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Observiert: Freundschaft der anderen Art
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eBook138 Seiten1 Stunde

Observiert: Freundschaft der anderen Art

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Über dieses E-Book

Gesunde Menschen bringen der Pharmaindustrie kein Geld! Fast jeder zweite in Deutschland leidet an Krebs. Die Kosten einer solchen Therapie und Nachsorge sind enorm, wodurch die Pharmaindustrie jedes Jahr mehrere Milliarden Euro verdient. Was wäre, wenn es bereits einen Durchbruch bei der Bekämpfung von Krebs gäbe und man ihn heilen könnte, aber niemand Interesse daran hätte, das Milliardengeschäft der Zytostatika-Therapien zu riskieren? Um einen solchen möglichen, von der Pharmaindustrie totgeschwiegenen Durchbruch handelt "Observiert – Freundschaft der anderen Art". Im Mittelpunkt steht der Jugendliche Christoph Meier, Auszubildender der Gesundheits- und Krankenpflege, dem immer mehr denkwürdige Ereignisse widerfahren. Wird er je herausfinden, wer dahintersteckt?
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum17. Juli 2021
ISBN9783753192826
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    Buchvorschau

    Observiert - Daniel Schiller

    Vorwort

    Kennen Sie jemanden, der Krebs hat? Hatten Sie schon womöglich mit einer Krebserkrankung zu kämpfen oder gehören zu denen, die immer noch darunter leiden?

    Dies trifft leider auf fast jeden Zweiten in Deutschland zu. Auch ich wurde in meinem privaten Umfeld des Öfteren mit dieser Krankheit konfrontiert und verlor dadurch einige meiner lieben Angehörigen.

    Als examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Intensivstation behandle und pflege ich schwerkranke Menschen allen Alters. Nicht wenige davon ereilt das traurige Schicksal, gegen Krebs kämpfen zu müssen.

    Nach wie vor gehört dieser zu den nur schwer heilbaren Erkrankungen. Einigen wird überdies diagnostiziert, dass ihr Krebs unheilbar sei. Wenn das auf Sie zutreffen sollte, dann gebührt Ihnen mein allergrößter Respekt! Nichts würde ich mir für Sie mehr ersehnen, als dass es in naher Zukunft doch noch zu einem alles entscheidenden Durchbruch in der Medizin- und Krebsforschung käme.

    Um einen solchen möglichen Durchbruch geht es in dieser nachfolgenden Erzählung. Ich hoffe, Sie und viele andere mit diesem Roman, inspiriert von meinen Erfahrungen und Erlebnissen als Gesundheits- und Krankenpfleger, aus dem schnelllebigen Hier und Jetzt zu entführen und in ein fesselndes Geschehen eintauchen zu lassen, in dem Sie sich möglicherweise selbst wiederfinden werden.

    Bedenken Sie, dass alle Personen, Dialoge und Umstände in dieser Erzählung frei erfunden sind.

    Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

    Kapitel 1: Freund oder Feind?

    Das war‘s. Nun sitze ich hier und schreibe im Dunkeln ein paar Zeilen, wohlwissend, dass es meine Letzten sein werden. Ich habe die Hoffnung, dass jemand diesen Brief findet und meiner Nachwelt Bericht erstattet – jemand, der meinen Mord aufklären wird.

    Ich habe große Angst. Angst vor dem, was auf mich zukommt. Ich will nicht sterben! Wenn ich doch nur wüsste, wer das alles war! Wer es auf mich abgesehen hat! Warum? Was haben meine Eltern verbrochen? Wer waren diese Leute im Auto? Wer?

    War es Frederick? -

    Ich dachte tatsächlich, wir wären wahre Freunde. Doch war das nur Schein? Konnte ich mich so in ihm getäuscht haben? Ist er wirklich zu so etwas Entsetzlichem fähig?

    Wer kann mich bitte aus dieser Lage befreien?

    Im Glauben daran, dass ich versteckt in dieser völligen Einsamkeit und Dunkelheit Zeit gewinnen kann, wird dieses nasse Stück Papier in meinen Händen, getränkt mit Tränen, das Letzte sein, was ich zurücklassen werde und kann.

    So findet doch bitte bald meinen Mörder und helft, dass sich diese schrecklichen Ereignisse nicht woanders wiederholen!

    Bitte! Das darf nicht noch einmal passieren!

