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Das Ende des katholischen Glaubens oder Der dritte Sündenfall

Das Ende des katholischen Glaubens oder Der dritte Sündenfall

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Das Ende des katholischen Glaubens oder Der dritte Sündenfall

Länge:
309 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juli 2016
ISBN:
9783737567091
Format:
Buch

Beschreibung

Das Christentum in seinem Endstadium. In der katholischen Kirchenorganisation, Führungskonfession der Christenheit, ist der katholische Glaube theoretisch und praktisch abgeschafft, was diese Darstellung nachweist. Erhalten sind entleerte Formen und Formeln, die jedoch nach einfachen Berechnungen in etwa 20 Jahren nicht mehr existieren werden, da dann auch der äußere Kirchenapparat mangels Mitglieder nicht mehr existieren wird.
Dieses Buch weist präzise nach, wer diese Entwicklung in der Kirche gewollt und in fünfzig Jahren planmäßig durchgesetzt hat und wie die ehemals gläubigen Massen in einem der größten Täuschungsmanöver der Weltgeschichte irregeführt wurden.
Damit fällt die einzige Kraft, die den Menschen der Gegenwart angesichts der inneren und äußeren und sich bereits ankündigenden Verwerfungen in der Welt und bereits in der eigenen Gesellschaft Halt und Lebensstütze verleihen konnte.
Dieses Buch weist sämtliche Tatsachen faktenbelegt und für jeden verstehbar nach.
Dass es sich wie ein Kriminalfall liest, ist kein Zufall. Es ergibt sich aus den Geschehnissen selbst. Denn der Verfasser versteht sich allein als Berichterstatter, und das reicht völlig aus.
Herausgeber:
Freigegeben:
27. Juli 2016
ISBN:
9783737567091
Format:
Buch

Über den Autor


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Das Ende des katholischen Glaubens oder Der dritte Sündenfall - Manfred Potthoff

DANKSAGUNG

Diese Schrift basiert auf intensiven Sammlungen, akribisch genauen Einzelberichten und jahrzehntelangen Arbeiten vieler kleiner Oppositionskreise innerhalb der katholischen Kirche und von außerhalb, die Bibliotheken füllen könnten. Besonders hervorzuheben sind die faktenbelegten Dokumentationen der FSSPX sowie einzelner Initiativkreise mit ihren laufenden Informationen. Von hohem Wert dabei waren insbesondere die Ausgaben des „Rom – Kurier, der deutschen Ausgabe der italienischen Zeitschrift  „Si Si No No und das Werk „Der Glaube in der nachkonziliaren Kirche" (Wien 1983) von Prof. Dr. Georg May (Universität Mainz). Sie alle in ihren Grundlinien und in ihrer Gesamtheit zusammenzufassen, ohne mich dabei in die vielen tausend Einzelheiten zu verlieren, war meine Zielsetzung, wenngleich diese für den Leser bisweilen hochinteressant gewesen wären wie ein Kriminalbericht.

Mit großer Dankbarkeit und besonders hervorheben möchte ich auch die einzigartigen Dokumentationen von Dr. Heinz – Lothar Barth (Bonn) und dem inzwischen verstorbenen Prof. Dr. Johannes Dörmann (Münster), deren Informationen auch für diesen Bericht von großer Bedeutung waren, obgleich Einzelbewertungen und Folgerungen durchaus verschieden sein können. Doch ich stütze mich in meinem Bericht ausschließlich auf Tatsachen und Fakten, und diese geben ihnen recht.

Vorwort

Diese Schrift wendet sich an alle Zeitgenossen, gerade aber an Katholiken, Andersgläubige, Atheisten (= Ich glaube nicht an Gott) und Agnostiker ( = Ich weiß nicht, was ich glauben soll).

Sie soll über das Ende der 2000-jährigen und die Welt prägenden geistlichen Institution informieren, der des katholischen Glaubens.  

Die Informationen haben hauptsächlich den europäischen bzw. westlichen Kulturkreis im Blick und sollen eine Darstellung sein, die wirklich jeder verstehen kann, wobei wichtige Begriffe verdeutscht und damit für jeden klar sind, ganz unabhängig vom Vorwissen und Bildungsgrad.

