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Auszüge aus dem Archiv "Historische Verbrecher".: Von Menschen, die sich bewusst außerhalb der Gesetze stellten.
Auszüge aus dem Archiv "Historische Verbrecher".: Von Menschen, die sich bewusst außerhalb der Gesetze stellten.
Auszüge aus dem Archiv "Historische Verbrecher".: Von Menschen, die sich bewusst außerhalb der Gesetze stellten.
eBook237 Seiten2 Stunden

Auszüge aus dem Archiv "Historische Verbrecher".: Von Menschen, die sich bewusst außerhalb der Gesetze stellten.

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Über dieses E-Book

Wozu eigentlich eine Veröffentlichung "Historische Verbrecher" mag sich mancher fragen. Die Frage besteht zurecht. Bekanntlich waren in der Kriminalgeschichte viele Verbrechen so fürchterlich, dass sie ganz schnell mit dem Schleier des Vergessens bedeckt werden sollten, jedenfalls, soweit es den Nichtkriminologen und den Nichtkriminalisten betrifft.
Andererseits kann es für viele Berufe - Kriminalisten, Soziologen, Politologen, Historiker usw. - von Bedeutung sein, in aller Kürze das Leben und den Werdegang der berüchtigtsten und dubiosesten Verbrecher zu kennen. All diese Menschen, ob sie nun Attentäter, Mörder, Vergewaltiger, Hochstapler, Geldfälscher oder Bandenführer waren, haben sich bewusst außerhalb der Gesetze gestellt. Abgesehen von dem Bewusstsein, dass die Kenntnis dieser Verbrecherlaufbahnen mit ihren teils schrecklichen Höhepunkten und meist traurigem Ende, aus der Kriminalgeschichte nicht mehr wegzudenken sind, erkennt man gerade auf dem Gebiet des Bandenwesens, des Attentats, des Sexualverbrechens, der Brandstiftung und der Gewaltverbrechen, eine Vielzahl von Parallelen zur heutigen Zeit. Der Leser findet in dieser Reihe nicht nur gestandene Berufsverbrecher, die sich ihr Leben lang nur auf der schiefen Bahn bewegten, sondern auch sehr junge Gesetzesbrecher. Doch auch sie mussten mit langen harten Strafen rechnen, wenn sie erwischt wurden. Einige von ihnen wurden zum Tode verurteilt, andere starben schon vor ihrer Verhaftung eines gewaltsamen Todes. Man entdeckt vor allem, dass sich das alte, längst abgegriffene und oft anscheinend sogar widerlegte Wort "Verbrechen machen sich nicht bezahlt", tatsächlich in hunderten und aber hunderten Fällen bewahrheitet hat.
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum27. Juni 2021
ISBN9783753191171
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    Buchvorschau

    Auszüge aus dem Archiv "Historische Verbrecher". - Anna Marie B

    Anna Marie B

    Auszüge aus dem Archiv

    „Historische Verbrecher".

    Von Menschen, die sich bewusst

    außerhalb der Gesetze stellten.

    (ab 1800 bis 1960).

    Nr.: 1

    Impressum

    Texte: © Copyright by Gabriele Meyer

    Umschlag: © Copyright by

    erichs-kriminalarchiv.de

    Verlag: Gabriele Meyer

    Maulbeerallee 13

    13593 Berlin

    mathilda52@web.de

    Druck: epubli, ein Service der

    neopubli GmbH, Berlin

    Printed in German

    Allgemeines Vorwort

    Beim kürzlichen Durchsortieren meiner sehr umfangreichen Sammlung der „feinen Gesellschaft", fielen mir natürlich auch die Unterlagen „Historische Verbrecher" in die Hände.

    Spontan entschloss ich mich, zumindest einen Teil der darin erfassten Verbrechertypen, mit ihren teilweise recht außergewöhnlichen und oft grausamen Straftaten in dieser Reihe „Auszüge aus dem Archiv" zu dokumentieren.

    Der Zeitraum vom Jahr 1800 bis 1960 wurde als Rahmen vorgegeben. Überschreitet beim beschriebenen Straftäter/in das Sterbedatum das Jahr 1960, wurden der Zeitpunkt und die näheren Umstände des Todes sowie der Sterbeort (soweit bekannt) auf jeden Fall erwähnt. Einige Beiträge enthalten Informationen und Erklärungen für bestimmte, wenig geläufige Details.

    Zu unterschiedlichsten Verbrechern, ihren begangenen Straftaten, den erhaltenen Gefängnisstrafen oder Todesstrafen, sind viele vorhandene, sachliche und zurzeit verfügbare Informationen zusammengetragen worden.

    Als Fundament dienten historische Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Akten, Verhörprotokolle, Autopsieberichte, Prozessdokumente, Bild- und Tondokumente, Tatortschilderungen. Viele Beiträge konnten mit Bildmaterial ausgestattet werden.

