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Semana Santa: Guatemala. Im Land des ewigen Frühlings

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Semana Santa: Guatemala. Im Land des ewigen Frühlings

Länge:
37 Seiten
27 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Mai 2017
ISBN:
9783742788214
Format:
Buch

Beschreibung

Guatemala - Land des ewigen Frühlings, Land der ewigen Diktatur. In der Endphase des Bürgerkriegs durchquert Kai Althoetmar das Land der Mayas während der Semana Santa, der turbulenten Karwoche, von Quetzaltenango im Hochland bis zum Urwalddistrikt Petén. Er besteigt den Vulkan Santa Maria, trifft in 3.800 Meter Höhe auf spiritistische Mayas, die dem Teufel opfern, erlebt in der alten Kolonialhauptstadt Antigua die monumentalen Palmsonntagsumzüge und lässt sich 15 Stunden im "Hühnerbus" auf dem Weg zu den Pyramiden von Tikal durchschütteln. Blutiger Ernst und rasende Komik liegen jederzeit nah beieinander. Eine fesselnde Parforcetour durch das Herzland der Mayas.

Vom Autor auch erschienen: "Löwenland. Afrikanische Reisen" und "Reise nach Jerusalem. Durch Israel zur Zeit der Intifada".
Herausgeber:
Freigegeben:
15. Mai 2017
ISBN:
9783742788214
Format:
Buch

Über den Autor


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Semana Santa - Kai Althoetmar

Kai Althoetmar

Semana Santa

Guatemala.

Im Land des ewigen Frühlings

Edition Kultour

Wer in Guatemala Himmel und Hölle nah sein will, der steigt auf einen Vulkan. Denn dort ist man Gott und den Geistern nahe. Und auch dem „Weltpräsidenten - dem Teufel. Aber nur kurz vor Ostern, am Tag des Heiligen Josef, wenn sich katholischer Glaube und indianischer Aberglaube in Nebelwolken und Rauchschwaden verquirlen, wenn für tausend Toyotas gebetet wird und wenn der „Weltpräsident etwas zu hören bekommt: nämlich ein paar Chinakracher.

Alles fing so unverdächtig an: Rolando Herrera mußte zum ungefähr fünfzigsten Mal in seinem Leben den Vulkan Santa Maria besteigen. Der spuckt nur selten Asche, und den Gipfel in 3.772 Meter Höhe erkraxelt man locker in ein paar Stunden - denn der Fuß des Vulkans liegt schon zweitausend Meter höher als die Wellen des nahen Pazifiks. Rolando ist Direktor einer Spanisch-Sprachschule in Quetzaltenango im Hochland von Guatemala. Alle drei Wochen steigt er mit Sprachschülern aus aller Welt auf das Dach Guatemalas. Nicht um den „Weltpräsidenten" auf der Vulkanspitze zu treffen, sondern weil eine Vulkanbesteigung im Wochenendprogramm seiner Spanischschule der Renner ist.

Früh um halb sechs lädt uns Rolandos uralter Kleinlaster zu Füßen der Heiligen Maria ab. Der Blick auf den Bergwald und seine Nebelkronen ist unheimlich - imposant. Nur Mike, ein Sprachschüler aus den USA, hatte eine Vorahnung. Oben auf dem Vulkan, da müßten wir ein paar Hühner opfern. Beim Aufstieg flattern uns aber nicht entfleuchte Hühner, sondern Miniatur-Helikopter um die Ohren: schillernd dunkelgrüne Kolibris, die im Flug Nektar aus Blütenkelchen saugen.

Laufend überholen uns Indios auf der Trampelpiste, sogar Frauen mit Kleinkindern auf dem Buckel. Die Maya-Nachfahren sind die dünne Luft gewohnt. Einer schleppt sogar einen Maissack den Vulkan hoch. Darin sind die Opfer für den „Weltpräsidenten, wie sich noch herausstellen wird. Gegen Mittag ist die Spitze erreicht. Den Blick auf den nahen Krater verstellen die Wolken. Aber das macht nichts. Unser Blick fällt auf etwas viel Interessanteres: Zwei Indios zelebrieren auf dem Vulkangipfel einen Kult - den Opferkult für den „Weltpräsidenten am Tag des Heiligen Josef.

Die Indios, beide um die vierzig, beide in ärmliches Räuberzivil gewandet, haben auf der Vulkanspitze ein Lagerfeuerchen entzündet. Der eine hebt beschwörend die Hände und murmelt wie in Trance allerlei Beschwörungsformeln, der

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