Die Beispiele, die dem deutschen Sprachraum entnommen sind, gelten beispielhaft auch für andere Kirchenteile. Mit Blick auf die alljährlichen Austrittswellen und die innerkirchlichen Zerstrittenheit ist dort in etwa 20 Jahren auch das Ende jeder äußeren Organisation der katholischen Kirche mit Sicherheit zu erwarten.

Nach dem Ende der europäischen Teilung beginnen bereits die ersten Zerfallserscheinungen auch in Osteuropa (z.B. Polen), die sich schnell fortsetzen werden. In den Ländern der Dritten Welt, in denen der Katholizismus rein statistisch noch blüht, muss nach dem Zerfall des geistig-geistlichen Zentrums mit Verselbstständigungen und Religionsvermischungen gerechnet werden, da dort erst nach einer Zeitverschiebung von etwa 50 Jahren die Verwerfungen auch bei ihnen zur Wirkung kommen, weil nach aller Erfahrung untere Bildungsschichten erst nach Ablauf eines solchen Zeitraums das abgesackte Kulturgut übernommen haben.

Der Verfasser

Die Situation und wie alles anfing

Der 2000-jährige Glaube in der katholischen Kirche, immerhin der größten Religion der Welt, steht vor seinem Ende.  

Das Christentum (eingeschlossen auch die nichtkatholischen Konfessionen = Bekenntnisse  protestantischer Art) befindet sich aus der Sicht wissenschaftlicher Religionsforscher (der kirchlich nichtgebundenen Vergleichenden Religionswissenschaft) in seinem Endstadium, dessen äußerer Apparat  (Kirchen) nur noch durch massive Finanzstützen künstlich aufrechterhalten wird, insbesondere durch Staaten und staatlich eingetriebene Zwangssteuern.

Selbst die meisten von denen, die heute noch zu den kirchlichen  Gottesdiensten gehen, sind längst Agnostiker oder praktische Atheisten geworden, was ihnen selbst gar nicht einmal so bewusst sein muss, zumal der Mensch Unangenehmes meist verdrängt.

Von kleinsten Minderheiten abgesehen, glauben die Leute in Wahrheit nicht mehr, nicht wirklich. Man muss nur etwas genauer hinsehen, und man sieht, dass sich auch deren Lebenshandeln und Gesinnungslage von Nichtchristen  nicht mehr unterscheidet.

Religiöse Veranstaltungen aller Art werden im Wesentlichen nach ihrem Unterhaltungswert beurteilt. Man nennt das ein Schön-Wetter-Christentum. In Entscheidungssituationen und Konflikten fällt die christliche Tünche sofort ab, oft auch bei vielen Geistlichen, wobei oft nicht einmal die Mindeststandards des bürgerlichen und menschlichen Anstandes gewahrt werden.

Dazu kommen ganz verschwommene Vorstellungen über das, was man allgemein „Gott nennt, und gerade die zentralen und heilswichtigen Glaubenslehren sind selbst in den Gemeinderesten weithin kaum oder völlig unbekannt. Und dies trotz „Predigt im Gottesdienst und im staatlich organisierten Religionsunterricht; denn dort wird bekanntlich über alles geredet, nur nicht über das, was dort ursprünglich getan werden sollte.

Manchmal bestätigen Ausnahmen allerdings die Regel, bleiben aber gesamtkirchlich unbedeutend.

Zwei Drittel aller Deutschen wissen nicht einmal, was Weihnachten, Ostern oder Pfingsten ist, immerhin die zentralen Feste der Christenheit.

Deshalb ist es realistisch zu sehen: Auch diese Restbestände des Glaubens werden in ca. 20 Jahren verschwunden sein; die Überalterung der Kirchenmitglieder und die sich beständig steigernden Kirchenaustrittswellen, die seit 2014 auch vielmehr ältere Katholiken erfasst (Rheinische Post, 31.8.15; die katholische „ Tagespost" v.1.9.15) und nach Angabe der deutschen Bischöfe mit 217716 ausgetretenen Katholiken, 20% mehr als im Jahr zuvor, ihre höchste Zahl überhaupt erreicht haben (Civitas Institut vom 28.7.15), sind dafür nur ein Grund unter viel wichtigeren.

Die Kirchenräume werden dann zu Versammlungsstätten für alles und jedes, was sie vielfach schon heute sind, nämlich „Tummelplatz der Möglichkeiten und soziales Betätigungsfeld für Gelangweilte und „Idealisten nach dem Motto „Wie hätten Sie’s denn gerne?, und das Wort „Gott ist dann nur noch ein pures Wort für alles und jedes, wie es auch heute bereits vielfach ist.

