimis:

Ein Toter schießt zurück (Cedric Balmore)

Im Zeichen der Fliege (Alfred Bekker)

Trevellian, Shoron und die Dollar-Haie (Horst Friedrichs)

»Überfall!« brüllte einer der Maskierten. Geduckt hastete er auf den Bankschalter zu, als müsse er mit einem Gegenangriff rechnen. Seine Pistole hielt er mit ausgestrecktem Arm im Anschlag.

Der andere war mit einem Satz zur Seite gesprungen und verharrte breitbeinig beim Eingang. Deutlich war zu erkennen, daß sein Zeigefinger am Abzug der Maschinenpistole lag. Eine gedrungene Waffe, kein amerikanisches Fabrikat.

Der mit der Pistole beugte sich über den Schalter.

Nicht mehr als eine Handbreite war die Laufmündung von Bowers’ Gesicht entfernt. Er stand wie gelähmt und wagte nicht, sich zu rühren. Grelle Angst marterte seine Sinne und ließ vor seinem geistigen Auge das grauenhafte Bild entstehen, wie großkalibrige Kugeln aus nächster Nähe seinen Kopf zerschmetterten.

​Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / COVER STEVE MAYER

© dieser Ausgabe 2022 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Alles rund um Belletristik!

​Ein Toter schießt zurück: Kriminalroman

Cedric Balmore

Sein Atem kam laut und keuchend wie bei einem Kranken. Aber ihn quälte kein Asthma, das war zu hören. Er hatte Angst.

»Brown«, sagte er schließlich. »James Brown.«

ich drückte auf den Knopf, der das Bandgerät in Tätigkeit setzte. Es konnte nicht schaden, das Telefongespräch mitzuschneiden. Sobald ein Anrufer sich als Brown, Miller oder Smith meldete, konnte man mit neun gegen eins wetten, daß er sich zu tarnen versuchte.

»Ich höre«, sagte ich.

»Ich habe eine wichtige Nachricht für Sie, Trevellian. Da ist ein Begräbnis. Morgen. Aber die Tote wird nicht in ihrem Sarg liegen. Sie wird…«

Er unterbrach sich.

»Was wird sie?« drängte ich.

Er schwieg. Das Atemgeräusch war wie abgeschnitten, aber die Verbindung blieb aufrechterhalten.

»Hallo?« rief ich.

Dannn fielen die Schüsse, gleich zwei hintereinander.

»Leslie…« drang es kaum hörbar an mein Ohr. Es war die Stimme eines Sterbenden. Zumindest klang sie so.

Im nächsten Moment klickte es in der Leitung, dann ertönte das Freizeichen. Ich legte auf.

»Was ist los?« fragte mich mein Freund und Kollege Milo Tucker.

Ich spulte das Band zurück und ließ es mit eingestelltem Lautsprecher ablaufen. Milo hörte sich an, was geschehen war.

***

»Mord«, sagte er.

Ich griff nach dem Telefon und wählte eine Nummer. »Trevellian, FBI. Gibt es eine Stelle, die zentral alle städtischen Begräbnisse erfaßt? — Ja? — Gut. Ich muß wissen, wie viele Mädchen und Frauen morgen begraben werden — und außerdem möchte ich herausfinden, welche der Toten mit Zu- oder Vornamen Leslie heißt.«

Ich legte auf. »Du mußt die Kollegen von der Kriminalpolizei benachrichtigen«, sagte Milo. »Dieser Fall betrifft uns nicht.«

»Doch«, sagte ich. »Der Unbekannte hat ausdrücklich mich verlangt. Ich fühle mich für das Geschehen mitverantwortlich.«

Milo stülpte die Unterlippe nach vorn. »Warum sollte jemand eine Tote stehlen?« fragte er.

»Ich weiß es nicht. Im übrigen hat er nur gesagt, daß sie nicht in ihrem Sarg liegen wird.«

»Soll das heißen, daß sie gar nicht tot ist — und daß es jemand darauf anlegt, den Tod zu simulieren? Das würde auf einen Versicherungsbetrug hinweisen.«

»Ich weiß es nicht«, erwiderte ich. »Das Ganze kann ein Scherz sein«, meinte Milo. »Das würde nicht zum erstenmal passieren. Ein paar Halbwüchsige spielen Mord. Wahrscheinlich liegen sie jetzt auf dem Boden und krümmen sich vor Lachen.«

»Schon möglich.«

»Hm«, meinte Milo, irritiert von meinem ernsten Gesichtsausdruck. »Manche mögen’s spannend. Du gehörst dazu.«

»Ich und der Mörder«, sagte ich.

