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Fragen des Lebens und der Gesundheit
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eBook174 Seiten2 Stunden

Fragen des Lebens und der Gesundheit

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Über dieses E-Book

Aus dem Inhalt:
Jede Veränderung der originalen pflanzlichen Nahrung bedeutet nämlich einen Organisationsverlust, sei diese Veränderung von selbst erfolgt wie beim Welken, Lagern, Trocknen, Absterben, Gären, Faulen, oder durch technische Verarbeitung wie beim Kochen, Backen, Braten, Sterilisieren, Pasteurisieren, beim Blanchieren der Gemüse, durch die Herstellung von Feinmehl und raffiniertem Zucker. Die nun bekannt gewordene Vernichtung von Vitaminen bei diesen Veränderungen und die vielen bekannten Verluste an Mineralstoffen und Vitaminen durch einige derselben sind bei weitem nicht alle Schäden, welche die Organisation dabei erleidet. Vielfach wird gerade das Edelste am Organisationswert bzw. Nährwert weggenommen ... Richtig verstanden, hat die Speise, die uns dampfend heiß aus der Küche auf den Tisch gestellt wird, eine erheblich niedrigere "Energietemperatur" als die kalte Speise, die uns die Natur liefert. Von dieser "Energietemperatur" aber hängt nachher die Kraft des Geschehens in unserem Körper, die "Lebenskraft" der Zellen unserer Organe ab; je niedriger die Temperatur, desto geringer die Lebenskraft, desto "verschlackter" der Stoffwechsel.

Inhalt (Neun Vorträge aus der Sommerakademie):
1. VOM WERDEN DES LEBENDIGEN.
2. DER LEBENSSTROM.
3. DAS GEHEIMNIS DER NAHRUNG.
4. DAS GEHEIMNIS DER NAHRUNG II : DIE NÄHRWERTFRAGE.
5. DIE BEHERRSCHERIN DES LEBENS UND DER GESUNDHEIT.
6. WEITERE VORBEDINGUNGEN DER GESUNDHEIT.
7. DER GEIST UND SEIN GEFÄß.
8. VOM SEELENLEBEN.
9. VOM HEILEN UND VERHÜTEN.

Erstveröffentlichung: Wendepunkt-Verlag 1935
Autor: Dr. med. Max Bircher-Benner
2. E-Book-Auflage 2018
Umfang: ca. 150 Buchseiten, 9 Kapitel
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum15. Juni 2018
ISBN9783742733986
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    Buchvorschau

    Fragen des Lebens und der Gesundheit - Dr. Max Bircher-Benner

    Fragen des Lebens und der Gesundheit

    Vorträge aus der Sommerakademie 1935 der Zürcher Kulturgesellschaft

    von

    Dr. med. M. Bircher-Benner

    Impressum

    „Fragen des Lebens und der Gesundheit" von Dr. med. M. Bircher-Benner

    Erstveröffentlichung: Wendepunkt-Verlag Zürich 1935

    Coverbild: Karl Briullov – Italian Midday - Überarbeitung: F. Schwab Verlag

    Neuauflage: F. Schwab Verlag – www.fsverlag.de

    Copyright © 2018 by F. Schwab Verlag

    Inhalt

    Impressum

    Vorwort

    1. VOM WERDEN DES LEBENDIGEN.

    2. DER LEBENSSTROM.

    3. DAS GEHEIMNIS DER NAHRUNG.

    4. DAS GEHEIMNIS DER NAHRUNG II : DIE NÄHRWERTFRAGE.

    5. DIE BEHERRSCHERIN DES LEBENS UND DER GESUNDHEIT.

    6. WEITERE VORBEDINGUNGEN DER GESUNDHEIT.

    7. DER GEIST UND SEIN GEFÄß.

    8. VOM SEELENLEBEN.

    9. VOM HEILEN UND VERHÜTEN.

    Anmerkungen

    Vorwort

    „Erkenne dich selbst, sprach die Weisheit der Griechen vor 2000 Jahren. „Sich selbst besiegen, ist der größte Sieg — das war ihr zweites Wort. Aus dem Erkennen erwächst der Sieg.

    Während der vielen Jahre, da Tag für Tag die Krankheiten und Leiden der Menschen im Körperlichen und Seelischen vor meinem Auge vorüberzogen, einer großen Heerschau gleich, und mir immer deutlicher bewusst wurde, wie ahnungslos der Mensch unserer Zeit, auch der Geschulte und Gebildete, dem Wesen und den Geschehnissen seines Organismus, seines Lebens und seiner Gesundheit gegenübersteht, da schrieb vor meinen Augen jene Hand, die einst „mene tekel upharsin geschrieben, das Wort: „Du siehst, sie lernen gar viele Dinge, doch viel zu wenig vom Leben und von der Gesundheit, darum müssen sie so leiden.