„Wie war das möglich?"

Es ist ein großer Irrtum zu meinen, die sogenannte moderne Welt mit ihren Abirrungen, ihrem Materialismus (= Es gilt nur, was ich sehen und anfassen kann), ihren Zweifeln an allem und jedem seien daran Schuld.

Sie ist es nicht. Denn heute gibt es davon gar nichts, was es nicht auch immer schon gegeben hätte.

„Was war es also?"

Es war tatsächlich die Kirche selbst, die ihre eigene Selbstzerstörung eingeleitet hat. Das wird Sie überraschen. Aber sie war es, wie ich nachweisen werde, allein in tonangebenden Kirchenführern und den sogenannten Theologen (= den Kirchenwissenschaftlern des Glaubens), welche eigentlich die Aufgabe hatten, das Glaubensbekenntnis der Religion für ihre jeweilige Zeit zu erläutern.

Die meisten in der Kirche machten irgendwie mit oder ließen es geschehen, aus Arglosigkeit, Naivität, Unwissenheit oder grenzenlosem Optimismus, während eine gut organisierte kleine Gruppe von kirchlichen Funktionsträgern schon lange und heimlich nach einem raffinierten Plan arbeitete, der auch aufging.

„Wie sollte das denn möglich sein?"

Diese Gruppe nutzte vor etwa 50 Jahren für ihre Zielsetzungen eine einmalige geschichtliche Gelegenheit aus; denn zu dieser Zeit (1962-65) fand die einundzwanzigste Bischofsversammlung aller Bischöfe der katholischen Kirche seit ihrem Bestehen in Rom statt, genauer im Vatikan, dem Kirchenstaat. Eine solche Versammlung nennt man „ Konzil". Bischöfe, das müssen Sie wissen, sind die Leiter dieser Religion unter der Leitung ihres Oberhauptes, des Bischofs von Rom, auch Papst (= Vater) genannt.

Bischöfe sind seit 2000 Jahren in ununterbrochener Handauflegung und durch Weihe bevollmächtigte Männer, deren Ursprung die ersten Schüler des Religionsstifters Jesus Christus sind. Dadurch ermächtigt, lenken sie - nach katholischem Glauben - die Kirche irrtumsfrei, wenn sie ihr Amt in Gemeinschaft mit dem Papst ausüben. Diese Irrtumsfreiheit bezieht sich dabei ausschließlich auf die Dinge, die in der Urchristenheit grundgelegt und für das Heil der Seelen unverzichtbar sind. Dass die Kirche insgesamt irrtumsfrei ist, weil sie unter dem Beistand des Heiligen Geistes stehe, wie es ihr Stifter Jesus Christus ausdrücklich verheißen habe, wenn es um das Heil der Menschen geht, wird irgendwie auch in den evangelischen, also nichtkatholischen Kirchengemeinschaften geglaubt, wenn dort auch anders begründet.

Es versteht sich von selbst, lieber Leser, dass eine Religion nur dann glaubhaft ist, wenn ihre zentrale Glaubenslehre immer und überall gültig und unwandelbar ist. Eine Religion, die ihre Glaubenslehre ändert, würde sich, konsequent zu Ende gedacht, selbst aufheben. Denn sie würde damit eingestehen, dass sie sich bisher geirrt hat. Wer sich aber einmal irrt, kann auch wieder irren. Dann gehen die Leute weg.

Aus diesem Grunde muss auch die christliche Religion aus ihrem innersten Wesen heraus davon überzeugt sein, dass ihre Glaubensaussagen wahr und unwandelbar sind, weil sie nach ihrer eigenen Lehre von Gott kommen und vom Geist Gottes in der Kirche garantiert werden.

Diese Bischöfe und ihre Helfer, die einzelnen Priester, verwalten daher innerkirchlich auch die Mittel, durch die der Mensch sein Seelenheil (und damit ewiges Leben) gewinnt, die sogenannten Sakramente (= Heilmittel).

„Und weiter? Und was passierte jetzt, bei dem Konzil?"

Hier in Rom nun sollten Probleme der heutigen Kirche beraten und gelöst werden. Das tut die katholische Kirche etwa alle 100 Jahre. Es waren insgesamt diesmal fast 3000 Bischöfe, und es ist klar, dass bei so vielen Teilnehmern eine Gesamtberatung große technische Probleme hervorruft.

