Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Protokoll gegen Franziskus: und die gewollte Ohnmacht der Frauen
Protokoll gegen Franziskus: und die gewollte Ohnmacht der Frauen
Protokoll gegen Franziskus: und die gewollte Ohnmacht der Frauen
eBook242 Seiten2 Stunden

Protokoll gegen Franziskus: und die gewollte Ohnmacht der Frauen

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Über dieses E-Book

Das Buch handelt von einem Albtraum des Papstes. In diesem Traum wird er von einem Welt-Ethik-Inquisitor über den ethischen Zustand der katholischen Kirche befragt. Es betrifft keineswegs die Integrität von Franziskus, sondern ist eine Inquisition mit Franziskus über den inneren Zustand der katholischen Kirche. Dabei wird dem Papst die Rolle des ethischen Konkursverwalters zugewiesen.
Als Grundlage gelten die gegenwärtigen Erkenntnisse der religionsgeschichtlichen Forschung. Diese Grundlagen finden sich in einem umfangreichen Anhang, einschliesslich Quellenverzeichnis.
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum11. Jan. 2022
ISBN9783754181713
Protokoll gegen Franziskus: und die gewollte Ohnmacht der Frauen
Vorschau lesen

Mehr lesen von Georges Hentschel

Ähnlich wie Protokoll gegen Franziskus

Ähnliche Bücher

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Protokoll gegen Franziskus

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

    Buchvorschau

    Protokoll gegen Franziskus - Georges Hentschel

    Protokoll gegen Franziskus

    und die gewollte

    Ohnmacht der Frauen

    Georges Hentschel

    Impressum

    Texte: © Copyright by Georges Hentschel

    Cover: © Copyright by Georges Hentschel

    Verlag: Georges Hentschel

    Altstetterstrasse 293

    8048 Zürich

    published by: epubli GmbH, Berlin

    www.epubli.de

    Das Werk ist Urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere der Verbreitung, der Vervielfältigung, der Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege, durch Fotokopie, Microfilm oder anderen elektronischen Verfahren sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsmedien, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, dem Autor und der epubli vorbehalten.

    Prololog

    … Der eigene Tod entzieht sich unserem Willen - ausser, wir führen ihn mutwillig herbei. Bei den Griechen zogen sich die alten Männer zurück, um in würdiger Verfassung aus dem Leben zu treten. Ebenso bei den Eskimos, einigen nordamerikanischen Indianern und anderen Naturvölkern. Aber uns wird die Autonomie zur Selbsttötung verboten. Die Ausbeutung unserer Existenz dürfen wir nicht verhindern, indem wir dieses Spiel durch den eigenen Tod mutwillig beenden.

    Ärgerlicherweise können wir nach gelungener Tat nicht mehr bestraft werden. Dafür bekommen Angehörige moralischen Druck zu spüren. Das Gemeinwesen entzieht uns überall dort die Macht über uns selbst, wo wir der Nützlichkeit entgehen könnten. Künstler und Behinderte haben in unserer Gesellschaft die grössten Freiheiten. Aber meistens geniessen sie keine Achtung und bekommen schnell den Druck zu spüren, Parasiten zu sein. Dabei sitzen die wirklichen Parasiten in ihren Palästen. Und für all diejenigen, die dazwischen existieren gilt es, Verbote zu lernen. Verboten zu sterben wie man will, verboten zu lieben wie man will, verboten zu leben wie man will, verboten, verboten.

    … Moral ist immer so beschaffen, dass sie den Zielen der Mächtigen dient. Und die Mächtigen bedienen sich der Furcht vor den Göttern. So leben die Mächtigen von der Angst der Ohnmächtigen und die Reichen von den Armen und die Armen wiederum von der Arbeit. Was nützt uns der Glaube an Götter, die nur denen nutzen, die von uns leben? Die uns die Heiligkeit eines Gottbildes aufzwingen, um ihre Gewalt davon abzuleiten - die sich nicht schämen, Kinderseelen in Abhängigkeiten zu schlagen, um von lebenslanger Demut zu profitieren? Gleichgültig, mit welchen Seelenqualen Millionen von Existenzen hinterlassen sind, wenn ihnen im Todesfieber nichts anderes bleibt, als das eingepflanzte Bild vom Fegefeuer.