    Eine alphabetische Sortierung erfolgte nicht. Sämtliche Kriminelle werden aber mit dem Jahr der Straftat oder Straftaten, sowie dem jeweiligen Land kenntlich gemacht. Das breite Spektrum der Verbrechen kann so besser dargestellt werden.

    Wichtiger Hinweis:

    Einige Teilbereiche der Veröffentlichungen enthalten Berichte und Beschreibungen, deren Text- und Bilddarstellungen nicht für jeden erträglich und geeignet sind. Sollten Sie zu der Leserschaft mit schwachen Nerven gehören, dann verzichten Sie bitte auf den Kauf, denn es könnten Ihre Gefühle verletzt werden.

    Ich bedanke mich für Ihr Verständnis.

    Anna Marie B

    Mein besonderer Dank geht wie immer an erichs-kriminalarchiv.de, für die stetig wertvollen Hinweise und die freundliche Text- und Bildunterstützung.

    Der Himmel sorgt dafür, dass sich kein Mensch sein Glück durch Verbrechen sichert.

    Graf Vittorio Alfieri (1749 - 1803),

    italienischer Dichter und Dramatiker

    Vorwort

    Wozu eigentlich eine Veröffentlichung „Historische Verbrecher" mag sich mancher fragen. Die Frage besteht zurecht.

    Bekanntlich waren in der Kriminalgeschichte viele Verbrechen so fürchterlich, dass sie ganz schnell mit dem Schleier des Vergessens bedeckt werden sollten, jedenfalls, soweit es den Nichtkriminologen und den Nichtkriminalisten betrifft.

    Andererseits kann es für viele Berufe - Kriminalisten, Soziologen, Politologen, Historiker usw.- von Bedeutung sein, in aller Kürze das Leben und den Werdegang der berüchtigtsten und dubiosesten Verbrecher zu kennen. All diese Menschen, ob sie nun Attentäter, Mörder, Vergewaltiger, Hochstapler, Geldfälscher oder Bandenführer waren, haben sich bewusst außerhalb der Gesetze gestellt. Abgesehen von dem Bewusstsein, dass die Kenntnis dieser Verbrecherlaufbahnen mit ihren teils schrecklichen Höhepunkten und meist traurigem Ende, aus der Kriminalgeschichte nicht mehr wegzudenken sind, erkennt man gerade auf dem Gebiet des Bandenwesens, des Attentats, des Sexualverbrechens, der Brandstiftung und der Gewaltverbrechen, eine Vielzahl von Parallelen zur heutigen Zeit.

    Der Leser findet in dieser Reihe nicht nur gestandene Berufsverbrecher, die sich ihr Leben lang nur auf der schiefen Bahn bewegten, sondern auch sehr junge Gesetzesbrecher. Doch auch sie mussten mit langen harten Strafen rechnen, wenn sie erwischt wurden. Einige von ihnen wurden zum Tode verurteilt, andere starben schon vor ihrer Verhaftung eines gewaltsamen Todes.

    Man entdeckt vor allem, dass sich das alte, längst abgegriffene und oft anscheinend sogar widerlegte Wort „Verbrechen machen sich nicht bezahlt", tatsächlich in hunderten und aber hunderten Fällen bewahrheitet hat.

    Wie schlimm ist es doch, wenn ein Leben zu Ende geht, dass jahrelang vom Verbrechen gelebt hatte und nicht selten alle Stadien der Furcht, der Verfolgung und der Todesangst auskosten musste.

    Schließlich wird einem das Leben - nur ein einziges Mal - geschenkt. Man sollte es nicht einfach sinnlos verschwenden!

    Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, eine Auflistung der bekanntesten historischen Verbrecher zu schreiben, der wirklich die gesamte Vielfalt des Verbrechens umfasst, vor allem deshalb, weil er ins Uferlose anwachsen würde. Häufig fehlen auch die erforderlichen Unterlagen, oder die Untaten gewisser Verbrecher werden oft aus verständlichen Überlegungen heraus der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht. Außerdem sind viele wertvolle, unwiederbringliche Kriminalunterlagen in den Wirren des Krieges zerstört worden.

    Ich habe mich bemüht, möglichst viele Bereiche des Verbrechens aufzuzeigen: von der Geldfälschung, über Bankeinbrüche, Sexualmorde, Attentate, Raubmorde, Massenmorde, Morde an Polizisten, Verbrechen von Jugendlichen oder von Kindern, die bereits als Mörder ihren Lebensweg begannen. Die Frau als Verbrecherin ist in dieser Reihe genauso zahlreich vertreten und zeigt auch in vielen Varianten ihr außergewöhnliches „Können".

    Alles in allem - ein fürchterliches Gemisch aus Abhängigkeiten, Perversionen, Gewalt, Hinterlist, Grausamkeiten, Gelüsten und Begierden ...