    Nanu? Was war das? Ich höre eine Tür. Ob ER das ist? Ich zittere. Ich spüre, wie er sich nähert, wie seine Schritte auf mich zukommen. Mein Puls und meine Atmung werden schneller. Eine Träne nach der anderen kullert meine Wangen hinunter.

    Wenn ich doch bloß wüsste, was ich falsch gemacht habe! Ich würde um Verzeihung bitten, immer und immer wieder. Ich würde alles wiedergutmachen. Ich würde mich wirklich anstrengen. Doch das bleibt mir wohl verwehrt. Ich werde bestimmt unwissend sterben müssen.

    Kapitel 2: Ein vertrautes Gesicht

    Mein Name ist Christoph Meier. Ich wurde am 22. August 1995 in einer kleinen Stadt im Südosten Deutschlands geboren. Dort wohnte ich mit meinen Eltern in einer Doppelhaushälfte, die leider noch nicht ganz abbezahlt war.

    Unser Haus bestand aus einem Flur, über den man durch sechs Türen weitere Zimmer erreichen konnte, drei auf jeder Seite. Gleich rechts nach dem Hauseingang befand sich das Wohnzimmer, gegenüber das Schlafzimmer meiner Eltern. Die rechte mittlere Tür führte in die Küche, die linke zu meinem Zimmer. Durch die beiden hinteren Türen gelangte man rechts ins Bad und links in eine Abstellkammer.

    Meine Eltern hatten beide Jobs, die uns zwar kein wohlhabendes Leben ermöglichten, aber durch die wir uns dennoch hin und wieder etwas leisten konnten, wie beispielsweise einen All-Inclusive Urlaub in Dubai. Meine Mutter arbeitete Frühmorgens als Reinigungskraft in einem Supermarkt und mein Vater wurde bei einer Sicherheitsfirma angestellt.

    Ich besuchte in meinem nicht sehr besiedelten und im Winter sehr tristen Ort die Grundschule und ging danach auf die einzige Realschule der Stadt.

    Leider erlaubten mir es meine Noten nicht, das Gymnasium zu besuchen oder wenigstens das Fachabitur zu erlangen. Das brauchte ich aber auch gar nicht, denn für mein Vorhaben genügte mir meine befriedigende mittlere Reife.

    Mein damals bester Freund, Tim Krügel, mit dem ich auch sechs lange Jahre auf die gleiche Schule ging und wir so gut wie immer nebeneinander saßen, hatte die fantastische Idee, als Anlaufstelle für das Schülerpraktikum der neunten Klasse das renommierte, städtische Altenheim zu wählen.

    Man kann sich womöglich gut vorstellen, wie befremdlich mir die Arbeit mit älteren Menschen anfangs viel. Nicht nur, weil ich mein bisheriges Leben überwiegend mit Gleichaltrigen verbracht hatte, sondern auch, weil ich noch nie einen anderen Menschen beim Essen oder Gehen helfen musste.

    Das Schwierigste für mich war aber der Toilettengang mit den Bewohnern des Altenheims, die sich danach nicht mal selbst das Gesäß säubern konnten und mir nun diese Aufgabe zukam.

    Das Praktikum belief sich auf insgesamt zwei Wochen und dank meiner kompetenten Bezugsperson während dieser Zeit, konnte ich viel über den Umgang mit Menschen, Beschäftigungstherapien, Essenseingabe und auch Medikamentengabe lernen. So ist es zum Beispiel gerade bei bettlägerigen Bewohnern sehr wichtig, nach dem Essen oder Schlucken einer Tablette, den Mund auf Rückstände zu kontrollieren, da diese sonst in die Trachea, also Luftröhre, gelangen und diese dort schlimmstenfalls verschließen und zum Ersticken führen könnten.

    Dieses Praktikum bestärkte mich in dem Entschluss, später einmal mit Menschen zu arbeiten.

    Doch gab es einen Beruf, bei dem man nicht nur mit älteren, sondern auch mit jüngeren Menschen in Kontakt treten könnte, um diesen zu helfen?

    Ja, diesen gab es! So schrieb ich noch während der Schulzeit eine Bewerbung an das örtliche Krankenhaus – das Forte-Klinikum. Allerdings reichte ein schlichtes Bewerbungsformular nicht aus. Ich musste eine Kopie meines Impfpasses beilegen, sowie meines Ersten-Hilfe-Ausweises. Auch wurde mir geraten, mich einer freiwilligen Blutuntersuchung zu unterziehen.