»Laß das Band noch einmal ablaufen«, bat er.

Ich tat ihm den Gefallen. Milo runzelte die Augenbrauen und schüttelte den Kopf.

»Das laute Atmen ist gespielt«, meinte er. »Es wirkt aufgesetzt, forciert. Ich halte das Ganze für einen geschmacklosen Halbstarkenscherz.«

Das Telefon klingelte. Ich griff nach dem Hörer und meldete mich.

»Der Tod hat Hochkonjunktur«, teilte mir ein Kollege mit. »Morgen werden dreihundertvierundzwanzig Begräbnisse durchgeführt. Nur zwei der Verblichenen heißen Leslie. Mit Vornamen.«

»Die Einzelheiten bitte«, sagte ich und griff nach meinem Kugelschreiber.

»Leslie Stewart, siebenundsechzig, Witwe eines Müllwerkers. Wird in Brooklyn begraben auf dem Zentralfriedhof.«

»Und die zweite?«

»Heißt Brown«, sagte er. »Leslie Brown.«

***

Ich stellte meine Lauscher hoch. Vielleicht hatte der Anrufer sich doch nicht getarnt, vielleicht war er ein naher Verwandter der Toten gewesen.

»Sie wurde das Opfer eines Verkehrsunfalls«, sagte der Anrufer. »Mit zweiunddreißig. St. John’s Cemetary.«

»Danke«, sagte ich und legte auf.

Milo hatte über einen Zweithörer mitbekommen, was der Teilnehmer gesagt hatte.

»Was nun?« wollte er wissen.

»Wir gehen zum Begräbnis. Du kümmerst dich um die Müllwerkerswitwe, und ich sehe mir an, was mit den Browns los ist. Es muß doch festzustellen sein, ob einer aus ihrem Clan plötzlich verschwunden ist.«

***

Am nächsten Morgen pilgerte ich im dunklen Anzug am Ende einer etwa zwanzig Personen umfassenden Trauergemeinde hinter einem von sechs Männern getragenen Sarg her.

Die Hinterbliebenen waren einfache Leute mit geröteten, von tiefem Leid gekennzeichneten Gesichtem. Niemand weinte, aber es war zu spüren, wie tief sie das Geschehen bewegte.

Der Methodistenprediger, der mit großen Gesten und noch größeren Worten das Leben der Verstorbenen würdigte, vermochte die Gefühle der Anwesenden kaum anzurühren. Immerhin gab er mir Gelegenheit, einen kurzen Überblick über das Lehen der Leslie Brown zu gewinnen. Selbst wenn man unterstellte, daß der Prediger mit Rücksicht auf die Hinterbliebenen gewisse positive Übertreibungen einbaute, gab es in diesem Lebenslauf kaum einen schwachen Punkt zu entdecken.

Leslie Brown hatte fleißig ihre Kir che besucht; sie war als freiwillige Helferin in der Bürgeraktion »Helft kranken Kindern« tätig gewesen und war in dem Kaufhaus, wo sie als Stenotypistin gearbeitet hatte, sehr beliebt gewesen. Sie hinterläßt außer ihren Eltern noch einen Bruder, der mit gesenktem Kopf und zuckendem Mund dem ausgehobenen Grab am nächsten stand.

Der Unfall, dessen Opfer das Mädchen geworden war, hatte noch zwei weitere Opfer gekostet und war durch die brechende Achse eines Sattelschleppers verursacht worden.

Ich musterte verstohlen die Gesichter der Anwesenden. Es war nicht schwer, die Familie von den Trauergästen zu trennen. Ein paar junge Mädchen — offenbar Leslies Kolleginnen — sahen genauso bedrückt aus wie die Familie selbst.

Es war praktisch nicht vorstellbar, daß diese einfachen Leute in irgendeinen Zusammenhang mit einem Verbrechen ge bracht werden konnten, aber natürlich wäre es falsch gewesen, sich nur nach dem Augenschein zu orientieren.