Es kam vor allen Dingen darauf an, wer den vorbereitenden Kommissionen vorstand, welche die Einzelthemen zu beraten hatten und dann deren Texte der Gesamtversammlung der Bischöfe, dem Konzil, zur Abstimmung vorlegten.

„Und dann?"

Aber diesmal war alles anders. Denn schon etliche Jahre vorher gab es bereits eine gewisse Krise des Glaubens bei vielen Theologen, bei etlichen Priestern und auch Bischöfen, die sich in Kritik aller Art und in einer merkwürdigen Lustlosigkeit bei der Glaubensbetätigung äußerte und die sich, verbunden mit einer untergründigen, aggressiven (= feindseligen), oft versteckten Abwehr gegen päpstliche Ermahnungen und gegen Teile des überlieferten Glaubens überhaupt zeigte.

Dabei kam es auch zu gelegentlichen Eigenmächtigkeiten von Priestern, vor allem aber von Theologen, die jedoch von den zuständigen Kirchenbehörden in Rom in ihre Schranken gewiesen wurden. Schließlich stand für die Kirche die Einheit des Glaubens auf dem Spiel; die Verwirrung der Gläubigen musste vermieden und die Kircheneinheit bewahrt werden.

„Was war der Grund für diese Zustände?"

Eine klare Antwort, die dieses Buch jetzt beweisen wird:

Denn viele offizielle Träger der Kirchenlehre hatten – aus vielschichtigen Gründen – den Glauben an Gott im Sinne des Christentums selbst längst verloren. Und ohne die Kraft zu haben, es sich innerlich einzugestehen. Verbunden mit gedanklicher Unredlichkeit, verdrängten sie diese Tatsache. Schließlich hing auch ihre berufliche Existenz daran. Ihre Gehälter in Deutschland sind beachtlich, und was hätten sie beruflich auch anderes tun sollen?

Wichtig aber ist, dass ein außerordentlicher Teil von ihnen eine wie immer geartete Religiösität weiterführen wollte, aber eine, die mit dem Christentum nichts mehr zu tun hat und das Wort Christ nur noch dem Namen nach verwendete.

Dabei müssen Sie wissen, lieber Leser, dass man ein hörbares Wort beibehalten, aber ihm einen ganz anderen Sinn (= Begriff) unterschieben kann, und diese raffinierte Methode wird man jetzt bedenkenlos anwenden.

„Und wie geschah das?"

Diese Leute versuchten, was vorher in der katholischen Kirche völlig unmöglich schien, nämlich den seit 2000 Jahren überlieferten Glauben mit ihren eigenen Zielsetzungen so in Übereinstimmung zu bringen, dass sie mit ihrem Unglauben ganz offiziell-legal in der Kirche weitermachen und damit Kirche und Glaubenslehre buchstäblich umdrehen, also in ihr Gegenteil verdrehen konnten, zunächst ganz unauffällig und Schritt für Schritt, dann immer offener.

„Wie ist denn das überhaupt möglich gewesen? Und was hatte das Konzil damit zu tun?"

Sehr viel. Denn hier bot sich den Kräften des Unglaubens die einmalige Gelegenheit, ihre neuen Lehren in kirchenamtlichen Dokumenten, eben den späteren Konzilsdokumenten, festzuschreiben und damit den katholischen Glauben bis in die Substanz zu zerstören. Dabei achteten sie streng darauf, ihr Vorgehen zu verschleiern und zu warten, bis die endgültigen Abstimmungen vorbei waren.

Darüber nun Genaueres.

Zielsetzungen

„Und was wollten diese Leute?"

Sie wollten keine Religion mehr; denn Religion heißt ja „Anbindung an einen Gott".

„Sondern?"

Die allmähliche Zerstörung der katholischen Religion und auch aller anderen Religionen in der Welt zu dem Zweck, eine Einheitsreligion ohne Gott zu schaffen.

Ihr Ziel: Einen „Welthumanismus" (= eine menschliche Welt) für alle Menschen und ein gutes Leben für alle. Die zentrale Frage aber, nach welchen Werten und Ideen dieser Welthumanismus geschaffen werden soll und was nach dem Tode kommt, bleibt unbeantwortet, die Frage nach Gott und dem Sinnziel des Menschen ebenfalls.

