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AstroPolarity-Fernkurs: Modernes, absolut innovatives und hochqualifiziertes astrologisches Wissen

AstroPolarity-Fernkurs: Modernes, absolut innovatives und hochqualifiziertes astrologisches Wissen

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AstroPolarity-Fernkurs: Modernes, absolut innovatives und hochqualifiziertes astrologisches Wissen

Länge:
1.149 Seiten
15 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
20. März 2015
ISBN:
9783737536387
Format:
Buch

Beschreibung

Mithilfe der Methoden der AstroPolarity-Lehre ist man in der Lage, hochkomplexe Fragestellungen auf ihr Wesentliches zu reduzieren und klare, lebensnahe Antworten zu finden. Die Einfachheit der Methoden ist keine "Ver-Einfachung". Sie ist der Schlüssel, um ein Geburtsbild bzw. einen Menschen und die mit ihm verbundenen Lebensvorgänge in der Tiefe zu begreifen. Nur daraus kann Hilfe entstehen.

Die Astropolarity-Lehre steht seit 3 Jahrzehnten für eine eigenständige astrologische Schulrichtung, die auf Ganzheitlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes setzt. Astropolarity ist Astrologie in einzigartiger Gestalt - mit tiefenpsychologischer, systemischer und spiritueller Fundierung. Astropolarity unterscheidet sich methodisch und inhaltlich grundsätzlich von der herkömmlichen klassischen Astrologie, von der rein psychologisch orientierten Astrologie und auch von vedischer und chinesischer Astrologie. Astropolarity vernetzt in einzigartiger Weise uraltes Wissen und neueste Erkenntnisse.

Astropolarity erfasst den Menschen in seiner Gesamtheit, auf seinem lebensgeschichtlichen Hintergrund und seinem aktuellen Lebensumfeld in einem größtmöglichen Zusammenhang. Trotz - bzw. gerade wegen - der thematischen Vielfalt und interdisziplinären Grundausrichtung ist die sog. "kreative Reduktion" ein Leitmotiv. Als eine Art "Zen-Astrologie" besticht Astropolarity durch unvergleichbare methodische Klarheit und unerreichte Aussagetiefe.

In ihrer Arbeit profitieren davon nicht nur Hobby- oder Berufsastrologen, sondern auch Berater und Coaches, Trainer, Ärzte, Naturheilkundler, Therapeuten und Psychologen.

Bewährtes astrologisches Wissen in Kombination mit neuesten astrologischen , tiefenpsychologischen, philosophischen, systemischen Forschungsergebnissen und angrenzenden Fachgebieten: bei Astropolarity bekommen Sie - wie mehrere 1.000 Absolventen seit drei Jahrzehnten - nicht "das übliche", sondern "neue Astrologie in einzigartiger Gestalt"!
Herausgeber:
Freigegeben:
20. März 2015
ISBN:
9783737536387
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

AstroPolarity-Fernkurs - Peter-Johannes Hensel

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Der Astropolarity-Fernkurs

Einführung & Tierkreis

GRUNDLAGEN ZUM GEBURTSBILD

Aszendent

Medium Coeli (MC)

