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Diebsgrund: Ein Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit
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eBook227 Seiten2 Stunden

Diebsgrund: Ein Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit

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Über dieses E-Book

Die Handlung des Kriminalromans Diebsgrund beruht auf wahren Verbrechen. Der Russland-Deutsche Valentin reist mit vielen Hoffnungen in die BRD ein. Die anfängliche Freude trübt sich im Laufe der Zeit, da er nicht das erreichen kann, was er sich ursprünglich vorgeststellt hat. Er ist zu ungeduldig und nicht bereit, aus seinen Fehlern zu lernen. Im Gefängnis kommt er in Kontakt mit anderen Straftätern und Drogen, die er zuvor nicht kannte. Der Roman besteht aus realen Fakten und Fiktionen, um den Täter und seine Geschichte besser verstehen zu können.
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum15. Nov. 2016
ISBN9783738092455
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    Buchvorschau

    Diebsgrund - Gitte Loew

    Ein Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit

    von

    Gitte Loew

    1. Prolog

    Die alte Lok fuhr in den Bahnhof von Barnaul ein. Die Wärme der Maschinen verwandelte die kalte Luft in Dunst, der langsam aufstieg. Auf dem Bahnsteig hatten sich zahlreiche Menschen versammelt. Ein lautes Stimmengewirr hing über der Menschenmenge. Frauen trugen ihre Säuglinge auf dem Arm, während ältere Kinder fröhlich zwischen den vielen Koffern und Kisten umhersprangen.

    Valentin sah zu seiner Frau Greta hinüber. Sie hatte die Arme um den Hals ihrer Mutter geschlungen. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Der Schwiegervater stand mit undurchdringlicher Miene am Zug. Er hielt den kleinen Peter an der Hand. Valentin seufzte. Die Zeit drängte. Valentin ging auf die Mutter zu, zog sie wortlos von den Verwandten weg, die sich zum Abschied versammelt hatten. Er half ihr beim Einsteigen. Dann sprang er wieder ins Freie und begann die vielen Koffer ins Innere des Zuges zu tragen. Schon nach kurzer Zeit bildeten sich Schweißtropfen auf seiner Stirn, die er ärgerlich wegwischte. Sie hatten zu viel Gepäck.

    Als er wieder auf dem Bahnsteig stand, riss er Greta vom Arm ihrer Mutter los. Sie schluchzte laut auf, aber Valentin schob sie energisch zwischen den Menschen hindurch zur Tür. Der Schwiegervater folgte ihm. Er hob den kleinen Peter über die Stufen hinweg in den Zug. Im Zugabteil versuchten Reisende die Fenster zu öffnen, aber sie waren eingerostet. Greta stand weinend am Fenster und winkte nach draußen.

    Valentin sammelte derweilen die restlichen Gepäckstücke ein. Nachdem er mit der letzten Kiste ins Abteil zurückkehrte, ließ er sich erschöpft in seinen Sitz fallen. Er atmete schwer. Sie mussten noch dreimal mit all dem Gepäck umsteigen. Die Reise dauerte vier Tage. Zwischen Barnaul und Berlin liegen ungefähr 4500 Kilometer. Plötzlich ruckte der Waggon, der Zug setzte sich langsam in Bewegung. Er sah aus dem Fenster. Menschen standen auf dem Bahnsteig und winkten zum Abschied. Die Lok beschleunigte ihre Fahrt. Die Landschaft flog immer schneller vorüber. Valentin fühlte sich müde und schloss die Augen.

    2. Kapitel

    Drei Jahre später

    Valentin stand ungeduldig an der Tür. Als der Zug endlich anhielt, sprang er erleichtert ins Freie. Er brauchte dringend einen Druck, denn seine Hände flatterten bereits. Mit zittrigen Fingern zündete er sich eine Zigarette an. Die Fahrt mit dem Nachtzug von Berlin nach Frankfurt dauerte einfach zu lange. Es wurde von Zeit zu Zeit behauptet, dass man in Frankfurt günstiger als anderswo Stoff kaufen könnte. Vermutlich war das alles nur Gerede, aber jeder Junkie ist gierig auf solche Nachrichten und will es glauben.

    Eine Menge Touristen und Rentner standen auf dem Bahnsteig herum und hielten Ausschau nach Angehörigen. Hinzu kamen viele Pendler, die vom Bahnhof aus über die Kaiserstraße zu ihren Arbeitsplätzen in der City hasteten. Valentin versuchte, in der dichten Menschenmenge voranzukommen. Er verschwand im Strom der Reisenden durch den Haupteingang des Bahnhofs.