Nach dem Begräbnis nahm ich einen der Sargträger beiseite. Er war ziemlich erstaunt, als ich ihm meinen Ausweis präsentierte. »Wir haben einen etwas seltsamen Anruf bekommen«, erklärte ich ihm. »Er muß nichts zu bedeuten haben, aber wir sind verpflichtet, ihm nachzugehen. Deshalb muß ich einige Fragen an Sie richten. Wann haben Sie den Sarg verschlossen?«

»Schätzungsweise vor einer halben Stunde«, antwortete er. »Nachdem die Angehörigen den Raum verlassen hatten, in dem die Tote aufgebahrt wurde.«

»Haben Sie den Sarg unmittelbar danach ins Freie getragen?« wollte ich wissen.

»Ja, Sir.«

»Ich hatte den Eindruck, daß Sie und Ihre Kollegen an dem Sarg sehr schwer zu tragen hatten«, sagte ich. »Schwerer als sonst?«

»Hm, ich hatte auch das Gefühl«, meinte er kopfnickend, »aber das hat nichts zu sagen. Es kommt ganz darauf an, wer den Sarg liefert. Es gibt Firmen, die zimmern die Kästen noch nach alter Väter Sitte — aus soliden Holzbohlen —, während andere mit Kunststoff und Spanplatten arbeiten. Die Toten selbst wiegen selten viel.«

»Haben Sie die Tote genau angesehen?«

»Da war nicht viel zu sehen«, meinte er. »Sie hat bei dem Unfall starke Kopfverletzungen erlitten — fast der ganze Kopf war bandagiert.«

»Danke«, sagte ich.

Ich kam gerade noch zurecht, um am Friedhofsausgang mitzuerleben, wie sich die Trauergemeinde voneinander verabschiedete. Die Browns — die Eltern, der Sohn und ein älterer Mann — kletterten in einen Wagen, der von Brown junior gesteuert wurde.

Ich ließ sie wegfahren und sprach dann ein blondes, leidlich hübsches Mädchen an. »Sie waren mit Leslie befreundet?« fragte ich sie.

»Ja — sie war meine Arbeitskollegin.«

Das Mädchen hatte blaue, recht intelligent wirkende Augen, so daß ich es riskieren konnte, den Anruf zu erwähnen. Nachdem ich es getan hatte, schloß ich: »Sie werden verstehen, daß wir uns Gedanken über die Geschichte machen. Es steht keineswegs fest, daß Leslie Brown in irgendeinen Zusammenhang mit dem Anruf zu bringen ist, aber die Tatsache, daß sie den gleichen Namen wie der Anrufer hat, ist natürlich nicht zu ignorieren.«

Das Mädchen — es hieß Mary Maple — blickte mir geradewegs in die Augen. »Ich kann mir nicht denken, daß Leslie Brown der Grund des Anrufs gewesen ist«, sagte sie. »Nein, nicht Leslie. Sie hatte keine Feinde. In ihrem Leben gab es keine Geheimnisse. Es ist schlechthin absurd, sich Leslie in Verbindung mit einem Verbrechen vorzustellen.«

»Hatte sie einen Freund?«

»Ja — er war ebenfalls auf dem Begräbnis. Der Junge mit den weißblonden Haaren. Ihm war anzusehen, wie sehr ihn Leslies Tod mitgenommen hat.«

»Das stimmt«, sagte ich. »Sie haben Leslie im Aufbahrungsraum noch einmal gesehen?«

»Viel war da nicht zu sehen«, meinte das Mädchen und starrte ins Leere. »Nur die Nase — Leslies süße, kleine Stupsnase!«

»Sie sind also sicher, daß die Tote im Sarg mit Ihrer Freundin identisch war?«

»Ganz sicher«, meinte sie. »Eine Nase mag nicht viel sein, wenn es darum geht, einen Menschen zu identifizieren — aber in diesem Fall reichte das aus.«

»Wovon leben Leslies Eltern?«

»Der Vater arbeitet als Angestellter in einem Architekturbüro«, antwortete Mary Maple. »Die Mutter ist Hausfrau. Ich war schon einigemal ihr Gast. Es sind sehr fromme, liebe Menschen.«