Feldersysteme bzw. Häusersysteme

Mondknoten

Schnelligkeit der Planeten

Liste der Zeichen- und Planetensymbole

1. LEBENSPRINZIP / WIDDER / MARS / FELD 1

Zusammenfassung in Stichworten

2. Lebensprinzip /  STIER / STIERVENUS / FELD 2

Zusammenfassung in Stichworten

3. Lebensprinzip /  ZWILLINGE / ZWILLINGSMERKUR / FELD 3

Zusammenfassung in Stichworten

4. Lebensprinzip / KREBS / MOND / FELD 4

Zusammenfassung in Stichworten

5. Lebensprinzip / LÖWE - SONNE - FELD 5

Zusammenfassung in Stichworten

6. Lebensprinzip / JUNGFRAU / MERKUR / FELD 6

Zusammenfassung in Stichworten

7. Lebensprinzip / WAAGE / VENUS / FELD 7

Zusammenfassung in Stichworten

8. Lebensprinzip / SKORPION / PLUTO / FELD 8

Zusammenfassung in Stichworten

9. Lebensprinzip / SCHÜTZE / JUPITER / FELD 9

Zusammenfassung in Stichworten

10. Lebensprinzip / STEINBOCK / SATURN / FELD 10

Zusammenfassung in Stichworten

11. Lebensprinzip / WASSERMANN / URANUS / FELD 11

Zusammenfassung in Stichworten

12. Lebensprinzip / FISCHE / NEPTUN / FELD 12

Zusammenfassung in Stichworten

Elementenlehre

DIE ELEMENTENLEHRE NACH APL

Zusammenfassung der Dynamischen Elementenanalyse

FEUER UND LUFT

Feuer

Luft

ERDE UND WASSER

Erde

Wasser

INTUITION UND DENKEN

Der extravertierten Intuitionstyp

Der introvertierte Intuitive

Der extravertierte Denktyp

Der introvertierte Denktyp

REAL UND FÜHLEN

Der extravertierte Realtyp

Der introvertierten Realtyp

Der extravertierte Fühltyp

Der introvertierte Fühltyp

MISCHTYPEN 1

Feuer-Luft

Yin-Typ

Luft-Erde-Typ

MISCHTYPEN 2

Der emotionale Typ

Der bewertende Typ

Der wahrnehmende Typ

Quadrantenlehre

FRÜHKINDLICHE ENTWICKLUNG

1. Quadrant

3. Quadrant

2. Quadrant

4. Quadrant

VIER KAUSALITÄTEN

1. Quadrant

3. Quadrant

2. Quadrant

4. Quadrant

GEBURTSBILDHÄLFTEN

Der untere Bereich im Horoskop

Der obere Bereich im Horoskop

Die rechte Seite im Horoskop

Die linke Seite im Horoskop

SCHIZOID UND DEPRESSIV

Der Schizoide

Der Depressive

ZWANGHAFT UND HYSTERISCH

Der zwanghafte Typ

Der hysterische Typ

Aspektlehre

EINFÜHRUNG ASPEKTE

HAUPTASPEKTE

Konjunktion

Sextil

Quadrat

Trigon

Opposition

NEBENASPEKTE

Spiegelpunkt

Halbsextil

Halbquadrat

Septil

Quintil

Anderthalbquadrat

Biquintil

Quincunx

FIGURINEN

Trapez

Drachen

Volltrigon

Vollquadrat

Halbquadrat bzw. T-Quadrat

Stellum bzw. Großkonjunktion

Fächer

Die Konstellationen

SATURN-MARS

SATURN-STIERVENUS

SATURN-ZWILLINGSMERKUR

SATURN-MOND

SATURN-SONNE

SATURN-JUNGFRAUMERKUR

SATURN-WAAGEVENUS

SATURN-PLUTO

SATURN-JUPITER

SATURN-URANUS

SATURN-NEPTUN

URANUS-MARS

URANUS-STIERVENUS

URANUS-ZWILLINGSMERKUR

URANUS-MOND

URANUS-SONNE

URANUS-JUNGFRAUMERKUR

URANUS-WAAGEVENUS

URANUS-PLUTO

URANUS-JUPITER

URANUS-NEPTUN

NEPTUN-MARS

NEPTUN-STIERVENUS

NEPTUN-ZWILLINGSMERKUR

NEPTUN-MOND

NEPTUN-SONNE

NEPTUN-JUNGFRAUMERKUR

NEPTUN-WAAGEVENUS

NEPTUN-PLUTO

NEPTUN-JUPITER

PLUTO-MARS

PLUTO-STIERVENUS

PLUTO-ZWILLINGSMERKUR

PLUTO-MOND

PLUTO-SONNE

PLUTO-JUNGFRAUMERKUR

PLUTO-WAAGEVENUS

PLUTO-JUPITER

Die AstroPolarity-Methode

VORGEHENSWEISEN

KEINE TECHNIK

SIMPLIFIKATIONEN

URSACHE UND WIRKUNG

KONTEXT UND LÖSUNGSWEG

DIE GROBSTRUKTUR

DER SCHICKSALSWEG

FAMILIENSYSTEME

DER SCRIPTPLAN

INTERPRETATION OHNE PLANETEN

REGELN UND BEISPIELE

Prognostik

PROGNOSE EINFÜHRUNG

METHODENWÜRDIGUNG

REALE UND FIKTIVE METHODEN

PROGNOSTISCHE REGELN

TRANSITLEHRE EINFÜHRUNG

TRANSITLEHRE - REGELN UND ORBEN

TRANSITE SONNE BIS JUPITER

Sonnentransit

Mondtransit

Merkurtransit

Venustransit

Marstransit

Jupitertransit

TRANSITE SATURN BIS PLUTO

Saturntransit

Uranustransit

Neptuntransit

Plutotransit

RHYTHMISCHE ACHSVERSCHIEBUNG

6-7-10ner RHYTHMUS

Sechserrhythmus

Siebenerrhythmus

Zehnerrhythmus

PYRAMIDENRHYTHMUS 1

PYRAMIDENRHYTHMUS 2

Astromedizin

ASTROMEDIZIN GESCHICHTE

GANZHEITSKONZEPT

DIAGNOSTIK UND THERAPIE

ZUORDNUNGEN

SCHWINGUNGSEBENEN

1. Schwingungsprinzip, Widder

2. Schwingungsebene, Stier

3. Schwingungsebene, Zwilling

4. Schwingungsebene, Krebs

5. Schwingungsebene, Löwe

6./7. Schwingungsebene, Jungfrau/Waage

8. Schwingungsebene, Skorpion

9. Schwingungsebene, Schütze

10. Schwingungsebene, Steinbock