    Offensichtlich verlangen unsere Todesängste nach Gottbefohlenheit, um so der Herrschaft eines panischen Egoismus zu entkommen. Aber welches Gottesbild würde eine wirklich humane Gesellschaft hervorbringen?

    Voltaire schrieb ‚Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, aber der Mensch hat es ihm heimgezahlt.’

    Werden wir je einen Gott kreieren, der mehr sein wird als das, was wir an Macht begehren?

    Mit unserer Manipulationskultur bekommt auch die Macht ein anderes Gesicht. Sie fusst nicht mehr auf zentral abgeleiteter Autorität, sondern auf Strömungen breit wirkender Suggestionen. Wir leben in diesen Strömungen mit immer schneller wechselnden Aktualitäten. Medien zerren Missstände an die Oberfläche, dramatisieren sie kurz und heftig, um sich sofort wieder dem nächsten Skandal zu widmen. Das geschieht so schnell und rastlos, als wären es Schimären und nicht furchtbare Wirklichkeiten. Gräuel verblassen schnell und werden von neuem Gräuel überdeckt. Gigantische Misswirtschaft wird von noch grösserer übertrumpft. Nicht eingehaltene Versprechen entziehen sich mühelos jeder Konsequenz. Wie wird sich unser Zusammenleben entwickeln mit diesem fortdauernden Verlust von Wahrhaftigkeit? …

    … Hoffnung ist für die Hoffnungslosen. Mäuse kommen aus ihren Verstecken, inspizieren jeden Zentimeter auf der rastlosen Suche nach Chancen, merken nicht den hungrigen Blick des Habichts, erkennen nicht den Mechanismus der Falle und mit einem Schlag hat alle Suche ein Ende. Ihre Vorratskammern bleiben ungenutzt, und ihre noch blinden Jungen verhungern.

    Nimmt unsere Rastlosigkeit ein plötzliches Ende, gibt es für die Angehörigen soziale Sicherungen. Die Rastlosigkeit der Menschheit hingegen wird Generationen in der Hoffnungslosigkeit hinterlassen. Wie können wir Kinder in eine solche Perspektive hineingebären? Welch einen Inhalt hat in unserer Kultur der Begriff Verantwortung? Wollen wir uns auf die Konsequenzen unseres Treibens überhaupt Antworten geben?

    Ethik-Dialog

    „Franziskus! Franziskus!"

    „Wer ruft mich?"

    „Ich GIWEG 37"

    „Wer bist du mein Sohn?"

    „Ich bin der Siebenunddreissigste Gross-Inquisitor des Welt-Ethik-Gewissens."

    „Gross-Inquisitor? Das ist lange vorbei."

    „Nichts ist wirklich vorbei, solange der Kosmos besteht."

    „Du sprichst von der Ewigkeit? Mein Sohn?"

    „Ihr nennt es Ewigkeit, weil ihr an etwas glauben müsst, solange ihr es nicht versteht."

    „Komm etwas mehr ins Licht, ich kann dich nicht erkennen, mein Sohn."

    „Du brauchst kein Licht, Franziskus, je weiter unser Gespräch fortschreitet, desto besser wirst du mich erkennen."

    „Und wenn ich dieses Gespräch nicht will?"

    „Du kannst es nicht beenden."

    „Und wenn ich einfach schweige?"

    „Du kannst nicht schweigen, weil ich mit deinem Gewissen spreche, Franziskus, und dein Gewissen wird mir immer antworten."

    „Dann scheinst du sehr mächtig zu sein – wie war noch dein Name?"

    „GIWEG 37, der Siebenunddreissigste Gross-Inquisitor des Welt-Ethik-Gewissens, aber nenne mich einfach GI."