»Und der Bruder?«

»Der wohnt nicht in New York. Er ist nur wegen des Begräbnisses hergekommen.«

»Was tut er beruflich?«

»Er ist Landvermesser oder so was Ähnliches. Genau weiß ich es nicht. Leslie hing sehr an ihm und hat mir gegenüber oft bedauert, daß er wegen seiner Berufsausbildung nicht mehr bei der Familie sein konnte.«

»Kennen Sie die Einzelheiten des Unfalls?«

»Sicher«, meinte das Mädchen. »Leslie saß im Wagen unseres Abteilungsleiters. Er wohnte ganz in Leslies Nähe und nahm sie abends oft mit nach Hause — zusammen mit seiner Frau, die ebenfalls im Kaufhaus arbeitete. Bei dem Unfall sind alle drei ums Leben gekommen.«

»Danke«, sagte ich, verabschiedete mich und fuhr zurück ins District Office. Milo war bereits da.

»Fehlanzeige bei den Stewarts«, sagte er. »Das sind ganz schlichte Leute. Alles in allem waren es nur Neun, die an dem Begräbnis teilnahmen. Ich habe mir die Frau angesehen. Aufgebahrt, meine ich. Sie ist ordnungsgemäß unter die Erde gekommen.«

»Das scheint auch auf Leslie Brown zuzutreffen«, sagte ich und massierte mir das Kinn. Dann berichtete ich Milo, was ich gesehen und gehört hatte.

»Na bitte«, schnaufte er. »Ich wußte doch gleich, daß sich jemand einen Witz mit uns erlaubt hat.«

Ich lehnte mich zurück und blickte ihn an. »Die Nase und die Bandagen — darüber komme ich nicht hinweg.«

»Was willst du damit sagen?«

Ich beugte mich nach vorn. »Setzen wir einmal den Fall, jemand brauchte einen Sarg und ein normales Begräbnis, um etwas verschwinden zu lassen…«

»Einen Menschen, meinst du?« unterbrach mich Milo.

»Vielleicht einen Menschen«, bestätigte ich schulterzuckend, »vielleicht etwas anderes. Dieser Jemand, den wir mit X bezeichnen wollen, hält also Ausschau nach einer passenden Gelegenheit. Wofür entscheidet er sich? Natürlich für einen Toten, dessen Gesicht sich leicht rekonstruieren läßt. Aus Wachs, meine ich. In diesem Falle hier brauchte nur die Nase nachgebildet zu werden.«

»Du glaubst, daß sich darunter ein anderer Mensch befinden könnte?« fragte Milo.

»Das wäre doch nicht auszuschließen.«

»Ich weiß nicht, was du mit diesen Hypothesen zu beweisen versuchst. Beide Begräbnisse waren offenkundig in Ordnung, es waren Demonstrationen echter Trauer, die Hinterbliebenen waren einfache, bürgerliche Leute. Willst du wegen eines vagen, recht konstruiert wirkenden Verdachtes die Ruhe der Toten stören?«

»Nein. Was ich weiß und denke, reicht nicht aus, um eine Öffnung der Gräber zu rechtfertigen. Aber…«

Ich stand auf. »Ich fahre noch einmal zum Friedhof. Vielleicht ist das Grab noch offen.«

»Du bist verrückt, wenn du dir wegen dieses idiotischen Anrufs irgendwelchen Ärger einhandeltest.«

»Es muß auch Verrückte geben«, sagte ich und marschierte aus dem Office.

Als ich mich etwa eine Stunde später über den Friedhof bewegte, lag ein Hauch von Herbst in der Luft. Die ersten braunen Blätter tanzten raschelnd über die Kieswege, und die Trauerweiden zeigten ein melancholisch stimmendes Gelb. Melancholisch wirkte auch die junge verschleierte Frau, die sich etwa zwanzig Schritte vor mir bewegte und hin und wieder stehenblieb, um die Gräberinschriften zu studieren.

Ich drosselte mein Tempo, weil ich plötzlich fand, daß die junge Frau meine Aufmerksamkeit verdiente. Ich vermochte nicht auf Anhieb zu sagen, wie sich die Reaktion erklärte. Eine verschleierte Witwe war auf einem Friedhof gewiß nichts Ungewöhnliches. Aber schon wenige Sekunden später wußte ich, was mich störte oder doch zumindest irritierte.

