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Jalites Vermächtnis: Die Ranenhexe 4
Jalites Vermächtnis: Die Ranenhexe 4
Jalites Vermächtnis: Die Ranenhexe 4
eBook134 Seiten1 Stunde

Jalites Vermächtnis: Die Ranenhexe 4

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Jalites Vermächtnis

Die Ranenhexe Teil 4

von Tomos Forrest & Alfred Bekker

nach einem Exposé von Alfred Bekker

 


 

Rügen, irgendwann nach Anno 1200

Jalite erlebte als junges Mädchen die Zwangschristianisierung der Insel Rügen durch die Dänen. Viele Jahre sind vergangen…

Noch immer lebt Jalite, wenn auch schwerkrank. Und noch immer nennt man sie die Ranenhexe… Als ihre Enkelin Agnes frisch verheiratet schwer erkrankt, ist sie nach der Genesung geistig nur noch ein Kind. Arno, der älteste Enkel, ist ein grausamer Krieger, Willin, der zweite, geht ins Kloster, und Thorn, Jalites Sohn, wird von seinen eigenen Taten verfolgt.


 

SpracheDeutsch
HerausgeberAlfred Bekker
Erscheinungsdatum3. März 2022
ISBN9798201679712
Jalites Vermächtnis: Die Ranenhexe 4
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Autor

Alfred Bekker

Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. 1984 machte er Abitur, leistete danach Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims und studierte an der Universität Osnabrück für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Insgesamt 13 Jahre war er danach im Schuldienst tätig, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten. Er war Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen. Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', 'Da Vincis Fälle', 'Elbenkinder' und 'Die wilden Orks' entwickelte. Seine Fantasy-Romane um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' und die 'Gorian'-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt. Darüber hinaus schreibt er weiterhin Krimis und gemeinsam mit seiner Frau unter dem Pseudonym Conny Walden historische Romane. Einige Gruselromane für Teenager verfasste er unter dem Namen John Devlin. Für Krimis verwendete er auch das Pseudonym Neal Chadwick. Seine Romane erschienen u.a. bei Blanvalet, BVK, Goldmann, Lyx, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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    Jalites Vermächtnis - Alfred Bekker

    Jalites Vermächtnis

    Die Ranenhexe Teil 4

    von Tomos Forrest & Alfred Bekker

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    ––––––––

    Rügen, irgendwann nach Anno 1200

    Jalite erlebte als junges Mädchen die Zwangschristianisierung der Insel Rügen durch die Dänen. Viele Jahre sind vergangen...

    Noch immer lebt Jalite, wenn auch schwerkrank. Und noch immer nennt man sie die Ranenhexe... Als ihre Enkelin Agnes frisch verheiratet schwer erkrankt, ist sie nach der Genesung geistig nur noch ein Kind. Arno, der älteste Enkel, ist ein grausamer Krieger, Willin, der zweite, geht ins Kloster, und Thorn, Jalites Sohn, wird von seinen eigenen Taten verfolgt.

    Copyright

    Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

    Alfred Bekker

    © Roman by Author

    nach einem Exposé von Alfred Bekker

    COVER:  Nach Motiven von Holst und K. Baade - Steve Mayer, 2021

    © dieser Ausgabe 2022 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen 

    Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

    Alle Rechte vorbehalten.

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    Alles rund um Belletristik!

    1

    Jalite fühlte sich frei.

    Endlich hatte sie ihre Krankheit überwunden. Sie tanzte wirbelnd über die mit Blumen reich bedeckte Grünfläche, sprang über kleine Gräben und jagte lachend und jubelnd durch den angrenzenden Wald. Was mit ihr geschehen war und wer sie nun geheilt hatte, war ihr gleichgültig. Bei ihrem glücklichen Toben verschätzte sie sich allerdings beim Sprung über einen mit Wasser gefüllten Graben.

    Jalite sprang zu kurz, riss ihren Oberkörper nach vorn, konnte aber nicht vermeiden, dass ihre Füße im Wasser landeten. Durch den Schwung schlug sie hart auf, und ein scharfer Schmerz durchzuckte sie vom Kopf bis zu den Füßen.

    Dieser Schmerz war so gewaltig, dass er sie laut aufschreien ließ.

    „Ah!", kam es über die Lippen.

    Sie versuchte den Schrei zu unterdrücken, aber das war nicht so einfach.

    Sie presste die Lippen aufeinander.

