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Ab nach Sibirien! Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn

Ab nach Sibirien! Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn

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Ab nach Sibirien! Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn

Länge:
41 Seiten
26 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Mai 2019
ISBN:
9783748595236
Format:
Buch

Beschreibung

Die Transsibirische Eisenbahn, eine der großen Eisenbahnlegenden, durchquert die endlose Weite der Taiga, von der Anton Tschechow schrieb, daß vielleicht nur die Vögel ihre Grenzen kennen. Von Moskau bis an den Pazifik führt die Trasse der Transsib - eine Reise von sieben Tagen oder 8.998 Kilometern, auf jedem Kilometer eine Reise durch die russische Geschichte. Der Autor hat diese Reise unternommen: von Moskau bis nach Irkutsk in den tiefen Osten Sibiriens. Im sanft vibrierenden Rhythmus des himmelblauen Transsib-Zugs läßt der Autor Geschichte, Natur und Zugalltag am Leser vorbeiziehen. Plus ausführlicher Informationsteil zu Reiseveranstaltern/Preisen, Zoll, Devisenvorschriften, Einreise/Visum, strafrechtlichen Vorschriften/Kriminalität und medizinischen Besonderheiten in Rußland. Hinweise zu Internetadressen, weiterführender Literatur/Karten und vieles mehr. Zusätzlich enthalten: Artenschutzreport über die letzten Sibirischen Tiger.
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Mai 2019
ISBN:
9783748595236
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Ab nach Sibirien! Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn - Kai Althoetmar

Kai Althoetmar

Ab nach Sibirien!

Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn

Edition Kultour

Hundert Rubel sind kein Geld, hundert Jahre kein Alter und hundert Kilometer keine Entfernung, sagt ein sibirisches Sprichwort. Die transsibirische Realität sieht anders aus: 8.998 Kilometer sind kein Katzensprung, sieben Tage vergehen nicht im Fluge, und für hundert Rubel gibt es heute nicht einmal mehr eine Transsib-Fahrkarte - Russischlektionen einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Die klassische Transsib-Strecke führt von Moskau, dem Zentrum russischer Macht, nach Chabarowsk, der „Hauptstadt des Fernen Ostens", wo die Hauptstrecke der Transsibirischen Eisenbahn am Amur endet, ein paar Tigersprünge von der Grenze zu China entfernt. Eine Nebenstrecke reicht noch weiter bis Wladiwostok an den Pazifik.

„Ab nach Sibirien!" Kein Russe käme auf den verrückten Gedanken, ohne zwingenden Grund in einen Zug von Moskau nach Ostsibirien zu steigen. West-Touristen schon. In Irkutsk am Baikalsee, wo ich wandern will, wird für mich Endstation sein: nach 5.191 Kilometern oder 87 Stunden.

Abfahrt auf Gleis 5 um 12.05 Uhr am Jaroslawler Kopfbahnhof in Moskau. Menschenmassen an den Gleisen, fliegende Händler. Der Zug heißt „Baikal, mißt fast einen halben Kilometer, ist blau wie die Uniformen der Schaffnerinnen und fährt ohne Vorwarnung los. Die Transsib-Strecke ist elektrifiziert. Kommunismus, das bedeute Elektrifizierung, hatte Lenin gesagt. Die E-Loks gehören zur WL-Klasse, WL steht für Wladimir Lenin. Ich fahre zweiter Klasse. Jeder Zweite-Klasse-Waggon faßt 38 Reisende. Neun Vierbett-Abteile gibt es, das einzige Zweierabteil ist für Zugpersonal. Die oberen Liegen, mit grünem Leder bezogen, sind schräg angebracht, damit nachts niemand hart aufwacht. Die Fenster, auch die auf den Gängen, sind verschlossen. Komfort aus der DDR - die Waggons wurden in den 1970ern vom „VEB Werk Ammendorf gebaut.

Anders die Zweibett-Abteile der Luxus-Klasse: die Spiegel sind vergoldet, die Vorhänge grün statt rosa, die Betten weicher. In der dritten Klasse, genannt „Platzkarta, ist der Weg nicht das Ziel. Hier reisen die, die sich unter Breschnew noch einen Flug leisten konnten, heute aber zu 81 in einem Waggon reisen müssen, in dem es keine Abteile, sondern nur Liegeplätze gibt. Jeder sieht, hört und riecht jeden Wanderarbeiter- und Wohnküchenatmosphäre. Auf Duschen müssen aber selbst die „Erstklässler verzichten. Jede Haarwäsche im Mini-Waschbecken der Waggon-Toilette ist ein Improvisationsexamen.

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