    „Dann bin ich also gezwungen dir zu antworten?"

    „Oh, ich sehe, du hast Mühe es zu verstehen, Franziskus, dein Gewissen hat nach mir verlangt, ich bin hier, weil es nach mir gerufen hat."

    „Und warum weiss ich nichts davon?"

    „Das geht den meisten Menschen so, sie haben ihr Leben lang scheinbar wichtigeres zu tun, und hören ihr Gewissen nicht."

    „Ich versuche mein Gewissen sehr häufig zu erforschen, also müsste ich doch davon wissen."

    „Deine Nöte sendeten Botschaften aus, die mich erreichten."

    „Von welchen Nöten sprichst du?"

    „Wenn die Strassen gesäumt sind mit hoffnungsvollen Menschen, die dir zujubeln und sich die eigene Ohnmacht über dein Gemüt senkt. Wenn dir bewusst ist, dass dir die Ausgebeuteten zuwinken in der Hoffnung auf etwas göttliche Gerechtigkeit, und du genau weisst, wie ein weltweiter kommerzieller Zynismus jede Chance darauf verunmöglicht."

    „Ich bete inständig um Verbesserung!"

    „Das tun Millionen Menschen – und, siehst du irgendwo eine Verbesserung?"

    „Es gab viele Heilige, die erstaunliches bewirkten!"

    „Du willst mir weiss machen, dass du an die von der Kirche kultivierten Mythen glaubst? Die Heiligen dienen doch nur dazu die Ehrfurcht vor der Kirche zu vertiefen. Du bist viel zu klug, um dich ernsthaft darauf abzustützen."

    „Meine Ziele sind redlich und ich verfolge sie mit heiligem Ernst."

    „Verzeihung, in unserem Diskurs geht es nicht um dein privates, persönliches Leben; es geht nicht um deine integere Haltung; es geht um dein Amt. In der Welt-Ethik-Dynamik fungierst du als moralischer Konkursverwalter der Römisch-Katholischen Kirche. Auch das Spannungsfeld zwischen deinem persönlichen Anstand und deinem Amt hat mich gerufen."

    „Du sprichst also von meinen Sorgen."

    „Du kannst es weiter fassen, wir werden über alles sprechen, was deiner Ethik zuwider läuft."

    „Also eine ethische Inquisition?"

    „Jetzt beginnst du zu verstehen. Es ist noch wichtig zu begreifen, dass alles, was je passiert ist, auch fortan noch eine Wirkung haben wird. Ich erwähne das, weil bei euch Menschen der Selbstbetrug kursiert, dass die Zeit alle Wunden heile."

    „Wieso nennst du mich Konkursverwalter?"

    „Moralischer Konkursverwalter, Franziskus. Ich weiss, du machst dir Illusionen, du glaubst noch etwas retten zu können, deshalb bin ich hier."

    „Um zu helfen oder um zu verurteilen?"

    „Verurteilen, das hat eure Inquisition gemacht – nein, weder verurteile ich, noch werde ich helfen. Ich bin das Element der ethischen Klarheit."

    „Und was wird mir diese Klarheit bringen?"

    „Das liegt ganz bei dir, wer Klarheit zulässt, kann Zweifel überwinden und folgerichtiger handeln."

    „Also gut, lass uns schauen, was mir deine Klarheit bringen wird."

    „Gehen wir zu den Anfängen."

    „Welche Anfänge?"

    „Die Anfänge der Jüdischen Religion, die Anfänge der römisch-katholischen Kirche, denn eure Kirche baut ja auf dem jüdischen Glauben auf, so wie ihr das Neue Testament als untrennbar mit dem Alten Testament verbunden habt."

    „Aber das ist doch Schnee von gestern – was haben unsere heutigen Probleme mit diesen Anfängen zu tun?"

    „Sehr viel. Fast alles was heute schief liegt, hat mit den Anfängen zu tun."

    „Und was verstehst Du genau unter den ‚Anfängen‘?"