    Verwundert schlug Jalite die Augen auf und sah sich um.

    Alles nur Traum, durchfuhr es sie. Traumbilder der Hölle...

    Da war nichts mehr von einem Wald oder einer Blumenwiese.

    Auch der Wassergraben war nur ein Traum.

    Sie lag, wie seit langer, langer Zeit, auf ihrem Lager in der Kammer.

    Doch der Schrei war ihr wirklich entfahren, und hatte nun eine Magd herbeigerufen, die besorgt den Kopf durch die Tür steckte.

    Jalite richtete sich mühsam auf.

    Eine alte Frau bist du geworden!, dachte sie. So lang ist es her, dass du stark und schön warst... So furchtbar lang... Es erschien ihr wie eine sehr ferne Erinnerung, von der sie manchmal dachte, dass es ebenfalls nur um eine Traumspiegelung handelte. Etwas, das sich nie ereignet hatte.

    Doch, es ist so gewesen...

    Ganz bestimmt...

    „Geht ... geht es Euch besser, Herrin?", stammelte die Magd verwundert. Sie konnte sich nicht daran erinnern, die Kranke jemals in einer solchen Lage gesehen zu haben. Auch Jalite schien über sich zu staunen, stemmte sich mit beiden Armen noch immer hoch und bewegte erstaunt ihren Kopf.

    „Ich ... kann ...", krächzte sie, aber weiter konnte sie nicht sprechen.

    Das alles war bereits viel zu viel für ihren geschwächten Körper, kraftlos sank sie wieder zurück. Aber der laute Schrei der Kranken und der verwunderte Ausruf der Magd hatte nun auch Thorn herbeigerufen, der mit gerunzelter Stirn vor dem Lager stand.

    „Mutter? Was ist mir dir?"

    Jalite schlug erneut die Augen auf und hob den Kopf, musste ihn aber gleich darauf zurücksinken lassen.

    „Ich ... ich ..., versuchte Jalite vergeblich, ein paar Worte herauszupressen. Schließlich ein neuer, angestrengter Versuch, und Thorn vernahm deutlich, wie seine Mutter sagte: „Ich ... bin ... zurück!

    Doch gleich darauf schien sich ihr Körper zu strecken, und Thorn, der schon befürchtete, dass dies ein letztes Aufbäumen der Kräfte vor dem Tod war, kniete neben ihr und ergriff eine ihrer Hände. Aber die fühlte sich warm an, und als er behutsam darüber strich, zuckte sie zusammen.

    „Es ist gut, sagte er zu der Magd und nickte ihr freundlich zu. „Du kannst uns allein lassen. Oder nein, noch besser – schick uns Janka herein. Sie hat die Verbesserung ihrer Gesundheit mit ihrer Arznei erreicht.

    „Herr, Janka ist noch nicht zurückgekehrt", antwortete die Magd.

    „Gut, dann soll sie nach ihrem Eintreffen gleich hierherkommen."

    Janka, die Magd, die er freigekauft hatte. In dem kleinen Fischerdorf, in dem sie lebte, waren ihre eigenen Verwandten froh über diesen Handel, der ihnen einige Silberstücke eingetragen hatte.

    Ihren Heilkünsten gelang es schon vor Monaten, Jalites Zustand zu verbessern. Allerdings war diese Besserung kein Segen für die Familie.

    Jalite hatte sich zu einer bösartigen alten Frau entwickelt, die – wenn sie es konnte – nach ihren Mägden biss und ihnen auch immer wieder einzelne, abgehackte Verwünschungen entgegenschleuderte. Dann sah es eine Weile so aus, als würde sich ihr Zustand erneut verschlechtern, sie war kaum noch in der Lage, etwas zu sprechen. Auch die Suppen mussten ihr mühsam eingeflößt werden, eine Arbeit, die bald keine andere Magd mehr als Janka übernehmen wollte.

    Jetzt also plötzlich erneut ein Wandel im Zustand der alten Frau.

    Während Thorn so vor dem Lager seiner schwerkranken Mutter saß und ihre Hand hielt, gingen zahlreiche Gedanken durch seinen Kopf, Bild reihte sich dazu an Bild. Plötzlich hatte er wieder die Szene vor Augen, als er seinen Zwillingsbruder das erste Mal sah, und zuckte zusammen, weil sein Gesicht so nahe vor ihm war, als würde Thorn in einen Spiegel schauen.