11. Schwingungsebene, Wassermann

12. Schwingungsebene, Fische

DISPOSITIONSLEHRE

VOLKSKRANKHEITEN 1

Rheuma

Asthma

Magenerkrankung

VOLKSKRANKHEITEN 2

Herzkrankheiten

Krebs

BACHBLÜTEN

MONDEISPRUNGZYKLUS

Die AstroPolarity-Beratungspraxis

GESPRÄCHSTECHNIK UND EIGENVERANKERUNG

LEERE IM ZUHÖREN

DENKEN UND FÜHLEN

LANGZEITEFFEKTE

COACHING

KLIENTENREAKTIONEN

SIMULTANTRAINING UND SELEKTIVES HÖREN

KERNPROBLEMATIK

ENTWICKLUNGSNIVEAU

GEFÜHLSKATEGORIEN

VERHALTEN IN KRISENSITUATIONEN

ELTERN UND KINDER

BERUFSCOACHING

PARTNERCOACHING

ENTROPIE

ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Der Astropolarity-Fernkurs

Guten Tag. Mein Name ist Peter-Johannes Hensel. Ich bin Leiter des AstroPolarity-Ausbildungszentrums in Berlin und Autor dieses Astrologie-Kurses.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle kurz einiges dazu sagen, welche Vorzüge, welche Vorteile und welchen Nutzen Sie von diesem Astrologie-Kurs haben. Denn dieser Astrologie-Kurs unterscheidet sich in vielen Belangen, vor allen Dingen inhaltlich, zum Teil sehr von herkömmlichen astrologischen Ausbildungen, die in zahlreicher Form angeboten werden.

Diese Unterschiede im Sinne von Alleinstellungsmerkmalen beziehen sich vor allen Dingen auf ein ganz wesentliches Prinzip, das in der AstroPolarity-Methode Anwendung findet und was Sie auch in diesem Astrologie-Kurs lernen und dann auch effektiv anwenden können. Das ist das Prinzip der Reduzierung, beziehungsweise das Prinzip der Vereinfachung. Ein Geburtsbild – oder wie man landläufig auch sagt, ein Horoskop  - ist ein äußerst komplexes Gebilde, in dem ganz, ganz viele verschiedene Merkmale in ganz unterschiedlichen Verhältnissen zueinander stehen. Und letzten Endes ist ein Geburtsbild auch der Spiegel des Lebens. Und das Leben selber ist ein ganz komplexes Gebilde, welches man - wenn man es durchschauen will oder wenn man jemandem helfen will, weil er Schwierigkeiten im Leben hat - auf einfachere Strukturen reduzieren muss.

Komplexe Systeme auf einfache Strukturen reduzieren – das ist ein ganz wesentliches Merkmal, um effektiv arbeiten zu können. Die AstroPolarity-Methode eignet sich sehr dafür, genau das zu bewerkstelligen. Das heißt aber nicht, wenn hier Merkmale oder Vorgänge mithilfe der Methode vereinfacht werden, dass deshalb eine Verflachung geschieht. Ganz im Gegenteil! Je vereinfachter eine entsprechende Methode an komplexe Zusammenhänge herangeht, umso effektiver ist die Methode selber und umso klarer, genauer und differenzierter können Sie später als Astrologin oder als Astrologe entsprechende Aussagen machen. Also ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, ein wichtiger Unterschied zu anderen Methoden ist die Vereinfachung und die Reduzierung auf das Wesentliche.

Zweitens ist es sehr wichtig zu wissen, dass die AstroPolarity-Methode - so, wie es in diesem Astrologie-Kurs dargestellt wird - auf den Konstellationen eines Geburtsbildes basiert. Das ist die sogenannte inhaltszentrierte Betrachtung eines Geburtsbildes. Das heißt, die Konstellationen – darunter verstehen wir immer die Kombination zweier Planeten über zum Beispiel Aspekte oder über Felder und Häuserstellungen – diese Konstellationen sind, wenn man so will, das Salz in der Suppe und werden in diesem Astrologie-Kurs ausführlich besprochen. Sie erfahren sehr viel über die 38 Haupt-Konstellationen... plus ganz viele andere Dinge wie den Tierkreis, die Elemente, die Quadranten, die Aspekte, die Deutungsmethoden der Prognostik und der Astromedizin, auf die ich gleich noch mal kommen werde. Diese Konstellationsbilder werden in einer sehr tiefgehenden Form eingehend besprochen, auch viel tiefer gehender als in vergleichsweise anderen Fernstudien und Ausbildungen. Es werden hier Beschreibungen gegeben für vorgeburtliche Situationen, für frühkindliche Situationen,  Beschreibungen für die erwachsene Form einer Konstellation, in unentwickelter Weise oder in entwickelter Weise. Bei jeder einzelnen Konstellation werden ganz, ganz viele verschiedene Ebenen angesprochen, auf denen dieser Inhalt sich dann in einer bestimmten Form zeigt. Und die Tiefe dieser Beschreibung ist – das kann man zweifelsfrei sagen – einmalig.