Dass eine solche Absicht zwangsläufig zu einer völligen Diktatur des Menschen über den Menschen führen muss und damit den Kern zu einer neuen Barbarei legt, und zwar in weltweitem Ausmaß, wäre ein eigenes Buch wert und kann hier nicht weiter erörtert werden.

Denn die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt: Es ist furchtbar, allein dem Menschen ausgeliefert zu sein, der keiner verbindlichen und begründeten Norm von oben mehr unterliegt. Die Mächtigen bestimmen dann aus sich selbst, was richtig und falsch, gut oder schlecht ist.

Im christlichen Glauben stand der Mensch, auch der Machthaber, immerhin noch unter den 10 Geboten seines Gottes, die auch dem Einzelmenschen einen gewissen Schutz verliehen.

„Und wie soll diese Auflösung des Glaubens  geschehen, angesichts der Geschlossenheit der katholischen Kirche in Lehre und Kirchenordnung?"

Durch zwei Wege: Einerseits durch die allmähliche innere Auflösung der Glaubenslehren und Änderung der bisherigen religiösen Praxis zur reinen Verweltlichung hin (etwa eine Wohlfühl-Kirche nach dem Motto: Wie hätten Sie es denn gerne? und als Tummelplatz lediglich sozialer Betätigung), andererseits durch neue Lehrinhalte in dem beschriebenen Sinne.

Besonders wichtig dabei: Das Ende des Papsttums und der päpstlichen Autorität, verbunden mit faktischer Ablösung jeglicher Kirchendisziplin (= Jeder macht und lehrt, was er will) und die Aufsplitterung der Kirche in viele selbstständige Teilkirchen, was ihrer Auflösung gleichkommt.

„Aber alles das wäre doch unmöglich durchzuführen! Es würde jede Menge Widerstand geben. Wie sollte denn so etwas überhaupt durchzusetzen sein?"

Genau mit den schon erwähnten Konzilsdokumenten, die in entscheidenden Dingen falsch oder doppelsinnig verfasst und für viele Auslegungen offen waren, welche die meisten Konzilsväter, die Bischöfe, so gar nicht gewollt hatten, und den Rest besorgten die späteren Ausführungsbestimmungen zum Konzil, die noch viel weiter gingen und Dinge festlegten, die das Konzil selbst gar nicht beschlossen hatte. Und es gelang, tatsächlich, wie Sie selbst jetzt sehen werden.

Das Konzil, Agitatoren und Methoden

„Und wie geschah das im Einzelnen?"

Das Konzil wurde 1963 urplötzlich durch den damaligen Papst Johannes XXIII einberufen, der selbst schon alt und krank war. Das war die einzigartige Gelegenheit, das war das Einfallstor. Denn der Papst hatte, obwohl guten Willens, kein konziliares Konzept, keine direkte Zielsetzung. Alle sollten einfach nach Rom zusammenkommen und über alles ihre Meinung sagen.

Das genau war die Gelegenheit der „Modernen, der „Progressisten (= der „Fortschrittlichen"), die fortschreiten wollten zu etwas ganz anderem, weg von der 2000-jährigen Glaubenslehre.

Denn jeder, der sich in der Geschichte auskennt, weiß ja, dass kleine, gut vorbereitete, entschiedene Minderheiten große Versammlungen und deren Beschlüsse, ja ganze Völker und Geschichtsabläufe beeinflussen, manipulieren    (=durch trickreiche, unterschwellige Beeinflussung steuern) und ihren Willen auch durchsetzen können, wenn sie erst mal an den Schalthebeln der Macht sitzen. Wie heute in der Politik und in den Medien.

„Und der Plan ging tatsächlich auf?"

Ja, weil er seit Jahren und auf vielfältige Weise vorbereitet war.

Vorab interessant dabei ist es zu wissen: Wenn der Vollversammlung z.B. ein Änderungsantrag zum Text vorgelegt werden sollte, etwa von einer Gruppe von Bischöfen, dann verlangte die Verfahrensregel eine Zweidrittelmehrheit zur Änderung des Textes, was natürlich oft nicht zu erreichen war.

Damit wird auch klar, welche Macht die Kommissionen besaßen, welche die Haupttexte vorbereiteten und dann der Bischofsversammlung vorlegten. Damit waren auch die Beschlüsse grundgelegt.

„Und wie ging es weiter?"

