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ODYSSEE EINER SCHIFFSNIETE: Ein Schiff wird kommen

ODYSSEE EINER SCHIFFSNIETE: Ein Schiff wird kommen

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ODYSSEE EINER SCHIFFSNIETE: Ein Schiff wird kommen

Länge:
160 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
3. Juni 2020
ISBN:
9783752958645
Format:
Buch

Beschreibung

In der vorliegenden, überaus spannenden Tatsachenerzählung berichtet eine einfache Schiffsniete in der Ich-Form von ihren abenteuerlichen Erlebnissen mit dem niederländischen Passagierschiff Willem Ruys, das später als italienisches Kreuzfahrtschiff Achille Lauro traurige Berühmtheit erlangen sollte: Auf Tatsachen beruhend und voller Überraschungen! Diese vielfachen Erlebnisse einer ganz besonderen Schiffsniete sind damit zu einem einzigartigen Gemälde jener legendarischen Nachkriegsjahre geworden, in denen auch der neuartige Kreuzfahrttourismus einen ersten bescheidenen Aufschwung erleben sollte. Die Menschen wollten den Krieg vergessen und die Welt entdecken. Jene etwas andere Erzählperspektive einer neugierigen Schiffsniete ist von ihrem Schreiber Jacob Winter übertragen worden in einen einmaligen Bühnenzauber wahrlich unglaublicher Ereignisse. Wobei man sich natürlich darauf einlassen soll, dass es überhaupt möglich war, auf derart ungewöhnlichem Wege diese Odyssee einer Schiffsniete in spannenden Lesestoff umzusetzen. Die diversen Bilder sind als zusätzliche Untermalung der jeweiligen Geschehnisse eingebracht worden. Lassen Sie sich von dieser ungewöhnlichen 55-jährigen Zeitreise über die Weltmeere überraschen und denken Sie dabei auch an die kleine tapfere Schiffsniete, die seit Ende 1994 in der Tiefe des Indischen Ozeans vor sich hin rostet.
Herausgeber:
Freigegeben:
3. Juni 2020
ISBN:
9783752958645
Format:
Buch

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ODYSSEE EINER SCHIFFSNIETE - Jacob Winter

ODYSSEE

EINER

SCHIFFSNIETE

Ein Schiff wird kommen

aufgeschrieben von Jacob Winter

Winter Publishing

Impressum

Illustrationen Copyright: Jacob Winter 2020

Cover: Winter Publishing

Kontakt:

jacobwinter38@t-online.de

epubli Verlag Berlin

Odyssee einer SchiffsnieteOdyssee einer Schiffsniete

Offizielle KRL-Postkarte, 1959

Odyssee einer Schiffsniete

Aquarell von Viktor Trip

„To be or not to be, that‘s the question"

William Shakespeare (1564 - 1616)

In der vorliegenden, überaus spannenden Tatsachenerzählung berichtet eine einfache Schiffsniete in der Ich- Form von ihren abenteuerlichen Erlebnissen mit dem niederländischen Passagierschiff Willem Ruys, das später als italienisches Kreuzfahrtschiff Achille Lauro traurige Berühmtheit erlangen würde: Auf Tatsachen beruhend und voller Überraschungen!

Diese vielfachen „Erlebnisse einer ganz besonderen Schiffsniete" sind damit zu einem einzigartigen Gemälde jener legendarischen Nachkriegsjahre geworden, in denen auch der neuartige Kreuzfahrttourismus einen ersten, bescheidenen Aufschwung erleben sollte. Die Menschen wollten den Krieg vergessen und die Welt entdecken.

Jene etwas andere Erzählperspektive einer neugierigen Schiffsniete ist von ihrem Schreiber Jacob Winter übertragen worden in einen einmaligen Bühnenzauber wahrlich unglaublicher Ereignisse. Wobei man sich natürlich darauf einlassen soll, dass es überhaupt möglich war auf derart ungewöhnlichem Wege diese „Odyssee einer Schiffsniete" in spannenden Lesestoff umzusetzen. Die diversen Bilder sind als zusätzliche Untermalung der jeweiligen Geschehnisse eingebracht worden.