    Der Augenblick, als seine Mutter ihren zweiten Sohn erkannte und zusammenbrach.

    Dann das Treffen auf der Waldlichtung.

    Und wie er seinen eigenen Bruder mit einem Pfeil tötete und verscharrte.

    Crafft Zugvogel hatte er sich genannt.

    Ein Vagabund und Gaukler.

    Jetzt schien eine eiskalte Hand Thorns Herz zu packen und zusammenzudrücken.

    Er bekam keine Luft mehr und stieß ein lautes Stöhnen aus, schlug sich beide Hände vor das Gesicht und spürte etwas auf seinen Schultern lasten, das ihn auf den Boden drückte. Thorn glaubte in diesem Augenblick, dass eine übermächtige Kraft ihn niederdrückte, um den Brudermord zu rächen.

    „Thorn!", schien es da aus weiter Ferne zu flüstern. Der Laut wehte nur schwach herüber an sein Ohr, und Thorn konnte unter der schweren Last nur leise stöhnen. Wieder war da der seltsame Ruf seines Namens, und als er sich jetzt bemühte, die Last von sich zu schütteln und die Augen aufzuschlagen, sah er in das Gesicht seiner Mutter.

    Sie war alt geworden, das Gesicht von zahlreichen tiefen Runzeln durchzogen, die Haare schlohweiß. Aber ihre Augen schienen zu leuchten, und zitternd streckte sich ihm eine Hand entgegen.

    „Mutter!", hauchte er, und allmählich schien der Druck von ihm zu weichen.

    Er richtete sich auf und sah gerade noch, wie der Körper seiner Mutter erneut auf das Lager zurücksank. Der Tag musste sich dem Ende zuneigen, denn ein schwaches Dämmerlicht hatte sich im Zimmer ausgebreitet. Thorn von Hauenfels erhob sich schwerfällig und hatte einen Moment lang Mühe, aufrecht zu stehen. Dann aber streckte er sich und sagte leise zu seiner Mutter: „Du hast mich gerufen?"

    Aber sie antwortete nicht, nur ihre Augen blickten ihn klar und durchdringend an.

    Thorn hatte sofort die gerade durchlebten Szenen wieder vor Augen, und mit belegter Stimme rief er nach einer Magd, die Wein bringen sollte.

    Gemeinsam versuchten die beiden, Jalite etwas davon einzuflößen.

    Nach einem kurzen Moment des Zögerns, wobei sie die Augen geschlossen hielt, formten ihre Lippen erneut den Namen ihres Sohnes.

    „Ich bin hier, bei dir. Es geht dir besser, du kannst dich wieder bewegen!", sagte Thorn, und erneut traf ihn ein seltsamer Blick aus ihren Augen. Dann trank sie ein paar kleine Schlucke und ließ sich wieder zurücksinken.

    Gleich darauf kündeten leichte Atemgeräusche, dass sie erneut eingeschlafen war.

    „Soll ich bei ihr bleiben, Herr?", erkundigte sich die Magd.

    „Ja."

    „Gut."

    Thorns Gesicht war ernst.

    „Und ruf mich sofort, wenn sie wieder erwacht!", antwortete Thorn und ging mit leisen Schritten hinaus. Er wagte kaum fest aufzutreten und hatte doch das Gefühl, dass sich nicht nur eine Änderung im Krankheitsverlauf seiner Mutter ergab, sondern dass sich dadurch auch andere Dinge in seinem Leben veränderten.

    Mit sorgenvoller Miene eilte er zu Elslin, um ihr die Neuigkeiten zu berichten.

    Seine Frau schien geradezu bestürzt zu sein, als Thorn erzählte, dass es Jalite nach so langer Zeit wieder deutlich besser ging. Was sie in dem Moment dachte, behielt sie lieber für sich, aber als erste Reaktion ging sie hinüber zu ihrer jüngsten Tochter Jonata, die dabei war, mit ihren geschickten Fingern einen Weidenkorb zu flechten.

    Wortlos strich Elslin über das dichte, blonde Haar ihrer Tochter, ohne ein Wort zu sprechen. Als die Zehnjährige verwundert zu ihr aufsah, erkannte sie Tränen in den Augen ihrer Mutter.

    „Mutter – was ist mit dir? Du weinst?", rief sie verwundert aus und stellte ihre Arbeit beiseite, erhob sich von dem Schemel und schlang ihre Arme fest um ihre Mutter.

    „Es

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