Die Grundlagen der Glaubenszerstörung waren teilweise bereits gelegt. In theologischen Lehrwerken der tonangebenden Theologen, von denen etliche zu Bischöfen und Kardinälen - das Kardinalskollegium ist der höchste Senat des Papstes in Rom - aufstiegen, kann man es noch heute nachlesen.

Wie allein schon in dem bereits genannten Buch von Prof. Georg May konkret gezeigt wird , gab und gibt es heute praktisch nichts mehr in der katholischen Glaubenslehre, das nicht von katholischen Theologen entweder als Legende abgetan, bis zur Unkenntlichkeit zerredet, banalisiert (= ins Unbedeutend – Alltägliche verwässert) oder gänzlich bestritten wird.

Nach dem Konzil erschienen dann die neuen Lehren auch in den Schulbüchern. Es waren teils offen erkennbare antikatholische Lehren, die teilweise sogar von Laien (= dem normalen Kirchenvolk und Nicht-Theologen)  leicht als unwissenschaftlich widerlegt werden können, weil sie nur auf unbewiesenen Vermutungen und Behauptungen gründen. Wichtig dabei ist, dass die Glaubenslehre mit rein ideologischen (= mit unechten, mit dem wirklichen Sachverhalt nicht übereinstimmenden, die Tatsachen interessengeleitet verdrehenden, nach eigenen Zielsetzungen zurechtgebogenen) Denkweisen überzogen wurden, wobei oft das Gegenteil des katholischen Glaubens dabei heraus kam. Das nannte man dann „Neuinterpretation. Es war aber keine. Denn „Interpretation heißt „Erklärung / Erläuterung. Der alte Glaube wurde aber nicht erklärt, sondern in der Substanz verändert, die ihn zerstörte. Das Wort „Neuinterpretation diente lediglich der Täuschung, auch heute noch.

„Ist dies auch wirklich geschehen? Haben sich die Rechtgläubigen denn nicht dagegen gewehrt?"

Doch, Widerstände gab es auf dem Konzil und danach. Aber sie hatten wenig Chancen, zumal der Neuerungswahn jener Zeit eine gewisse Rolle spielte. Zudem geschah vieles nicht im Licht der Öffentlichkeit, sondern verdeckt, wie noch gezeigt werden wird.

Die ganze Entwicklung hatte allerdings auch damit zu tun, dass das Kirchenvolk, die Laien, die den Bischöfen vertrauten, von Theologie wenig verstanden und die Konzilstexte erst gar nicht lasen.

Das ist bis heute so, auch bei den meisten noch amtierenden Priestern.

In vielen Gemeinden gab es gegen die Neuerungen, vor allem im Bereich der Gottesdienste, teilweise massiven Widerstand, der aber durch ziemlich ruppiges Vorgehen gebrochen wurde. Die Gläubigen kannten ihre eigenen Oberhirten nicht mehr wieder, von denen sie vorher ein ganz anderes Bild gehabt hatten.

Auch bei ganz offensichtlichen Verstößen gegen den Glauben schlechthin blieben die Bischöfe trotz Lehrverurteilungen aus Rom oft passiv und mochten sich als einzelne nicht mit den Theologen anlegen. Sie hatten Angst, sich fachlich zu blamieren und insbesondere die Öffentlichkeit (die weltliche Presse , der Rundfunk, das Fernsehen, die sich sämtlich in alles und vielfach unqualifiziert einmischten) gegen sich aufzubringen. Sie fürchteten nämlich den Vorwurf, die Freiheit der Theologie einschränken zu wollen, und dies auch auf dem Hintergrund der schon genannten religiösen Krisenerscheinungen der Zeit. So entstand innerhalb der Kirche ein Gesamtklima, das die Luft abschnürte.  Die Folge davon ist übrigens bis heute, dass die Theologen weithin die Deutungshoheit über den katholischen Glauben anstelle der Bischöfe übernahmen.

„Aber wie kam es denn dazu, dass die neuen Lehren überhaupt in die Konzilsdokumente gelangen konnten? Das musste doch wenigstens den Bischöfen aufgefallen sein."

Nicht aber, wenn man konspirativ ( = heimlich, listig) vorgeht und sich in Zirkeln und Gesprächskreisen Gleichgesinnter untereinander abspricht.