Lassen Sie sich von dieser ungewöhnlichen, 55-jährigen Zeitreise über die Weltmeere überraschen und denken Sie dabei auch an die kleine, tapfere Schiffsniete, die seit Ende 1994 in der Tiefe des Indischen Ozeans vor sich hin rostet.

Copyright © 2020: Winter Publishing

Titel und Cover : Jacob Winter

Kontakt: jacobwinter38@t-online.de

Trotz intensiver Recherche war es nicht in allen Fällen möglich, die Rechtsinhaber der Bilder und Videos ausfindig zu machen. Berechtigte Ansprüche werden selbstverständlich im Rahmen der üblichen Vereinbarungen abgegolten.

Jacob Winter wurde Ende der Dreissigerjahre im niederländischen Hafenstädtchen Vlissingen geboren. Er hat viele Jahre in den Niederlanden, in der Schweiz und in Deutschland gelebt und ist seit 2018 am Bodensee wohnhaft. Der Anblick des riesigen Schiffes Willem Ruys auf der Schelde-Werft, hoch über den Dächern der Vlissinger Altstadt, hat in den Kriegsjahren 1940 - 1945 seine Jugend mehr als geprägt Nach dem Stapellauf am 1. Juli 1946 ist er als kleiner Junge zusammen mit seinem Vater auf einem Pressefoto, gemacht ab dem Oberdeck der Willem Ruys und nur wenige Meter vom Schiff entfernt, deutlich zu erkennen. Lang lang ist’s her!

VLISSINGEN AN DER NORDSEE

Willem Ruys über den Dächern der Stadt
Odyssee einer Schiffsniete

Das Foto zeigt den Vordersteven des fertigen Schiffsrumpfs, wo ich vorne in der höchsten Krümmung eingenietet wurde.

Skyline der Willem Ruys hoch über der Stadt
Odyssee einer Schiffsniete

Auch die hohen Turmkräne bestimmten die markante Stadt-Silhouette.

1 ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT

Odyssee einer Schiffsniete

Ja, da ganz oben, an höchster Stelle des Vorderstevens, bin ich nach der Kiellegung der Willem Ruys (als Baunummer 214) am 25. Januar 1939 irgendwann mal in rotglühendem Zustand eingenietet worden - zusammen mit etlichen anderen Schiffsnieten an dieser Stelle. Die dabei verwendeten, pneumatischen Niethämmer machten einen ziemlichen Lärm, der auch in der Vlissinger Altstadt gut zu hören war - nicht zuletzt auch wenn damit an mehreren Stellen des Schiffes gleichzeitig gearbeitet wurde. Auf Niederländisch sagt man zu eine Schiffsniete übrigens „klinknagel" - ein eher lustiges Wort.

Von allen dort eingeschlagenen Bugnieten war ich sicherlich wohl das höchste und ansehnlichste Exemplar und von dort aus habe ich immer mit meinem Schiff mitgelitten, wenn es im Laufe der Jahre mal wieder in unglaubliche Schwierigkeiten geraten war. Und sehr stolz, wenn die dann wieder überstanden waren.

Ohne uns Schiffsnieten geht übrigens gar nichts: Meine Mitnieten und ich halten den Schiffsrumpf zusammen und gehören zu den wichtigsten Bauteile eines Schiffes. Vielleicht etwas klein geraten aber mit einer Stärke von oft bis zu 10 mm Stück für Stück und immer mit höchster Sorgfalt unablässig von schwitzenden Männern eingehämmert. Jedenfalls in meiner Zeit war diese bewährte Niettechnik im Schiffbau noch gebräuchlich - bis dann die Schweisstechnik kam.