    Seit meiner Vortragsreihe über Fragen des Lebens und der Gesundheit in der Zürcher Kulturgesellschaft im Sommer 1935 erschien jenes Buch des großen Biologen Dr. Alexis Carrel, „Der Mensch, das unbekannte Wesen". Dieser Titel sagt es schon: sein Autor kommt zu dem gleichen Schlusse wie ich.

    Das Leben ist ein so großes Wunder, und die Gesundheit ein so kostbares Gut. Man findet darin die Offenbarung übermenschlicher Kunst und höchsten Wissens. Einen Schimmer von diesem Größten, das uns so nahe angeht, durfte ich als Arzt erschauen. Weil ich so viel Unheil sah, glaubte ich, darüber berichten zu sollen. Ich denke, dass der Mensch aus dem Inhalt der folgenden Vorträge Erkenntnis, Kraft und Wegweisung finden kann, wenn seine Sehnsucht nach solcher Hilfe sucht.

    Zürich, im März 1937.

    Dr. med. M. Bircher-Benner.

    1. VOM WERDEN DES LEBENDIGEN.

    Das Werden des Lebendigen ist und bleibt ein ewiges Mysterium und als solches die große Frage, unter deren Banne die Menschheit von jeher gelebt hat, die Frage nach dem „Woher, dem „Wie, dem „Wodurch und dem „Wohin des Lebens und unsrer selbst.

    Wenn das Kind die Frage stellt: „Woher kommen denn die Kindlein", will es nicht den Zeugungs- oder Geburtsakt wissen, nicht wissen, dass es, wie eine Knospe am Baume, im Mutterschosse gewachsen ist; es will eine Antwort auf jene große, schlichte Frage hören. Aber die Erwachsenen unserer Zeit geraten durch die Frage des Kindes in Verlegenheit. Was alte Weisheit oder Religionen lehren, dass Gott die Welt und die Menschen erschaffen hat, ist für sie inhaltslos geworden, also sagt dies auch dem Kinde nichts. Gott ist nur noch ein Mythos der grauen Vergangenheit, nichts Wirkliches, Existierendes. Das Kind erhält Ausreden und Oberflächlichkeiten zur Antwort. Unbeantwortet und ungelöst versinkt die große Frage in die Tiefen des menschlichen Gemütes, wird vergessen, und so wachsen nun Menschen heran und leben ihr Leben zu Ende, ohne vom Werden und von den großen Zusammenhängen unseres Daseins zu wissen. In der Schule aber lernen sie viele Dinge, sammeln ein größeres intellektuelles Wissen als Menschen früherer Zeiten, nur vom Leben, von den großen und heiligen Mysterien des Daseins und des Werdens, von der Verbundenheit ihres individuellen Atmens im Licht mit dem allgegenwärtigen, alles durchdringenden, alles lenkenden, schöpferischen und erhaltenden Geiste lernen und wissen sie nichts mehr.

    Unser Leben ist verbunden mit dem Kosmos und seinem Schöpfer. Der Mensch lebt nicht für sich allein. „Der ganze Kosmos stellt einen korrelationsdynamischen Funktionskomplex des Lebendigen dar", sagt der große klinische Denker, Prof. Dr. Martin Sihle, in seinem „Weltbild des Arztes". In diesem Funktionskomplex gibt es korrelative Harmonien, rhythmisches Zusammenklingen, vorbestimmte Gleichgewichte. Sie wirken als Hüterinnen des Lebens und verlassen uns, wenn wir ihrer nicht achten. Ich habe viele Leidende gesehen und kam zu dem Schlusse, dass dem Menschen und seinem Gemüte nichts anderes ebenso notwendig ist, als das lebendige Wissen vom Zusammenhang, von der Verbundenheit, von der Harmonie mit dem Unendlichen. Aber dieses lebendige Wissen erschließt sich nur dem unablässig Suchenden nach dem Mysterium des Lebens. Wo es fehlt, lebt der Mensch als isoliertes Atom in einer Masse anderer isolierter Atome. Er lebt, wie die Wissenden sagen, religiös entwurzelt.¹

    Die Denker und Weisen aller Zeiten haben das Werden der Welt und des Lebendigen zu ergründen gesucht, die einen, indem sie den Blick nach innen, nach dem geistigen Pol ihrer Seelenwelt, richteten und in einsamer Abgeschlossenheit von der Welt nach Offenbarung suchten; andere, indem sie die Außenwelt erforschten. Eine reiche Fülle von Überlieferungen und die gesamte Naturwissenschaft geben uns von diesem gigantischen Suchen und Finden Kunde.

