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Der unglückliche Canonikus

Der unglückliche Canonikus

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Der unglückliche Canonikus

Länge:
59 Seiten
38 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
2. Nov. 2021
ISBN:
9783754175002
Format:
Buch

Beschreibung

mehrbuch-Weltliteratur! eBooks, die nie in Vergessenheit geraten sollten.

Giacomo Casanova studierte Theologie und Jura. 1755 wurde er wegen Gottlosigkeit eingekerkert. Aus den Bleikammern gelang ihm 15 Monate später eine spektakuläre Flucht. Er reiste durch Europa, wo er willkommener Gast in den adeligen Salons war, und auch Rousseau und Voltaire kennenlernte. Er war Mitbegründer der Nationallotterie, Spieler, Theaterdirektor, Geheimagent, Bibliothekar, und bei alledem immer Verführer und Liebhaber.
In dieser Erzählung geht es um die sanfte Verführung drei junger Schwestern.
Herausgeber:
Freigegeben:
2. Nov. 2021
ISBN:
9783754175002
Format:
Buch

Über den Autor


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Der unglückliche Canonikus - Giacomo Casanova

 Der unglückliche Canonikus

Giacomo Casanova

Inhaltsverzeichnis

Über den Autoren:

Inhalt

Impressum

Über den Autoren:

Giacomo Girolamo Casanova war ein venezianischer Schriftsteller und Abenteurer des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Er gilt bis heute als Inbegriff des Frauenhelden. Sein Pseudonym lautet Chevalier de Seingalt. 

Inhalt

Madame Saxe war ganz dazu geschaffen, die Huldigungen eines verliebten Mannes zu gewinnen, und hätte sie nicht einen eifersüchtigen Offizier gehabt, der sie nie aus den Augen verlor und der ganz so aussah, als wollte er jeden durchbohren, der es wagen würde, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem er ihr zu gefallen suchte, so würde es ihr wahrscheinlich nicht an Anbetern gefehlt haben. Dieser Offizier liebte das Piquetspiel, allein Madame Saxe mußte beständig dabei an seiner Seite sitzen, und sie schien dies mit großem Vergnügen zu tun.

Im Laufe des Nachmittags machten wir eine Partie und wir setzten dies fünf oder sechs Tage fort. Dann wurde ich der Sache überdrüssig, weil er aufstand, sobald er zehn oder zwölf Louisdor gewonnen hatte. Dieser Offizier hieß d'Entragues, war ein schöner Mann, obgleich sehr mager, und es fehlte ihm weder an Geist noch an dem Ton der guten Gesellschaft.

Wir hatten seit zwei Tagen nicht gespielt, als er mich nach dem Essen fragte, ob ich wünschte, daß er mir Revanche geben sollte.

»Daran liegt mir nichts,« erwiderte ich ihm, »denn wir spielen nicht auf gleiche Art.«

»Ich spiele zu meinem Vergnügen, weil das Spiel mich unterhält, Sie aber spielen nur, um zu gewinnen.«

»Wie das? Sie beleidigen mich.«

»Das ist nicht meine Absicht; allein so oft wir gespielt haben, hörten Sie schon nach einer Stunde auf.«

»Sie sollten mir das Dank wissen, denn da Sie mir nicht gewachsen sind, würden Sie notwendigerweise verlieren müssen.«

»Das ist möglich, aber ich glaube es nicht.«

»Ich kann es Ihnen beweisen.«

»Ich nehme es an; doch der Erste, der die Partie aufgibt, verliert fünfzig Louisdor.«

»Ich bin es zufrieden; aber bares Geld auf den Tisch.«

»Ich spiele nie anders.«

Ich befahl dein Kellner, Karten zu bringen, und holte fünf oder sechs Rollen mit hundert Louisdor. Wir begannen das Spiel um fünf Louisdor das Hundert, nachdem wir jeder fünfzig Louisdor für die Wette beiseite gelegt hatten.

Es war drei Uhr, als wir zu spielen begannen und um neun Uhr meinte d'Entragues, wir könnten zum Abendessen gehen.

»Ich habe keinen Hunger,« erwiderte ich ihm, »allein Sie können aufstehen, wenn Sie wollen, und ich stecke dann die hundert Louisdor in die Tasche.«

Er lachte und fuhr fort zu spielen; allein die schöne Dame schmollte mit mir, ohne daß ich es zu bemerken schien.

Alle Zuschauer gingen zum Abendessen und kehrten zurück, um uns bis Mitternacht Gesellschaft zu leisten. Von da ab blieben wir allein; d'Entragues, der erkannte, zu was er sich verpflichtet hatte, sagte kein Wort und ich öffnete die Lippen nur, um mein Spiel zu zählen. Wir spielten auf die ruhigste Weise von der Welt.

Um sechs Uhr morgens fingen die Trinker und Trinkerinnen an, sich einzustellen, und alle wünschten uns Glück zu unserer Beständigkeit, zollten uns Beifall; wir aber schienen uns gegenseitig zu

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