    Anna Marie B

    Inhaltsverzeichnis:

    1.) Chester Ellsworth Gillette – (Amerika 1908)

    2.) Gertrude Lythgoe – (Amerika 1933)

    3.) John Gaven – (Australien 1844)

    4.) Charles Julius Guiteau – (Amerika 1882)

    5.) Lavinia Fisher – (Amerika 1820)

    6.) Matti Heikinpoika Haapoja – (Finnland 1895)

    7.) Gustav Allram – (Österreich 1911)

    8.) Roy Joseph Hutty – (England 1922)

    9.) Karl Hübscher – (Österreich 1926)

    10.) James Horace Aldermann – (Amerika 1929)

    11.) Mohammed Beck Hadjetlaché – (Schweden 1929)

    12.) Giuseppe Zangara - (Amerika 1933)

    13.) Harvey John Bailey – (Amerika 1933)

    14.) Serge Alexandre Stavisky - (Frankreich 1934)

    15.) Joe Ball - (Amerika 1938)

    16.) Theodore Coneys – (Amerika 1942)

    17.) Franz Gruber – (Österreich 1932)

    18.) Domenico Perotti – (Österreich 1937)

    19.) Sadamichi Hirasawa – (Japan 1948)

    20.) Franz Löcker – (Österreich 1949)

    21.) Johann Bergmann – (Österreich 1958)

    22.) Václav Mrázek – (Tschechische Republik 1957)

    23.) Adelaide Bartlett – (Frankreich 1886)

    24.) Adele Spitzeder – (Österreich 1872)

    25.) Thomas Hendren – (England 1946)

    .... weitere Gesetzesbrecher ab Nr.: 2

    1.)

    Chester Ellsworth Gillette

    (Amerika 1908)

    Chester Ellsworth Gillette (geb. am 9. August 1883 in Montana, Vereinigte Staaten von Amerika – gestorben am 30. März 1908, Auburn, New York, Vereinigte Staaten von Amerika). Der 24-jährige Amerikaner Chester Ellsworth Gillette , wurde nicht nur durch seinen Mord an der 19-jährigen Fabrikarbeiterin Grace Brown am 12. Juli 1906 bekannt und ging damit in die Annalen der New Yorker Polizei ein.

    Auch der berühmte amerikanische Schriftsteller Theodore Dreiser nahm diesen Mordfall zum Anlass für sein weltbekanntes Buch „Eine amerikanische Tragödie". Allerdings änderte er die Namen. Aus Chester Ellsworth Gillette wurde Clyde Griffiths und aus dem ermordeten Mädchen Grace Brown wurde Roberta Alden. Das Buch wurde ein Welterfolg und ging in die Literaturgeschichte ein.

    Chester Ellsworth Gillette wuchs in Montana auf, verbrachte aber einen Teil seiner Kindheit in Spokane, Washington und stammte aus einer tiefreligiösen Familie (sein Vater war ein absoluter Fanatiker) die später, während seiner Jugendzeit, oft an die Westküste und nach Hawaii reiste. Chester interessierten die religiösen Auffassungen seiner Familie nicht. Er nahm auch nie an einer diesbezüglich gearteten Erziehung teil und besuchte stattdessen die Oberschule des Oberlin Colleges, die sein wohlhabender Onkel bezahlte. Aber nach nur zwei Jahren (1903) war Schluss. Er gab auf.

    Gillettes Eltern, stets finanziell wohlhabend, hatten sich zwischenzeitlich von ihrem materiellen Reichtum getrennt und waren der Heilsarmee beigetreten.

    Nach seinem „Schulabschluss" hatte er bis 1905 viele verschiedene Jobs. Unter anderem arbeitete er als Bremser bei der Eisenbahn, bekam jedoch bald durch die Vermittlung seines Onkels eine Stelle in der Rockfabrik eines anderen Onkels in Cortland, New York.