    Als er auf dem Bahnhofsvorplatz stand, hob er geblendet vom Licht die Hand vor die Augen. Im Dunst der aufgehenden Sonne spiegelten sich die silbrig glänzenden Hochhäuser des nahen Bankenviertels. Wer hier arbeitete, hatte vermutlich keine Geldprobleme. Gut gekleidete Menschen überholten ihn mit schnellen und energischen Schritten. Sie eilten mit hocherhobenen Köpfen ihren Geschäften entgegen.

    Valentins Deals waren ganz anderer Art. Durch seine abgetragene und schmutzige Kleidung sah man ihm schon von Weitem an, was mit ihm los war. Er stolperte achtlos an jungen Frauen vorüber, die an Hauswände gelehnt ihre Körper zu Spottpreisen anboten. Dazwischen eilten Männer mit stierem Blick durch die Straßen. Bei seinem letzten Besuch in Frankfurt hatte er beobachtet, wie die Polizei das elende Volk am Bahnhof kontrollierte und in alle Winde zerstreute. So wie die Stadtreinigung das Unkraut am Straßenrand entfernen ließ. Derweilen amüsierten sich andere in einem der vielen Etablissements des Rotlichtviertels.

    Valentin wischte sich mit der Hand über die feuchte Stirn. Er blieb einen Moment stehen und blickte ratlos den vorbeieilenden Gestalten nach. Er war momentan pleite und hielt Ausschau nach einem Mann, der ihm manchmal Geschäfte vermittelte. Zu Anfang seiner Drogenkarriere wollte er die Geschichten vom besseren Preis glauben. Mittlerweile war er schlauer geworden und wusste, dass nicht nur der Preis zählte, sondern die guten Verbindungen.

    Angefangen hatte alles im Knast. Er brauchte damals das Dope, um dem Albtraum des Knasts für einige Zeit entkommen zu können. Zu Beginn schluckte er Pillen, später brauchte er harte Drogen, damit sein Kopf endlich Ruhe gab. Durch die Tabletten verschwand auch die Angst, die im Gefängnis überall lauerte. Er lernte schnell, dass zwischen den Gefangenen ein ungeschriebenes Gesetz existierte. Da er klein und schmächtig war, machte er schon nach kurzer Zeit die Bekanntschaft der Schläger. Die Kerle waren für ihn nichts Neues, denn die gab es überall. In Russland versuchte man ihnen aus dem Weg zu gehen, im Gefängnis war das unmöglich.

    Seit seiner Entlassung aus der Haft pendelte Valentin zwischen den Großstädten ruhelos hin und her. Dabei spielte es keine Rolle, ob er sich im Süden oder Norden des Landes aufhielt, denn alle Orte blieben ihm gleich fremd. Als sie wieder einmal in Berlin davon quatschten, dass es in Frankfurt billigeren Stoff geben würde, hatte er sich auf den Weg gemacht. Vermutlich war alles nur Geschwätz, aber die Hoffnung starb bekanntlich zuletzt. Ein weiterer Grund, nach Frankfurt zu kommen, war eine frühere Freundin, die im Gallus-Viertel wohnte und ihn hin und wieder in ihrer Wohnung übernachten ließ.

    Valentin hielt inne, denn er konnte Olli nirgendwo entdecken. Es würde besser sein, zuerst einmal zu Annemarie zu gehen. Er lief zurück in Richtung Poststraße. Überall versperrten Gitter und Bretterwände der Großbaustellen das Areal. An einer Straßenecke stand ein großes Schild, auf dem für ein neues Wohngebiet geworben wurde. Für ihn war das unwichtig, er konnte sich sowieso keine eigene Wohnung leisten.

    In wenigen Minuten erreichte er das Haus in der Niddastraße. Die Fenster zu Annemaries Wohnung waren geschlossen. Das bedeute erst mal nicht viel. Sie konnte wegen des Lärms der ein- und ausfahrenden Züge die Fenster nur zum Lüften öffnen. Valentin klingelte, aber es rührte sich nichts. Er versuchte es noch einmal. Vergeblich. Verdammt, so früh am Morgen, wo konnte sie nur stecken? Nachdem auf sein drittes Läuten niemand öffnete, wandte er sich wütend ab und schlug den Weg zurück zum Bahnhof ein.

    Er eilte durch die Eingangshalle, zwischen den Reisenden hindurch und nahm mit wenigen großen Schritten die Rolltreppe direkt ins Tiefgeschoss zur B-Ebene. Um diese Zeit war hier viel los. Menschen eilten zur Arbeit, und Touristen schleppten ihre Koffer von Bahnsteig zu Bahnsteig. Überall schlichen die Typen von der Bahnpolizei in Begleitung ihrer Schäferhunde herum. Als wäre das nicht schon genug, tauchten auch noch die Uniformierten vom Sicherheitsdienst auf. Diese Bande hatte es früher nicht gegeben. Valentin spuckte verächtlich auf den Boden und blickte sich unruhig um, konnte aber kein vertrautes Gesicht entdecken. Dann flitzte er die Rolltreppe zum Kaisersack hoch und hoffte, dort auf seinen früheren Kumpel zu treffen.

