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Adler und Leopard Teil 2: Die Dunklen Schatten des Krieges
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eBook175 Seiten2 Stunden

Adler und Leopard Teil 2: Die Dunklen Schatten des Krieges

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Über dieses E-Book

Arthur Wellesley kehrt nach zehn Jahren Krieg aus Indien nach Europa zurück. Als er seine Heimat im Jahr 1795 verlassen musste, war es ein Akt der Verzweiflung und eine Flucht nach vorne gewesen. Jetzt ist der Sohn eines verarmten irischen Landadeligen nicht nur um einige zwischenmenschliche Erfahrungen und 40.000 Pfund Sterling reicher. Er ist auch der jüngste General in der Armee des englischen Königs und der Einzige, der noch niemals besiegt wurde. Doch für das militärische Establishment in den Horse Guards und die gute Gesellschaft Englands ist er lediglich ein "Sepoy-General", der am anderen Ende der Welt gegen Eingeborene und unzivilisierte Wilde gekämpft hat. Wie die alle Soldaten, ist der irische Offizier heimatlos. Niemand erwartet ihn im Hafen, denn er hat eine geliebte Frau und ihr ungeborenen Kind in einem Garten im fernen Indiens begraben und der erbarmungslose Krieg gegen die Marattha-Fürsten hat Spuren auf seiner Seele und an seinem Körper hinterlassen. Wellesley ist erst 34 Jahre alt, doch er hat keine Träume und Illusionen mehr. Dann begegnet ihm die schöne und exzentrische Lady Sarah Lennox, doch noch bevor Sarahs Liebe seinem Leben einen neuen Sinn gibt, fangen die Trommeln für den Offizier wieder an zu schlagen. Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte und seine Soldaten ziehen von Sieg zu Sieg. England steht am Abgrund......
SpracheDeutsch
Herausgeberneobooks
Erscheinungsdatum2. Nov. 2014
ISBN9783847618324
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    Buchvorschau

    Adler und Leopard Teil 2 - Peter Urban

    Kapitel 1 Ein mutiger Benediktiner

    Am 20.Februar 1808 sprach das englische Unterhaus General Wellesley offiziell den Dank der Nation für seine Leistungen im Feldzug gegen Dänemark aus. Zum ersten Mal in seinem Leben als Soldat verspürte Arthur wirklich Stolz, denn sein Handeln hatte vielen Männern der dänischen Miliz und noch mehr Zivilisten in der Stadt Kopenhagen das Leben gerettet. Während die Abgeordneten der Kammer applaudierten, strich er mit der Hand über den Griff von Marlboroughs Schwert. Die Freiheit für England, den Ruhm für die Krone und die Ehre für ihn selbst: diese Prinzipien hatten sein ganzes Leben bestimmt. Marlboroughs Waffe in der Hand würde er ihnen auch weiterhin folgen und die Franzosen schlagen oder auf dem Schlachtfeld sterben. Noch vor Anfang des Sommers 1808 sollte er mit Großbritanniens Feldheer endlich an Portugals Küste landen. Zwei Monate später wurde er dann endlich vom Oberkommandierenden der Streitkräfte zum General-Leutnant befördert. Bei einem Abendessen unter vier Augen vertraute Kriegsminister Robert Castlereagh ihm allerdings an, dass Frederick von York seiner Beförderung nur deswegen zugestimmt hatte, weil man auf politischer Ebene wieder einmal massiv Druck auf ihn ausgeübt hatte. Der jüngere Sohn von König George, als fanatischer Liberaler, unterstellte der konservativen Regierung Portland wie immer nur Schlechtes. Er hatte behauptet, man wolle einen Minister mit einem militärischen Rang belohnen. Der fette Freddie habe gar verlauten lassen, dass die „verdammte irische Wellesleys-Brut" nur zum politischen Ränkespiel und zur Intrige tauge. Und der Kleinkrieg mit Arthurs ältestem Bruder Lord Mornington ging wüst weiter: Richard beschimpfte den fetten Freddie von seinem Sitz im englischen Oberhaus aus und Freddie schimpfte und drohte zurück. Sie stritten wegen allem Möglichen, wie wild gewordene Kampfhähne, sogar wegen Richards Verwaltung der indischen Kolonie. Daran änderte auch das Urteil einer parlamentarischen Untersuchungskommission nichts, die Mornington zwischenzeitlich von allen Anklagen der Ostindienkompanie freigesprochen hatte. Die politischen Differenzen zwischen dem hitzköpfigen und unbeherrschten Tory und dem ebenso unbeherrschten und fanatisierten Whig verschärften die Lage der Regierung noch zusätzlich. Alles hatte sich inzwischen so weit aufgebauscht, dass Richards Überheblichkeit an der Grenze der Dummheit Arthur beinahe doch noch den Oberbefehl über das Expeditionskorps gekostet hätte. Lediglich ein schnelles und energisches gemeinsames Eingreifen des Herzogs von Buckingham für die Konservativen und Lord William Ponsonbys auf liberaler Seite hatte ihn gerettet. Den beiden gewichtigen Politiker war es gelungen, den Herzog von York noch einmal zu beschwichtigt.

