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Unter Löwentötern: Leben in einem Massai-Dorf

Unter Löwentötern: Leben in einem Massai-Dorf

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Unter Löwentötern: Leben in einem Massai-Dorf

Länge:
32 Seiten
24 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
25. Mai 2017
ISBN:
9783742786401
Format:
Buch

Beschreibung

Gewandet in ihre roten Tücher, wandern sie mit ihren Viehherden durch die Savannen Ostafrikas, um ihre Krale ziehen sie Dornenhecken zum Schutz gegen Raubtiere, Löwen jagen sie mit dem Speer - in das Bild vom stolzen Volk der Massai und ihrer jungen Krieger hat die Moderne jedoch längst Risse gefügt. Überweidung, Aids und westlicher Lebensstil setzen den Traditionen der Massai zu. Der Autor verbrachte Wochen in einem Massai-Dorf im Norden Tansanias und erlebte das Nebeneinander von Moderne und Tradition hautnah - beim Dorfschulunterricht, auf dem Viehmarkt, beim Bau eines Community Centers und bei einer Wilderei in Zeiten der Dürre. Eine Reise in das Herzland der Massai, eine fesselnde Begegnung mit ihrer schillernden Kultur und Tradition vor der Kulisse von Serengeti und Kilimandscharo.

Plus: "Man Eaters of Djombe. Menschenfressende Löwen in Tansania" und "Nashörner und ihre Leibwächter in Tansanias Ngorongoro-Krater".

Vom Autor auch erschienen: "Land unterm Regenbogen. Reisen durch Südafrika" und "Solange es sie noch gibt. Forscher und Artenschützer im Einsatz für die bedrohte Tierwelt".
Herausgeber:
Freigegeben:
25. Mai 2017
ISBN:
9783742786401
Format:
Buch

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Unter Löwentötern - Kai Althoetmar

Kai Althoetmar

Unter Löwentötern

Leben in einem Massai-Dorf
Nature Press

Niemand bläst zum Halali, keiner hat sich Jagdschale geschmissen, keine Hundemeute wird die Witterung des Wildes aufnehmen. Die merkwürdigste Jagdgesellschaft unter Afrikas Sonne schleicht geräuschlos durch den Kral in Richtung Savanne: drei junge Hausfrauen in Sommerkleidern à la „Woolworth"-Wühltisch, nur mit leeren Getreidesäcken bewaffnet, ein kaum zehnjähriger Bub in Shorts und zerrissenem T-Shirt, der Fährtenleser, an die fünfzig, mit seinem ulkigen Zylinder und abgetragenem dunklen Flickenjacket, Daniel, der 17jährige Oberschüler, im Sonntagsgarn, voran der alte Jäger mit seinem Gewehr, auf dem Kopf eine beige Safari-Kappe.

Die drei Frauen sollen auf dem Rückweg das Fleisch tragen. Fragt sich nur, von welchem Tier. Mich interessiert: „Daniel, can I come with you?" Niemand hat etwas dagegen. Sieben Schwarze und ein Weißer ziehen in die Savanne Ostafrikas, sieben wegen der Dürre und der schlechten Maisernte im Norden Tansanias, einer aus Neugier. Die Savanne beginnt direkt vor den Lehmhütten und Steinhäusern der dreitausend Massai von Longido und wird nur von der Nationalstraße A 104 zerschnitten, die von Arusha durch das Massailand immer nach Norden führt, bis nach Nairobi.

Wir überqueren die Straße, lassen die Polizeistation und den Gemischtwarenladen an der A 104 hinter uns liegen. Vor uns die Trockensavanne: hüfthohes Buschgras, Schirmakazien, Dorngestrüpp. Achtzig Kilometer westwärts sind es bis zum Natronsee, weitere achtzig bis zum Ostrand der Serengeti, der „unendlichen Ebene, wie es in der Sprache der Massai heißt, dem „Weltnaturerbe der Menschheit, das im Westen den Viktoriasee berührt und im Norden bis zur kenianischen Grenze reicht, Weidegrund von 1,3 Millionen Gnus, 500.000 Thomson-Gazellen, 200.000 Zebras, ungezählte Giraffen, Elefanten, Spitzmaulnashörnern und Kaffernbüffeln, Jagdgrund von 2.000 Löwen, 700 Geparden, einem nimmersatten Heer von Leoparden, Hyänen, Wildhunden, Schakalen und anderen Bekannten aus Brehms Tierleben.

Die Serengeti, so groß wie Schleswig-Holstein, ist „der letzte Fleck in Afrika, wo es noch Riesenherden gibt, die über die Steppen stampfen wie einst das Meer der Bisons über die Graswellen der Prärien Nordamerikas", schrieb Bernhard Grzimek

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