    Die Kaiserstraße endet vor dem Bahnhof als jene Sackgasse, in der sich seit Jahren die Drogenszene in Frankfurt traf. Frauen, die alt aussahen, obwohl sie vermutlich noch jung waren und Männer, die mit starren Augen in die Ferne blickten. Zwischen all diesen Typen wankten Gestalten umher, bei deren Anblick jeder sah, dass sie es nicht mehr lange machen würden. Wenn es in Frankfurt einen Platz gab, wo der Tod zum Leben gehörte, dann war er hier im Kaisersack. Valentin wandte sich enttäuscht ab. Der Mann, den er suchte, war verdammt noch mal nirgends zu sehen.

    Er spürte, dass seine Hände feucht wurden. Hastig fingerte er nach dem Rezept in seiner Hemdtasche und zog es heraus. Es war riskant das Rezept ausgerechnet in Frankfurt vorzulegen, wo falsche Verschreibungen zuhauf in Umlauf waren. Doch ihm brach allmählich der Schweiß aus und sein Hemd klebte am Rücken. Es gab für ihn keinen anderen Ausweg. Mit erhobenem Kopf steuerte er auf die Apotheke in der Kaiserstraße zu.

    So früh am Morgen waren nur wenige Kunden im Laden. Er legte das Rezept mit einem erzwungenen Lächeln auf die Verkaufstheke. Die Angestellte sah ihn prüfend an, dann kamen aus ihrem Mund die gefürchteten Worte:

    „Einen Moment bitte!", sie nahm das Rezept und verschwand mit dem Papier in der Hand in die hinteren Räume der Apotheke.

    Es dauerte eine Weile. Valentin trat nervös von einem Fuß auf den anderen. Das bedeutete nichts Gutes. Als die Frau in Begleitung eines älteren Mannes zurückkehrte, war ihm sofort alles klar. Er drehte sich blitzschnell um und rannte aus dem Geschäft. Sah zu, dass er wegkam und hetzte in eine der Nebenstraßen. Atemlos drückte er sich in den Eingang eines Nachtklubs und blieb einen Moment stehen, um Luft zu holen.

    „Na Kleiner, hast du schon so früh am Morgen Lust?", gurrte eine dunkle Stimme hinter ihm.

    Valentin drehte sich um und sah in das stark geschminkte Gesicht einer Frau.

    Als sie erkannte, wen sie vor sich hatte, zischte sie ihm aus verkniffenem Mund zu: „Hau ab, du Junkie, für Hungerleider haben wir keine Zeit!", und schubste ihn unsanft auf die Straße.

    Valentin war zu erschöpft, um sich zur Wehr setzen zu können und murmelte nur matt: „Alte Fregatte."

    Doch die Frau hatte das Schimpfwort gehört, hob blitzschnell den Fuß und trat ihm heftig vors Schienbein. Er schrie vor Schmerz auf, drehte sich entsetzt um und humpelte hastig davon. Keuchend stolperte er die Straße entlang und fand schließlich Zuflucht in einer der zahlreichen Kneipen des Viertels. Er steuerte, ohne sich weiter umzusehen, auf den Tresen zu und bestellte einen Doppelten. Der Alkohol brannte in seiner Kehle und verbreitete für einen kurzen Augenblick ein wärmendes Gefühl im Magen. Wann hatte er zuletzt etwas gegessen? Er konnte sich nicht erinnern. Zwei Betrunkene neben ihm stritten lauthals.

    „Sie hat mich betrogen, das Luder, und dann habe ich ihr gezeigt, wer der Herr im Haus ist. War doch richtig?", brüllte er in das voll besetzte Lokal.

    Sein Saufkumpan antwortete nicht, sondern schüttelte den Kopf und grölte dabei: „Noch einen, Willi!"

    Der Wirt sah die beiden an. Nicht mehr lange und die würden für Ärger sorgen. Kurz angebunden meinte er: „Ihr habt genug, sonst zeige ich euch, wer die Hosen anhat."

    Die Säufer erhoben sich von ihren Sitzen und protestierten lauthals. Als ein Stuhl mit Getöse umflog, warf Valentin das Geld auf den Tisch und verdrückte sich. Schwitzend irrte er durch die Straßen und stand plötzlich vor dem Café Fix, das er von einem früheren Besuch in Frankfurt kannte. Zwei Männer und eine Frau drückten sich vor dem Eingang herum.

    „He, was geht ab?", wollte Valentin wissen.