    Das Geld der Longfords hatte Mornington von einer Verurteilung durch den Untersuchungsausschuss freigekauft. Das Geld der Longfords hatte ihm geholfen, wieder in der Politik Fuß zu fassen, obwohl er sich in den Reihen der konservativen Partei zahlreiche erbitterte Feinde geschaffen hatte Und das Geld der Longfords schützte ihn auch vor dem Zugriff des Herzogs von York. Und weil der fette Freddie nicht an Richard herankam versuchte er eben, sich an Arthur zu rächen. Castlereagh warnte den Freund: nach der Landung in Portugal würde der Herzog von York als der Oberkommandierende der Streitkräfte bereits den kleinsten Fehler Arthurs zum Vorwand nehmen, um sämtlichen Wellesleys das Fell über die Ohren zu ziehen. Und die sturen alten Männer in den Horse Guards standen geschlossen auf seiner Seite. Sie hatten Arthur nämlich seine unkonventionellen Siege in Indien nicht verziehen, die so vollkommen ihrer eigenen altertümlichen Auffassung der Kriegführung widersprachen. Und sollte der entgegen aller Erwartungen doch keine Fehler und Kröten produzieren, dann würde der fette Freddie irgendwelche anderen Tricks und Schliche finden, um Arthur das Leben als Oberbefehlshaber des Expeditionskorps so schwer wie nur möglich zu machen. Ihm ging es weniger um einen Erfolg gegen Napoleon und Frankreich, als um einen innenpolitischen Fallstrick für seine politischen Gegner aus der konservativen Ecke. Doch diese Probleme und persönlichen Differenzen waren für Arthur belanglos geworden. Er wartete nur noch ungeduldig auf seinen Marschbefehl. Selbst Kittys Brief war ihm gleichgültig gewesen: Unpersönlich und ohne die geringste Wärme hatte sie ihn darüber informiert, dass am 16 Januar in Collure ein zweiter, gesunder Sohn auf die Welt gekommen sei, dem sie den Namen Charles gegeben habe. Genauso steif und förmlich, wie Kitty ihm geschrieben hatte, hatte Arthur ihr geantwortet, ihr und dem Kind alles Gute gewünscht und einen Wechsel über fünfhundert Pfund Sterling in den Umschlag gesteckt. Im Gedanken war er bereits auf der Iberischen Halbinsel. Er wusste nun, dass Whitehall sich endlich durchgesetzt hatte. König Georg hatte in einem seiner wenigen lichten Augenblicke die zweite Front gegen Bonaparte gutgeheißen und die militärische Hilfe für die Portugiesen abgesegnet. Jetzt warteten Portland und seine Regierung nur noch auf einen praktischen, diplomatischen Vorwand, um ihren unbesiegbaren General und seine Expeditionskorps einzuschiffen.