In Fortsetzung meines damaligen Partus als Schiffsniete möchte in diesen meinen Erzählungen mittels einer Art Gedankenübertragung davon berichten, von welchen unglaublichen Vorkommnissen auf diesem Schiff ich im Laufe der Jahre Zeuge gewesen bin. Mein Schreiber Jacob Winter hat sich bereit erklärt mir zuzuhören und alles zu Papier zu bringen. Und ab und zu etwas „Geschichte" beizutragen, wenn das zum besseren Verständnis meiner Erlebnisse angebracht wäre.

Hierzu darf ich schon mal beichten, dass ich dieses wunderschöne Passagierschiff ab Anfang geradezu geliebt habe und diese Zuneigung zu „meinem Schiff dann auch zum roten Faden in dieser Tatsachenerzählung geworden ist:. Ja wahrlich: „Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage hiess es schon bei Shakespeare. Und ich wollte in meiner kleinen Welt wahrlich „dabei sein".

Damals „hoch über den Dächern hatte ich nicht nur einen freien Blick auf die Vlissinger Altstadt mit seinen vielen emsigen Leutchen, sondern auch auf die wunderschönen Vlissinger Boulevards mit dahinter bis zum Horizont die Wellen der Nordsee. Und dann sah ich ganz nah auch die vielen Schiffe auf der Westerschelde, dem breiten Nordseearm von und nach Antwerpen, vorbeifahren - und geriet ich öfters ins Träumen: „Wann würden mein Schiff und ich das auch endlich tun können?

Denn die für 1942 geplante Fertigstellung von Baunummer 214 sollte sich während der kommenden Jahre stark verzögern, als zu Anfang der Vierzigerjahre die Deutschen auf ihrem Europa-Feldzug auch in Vlissingen einmarschierten. Und natürlich die imposante „Koninklijke Scheepswerf de Schelde" samt Baunummer 214 nicht nur zur möglichen Kriegsbeute sondern auch als zum unentwegten Angriffsziel werden sollte. Insgesamt stand die Willem Ruys fast 7 Jahre auf der Helling.

Soweit ich mich erinnere, gab es bereits ab Anfang Mai 1940 diverse Bombardements des Vlissinger Seehafens, der Werft und der Innenstadt - und da schwante mir schon allerhand Böses. Vor allem als der neben unserem Schiff auf der Helling stehende Kanonenboot Philips van Almonde von zur Hilfe geeilten, französischen und englischen Soldaten mittels Sprengungen schwer beschädigt wurde. Auch einige grosse Werftkräne erlitten das gleiche Schicksal - was nicht ganz ungefährlich war wegen derer Höhe von bald 50 m.

Als dann die Übermacht der deutschen Kampftruppen, allen voran die SS-Standarte „Deutschland", etwa Mitte Mai einen Durchbruch der alliierten Verteidigungslinien beim Sloedam - Deich bewirkte, war weiterer Widerstand zwecklos. Und waren die zur Hilfe geeilten französischen und englischen Truppen gezwungen sich mittels einer Armada von grösseren und kleineren Schiffen über die Westerschelde in Richtung Dünkirchen abzusetzen.

Das konnte ich natürlich alles prima sehen von meinem erhöhten Aussichtspunkt am Vorderschiff und ich erinnere mich noch gut als etwas später deutsche Soldaten oben am Bugausguck von Baunummer 214 auftauchten und von der herrlichen Fernsicht schwärmten: „Und da hinten liegt England. Als einfache Schiffsniete war ich von soviel militärischer „Deutungshoheit dann doch ziemlich erheitert. Wobei die ja nicht wussten, dass ich mithörte …!

Allerdings bewunderten die Soldaten auch den imposanten, fast fertig gebauten Schiffsrumpf der späteren Willem Ruys „hoch über den Dächern" und lobten sie die niederländischen Schiffsbauer

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