    „Der Gott Abrahams, der Gott Moses, der Gott der Kirche mit Heiligem Geist und Gottes Sohn. Ihr sagt, dass das was ihr mit Gott bezeichnet, der einzig wahre Gott, der allumfassende Schöpfer sei. Was macht euch mit all den über 2000 Religionen auf diesem Planeten und ihren Gottheiten so sicher, den einzig wahren zu vertreten?"

    „Er ist die einzige Wahrheit!"

    „Ist es nicht eure selbsterfundene Wahrheit, Franziskus? Ihr habt euren Christengott vom Judentum übernommen und als Grundlage für eure Autorität einverleibt, ist es nicht so?"

    „Die Menschen brauchen einen Glauben. Sie benötigen eine moralische Ordnung und halten sich nur daran, wenn man die Autorität der Gesetze heiligt."

    „Du weichst aus, geht es wirklich um die Menschen, oder um die Macht eurer Glaubens-Institution über die Menschen?"

    „Es geht um die Liebe zu den Menschen und zu allen Kreaturen Gottes!"

    „Soll ich dir wirklich alle die Millionen Beispiele aufzählen, in denen eure Kirche diese ständig proklamierte Nächstenliebe mit Füssen getreten hat?"

    „Nein, es ist mir bewusst, dass auch wir fehlbar sind."

    „Fehlbar hört sich sehr harmlos an – zutiefst verwerflich wäre zutreffender. Es berechtigt zur Frage, wie der von euch gedeutete Gott dazu steht."

    „Es ist ein verzeihender Gott."

    „Sprichst du jetzt von Gottvater, Gottes Sohn oder dem Heiligen Geist?"

    „Gottvater ist der verzeihende allmächtige Schöpfer."

    „Der alttestamentarische Gott der Juden."

    „Ja, darauf baut unser Glaube auf, dabei steht sein fleischgewordener Sohn Jesus Christus im Zentrum unseres Glaubens."

    „Dann ist Jesus von Nazareth ebenso eine Gottheit?"

    „Er ist der Sohn des allumfassenden Gott Abrahams."

    „Dann glaubt ihr also an zwei Götter?"

    „Nein, Vater und Sohn bilden eine Einheit."

    „Dann ist der zu Gott gewordene Jesus von Nazareth also eine Ergänzung zu eurem bereits allumfassenden Gottvater?"

    „Willst du mich in meinem Glauben verunsichern?"

    „Ich will dich mit euren Ungereimtheiten konfrontieren, mit einer von Menschen erfundenen Gottesvorstellung, die ihr so mit Widersprüchen vollgestopft habt, wie es skurriler kaum sein kann. Dabei haben wir den heiligen Geist bisher noch nicht einmal miteinbezogen."

    „Du lästerst Gott und nennst dich Grossinquisitor des Welt-Ethik-Gewissens?"

    „Ich stelle die Legitimität eurer Glaubensstruktur in Frage. Dass die euch von eurem Gott gegeben wurde, ist eine der üblichen Rückkoppelungen, die in fast jedem Glauben zu finden sind. Mit ‚Gottes Wille‘ und ‚von Gott gesandt‘ werden wir uns ewig im Kreis drehen. Das ist lediglich brauchbar um die Gläubigen mundtod zu machen. Unser Gespräch sollte konstruktiv bleiben.

    Also, komm wieder runter, Franziskus, du tust so, als sei dein Gottesbild für den Rest der Menschheit verbindlich. Dabei wissen wir doch genau, dass jeder von den Milliarden eurer Spezies den Gott für sich kreiert, den er als nötig und praktisch empfindet. Einer eurer Denker schrieb ‚Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, aber der Mensch hat es ihm heimgezahlt.’ Werdet ihr Menschen je einen Gott kreieren, der mehr sein wird als das, was ihr an Macht begehrt?"

    „Ach ja, Voltaire, der alte Ketzer. In vielem war er tatsächlich auf der rechten Spur."