    Ende des Jahres 1807 hatten Franzosen und Spanier gemeinsam im Handstreich Portugal erobert und besetzt. Zuvor hatten Bonaparte und die Bourbonen sich in Fontainebleau in einem geheimen Vertrag über die Aufteilung des kleinen Landes an der Atlantikküste geeinigt. Täglich erinnerte der Bischof von Oporto die Engländer an ihre Verpflichtungen zur militärischen Hilfe, die sich aus dem Bündnisvertrag von Methuen ergaben. Der Vertrag war 1703 während des Spanischen Erbfolgekrieges abgeschlossen worden. Trotz seiner geradezu unglaublichen Erfolge zu Lande, kam Napoleon seinem Ziel eine neue Kriegsflotte aufzubauen noch immer nicht näher. Die dänischen Schiffe hatten die Engländer ihm unter der Nase weggeschnappt. Und Portugals Kriegsflotte befand sich mit der portugiesischen Königsfamilie auf der anderen Seite des Atlantiks in Brasilien. In seiner Wut über dieses maritime Schachmatt versuchte der Kaiser der Franzosen nun, die Schraubzwinge um England noch stärker anzuziehen. Die Kontinentalsperre zu verschärfen war der einzige Weg, um der Wirtschaft des Feindes vielleicht doch noch das Rückgrat zu brechen. Großbritanniens Vormachtstellung auf den Weltmeeren konnte er ohne eine ernstzunehmende, neue französische Flotte nicht angreifen. Die Engländer bedrohten jetzt regelmäßig die Küsten Portugals. Einem britischen Geschwader unter Sir Sidney Smith war es sogar gelungen, in den Tejo einzufahren und von den Franzosen besetzte Festungen zu beschießen. Trotz Napoleons Befehls sämtliche Häfen von Portugal zu sperren, hatte der Handel zwischen England und dem besetzten Land noch nie so fleißig floriert, wie in diesen Tagen der französischen und spanischen Besatzung. Englische Schiffe entluden hinter dem Rücken der Wachen aus Marschall Junots Armee eifrig Schmuggelwaren und fuhren, vollgeladen mit süßem, schwerem Portwein zurück nach Hause. Zuviel Geld stand auf dem Spiel, als dass auch nur ein Portugiese, diesen schwunghaften Warenaustausch je eingestellt hätte. Dabei war den Leuten vollkommen gleichgültig, dass die Franzosen furchtbare Drohungen ausstießen und grausame Strafen androhten. Die Braganza hatten ihrem alten Freund und Verbündeten England noch aus ihrem brasilianischen Exil zusätzliche Handelsprivilegien mit den portugiesischen Kolonien gewährt. Und Englands kontinentaler Stützpunkt Gibraltar, war ein ganz besonders spitzer Stachel im Fleisch von Bonaparte.

