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Der Leichenräuber: Gekürzte illustrierte Fassung
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eBook46 Seiten35 Minuten

Der Leichenräuber: Gekürzte illustrierte Fassung

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Über dieses E-Book

Der Leichenräuber ist eine Horrorgeschichte des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson, die 1884 erschien. In novellistischer Form thematisiert Stevenson zwei Fälle abscheulicher Kriminalität zu Zeiten des Anatomen Robert Knox: den Leichendiebstahl und die Beschaffung von Leichen durch Morde. Stevenson hat seine Story über zwei junge Mediziner mit einem Gaststättenbesuch der beiden gealterten Protagonisten in Debenham gerahmt. Der titelgebende Leichenräuber ist Fettes. Dieser bekommt immer einmal Gewissensbisse und im Gegensatz zu Macfarlane ist er ein niederträchtiger Räuber, doch kein Mörder. Der erzählerische Bezug zu den Mördern, die Fettes im Auftrag von Mr. K. zu bezahlen hat, ist nicht herausgearbeitet. Der Inhalt des Leichensackes bringt den Leser gleich nach der Lektüre zum Grübeln. Wie und warum kamen die zerstückelten Überreste von Mr. Gray – gleichsam wieder ordentlich zusammengefügt – in das Grab der Bauersfrau?
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum21. Dez. 2021
ISBN9783754934234
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Autor

Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson was born in Edinburgh in 1850 and died in 1894. He studied at Edinburgh University and then went on to become a novelist, poet and travel writer. RLS wrote prolifically and among his most well known works are The Strange Case of Doctor Jekyll and Mr Hyde and Treasure Island. Darren Shan is the pen name of Darren O' Shaughnessey, as well as the main character of his bestselling series The Saga of Darren Shan. This series is also known as the Cirque du Freak series. Darren is currently writing his next series of books called the Demonata series.

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    Buchvorschau

    Der Leichenräuber - Robert Louis Stevenson

    Unheimliche Begegnung

    Am Rande des Dorfes stand das alte Gasthaus „Zum schwarzen Wolf. Es wurde gern besucht, denn der Wirt wusste alle Neuigkeiten aus der ganzen Umgebung. Hier trafen sich die Männer des Dorfes am Abend, spielten Karten, tranken ein Glas und erzählten sich raue Witze. Ob Sommer oder Winter – im „Schwarzen Wolf war immer etwas los.

    An einem dunklen Winterabend, der Wirt stand noch hinter der Theke und schenkte kräftig aus, saßen am Stammtisch drei Männer und unterhielten sich über Martin, einen Schollen, der seit zwanzig Jahren im Doll lebte und auch jeden Abend in den „Schwarzen Wolf" kam. Martin war ein sonderbarer Kauz. Er arbeitete nicht, schien aber etwas Geld zu haben, von dem er lebte. Keiner der Männer wusste etwas von seiner Vergangenheit, und Martin sprach nicht darüber. Alle nannten ihn Doktor, denn es hieß, dass er etwas von Medizin verstünde und zur Not verstände er einen Bruch einzurichten oder eine Verrenkung wieder in Ordnung zu bringen. Doch abgesehen von diesen wenigen Einzelheiten wussten wir eigentlich nichts über seinen Charakter und sein Vorleben.

    Sein blauer Mantel gehörte zu den Antiquitäten genau wie der Kirchturm. Sein Herumsitzen in der Wirtstube des „Schwarzen Wolfes", sein Fernbleiben von der Kirche, seine alten, üblen, schimpflichen Laster betrachtete man im Dorf als ganz natürliche Dinge.

    Er hatte gewisse unklare, eingewurzelte Anschauungen, eine gewisse oberflächliche Ungläubigkeit, deren er sich ständig rühmte und die er mit unsicheren Schlägen auf den Tisch verkündete. Er trank Rum - regelmäßig jeden Abend seine fünf Gläser; und die meiste Zeit, während seiner abendlichen Besuche im George saß er, mit dem Glas in der rechten Hand, in einem Stadium trübsinniger alkoholischer Zufriedenheit.

    „Wo Martin heute Abend nur bleibt?" fragt der Wirt beunruhigt seine Tischgenossen.

    „Um diese Zeit ist er doch schon immer da und trinkt sein zweites Glas Rum."

    Aber in diesem Moment ging die Tür auf und Martin verlangte lautstark nach seinem Schnaps.

    „Was gibt’s neues Wirt", brummte Martin nach dem zweiten Glas Rum.

    „Eben haben Sie einen Gutsbesitzer aus der Nachbarschaft gebracht. Er plötzlich auf dem Weg zum Parlament einen Schlaganfall erlitten.

    Er liegt oben, schwerkrank! Und wird vom besten Arzt aus London behandelt, der telegraphisch an sein Bett gerufen wurde."

    „Er ist angekommen", sagte der Wirt, nachdem er sich seine Pfeife gestopft und angezündet hatte.

    „Was sagst Du da, Wirt – ein Arzt aus London soll den Gutsbesitzer behandeln? Wie heißt er denn, he?"

    „Es ist Dr. Artur Morris, der beste Arzt Englands!" erwiderte der Wirt geheimnisvoll.

    Martin war mit seinem dritten Glase bald fertig und ziemlich angetrunken. Bald nickte er ein, dann glotzte er wieder verwirrt um sich.

    Doch bei dem letzten Wort schien er aufzuwachen und wiederholte den Namen „Moris" zweimal, das erste Mal noch ganz ruhig, das zweite Mal aber in plötzlicher Erregung.

    „Ja, sagte der Wirt, „so heißt er. Dr. Artur Morris.

    „Du - Wirt, hast du dich auch nicht verhört? Heißt der Arzt wirklich Morris? Artur Morris?"

    „Aber ja, Morris, ich bin

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