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Zündende Ideen verbrennen nicht: Das Beste aus sechs aphoristischen Werken

Zündende Ideen verbrennen nicht: Das Beste aus sechs aphoristischen Werken

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Zündende Ideen verbrennen nicht: Das Beste aus sechs aphoristischen Werken

Länge:
119 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Aug. 2020
ISBN:
9783752984644
Format:
Buch

Beschreibung

Statements zu Leben und Tod und den Freuden und Widrigkeiten dazwischen.
Es erwarten Sie: Nachdenkliches und Humor, Spitzfindiges und Hintergründiges, Überdenkenswertes und Provokantes, Banales, Fatales und Paradoxes, Besserwisserisches und Ermutigendes, leicht Dahingeworfenes und Respektvolles, Lapidares und Unglaubliches, Großherziges und Infames, Politisches und Spontanes, das Sie nachdenklich schmunzeln lassen möchte.
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Aug. 2020
ISBN:
9783752984644
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Zündende Ideen verbrennen nicht

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Zündende Ideen verbrennen nicht - Christa Schyboll

1

Menschliches und Menschelndes

Von zwischenmenschlichen Beziehungen, Eltern und Kindern, Lehrern und ihren Zöglingen, Freund- und Feindschaften, Gefühlen und Emotionen, Gewissens- und Charakterfragen, sowie alltägliche Herausforderungen an unsere Haltung zu den Mitmenschen

Genies und Idioten sind vermutlich die beiden einzigen Menschengruppen, bei denen man zuverlässig darauf vertrauen kann, dass sie beide ihre Ressourcen voll nutzen.

Stumpfsinn macht deshalb so vielen Menschen auch viel mehr Vergnügen als Scharfsinn, weil Scharfsinn oft so entsetzlich anstrengend ist.

Der schlechte Mensch ist erst dann richtig gut im Schlechtsein, wenn er keine halben Sachen mit seinen krummen Dingern macht.

Ich teile mit Milliarden von Menschen die Erde, aber mit niemandem meine Einzigartigkeit.

Weil sich das Gute erst durch das Böse definiert und zeigt, tun Menschen so oft das Böse, um damit dem Guten eine Chance zu Wachstum und Reife zu geben.

Minderwertigkeitskomplexe verschwinden weder durch falsche noch durch ernstgemeinte Komplimente.

Die Anzahl der Menschen, die wir als Idioten empfinden, wächst sowohl mit dem Grad der eigenen Dummheit wie aber auch mit dem Fortschreiten der Intelligenz – jedoch in verschiedene Richtungen und unter entgegengesetzten Kriterien.

Der Gewinn an Erkenntnis über Menschen wird häufig teuer bezahlt mit dem Verlust an Vertrauen zu Menschen.

Langfristige Partnerschaften bieten größere Chancen zur Verfeinerung von Lebensinstinkten aufgrund der ständig neuen Herausforderungen durch den alten Partner als kurzfristige.

Stille ist der lautlose Herzschlag des Universums in deiner Seele.

Das Gefährliche an vielen Familienverbänden ist ihre psychische Unberechenbarkeit im Hinblick auf ihre charakterliche Vielfalt.

Ohne Kompass für die weißen Flecken auf der inneren Landkarte wird ein tieferes Vorwagen in die verborgenen Schlupfwinkel der eigenen Persönlichkeit ein unkalkulierbares Unterfangen.

Der Mensch hält auch deshalb Riesen für sehr groß, weil er um die Wirklichkeit von Zwergen weiß.

Hat jemand gewisse Ansichten und tut diese mit Absicht nicht kund, verstärkt damit die Aussicht auf eine ziemliche Unübersichtlichkeit seiner Persönlichkeit.

Leichtfertigkeit verträgt sich nicht mit der Leichte eines ernsten Spiels.

Rücksichtslose Menschen schlagen sich weder mit Vorsicht noch mit Nachsicht herum, womit sie mangelnde Weitsicht zeigen, was wiederum kurzsichtig ist.

Nur wer effizient genug in seiner Charakterlosigkeit ist, hat sich auch redlich eine ganze Schar von Feinden verdient.

Lassen wir uns schnell stark beeindrucken, so liegt das nicht unbedingt an der Größe des Eindrucks, sondern oft an der Kleinheit unserer bisherigen Sichtweise.

Die Krone der Schöpfung verlor ihre Krone bei der verzweifelten Suche nach ihrer eigenen Würde.

Manche Partnerschaften sind deshalb besonders gefestigt, weil sie vom goldenen Band gemeinsamer Neurosen umschlungen sind.

Hat der Grad der Verschmelzung zwischen zwei Menschen die Ränder zum eigenen Sein zerfranst, liebt man nicht nur seinen Partner, sondern bereits auch sich selbst in ihm.

Optimisten sind Menschen, die den ärgsten Pessimisten fröhlich ignorieren können.

Die Qualität der Stille zwischen zwei Menschen unterscheidet sich darin, ob man sich nichts mehr zu sagen hat oder ob man sich schon wortlos versteht.

Die Fähigkeit zum Tarnen, Tricksen und Verstellen, ohne dabei von Gewissensbissen gequält zu werden, hat sich der Mensch vom Tier abgeschaut.