    Die Konservativen in London und die Regierung Portland fühlten sich nun endlich stark genug um den Spieß mit Frankreich einfach umzudrehen und Bonaparte den Handelskrieg zu erklärt. Whitehall befahl der britischen Kriegsflotte auf den Weltmeeren keine neutralen Schiffe mehr zu respektieren. Die Seeleute enterten und versenkten alles was ihnen vor die Kanonen kam. Die Krone unterzeichnete Kaperbriefe im Dutzend. Die Spannung in Europa stieg täglich. Damit war Napoleon auch bewusst geworden, dass er seinen Feldzug gegen Portugal mit Hilfe eines äußerst wackeligen Alliierten durchgeführt hatte, der in Zukunft ein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Frankreich kontrollierte Karl IV. de Bourbon nicht. Der spanische König, war ein kranker Mann. Genauso, wie Englands König Georg wanderte er auf dem schmalen Grat zwischen Wahnsinn und Vernunft. Das Land wurde eigentlich von Manuel de Godoy, dem Prinzen de la Paz regiert. Godoy war der Haushofmeister der spanischen Krone. Der intrigante und von Macht besessene Godoy hatte seinen Weg vom einfachen Soldaten in der königlichen Garde bis zur höchsten Position der Macht im Staate mit Hilfe von Frauen gemacht. Bevor er der Geliebte der Königin geworden war, hatte er sich durch sämtliche Betten der spanischen Grandezza geschlafen. Godoy hatte Korruption zur Staatsreligion erhoben. Alle hassten ihn, doch dank der Zuneigung der Königin und des Wahnsinns von König Karls IV. konnte er sich im Sattel halten. Ihm war es sogar gelungen, einen Keil zwischen den spanischen König und seinen äußerst populären Sohn, den Thronfolger Ferdinand, zu treiben. Der König hatte daraufhin seinen Sohn wegen Hochverrates angeklagt und in Festungshaft nehmen lassen. In Spanien gor der Aufruhr. Das Land befand sich an der Grenze eines offenen Bürgerkrieges. Doch Napoleon konnte kein unkontrolliertes Blutvergießen gebrauchen. Er wollte den französischen Einfluss festigen, seine Macht in Europa konsolidieren und sich dann endlich auf den englischen Feind konzentrieren. Aus diesem Grund beschloss er, Karl IV. durch einen neuen König zu ersetzen, während seine Truppen gleichzeitig einige der spanischen Schlüsselfestungen besetzten. Napoleons erste Wahl um dem wahnsinnigen Karl IV. zu folgen, war sein Sohn, der im Volk sehr populäre Ferdinand de Bourbon. Um den jungen Mann an Frankreich zu binden, bot er ihm die Hand der Tochter Lucien Bonapartes an. Aber die Ehe mit Louise kam nicht zustande. Karl IV. widersetzte sich, unter dem Einfluss von Manuel Godoy, einer Heirat zwischen seinem gefährlichen Sohn und einer Frau aus dem Hause Bonaparte. Er sah hierin eine große Gefahr für seine Krone und für sein eigenes Leben. Und Godoy fürchtete seine Macht würde schwinden, wenn Frankreichs Kaiser in Prinz Ferdinand einen Verbündeten fand. Am 16.Februar 1808 ließ Napoleon entnervt die Maske fallen: Was er mit einer dynastischen Verbindung zwischen Frankreich und Spanien nicht zu schaffen vermochte, eroberte er sich nun mit brutaler Waffengewalt. Die Truppen Frankreichs besetzten im Handstreich alle spanischen Grenzfestungen. Am 29.Februar gelang es General Duhesme mit einer Kriegslist Madrid einzunehmen. Anfang März marschierten dann Murats Truppen in das Land ein, ohne auf bewaffneten Widerstand zu stoßen und verstärkten Junot. Einhundertachtzehntausend Soldaten des französischen Kaisers standen auf spanischem Boden. Die Regierung floh nach Südamerika, das Königshaus und Manuel Godoy verschanzten sich in der Festung von Cádiz. Karl IV. war in seinem eigenen Land so unbeliebt, Godoy so verhasst, dass die spanische Bevölkerung ihren eigenen König im Palast von Aranjuez gefangen nahm, wohin er aus Cádiz geflohen war, als der Aufruhr dort zu gefährlich wurde. Prinz Murat, Napoleons Schwager und sein Staathalter auf der iberischen Halbinsel zog Ende März unter den Jubelschreien der Bevölkerung in die Hauptstadt Madrid ein. Durch den Druck des Volkes und der französischen Armeen musste Karl IV. zugunsten seines Sohnes abdanken. Ferdinand wurde aus seiner Festungshaft befreit und unter dem Schutz Napoleon Bonapartes und seiner Marschälle zu König Ferdinand VII. von Spanien gekrönt. Doch in diesem Akt sahen die stolzen Spanier einen Versuch, ihnen die Freiheit nehmen zu wollen. Ein König von Frankreichs Gnaden schien ihnen plötzlich noch schlechter, als der verrückte Karl und seine Hofschranze Godoy. Napoleons Versuch das Land durch die Absetzung des alten Bourbonen und die Krönung seines Sohnes wieder zu Ruhe zu bringen, hatte genau das Gegenteil bewirkt: Die Spanier waren ein widersprüchliches, stolzes und leidenschaftlich unabhängiges Volk. Frankreichs Einmischung in die Innenpolitik des Landes störte die Granden und die katholische Kirche. Der Aufruhr der zuvor nur gegoren hatte, kam nun wirklich zum Ausbruch. Aus dem spanischen Alliierten, war ein Marionnettenkönig geworden. Ein Bürgerkrieg schien nicht mehr zu vermeiden.

