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Pumamädchen

Pumamädchen

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Pumamädchen

Länge:
36 Seiten
29 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
29. Dez. 2020
ISBN:
9783753140667
Format:
Buch

Beschreibung

Eine junge Frau zieht sich für drei Tage in die chilenischen Berge zurück, um wieder mehr zu sich selbst zu kommen. Während sie in der Natur die ersehnte Stille findet, liest sie in einem Buch über die Ureinwohner der Gegend - Indianer aus dem Volk der Chiquillanes, die vor rund 500 Jahren dort gelebt haben. Sie erfährt wie die Schamanin des Stammes den Tod vieler neugeborener Mädchen verhindert und ihnen ermöglicht eine ganz eigene Lebensweise zu entwickeln. Die Legende der Pumamädchen beeinflusst schließlich auch den Entwicklungsprozess der jungen Frau...
Herausgeber:
Freigegeben:
29. Dez. 2020
ISBN:
9783753140667
Format:
Buch

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Impressum

Pumamädchen

1

Im Gegenlicht sah ich den steilen Berg vor mir liegen. Blinzelnd hob ich meine Hand an die Stirn, um meine Augen vor den brennenden Sonnenstrahlen zu schützen. Ich atmete tief aus. Mein Rucksack wurde mir schon jetzt zu schwer, und dabei stand ich noch ganz am Anfang meines Vorhabens. Zweifel kamen in mir auf, ob ich wirklich drei Tage und Nächte lang allein in einer unbekannten Wildnis verbringen wollte. Wie war ich nur auf diese Idee gekommen? Ich bemerkte, wie sich meine Stirn runzelte. Trotzdem begann ich einen Fuß nach dem anderen den Hang hinaufzusetzen.

Die Vegetation wurde schon nach wenigen Höhenmetern karger. Die sandfarbenen Felsen lagen nackt im Sonnenlicht. Der kleine Pfad, dem ich folgte, war staubig. Fast unentwegt schaute ich zu Boden, um zwischen hervorstehendem Gestein und losem Geröll nicht zu stolpern. Hin und wieder blieb ich stehen, um mich umzusehen. Das Tal veränderte sich mit jedem Meter. Immer wieder nahm es andere Gesichter an. Ich schnaufte mit meinem Gepäck auf dem Rücken. Das Zelt, mein Schlafsack, warme Kleidung, der kleine Gaskocher, Geschirr, das Essen, Wasser, es hatte sich allerhand angesammelt. Dazu das Pfefferspray gegen wilde Tiere, Sonnenschutz, eine kleine Erste Hilfe Tasche. Nicht zu vergessen, das Büchlein über die Geschichte der Ureinwohner dieser Gegend, das ich in meinem Hotel aus der kleinen Bibliothek mitgenommen hatte. Ich würde erst bei meiner Rückkehr wissen, was aus dieser Sammlung hilfreich und was überflüssig war.

Vom Tal her vernahm ich noch weit entfernt den Verkehr der Straße und ein paar Vogelstimmen. Der Wind wurde nun immer stärker. Ich genoss den angenehmen kühlen Luftzug. Irgendwie erreichte ich den Gipfel, so dass ich das sehen konnte, was bisher im Verborgenen lag: Das Hinterland. Ein weitläufiges Gebirge erstreckte sich vor meinen Augen. Es war atemberaubend schön. Kleine grüne Täler wechselten sich mit schroffen kilometerhohen Bergrücken ab. In der Ferne schätzte ich den höchsten Berg auf 5.000 Höhenmeter. Der Gipfel war auch jetzt im Hochsommer noch mit Schnee bedeckt.

Ich schaute umher, um im Grünen eine kleine Ebene zu finden, auf der ich mein Lager aufschlagen konnte. Meine Schritte bahnten sich schon bald durch niedriges Gebüsch, denn der Pfad verlief wieder bergab. Das Freiheitsgefühl, das ich auf dem Gipfel hatte, wechselte nun in eine Beklommenheit. Die Berge um mich herum schüchterten mich ein. Trotzdem

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