Reichtum, Erfolg und Macht machen nur dann richtig Spaß, wenn man auch genügend Menschen findet, die einen darum beneiden und sich tief davon beeindruckt zeigen.

Verstehen wir erst einmal, wie der eigene Partner tickt, warum er überhaupt tickt, und nehmen wir dann noch sein Ticken als authentischen lebendigen Anteil wahr, haben wir beste Chancen auf Minimierung unnötig lästiger Missverständnisse.

Wer als Erwachsener weiter Richtung Weisheit reifen will, soll sich nur ausreichend lange Zeit mit kleinen Trotzköpfen oder pubertierenden Jugendlichen umgeben.

Seitdem der Mensch den aufrechten Gang gelernt hat, haben seine Rückenprobleme massiv zugenommen.

Der Einzelne verhält sich zur Masse wie die Bombe zum Detonationsergebnis.

Wie unkompliziert der Mensch mit sich selbst umgehen kann, zeigt sich daran, wie schnell er bei Peinlichkeiten auf den Humormodus umzuschalten weiß.

Scheidungen, die noch schmerzen, sollte man wohlwollend aus der eigenen Zukunft betrachten und stolz darauf sein, welchen seelischen Gipfelpunkt man da wieder einmal im Leben bezwungen hat.

Auf ein emotionales Problem rein rational zu antworten, ist nur dann auch erfolgversprechend, wenn die Ratio die realistische Handlungsfähigkeit emotional vorher selbst begriffen hat.

Gefühle, die wie im Zackenmuster eines geöffneten Reißverschlusses durch das eigene Wesen verlaufen, zeichnen sich vor allem durch Ambivalenz und Disharmonie aus.

Verdiente Kollegen mit lebenslanger Berufserfahrung sollten nicht als geistiger Sanierungsfall im Altbau ihres alternden Ichs betrachtet werden, sondern eher als zu hebenden Tempelschatz und alternative Erweiterung zur Frische unerfahrener Neulinge.

Die Waffen eines klugen Menschen sind Poesie, Musik und Weisheit. Ihre Zerstörungskraft richtet sich machtvoll gegen Dummheit, Grobheit und Disharmonie.

Gespräche zwischen Frauen, die sich selbstverständlich nicht ausreden lassen, können niemals bedeutungslos sein, weil sie viel zu komplex ablaufen, um von Männern beurteilt werden zu können.

Dreijährige, die nicht mindestens dreimal am Tag an allen möglichen Stellen ziemlich klebrig sind, stehen in Gefahr, eine wesentliche Entwicklungsperiode zu verpassen.

Ein grundehrlicher Mensch mit einer zugleich exzellent kriminellen Begabung ist gerade so, als hätte die Schöpfung Perlen vor die Säue geworfen.

Das Endziel zwischenmenschlicher Kommunikation wird sein, keine Nachricht mehr zu versenden, sondern selbst die Nachricht zu sein, ohne sich dafür noch in irgendeiner Weise auf den Weg machen zu müssen.

Wenn das eigene Gewissen eine plötzliche Attacke verspürt, von dort zum Hirn wandert und auf aufmerksame Gedanken trifft, ist Handlung im Verzug.

Kinder sind der brummende Motor für die Entwicklung ihrer Eltern; das Benzin dafür ist der kindliche Trotz, vor dem der elterliche Wille oft die Waffen streckt.

Man kann etwas wollen, was man nicht kann. Man kann auch etwas nicht wollen, weil man es nicht kann. Der Unterschied liegt dabei zumeist nicht im Wollen, sondern im Können und dem Alibi vor sich selbst, es mangels Können auch nicht zu wollen.

Anständige Menschen sind manchmal Verbrecher im Wartezustand unterhalb der Erscheinungsschwelle.

Das Perfekte entsteht vor allem dort, wo der Mensch zunächst den Mut fürs Nicht-Perfekte aufbringt und zu diesem Zwischenergebnis auch authentisch steht.

Zersplittert das Ich in seine kleinen Selbstsphären, lässt es in der Kommunikation mit dem Du oft eine gewisse Irritation zurück.

Wirken die Eigenschaften der alten Götter vielleicht deshalb so menschlich auf uns, weil wir uns insgeheim göttlich fühlen?

Kinder sind werdende Götter, sofern die verhinderten Götter, die nun erwachsen sind, sie jemals ernsthaft göttlich werden lassen.

Der rosarote Blick Verliebter verblasst schnell in ein milchiges Grau, wenn das Tageslicht des Alltags die Eigenschaften des Partners genauer beleuchtet.

In jenem Augenblick, in dem ich mich selbst in meinem Feind erkenne, bekämpfe ich einen Teil meines eigenen Wesens.

Der göttliche Anteil im Menschen ist seine Schöpferkraft, die die göttliche Schöpferkraft durch die Erfahrung des Menschseins befeuert.

Körperliche Nähe und gleichzeitig mentale Entfremdung, schließen sich weder ein noch aus, sondern sind früher oder später eine Selbstverständlichkeit in vielen Paarbeziehungen; umgekehrt geht’s auch ganz gut.

Die Anziehung der klugen

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