    All diese wertvollen Informationen erhielt London tagtäglich von der iberischen Halbinsel. Katholische Priester und Seminaristen irischer Herkunft trafen an den Küsten des Landes verwegene Männer, die auf kleinen schnellen Schiffen zwischen England und dem Kontinent hin- und her segelten um die Nachrichten dieser seltsamen Geheimagenten auf kürzestem Wege nach Whitehall und ins War Office zu bringen. Währenddessen beschäftigte George Canning die englische Presse mit Neuigkeiten über eine zu erwartende, englische Operation in Venezuela. Englands Prämisse sei es, den Tyrannen der Alten Welt - Bonaparte - in der Neuen Welt zu schlagen. Ein Expeditionskorps würde in Venezuela landen und den dortigen Freiheitskämpfern helfen, gegen die spanischen Alliierten Frankreichs zu putschen. Gemeinsam mit General Miranda, dem ehemaligen Stabschef der Konvention und Anführer der Revolte gegen die Bourbonen, würden britische Generalstabsoffiziere unter Sir Arthur Wellesley eine Expedition nach Südamerika vorbereiten. Noch vor Anfang des Sommers 1808 sollten Truppen unter seinem Kommando in die Neue Welt verschifft werden. Niemand im ganzen Land schien sich vor Augen zu führen, wie unglaubwürdig dieser Plan im Grunde war. Um den Schein noch zu verstärken, wurde Arthur vom Kriegsminister und George Canning sogar dazu verpflichtet, sich mit General Miranda regelmäßig in der Öffentlichkeit zu zeigen und im Unterhaus mehrfach zur Notwendigkeit einer Unterstützung der südamerikanischen Revolutionäre gegen ihren spanischen Kolonialherren zu sprechen. Sein irisches Ministerium hatte er zwar immer noch inne, doch die tägliche Arbeitslast hatte er kommissarisch John Wilson Crooker anvertrauen müssen, einem konservativen, irischen Journalisten, der sich durch großes Verhandlungsgeschick auszeichnete und der seit langem schon, in politischer Hinsicht, Arthurs Vertrauen besaß. Crooker hatte ein Jahr lang erfolgreich für die Konservativen im Parlament in Dublin gesessen. Seine Eloquenz, sein wacher Geist, seine Aggressivität und sein Sinn fürs Taktieren hatten schon so manchen Abgeordneten der Whigs so überrascht, dass er aus Versehen für Gesetzesentwürfe der Tories gestimmt hatte.

    Hinter verschlossenen Türen bereitete Wellesleys Gruppe bereits seit Jahresanfang die Expedition auf die Pyrenäenhalbinsel vor. Die geheimen Informationen aus Spanien und Portugal liefen alle direkt bei Arthur auf, der sie selbst auswertete und das Wichtigste an die Regierung weiterleitete. Gemeinsam mit John Moore wählte er die Einheiten aus, die an diesem ersten,

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