    Die Frau hob den Kopf und blickte ihn aus rot entzündeten Augen an. Dann öffnete sie den Mund, in dem eine Kippe klebte und murmelte:

    „Hier brauchst du einen Ausweis, sonst kriegst du nichts, bist wohl nicht von hier?"

    „Ich weiß, meinte Valentin ungeduldig, „aber ich brauch dringend was.

    „Hast du Kohle?", wollte die Frau wissen.

    „Nein, aber mir geht es echt scheiße!"

    Die Frau warf ihm einen bösen Blick.

    „Glaubst du mir geht’s besser?, sie schüttelte den Kopf und murmelte mit leiser Stimme: „In der B-Ebene gibt‘s Pillen und die Stricher sind auch nicht weit!

    Nach diesen Worten drehte sie ihm wieder den Rücken zu. Valentin wimmerte leise und stolperte zum Hauptbahnhof zurück. Es war zu gefährlich, sich im Tiefgeschoss aufzuhalten. Die vom Sicherheitsdienst schossen wie Giftpilze aus allen Ecken des alten Gemäuers. Er schlich nass geschwitzt weiter in Richtung Kasseler Straße. Dort beobachtete er kurze Zeit das Treiben auf dem Parkplatz. Hier traf sich ein weiterer Teil der Szene. Ihm fielen zwei Afrikaner auf, die sich angeregt unterhielten. Sie lachten laut und klatschten ebenso geräuschvoll ihre Hände aufeinander. Valentin ging auf die beiden zu. Einer der Männer sah sich um, nickte kaum merklich und rannte davon. Der andere Kerl hatte Locken, die bis zu den Schultern reichten und trug einen buntgestreiften Pullover. Er erwiderte Valentins Blick und grinste ihn stumm an.

    „Wie sieht’s aus?", wollte Valentin wissen.

    Der Mann zog die Stirn in Falten und betrachtete ihn jetzt misstrauisch und sagte: „Alter, ich bin der Weihnachtsmann!"

    „Mach kein Theater! Hast du Stoff?"

    Valentin war für solche Spielchen zu erschöpft.

    „Hast du Kohle?", kam prompt die Gegenfrage, und dabei tänzelte der Kerl von einem auf den anderen Fuß.

    Valentin nickte verzweifelt. Er war kurz davor umzufallen.

    Der Afrikaner flüsterte: „Crack oder Pillen?"

    Valentin deutete auf das Päckchen und kaufte die billigeren Tabletten. Er hastete zum Bahnhof, besorgte sich einen Flachmann am Kiosk und spülte den Inhalt der Schachtel mit dem Schnaps hinunter. Endlich, er atmete erleichtert auf. Allein die Gewissheit, das Zeug geschluckt zu haben, beruhigte ihn schon. Er wusste allerdings aus Erfahrung, dass er sich nun schnellstens nach einem Platz zum Schlafen umsehen musste. Im Zug hatte er kaum ein Auge zugetan, und mittlerweile spürte er seine müden Glieder, die immer schwerer wurden. Vermutlich würde er sich nicht mehr lange auf den Beinen halten können. Die Mixtur aus Tabletten und Alkohol wirkte wie ein Brandbeschleuniger und brachte selbst den Stärksten zum Umfallen. Das Zeug zwang einen buchstäblich in die Knie.

    Er humpelte hinter das Bahnhofsgelände und suchte am Rand der vielen Baustellen nach einem geeigneten Platz. Der größte Teil des Geländes war eingezäunt und mit Schlössern gesichert. In den wenigen freien Ecken lagen bereits andere Obdachlose.

    Als er sich einer solchen Behausung näherte, schimpfte jemand laut: „Hau ab du Penner!" Valentin stolperte schachmatt zum Bahnhof zurück und betrat das Gleisgelände. Es war verboten und man musste aufpassen, nicht von der Aufsicht erwischt zu werden. Vor lauter Hektik taumelte er über ein Kabelbündel und flog der Länge nach hin. Mühsam rappelte er sich wieder hoch und fand dann endlich einen alten Güterwagen, der mehr oder weniger ungenutzt herumstand. Bevor er einstieg, schaute er sich nochmals prüfend um. Mit letzter Kraft kroch er in das dunkle Loch. Versuchte in dem diffusen Licht zu erkennen, ob schon ein anderer hier lag, aber der Wagen schien leer zu sein. Erschöpft ließ er sich in eine Ecke fallen, legte seinen Rucksack unter den Kopf und sank sofort in einen tiefen Schlaf.

    3. Kapitel

    Das Piepsen der Mäuse weckte Valentin wieder auf. Er fühlte, wie die kleinen pelzigen Tiere an ihm vorbeihuschten. Es war jetzt dunkel draußen. Sein Kopf fühlte sich schwer wie Blei an, und seine Knochen waren durch die Kühle

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