Die Art, wie sie sich auf ihren langen rassigen Beinen bewegte, hatte etwas herausfordernd Weibliches, ein erotisches Fluidum, das einen krassen Gegensatz zu ihrer Trauerkleidung bildete. Und da war noch etwas. Verschleierte Witwen dieses Alters hatten einen gewissen Seltenheitswert, sie gehörten bis zu einem gewissen Grad der Vergangenheit an. Die Jugend — und dazu gehörte diese Frau noch — fühlte sich nicht länger verpflichtet, ihre Trauer auf so antiquierte Weise zu zeigen.

Kurz und gut: Irgend etwas an der Verschleierten fesselte meine Aufmerksamkeit. Wahrscheinlich wäre sie mir am anderen Ende des Friedhofes nicht aufgefallen, aber hier, in Blickweite von Leslie Browns Grab, behielt ich sie im Auge.

Sie setzte sich auf eine Bank, die etwas erhöht unter einer Trauerweide stand. Von ihrem Platz aus konnte sie das etwa dreißig Yard entfernte Grab von Leslie Brown prächtig übersehen. Zwei Männer mit Schaufeln tauchten auf und fingen an, das Grab zuzuschütten. Ich war stehengeblieben, dicht neben einem über mannshohen Grabmal, das mir Deckung bot. Die verschleierte Frau wandte mir ihren Rücken zu.

Sekunden später griff sie in ihre lederne Umhängetasche und machte eine Aufnahme von den schaufelnden Männern. Ich sah, daß ihre Spiegelreflexkamera mit einem Teleobjektiv ausgerüstet war. Sie packte die Kamera in die Tasche zurück, wartete etwa zehn Minuten, dann schoß sie ein weiteres Bild.

Die junge Frau blickte nur ein einziges Mal über ihre Schulter, um festzustellen, ob jemand in ihrer Nähe war. Ich konnte gerade noch rechtzeitig in Deckung gehen.

Sie wartete, bis die Männer ihre Arbeit beendet und die Blumen auf das geschlossene Grab gehäuft hatten, dann stand sie auf, schoß ein letztes Bild und wandte sich zum Gehen.

Ich trat hinter das Grabmal und wartete, bis sich ihre Schritte auf dem knirschenden Kies entfernt hatten. Dann folgte ich ihr zum Ausgang. Sie kletterte in ein Taxi und fuhr davon. Ich hatte keine Mühe, mit meinem Jaguar Anschluß zu halten.

Das Taxi stoppte mitten in Manhattan vor einem Kaufhaus in der 47. Straße. Als die junge Frau den Fahrer entlohnte, hatte sie ihren Schleier hochgeschlagen, und ich sah deutlich ihr klares, sehr aufregend modelliertes Profil. Ich schätzte das Mädchen auf vierundzwanzig. Es wirkte ernst, aber von der Trauer, die mich bei Leslie Browns Hinterbliebenen beeindruckt hatte, konnte ich auf den Gesichtszügen der jungen Dame nichts bemerken.

Sie betrat das Kaufhaus, während ich im Schrittempo weiterkroch und nach einem Parkplatz Ausschau hielt. Schließlich trat ich auf die Bremse und ließ meinen Flitzer in einer Halteverbotszone stehen. Ich sprintete über die Fahrbahn, ohne auf das wütende Hupen einiger motorisierter Verkehrsteilnehmer zu achten und atmete auf, als ich die junge Witwe gerade noch mit der Rolltreppe in die obere Etage entschwinden sah.

Kurz darauf sah ich sie an einem Tresen der Fotoabteilung stehen. Sie ließ sich den Film aus der Kamera nehmen und wartete, bis man ihr einen Quittungsstreifen ausgehändigt hatte, dann verschwand sie in den Damentoiletten.

Ich baute mich neben einer Deckensäule auf, die es mir ermöglichte, die Toilettentür im Auge zu behalten, und wartete. Nach zehn Minuten wurde ich ungeduldig. Mir dämmerte, daß irgend etwas schiefgelaufen sein mußte. Die Toilette wurde fleißig frequentiert — aber unter denen, die sie verließen, befand sich keine junge Frau in Witwenkleidung.