Die zentrale Fraktion dieser Art waren Bischöfe, Kardinäle und Theologen, deren Regierungsbezirke ( = Bistümer oder auch Diözesen genannt) fast sämtlich am Rhein gelegen waren, also deutsche, schweizerische, französische, niederländische und belgische Kirchenteile. Hierbei muss man wissen, dass diese im Vergleich zur Gesamtkirche nur einem sehr kleinen Teil der Katholiken vorstanden.

Diese „Rhein-Allianz" überschwemmte das Konzil planmäßig mit ausgeklügelt formulierten Texten und Abstimmungsvorschlägen. Da aber die meisten Bischöfe fachtheologisch (auch wegen der riesigen Materialfülle) nicht sonderlich belesen und angesichts vieler Meinungen unentschieden waren, konnten sie bei den Auseinandersetzungen leicht beeinflusst werden, vor allem dann, wenn die Texte kompliziert und deutungsoffen waren.

Deshalb hatten sie auch die sogenannten Periti (die theologischen Fachberater), die mächtigen Einfluss auf sie hatten, wenn sie ihnen nicht schon vieles von vornherein überließen. Es gibt Berichte darüber, dass solche Leute in vorbereitenden Gesprächen den Bischöfen genau vorschrieben, was sie vor den Versammlungen und wann zu sagen hatten, so, als seien sie Schuljungen ( T.de Mallerais: Marcel Lefebvre. Eine Biografie, Stuttgart 2009,2.Aufl. S.315 etc.). Die formulierten Texte wurden ihnen dabei fix und fertig an die Hand gegeben.

Hinzu kam auch, dass die europäische, insbesondere die deutsche und französische Theologie in der Welt als tonangebend, modern und wissenschaftlich – fortschrittlich galt, der man wegen ihrer privilegierten ( = bevorzugten) Stellung kaum widersprechen konnte.

Weiterhin war wichtig, dass die beiden Konzilspäpste Johannes XXIII, der noch während des Konzils starb, und danach Paul VI führungsschwach waren. Deren Freunde, Kardinal Döpfner (Deutschland), Kardinal Suenens (Belgien) und Kardinal Lercaro (Italien) wurden daher prompt zu Moderatoren  (=Diskussionslenkern) des Konzils ernannt, übrigens sämtlich Mitglieder der „Rhein-Allianz. Insbesondere Kardinal Döpfner, München, war einer der Hauptagitatoren außerhalb und während des gesamten Konzils, mit gewaltigem Einfluss, „ein entscheidender Akteur (so Kardinal Marx, München, am 24.7.2015 zu dessen 39. Todestag ), und weiter: „ Ohne ihn wäre möglicherweise vieles anders gekommen." ( Tagespost 28.7.2015 )

Den Ehrentitel eines Kardinals, kurz erwähnt, erhalten Bischöfe und Priester unmittelbar vom Papst. Sie bilden damit den höchsten Senat der Kirche mit dem Recht, den nachfolgenden Papst zu wählen.

Genau diese genannten Kardinäle und auch andere setzten etliche Theologen als Periti auf dem Konzil ein, die auf früheren Konzilien gar nicht zugelassen worden wären, weil sie anti-katholische Lehrmeinungen verkündeten, wenn auch oft in verklausulierter (=verschleierter) Form. Sie leugneten unverzichtbare Kernaussagen (Dogmen) des katholischen Glaubens oder stellten sie zumindest in Frage. Dies alles ging in der allgemeinen Euphorie ( = maßloser Optimismus, rauschhaftes Wohlbefinden ohne sachliche Grundlage) jener Zeit – es waren die stürmischen 1960-er Jahre – unter; denn es sollte ja unbedingt alles anders werden, egal wie.

         So leugnete z.B. der Theologe Hans Küng (Deutschland), von allen Medien  (= Fernsehen, Rundfunk, Illustrierten, Zeitungen) gefeiert und von ihnen bis heute als allein tonangebend vorgeführt, neben anderen Glaubenssätzen die Gottheit Christi und die Irrtumsfreiheit des päpstlichen Lehramtes in Glaubensdingen, so- weit sie von Jesus Christus selbst als garantiert gilt.

Damit war das Christentum in seinem Kern getroffen. Denn ist Jesus Christus nicht Gott und nicht der Offenbarer der ewigen Wahrheit und der Garant des ewigen Heils, ist Erlösung von Leid und Tod nicht möglich, und dessen Religion ist sinnwidrig. Denn es ist urchristliche und allgemeine Überzeugung, dass ein Mensch die Menschen

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