    Dort lernte er die Angestellte Grace Brown kennen und lieben. Brown arbeitete in einer anderen Abteilung. Beide trafen sich sehr oft und sprachen ganz leise, wie andere Angestellte sehen konnten, obwohl ihre Beziehung im Wesentlichen geheim bleiben sollte. Bald kam es zu intimen Beziehungen, deren Folgen nicht ausblieben. Grace Brown hielt die Beziehung für ernst und rechnete fest damit, dass Gillette sie heiraten und beide eine glückliche Familie gründen würden. Doch es gab noch andere Frauen in Gillettes Leben und dies verursachte viel Unruhe zwischen Brown und Gillette. Im Frühjahr 1906 enthüllte Grace Brown ihrem Liebhaber Gillette, dass sie schwanger von ihm sei, und begann ihn zu zwingen, sie zu heiraten. Sie schrieb ihm flehende Briefe, die freundlich begannen, dann aber schrittweise in Frustration und Verzweiflung übergingen. Doch all ihre Versuche liefen ins Leere. Gillette hatte sie fallen gelassen. Brown kehrte daraufhin für eine Weile in das Haus ihrer Eltern zurück. Ihre Schwangerschaft war nur Chester und ihr selbst bekannt. Während sie wieder bei ihren Eltern wohnte, erfuhr sie von ihren Freundinnen aus der Fabrik, dass sich Chester Gillette inzwischen an andere Mädchen herangemacht hatte. Besonders umworben wurde von ihm Miss Harriet Benedict, ein wohlhabendes und beliebtes Mädchen. Grace Brown kannte Miss Benedict überhaupt nicht. Sie hatte auch noch nie etwas von ihr gehört. Deshalb beschloss sie, nach Cortland zurückzukehren.

    An eine Heirat von Grace Brown und Chester Gillette war jedoch nicht mehr zu denken, denn der Onkel hatte ihn schon längst in die gute Gesellschaft eingeführt. Inzwischen stand schon so gut wie fest, dass Chester das reiche Mädchen, Harriet Benedict, heiraten sollte.

    Im Frühling und Sommer 1906 bemerkten andere Angestellte in der Fabrik eine zunehmende Häufigkeit von Gillettes wütender, erhobener Stimme und Browns Tränen. Sie bedrängte ihn ständig, sich endlich zu entscheiden und sie zu heiraten.

    Chester war am Ende, er wusste nicht mehr weiter und fürchtete einen Skandal. Seine Gedanken kreisten nur noch um dieses eine Thema… wie werde ich Grace Brown schnell und unauffällig los. Er sah nur noch eine Lösung. Gillette beschloss, Grace zu töten.

    Urplötzlich änderte sich seine Stimmung. Er wurde freundlich und zuvorkommend und arrangierte eine Reise nach Adirondack Mountains in den Norden des Staates New York (die Adirondack Mountains sind ein Gebirge im nordöstlichen Teil des US-Bundesstaates New York). Er fuhr heimlich mit ihr dorthin. In den verschiedenen Hotels ließ sich Gillette stets unter einem falschen Namen registrieren. Allerdings benutzte er dabei immer seine eigenen Initialen, um zu entsprechen, was auf seinem monogrammierten Koffer sichtbar war. Eigenartig! Gillette trug stets einen Koffer und einen Tennisschläger mit sich herum. Grace Brown glaubte zu dieser Zeit höchstwahrscheinlich, dass Gillette ihr hier einen Heiratsantrag machen würde oder sie erwartete von ihm eine großartige Entführungszeremonie.

    Am Morgen des 11. Juli 1906 erreichten beide das Ufer am Big Moose Lake. Sie liefen noch ein Stück am Ufer entlang und entdeckten einen Bootsschuppen. Dort trafen Gillette und Brown auf Robert Morrison, einem Mann, der Ruderboote an Touristen vermietete. Sie beschlossen ein Ruderboot für diesen Tag zu mieten. Der Bootsverleiher holte ein Boot aus dem Bootsschuppen und übergab es ihnen.

    Robert Morrison erinnerte sich später sehr deutlich an dieses Pärchen, denn er fand es äußerst seltsam, dass Gillette ständig einen Koffer und einen Tennisschläger mit sich herumtrug.

    Die beiden nahmen ihr Ruderboot in Empfang und fuhren den ganzen Tag herum. Sie fuhren weit auf den See hinaus. Andere Bootsfahrer sahen das Paar um den See rudern und wobei sie mehrmals anhielten, wahrscheinlich um ein Picknick zu machen. Als es schließlich dunkel wurde, schien das Paar still und heimlich verschwunden zu sein.

    Der Bootsverleiher Morrison machte sich deswegen keine Sorgen, selbst wenn einige Boote am Abend nicht zurückkehrten. Für viele Paare war es üblich, unterwegs müde zu werden oder die Größe des Sees falsch einzuschätzen und in ein anderes Hotel über den See einzuchecken.

    Am nächsten Morgen wurde er jedoch unruhig und begann den See abzusuchen. Plötzlich entdeckte er ein umgekipptes Boot zusammen mit Gillettes Hut. Die herbeigerufene Rettungsmannschaft machte eine grausige Entdeckung. Direkt unter dem Boot fanden sie die Leiche eines jungen Mädchens. Da nach den Aussagen des Bootsverleihers Morrison das Boot von einem Pärchen gemietet wurde, vermutete man, dass beide ertrunken waren. Die Behörden fanden schnell heraus, dass sich „Carl Grahm" und Grace Brown im Hotel registriert hatten.

    In der Zwischenzeit wanderte Gillette in aller Ruhe mit seinem Koffer durch den Wald, am See entlang, und

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