Nach weiteren fünf Minuten Wartezeit stand außer Zweifel, daß mich die junge Dame getäuscht hatte. Ich erinnerte mich, ein Mädchen mit rotblondem Haar und großer dunkler Sonnenbrille gesehen zu haben. Sie hatte sich beim Verlassen der Toilette die Nase geputzt und auf diese Weise geschickt ihr Gesicht verdeckt. Das Mädchen war mit einem größeren Paket bewaffnet gewesen. Ich war überzeugt davon, daß es den Scheier und die anderen Utensilien enthalten hatte.

Ich begab mich zu dem Fotostand und winkte den Verkäufer heran, der die Witwe bedient hatte. Ich wies mich aus und fragte: »Auf welchen Namen wurden die Fotoarbeiten der verschleierten jungen Dame gebucht, die Sie vor einer Viertelstunde bedienten?«

»Brown«, antwortete er wie aus der Pistole geschossen. »Leslie Brown.«

***

»Sie haben ein gutes Gedächtnis«, bemerkte ich lobend.

Er grinste. »Normalerweise nicht«, sagte er. »Wer kann sich schon die vielen Namen merken? Aber bei Klassepuppen ist das natürlich etwas anderes. Da hört man genau hin.«

»Ist Leslie Brown eine Kundin des Hauses? Liefert sie oft bei Ihnen Fotoarbeiten ab?«

»Ich sah sie heute zum erstenmal.«

»Ich muß mit der Frau sprechen, die die Damentoiletten betreut«, sagte ich. »Können Sie das veranlassen, bitte?«

»Ich schicke eines meiner Mädchen hinein«, nickte er. »Sie schickt Ihnen die Alte her.«

Die Toilettenwärterin hieß Martha Henderson. Sie war klein, dick und freundlich. Die dicken Brillengläser gaben ihr ein eulenhaftes Aussehen. Ich sagte ihr, wer ich war und was ich wissen wollte. Sie wußte sofort Bescheid.

»Ja, die junge Dame in Witwenkleidung. Sie war schon vor ein paar Stunden hier. Sie gab mir fünf Dollar — dafür sollte ich ihr das Paket aufbewahren. Ich wußte, daß sie sich auf dem Klo umziehen wollte und fand daran nichts Besonderes. Wer will heutzutage schon als trauernde Witwe durch die Gegend laufen?«

»Sahen Sie sie zum erstenmal?«

»Ja.«

»Was war in ihrer Brieftasche, als sie sie öffnete?«

»Eine ganze Menge Geld — fast ausschließlich große Scheine«, erwiderte Martha Henderson.

»Befanden sich irgendwelche Initialen darauf?«

»Darauf habe ich nicht geachtet, Sir. Hat die Puppe was angestellt? Sind Sie hinter ihr her?«

»Nein, nein«, sagte ich, »aber wir versuchen festzustellen, ob sie zu einigen unserer Kunden Beziehungen unterhält. Versuchen Sie sich zu erinnern, ob Ihnen an der jungen Dame etwas Besonderes auffiel. Die Sprache. Ein Schmuckstück. Eine Bemerkung. Irgend etwas, das uns weiterbringen könnte.«

»Hm«, meinte Martha Henderson und rückte blinzelnd an ihrer dicken Brille herum. »Lassen Sie mich überlegen. Als sie eintraf, war sie blond. Als sie ging, hatte sie eine rote Perücke auf. Das ist nichts Besonderes, was? Was war’s denn noch? Ich fand sie sehr hübsch. Auffallend hübsch sogar. Keineswegs billig. Ich würde sagen, daß sie aus einem guten Stall stammt.«

Ich verschränkte schweigend die Arme vor meiner Brust, weil ich sicher sein konnte, daß diese stumme Geste die gute Alte zu weiteren Denkübungen anspornen würde.

»Mir fällt nichts mehr ein«, meinte sie gequält.

»Schon gut«, tröstete ich sie. »Sie haben mir sehr geholfen. Sagen Sie mir nur noch etwas über die Art, wie das Mädchen sprach.«

»Sehr fein, fast wie eine Engländerin«, meinte die Frau. »In Brooklyn ist die bestimmt nicht groß geworden!«

»Danke«, sagte ich und ging.