    Berühmt ist der Schöpfungsmythus des Weda, der indischen Weisheitslehre, der in der metrischen Übertragung Deussens also lautet:

    Rigveda 10, 129.

    Damals war nicht das Nichtsein, noch das Sein,

    Kein Luftraum war, kein Himmel drüber her. —

    Wer hielt in Hut die Welt; wer schloss sie ein?

    Wo war der tiefe Abgrund, wo das Meer?

    Nicht Tod war damals noch Unsterblichkeit,

    Nicht war die Nacht, der Tag nicht offenbar. —

    Es hauchte windlos in Ursprünglichkeit

    Das Eine, außer dem kein andres war.

    Von Dunkel war die ganze Welt bedeckt,

    Ein Ozean ohne Licht in Nacht verloren: —

    Da ward, was in der Schale war versteckt,

    Das Eine durch der Glutpein Kraft geboren.

    Aus diesem ging hervor zuerst entstanden,

    Als der Erkenntnis Samenkeim, die Liebe:

    Des Daseins Wurzelung im Nichtsein fanden

    Die Weisen, forschend, in des Herzens Triebe.

    Als quer hindurch sie ihre Messchnur legten,

    Was war da unterhalb? und was war oben?—

    Keimträger waren, Kräfte, die sich regten,

    Selbstsetzung drunten, Angespanntheit droben.

    Doch, wem ist auszuforschen es gelungen,

    Wer hat, woher die Schöpfung stammt, vernommen?

    Die Götter sind diesseits von ihr entsprungen!

    Wer sagt es also, wo sie hergekommen? —

    Er, der die Schöpfung hat hervorgebracht,

    Der auf sie schaut im höchsten Himmelslicht,

    Der sie gemacht hat oder nicht gemacht,

    Der weiß es! — oder weiß auch er es nicht?

    Im Buddhismus kommen die Seelen aus dem Nirvana und kehren nach dem Tode dahin zurück. Er erfasste, dass die Menschenseele ein Werk von solcher Größe ist, dass ein Menschenleben zu ihrem Werden nicht genüge, dass hierzu eine Reihe von irdischen Lebensläufen, jeder folgende mit allen früheren zusammenhängend, erforderlich sei. Daher lehrte er die Metempsychose, die Seelenwanderung, welche Lehre, allerdings in veränderter Art, in unserer Vererbungslehre, besonders in der Lehre von der Mneme, eine Neubearbeitung und teilweise Bestätigung gefunden hat.

    Die altiranische Lehre, deren großer Meister Zarathustra war, lehrte, dass eine geistige Wesenheit, die alles zum Voraus wusste, Ormudzd oder das „Vorwissen, die Welt und die Menschen erschaffen habe. Nachher sei das „Nachwissen zu den Menschen gekommen, das Wissen von den einzelnen Dingen. Dieses Nachwissen hätte die Menschen zum Bösen, zu Hass und Rachsucht verführt. Das Nachwissen wurde Ahriman genannt.

    Die Schöpfungsgeschichte der Bibel lehrt, dass Gott die Welt und den Menschen in sieben Tagen erschaffen habe. Nachher, im Paradies kam das Böse über sie, als sie die Frucht vom Baume der Erkenntnis aßen, auch hier, wie in der altiranischen Lehre, durch das „Nachwissen".

    Im vierten und dritten Jahrhundert vor Christi lehrte der griechische Weise Plato, dass die Ideen das Erste und das Wirkende waren, und dass Welt und Menschen aus ihnen hervorgingen. Sein Schüler Philo von Alexandrien war ein großer Meister der Gnosis, die das Werden der Welt und des Lebendigen aus dem Urlicht, dem Pleroma, hervorgehen lässt. Bauer hat versucht, es wahrscheinlich zu machen, dass Jesus von Nazareth erst als erwachsener Mann nach Ägypten kam und dort ein Schüler Philos wurde. Seine Lehre nennt Gott unseren Vater.