    Nach ungefähr drei Wochen kam ein Schreiben des Forte-Klinikums. Ich sollte doch bitte zunächst ein einwöchiges Praktikum in Erwägung ziehen, hieß es darin. Sobald ich dann das Praktikum beginnen würde, dürfte ich mich auch bei dem Betriebsarzt des Klinikums vorstellen, der mit Freuden einen Gesundheitscheck und auch die freiwillige Blutuntersuchung durchführen würde.

    Natürlich nahm ich dieses Angebot an und vereinbarte daraufhin ein Praktikum. Auch wenn ich dadurch noch nicht unbedingt Geld verdienen konnte, war es eine gute Möglichkeit, weitere Einblicke in dieser Berufswelt zu gewinnen.

    Es war April 2012, als ich das Praktikum beginnen durfte. Manch einer hätte Mitleid bekommen und sich dabei denken können, wieso er nur seine wertvollen Osterferien dazu opferte, doch weil mich dieser Beruf so sehr fesselte, fiel mir das nicht sonderlich schwer.

    Gleich zu Beginn des Praktikums hatte ich einen Termin beim Betriebsarzt Dr. Schieter. Er befand sich im Untergeschoss des Klinikums. Leicht zu finden war er nicht, allerdings war das Personal des Klinikums so nett, mich zu ihm zu führen.

    Lange warten, wie normalerweise bei Ärzten üblich, musste ich glücklicherweise nicht. Ich wurde sofort zu ihm hineinbestellt.

    Nach der Begrüßung nahm er meine persönlichen Daten auf und befragte mich über Allergien und chronische Erkrankungen, an welchen ich zum Glück nicht litt.

    Im Anschluss sollte ich noch eine Urinprobe abgeben und mich einer Blutentnahme unterziehen. Beiden Untersuchungen stimmte ich zu. Nur wenige Stunden würde es brauchen, bis mein Blut analysiert würde, da ein Labor direkt in der Klinik errichtet wurde. Allerdings würde die schriftliche Analyse immer per Post nach Hause geschickt werden, da diese zu den persönlichen Daten der Mitarbeiter gehöre. So soll verhindert werden, dass Kollegen einen nicht gewollten Einblick in solche empfindliche Daten bekommen könnten.

    Nach dreißig Minuten wurde ich bei Dr. Schieter entlassen und durfte nun auf meine Station. Es war die Station I4, eine Station der inneren Medizin. Das Forte-Klinikum besaß zwölf Stationen, davon sechs für die innere Medizin und sechs für die Chirurgie. Daneben gab es, wie ich schon anmerkte, ein Labor, eine Radiologie, eine Pathologie, eine kleine Intensivstation und auch einen OP, der nochmals über sechs Operationssäle verfügte.

    Im zweiten und zugleich obersten Stockwerk des Klinikums angekommen, suchte ich meine Station auf. Die langen Gänge sahen für mich anfangs alle gleich aus. Es brauchte eine gewisse Zeit, bis ich mich an die Wege des Klinikums gewöhnte. Nach wenigen Minuten erreichte ich schließlich mein Ziel – die Station I4.

    Die dortige Leitung, Schwester Erika, nahm mich auch sofort in Empfang, als ich mich mit meinem Namen vorstellte. Anscheinend wurde ich schon rege erwartet.

    Schwester Erika zeigte mir daraufhin die Umkleidekabinen der Männer und gab mir passende Kleidung mit. Das strahlende Weiß durfte ich allerdings nicht tragen, dies war nur den examinierten Pflegekräften vorbehalten. Stattdessen bekam ich diese Uniform in einem satten Blauton. Sofort nutzte ich den Spiegel in der Männerumkleide und schoss ein Selfie. ‚Kommt bestimmt gut auf meinem Instagram-Account an‘, dachte ich mir.

    Fertig umgezogen suchte ich wieder meine Station auf und meldete mich dort erneut bei Schwester Erika. Sie stellte mich daraufhin meiner Bezugsperson vor, dem Pfleger Oliver. Ein wirklich äußerst humorvoller Mitarbeiter, mit dem das Arbeiten sehr viel Spaß machte.

    Oliver ist ein Mann mittleren Alters. Er besitzt kurze, gelockte Haare und trägt überwiegend einen Dreitagebart. Mit seinem kleinen Wohlstandsbäuchen sorgt er bestimmt auch heute noch für Spaß und Unterhaltung, zumal er sich nie zu schade dafür ist, auch hin

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