Als ich auf der Straße stand, blieb ich einen Moment stehen und überlegte. Es mußte einen Grund geben, weshalb das Mädchen sich ausgerechnet für diese Gegend, diese Straße und dieses Kaufhaus entschieden hatte. Entweder wohnte sie in der Nähe — oder sie hatte hier ihren Wagen geparkt.

Mir fiel ein, daß nur hundert Schritte von dem Kaufhaus entfernt ein, Parkhaus stand — ein Riesenkomplex mit mehr als zehn Etagen. Ich setzte mich in meinen Jaguar und stoppte kurz darauf — erneut verkehrswidrig — in Sichtweite der Parkhausausfahrt. Ich hatte Glück. Keine zwei Minuten später verließ ein englischer Roadster das Gebäude. Am Steuer saß das rotblonde Mädchen. Sie hatte sich ein Kopftuch umgebunden, um dem Fahrtwind trotzen zu können. Ich wartete, bis sich vier, fünf Wagen zwischen ihren und meinen Jaguar gesetzt hatten, dann brummte ich los.

Es war leicht, den flachen dunkelgrünen Triumph im Blickfeld zu behalten. Er hatte eine New Yorker Nummer. Ich griff nach dem Handmikrofon meines Autosprechfunkgerätes und gab die Nummer des Wagens an die zuständige Abteilung durch. Drei Minuten später wußte ich, wie die Besitzerin des Fahrzeuges hieß. Es war eine Sandy Pratt. Sie wohnte Westend Drive 181.

Genau dorthin ging die Fahrt. Das Gebäude, in dessen Tiefgarage der Triumph verschwand, hatte eine mit Marmorplatten beschichtete Fassade. Vor dem baldachinbewehrten Eingang produzierte sich ein hünenhafter Portier in goldbedreßter Phantasieuniform.

Ich zwängte meinen Flitzer in eine Parklücke, kletterte ins Freie und bewunderte kurz darauf, mit welcher Geschicklichkeit es der Portier fertigbrachte, meine Fünfdollarspende in seinem Ärmelaufschlag verschwinden zu lassen. Er tat es, ohne vorher nach meinen Wünschen zu fragen — woraus geschlossen werden konnte, daß er ein Mann von bemerkenswert liberaler Haltung war.

»Die Pratts«, sagte ich, »sind Leute, die mich interessieren. Was können Sie mir über die Familie sagen?«

Er schaute mich an, schwieg einige Sekunden, dann zog er meine Fünfdollarnote aus dem .Ärmelaufschlag und gab sie mir kommentarlos zurück.

»Was ist, wenn ich den Betrag ein wenig auf bessere?« erkundigte ich mich.

Er starrte ins Leere, als hätte er mich nicht gehört.

»Wie heißt der Hausmeister?« fragte ich.

»Burleigh. Tom Burleigh«, grunzte der Portier.

»Danke«, sagte ich und marschierte an dem Portier vorbei in die von einer Klimaanlage gekühlte Halle. In ihrer Mitte plätscherte ein Springbrunnen. In seinem beleuchteten Becken tummelten sich exotischbunte Fische.

Burleighs Wohnung lag hinter dem Fahrstuhlschacht. Ich klingelte. Der Mann, der mir die Tür öffnete, war groß und hager. Er hatte tiefliegende Augen und sehr markante Backenknochen.

»Mr. Burleigh?« fragte ich.

Hinter mir tauchte der Portier auf. »Ein Schnüffler, Tom«, sagte er. »Er will was über die Pratts wissen.«

»Danke, Harry«, meinte der Hausmeister und versuchte, mir die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Mein prompt dazwischengestellter Fuß vereitelte dieses Bemühen.

»Er wird keß, Harry«, stellte der Hausmeister fest.

»Wie finden wir das, Tom?«

»Sehr ärgerlich«, meinte Burleigh. »Höchst ärgerlich. Für Leute, die Ärger machen, hegen wir keine Sympathien.«

»Nicht die geringsten, Tom«, pflichtete der Portier ihm bei und legte seine schwere Pranke auf meine Schulter. »Stinken Sie ab, Schnüffler«, sagte er drohend, »oder Sie laufen Gefahr, unseren hübschen Zierfischen als Futter vorgeworfen zu werden.«

»Das ist das bemerkenswerte an diesen vornehmen Häusern«, sagte ich. »In ihnen herrscht ein betont exklusiver Ton.«

»Ein Witzbold«, stellte Burleigh fest.