    *

    Mit der gewaltigen Entwicklung der Naturwissenschaften in den letzten Jahrhunderten wurde die Aufmerksamkeit der Menschheit von den alten Weisheitslehren abgelenkt. Man begann mit wachsender Spannung auf eine neue, wissenschaftliche Lösung der großen Frage zu hoffen. Und die Naturwissenschaft hat sich in der Tat bemüht, eine andere bessere Lösung zu finden. Zuerst gab sie uns die Kant-Laplacesche Weltentstehungstheorie, dann die Lamarck-Darwinsche Abstammungslehre des Lebendigen. Danach war zuerst das einzellige Urlebewesen, aus dem sich dann durch Anpassung im Kampf ums Dasein die ganze Stufenfolge aller Lebewesen bis zum Menschen hinauf entwickelt hätte. Aus dem Primitiven wurde automatisch das Höhere, der Mensch aus dem Affen.

    Mit dieser Abstammungslehre wurden die Auffassungen des bekannten Botanikers Linné und des vergleichenden Anatomen Cuvier überwunden. Linné glaubte, dass jede Einzelart von Gott geschaffen worden sei, und Cuvier nahm eine unabhängige Entstehung der einzelnen Arten in verschiedenen Epochen an. Die Darwinsche Lehre siegte und gelangte für eine lange Zeit zur Oberherrschaft in der Naturwissenschaft.

    Auch wenn man sich mit der Darwinschen Lehre zufrieden geben könnte, bliebe dennoch die Grundfrage ungelöst. Wie entstand die erste Zelle des einzelligen Urlebewesens? Wie kam sie zu den Bauplänen der so mannigfaltigen Organismen, die nun von ihr abstammten? Wohl entwickelt sich selbst der höchste Organismus aus einer einzigen Zelle, aus der Eizelle, aber aus diesem höchsten, kompliziertesten Organismus geht wieder eine Eizelle hervor, die wiederum alle Potentiale in sich schließt, aus denen ein neuer komplizierter Organismus werden wird.

    Was war also zuerst da, die Eizelle oder der komplizierte Organismus, aus dem sie wieder hervorgeht? Da stehen wir ja vor der Frage, die einst, im Jahre 325 n. Chr., das Konzil von Nikäa beschäftigte: War zuerst das Ei oder die Henne?

    In der Tat, das Bemerkenswerteste an der Darwinschen Lehre ist die Ausschaltung jeglicher Schöpfertätigkeit bei der Entstehung des Lebendigen und der Arten.

    Die Forschung ist indessen nicht bei der Darwinschen Lehre stehen geblieben. Sie entdeckte Lebewesen, die noch nicht zellulären Charakter haben, die prototrophischen Bakterien oder „primitiven Esser". Osborne sieht in ihnen das erste Glied, von dem aus sich das ganze Reich des Lebendigen aufbaute. Diese Gebilde verstehen schon, sich die ihnen passende Nahrung zu suchen. Sie sind also schon mit zielgerichtetem Handeln begabt!

    In diesen Bakterien finden sich Körnchen einer hochkompliziert aufgebauten Substanz, die nirgends fehlt, wo Leben auftritt, das Nuklein bzw. das Chromatin. Von dieser Substanz heißt es: „Die atomare Konstitution des Chromatins übertrifft an Kompliziertheit unendlich alle übrigen bekannten materiellen und Energieformen" (Osborne). Dieses Chromatin gewinnt nun in der Anschauung des Forschers dominierende Bedeutung als wichtigster Bestandteil aller Zellkerne. Man sieht in ihm den Träger der vererbbaren Eigenschaften, also auch des Bauplanes des aus der Eizelle hervorgehenden Individuums. Das Geheimnis hat sich von der Einzelle verschoben auf das prototrophische Bakterium und von da auf das Chromatin. Wäre aber wirklich das Chromatin der Kern des Lebendigen, so müsste es ja so viele verschiedene Chromatin-Moleküle in der Welt geben, wie da Arten von Lebewesen sind, und wäre das Bakterium aller Dinge Grund, so müsste man erkennen, wie aus ihm eine Einzelle, ein Protozoon wird. Das Bakterium kann doch aus sich heraus kein höheres Lebewesen schaffen, denn dazu fehlt ihm der Bauplan.

    Zu einem Tempelbau ist nötig: 1. Einer, der die Idee des Tempels gebiert und den Bauplan macht, das Baumaterial auswählt und herbeischafft und 2. solche, die den Bau ausführen.

    Dürfen wir nun annehmen, dass das Chromatin imstande sei, alles dies zu tun? Das wäre doch wohl eine höchst willkürliche und durch nichts begründete Annahme. Auch dieser Weg hat uns in eine Sackgasse geführt.

    Die Forschung kennt noch einen andern Weg, den Weg der Analyse. Nachdem die Zusammensetzung der

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