    „Um an der Unkalkulierbarkeit des Lebens nicht irre zu werden, braucht ihr Menschen etwas Zuverlässiges, Vertrauen spendendes. Da dies in der irdischen Wirklichkeit nicht existiert, schafft ihr euch einen spirituellen Raum, einen Ort der Zuflucht und gebt ihm durch Rituale die Illusion einer verlässlichen Wirklichkeit.

    Ich respektiere das, aber nicht den Machtmissbrauch, den Glaubensinstitutionen davon ableiten."

    „Welchen Machtmissbrauch wirfst du mir vor?"

    „Ich werfe dir keinen persönlichen Machtmissbrauch vor, du bist ein anständiger Mensch. Aber du bist das designierte Oberhaupt der Organisation römisch-katholische Kirche, und hier gibt es etliches anzuschauen, das schief liegt."

    „Ich bin das gewählte Oberhaupt, aber nicht allmächtig."

    „Aber ihr als Institution habt es fertiggebracht, dass dich die Gläubigen für unfehlbar halten. Auch wenn es anders gemeint ist, empfinden dich die meisten als unfehlbaren Übervater.

    Und wie ich sehe, gilt dieser Unfehlbarkeitsanspruch auch für die Bischöfe. Ist das nach eurer religiösen Auffassung nicht eine göttliche Anmassung?"

    „Es ist keine universelle Unfehlbarkeit, sie betrifft nur die Glaubensregeln."

    „Ja, ich weiss, du hast lediglich das letzte Wort. Aber ist der Ausdruck ‚Unfehlbarkeit‘ nicht etwas zu hoch gegriffen? Beinhaltet es für den einfachen Gläubigen nicht auch Macht, oder sogar Allmacht? Und denkst du, dass die Wortwahl zufällig oder bewusst geschah, um kirchliche Macht zu implizieren?"

    „Ist das jetzt nicht Wortklauberei? Ich tue alles mir nur mögliche, um mich den Gläubigen als Mensch zu zeigen. Ergibt sich daraus etwas, was man mir vorwerfen kann?"

    „Du nimmst es wieder persönlich, Franziskus. Es geht im Moment nicht um dich – noch nicht. Es geht um die Institution Kirche. Und diese Institution tut alles um ihre auseinanderbrechende Macht zu retten, und sei es auf Kosten der Menschlichkeit."

    „Ich tue alles in meiner Macht stehende um solche Missstände zu ändern."

    „Ich weiss! – sagtest du nicht, dass im Vatikan Reformen durchzuführen so sei, als wenn man die ägyptische Sphinx mit einer Zahnbürste reinigen würde? Dein unbeirrter Einsatz ist bewundernswert, trotzdem hat sich bis jetzt nichts Wesentliches verändert."

    „Wenn du so allwissend bist, dann zeige mir Beispiele frevelhaften Verhaltens, ich werde sie auf meine Liste setzen."

    „Was nützt eine immer länger werdende Liste, wenn nichts Wesentliches geschieht? Ich werde dir später viele Fenster öffnen. Du wirst mehr Beispiele sehen, als du ertragen kannst. Aber zuerst sollten wir für unser Gespräch eine klare Basis schaffen. Deshalb zurück zur Historie, zu dem Gott Abrahams, dessen Leben und Taten so dargestellt werden, dass die Existenz des Volkes Israel als Gottes Wille und mit Gottes Segen ausser Frage steht. Damit wird eine ‚heilige‘ unlösbare Verbindung suggeriert."

    „Das ist doch alles bestens bekannt, was hat das mit den gegenwärtigen Problemen unserer Kirche zu tun?"

    „Das wirst du sehr bald erkennen Franziskus.

    Dieser Teil des Alten Testaments ist eine gezielt dramatisierte Legende, die am Ende darauf zielt, die spätere Landnahme zu legalisieren. Der sogenannte Exodus war die Folge einer Auseinandersetzung ägyptischer Herrscher, – aber ich bin nicht berufen eure Geschichtsschreibung zu

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1