»Einer von denen, über die man weinen muß«, sagte der Portier.

»Ich will aber nicht weinen«, meinte der Hausmeister und starrte auf seinen Fuß. »Schon gar nicht über so einen. Sorg dafür, daß er verschwindet.«

»Sie haben gehört, was Tom sagte«, meinte der Portier. »Er war mal in seinen guten Tagen ein richtiger Boxer. Darf ich Ihnen einen Rat geben? Reizen Sie ihn nicht. Immer, wenn er an diese Zeiten erinnert wird und eine kleine Probe seines Könnens gibt, müssen wir den Krankenwagen anrollen lassen.«

»Darf ich auch mal was sagen?« fragte ich.

»Ja«, meinte der Portier. »Good bye. Und sonst nichts.«

Ich holte schweigend meine ID-Card aus der Tasche und hielt sie ihm unter die Nase. Seine tückisch funkelnden Augen wurden auffallend klein.

»Was ist denn das?« schnarrte er.

»Ein Ausweis«, belehrte ich ihn mit sanfter Stimme. »Meine Legitimation als Schnüffler.«

»Warum haben Sie nicht gleich gesagt, daß Sie ’n G-man sind?« fragte er und begann vor Zorn oder Aufregung leicht zu nuscheln.

Ich steckte den Ausweis ein. »Weil ich ein Menschenfreund bin und Ihr Trinkgeldbedürfnis zu respektieren wünschte — aber es geht natürlich auch so, ohne Kies.«

Beide Männer zeigten sich sichtlich betreten. Schließlich räusperte sich der Hausmeister und bat mich in sein Wohnzimmer. Der Portier kehrte auf seinen Platz zurück.

»Wissen Sie«, murmelte der Hausmeister, als wir uns in dem mittelgroßen, durchschnittlich möblierten Raum gegenübersaßen, »wir wollten nicht grob sein. Bestimmt nicht. Aber die Pratts sind nun mal die Hausbesitzer — und da fühlt man sich verpflichtet, sie zu decken.«

»Gegen wen oder was?« wollte ich wissen.

Er zuckte mit den Schultern. »Nur so. Er ist unser Boß.«

Ich versuchte mir vorzustellen, was das Haus wert war. Zehn Mille? Oder zwanzig? Sicher war, daß es in dieser Lage und Größenordnung ein beträchtliches Vermögen repräsentierte.

»Wie groß ist die Familie?« fragte ich.

»Sie umfaßt drei Personen. Mr. und Mrs. Pratt und die Tochter.«

»Wovon leben die Pratts?«

»Na, hören Sie mal!« sagte er. »Mit so einem Haus in der Tasche braucht man keinen Finger zu rühren. Wissen Sie, was der Kasten an Mieten einbringt?«

»Nein«, sagte ich.

»Soviel ich weiß, bleiben dem Chef nach Abzug von Steuern und Unkosten monatlich mehr als zehntausend Dollar zum Verpulvern. Davon kann man sich einen schönen Tag machen.«

»Er muß doch einen Beruf haben.«

»Er ist Kaufmann. Er hat sogar ein eigenes Büro — ganz in der Nähe. Eine Vermögensberatung.«

»Mit wem ist die Tochter befreundet?« erkundigte ich mich.

»Ich glaube nicht, daß sie ’n festen Scheich hat«, meinte er. »Ich sehe sie mal mit diesem und mal mit jenem Burschen abzischen. Feste Absichten hat sie nicht, davon bin ich überzeugt.«

»Wie alt ist Pratt?«

»So um die Fünfzig, würde ich sagen.«

»Und seine Frau?«

»Fünfundvierzig«, meinte er und hatte ein seltsames Funkeln in den Augen. »Sie sieht noch blendend aus.«

»Hat sie einen Freund?«

Burleighs Gesicht verschloß sich. »Davon ist mir nichts bekannt«, antwortete er.

»Sie haben Angst, darüber zu sprechen«, stellte ich fest. »Warum?«

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Was die anderen über Killer schießen zurück denken

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