Zudem wird innerhalb des Astrologie-Kurses gleich von Beginn an großer Wert gelegt auf die Verbindung zur astrologischen Medizin. Wenn Sie sich mittels dieses Kurses astromedizinische Kenntnisse angeeignet haben, werden Sie in der Lage sein, aufgrund eines Symptoms sehr schnell auf bestimmte Konstellationen des Geburtsbildes zu schließen. Wenn Ihnen jemand zum Beispiel schildert „ich hab Gallensteine oder „ich breche mir dauernd den Knöchel oder „ich hatte mal Nierenkrebs oder „ich bin ständig erkältet -  es ist ganz egal, ob das jetzt schwere Symptome sind oder Bagatellsymptome – über das Symptom haben Sie in Windeseile einen Schlüssel zu den ganz wesentlichen Persönlichkeitsmerkmalen eines Menschen.

Deshalb ist die astrologische Medizin, weil sie dieser Schlüssel ist, ein ganz wesentlicher Teil des Astrologie-Kurses und der AstroPolarity-Ausbildung. Das ist gleich von Anfang an integriert. In anderen Fernstudien oder astrologischen Ausbildungen ist astrologische Medizin – wenn überhaupt – eher ein Thema, was neben vielen anderen rangiert. Aber damit wird diesem Thema nicht genug Rechnung getragen. Deshalb haben Sie mit dem AstroPolarity-Kurs beziehungsweise mit der Astropolarity-Ausbildung den Vorteil, das alles immer von Anfang an komplett mitgeliefert zu bekommen.

Weiterhin ist bei diesem Astrologie-Kurs sehr wesentlich - auch das ist ein Alleinstellungsmerkmal - dass die einzelnen Inhalte immer mit einem tiefenpsychologischen und systemischen Background geschildert werden. Das heißt, es gibt nicht einfach nur eine Beschreibung von bestimmten Konstellationen oder soundso ist dieser Mensch, sondern den Beschreibungen liegt immer auch ein tiefenpsychologischer oder eine systemisch basierte Begründung zugrunde. Beschreiben kann eigentlich jeder. Aber begründen, warum diese Beschreibung so ist, wie sie ist, das ist noch etwas anderes. Und das ist ein weiterer großer Vorteil dieses Astrologie-Kurses. Insbesondere später, wenn Sie die Ausbildung auch beraterisch nutzen wollen, ist das von einem ganz, ganz unschätzbaren Vorteil.

Wenn Sie sich also entschließen, diesen Astrologie-Kurs zu absolvieren, dann ist natürlich noch die Frage, über welches Wissen verfügen Sie letzten Endes, wenn Sie das hinter sich gebracht haben. Da gilt zunächst einmal eine ganz wichtige Regel: „Es ist nicht die Frage, wie viel Sie wissen, sondern was Sie wissen". Es geht auf keinen Fall um Quantität, sondern um die Qualität des Wissens. Insofern ist der Astrologie-Kurs so aufgebaut, dass alle Dinge, die nicht wirklich wichtig sind zu wissen, außen vor bleiben, und nur die Essenz der wesentlichen Dinge Ihnen in diesem Kurs dargeboten wird. Aber denken Sie nicht, dass es deshalb wenig ist – es sind immerhin weit über 100 Lehr-Lektionen!  Aber dennoch ist es die Essenz von dem, was wirklich qualitativ gewusst werden muss.

Nach Absolvierung des Astrologie-Kurses sind Sie in der Lage, Menschen in schwierigen Konfliktsituationen durchaus inhaltlich angemessene Dinge zu sagen und ihnen auch entsprechende Ratschläge zu geben. Wobei das Wissen, was Sie sich über die Ausbildung angeeignet haben, natürlich immer in der Kombination auftaucht mit Ihrer eigenen Lebenserfahrung und möglicherweise auch mit einer vorhandenen beraterischen Erfahrung. Wenn Sie einen solchen astrologischen Kurs absolviert haben, dann sind Sie so ein bisschen wie jemand, der gerade den Führerschein bestanden hat. Da kann man auch nicht sagen, dass Sie jeglicher Situationen beim Autofahren dann sofort professionell und 100 Prozent gewachsen sind. Auch da müssen Sie davon ausgehen, dass Sie nach so einem Kurs erst einmal ein gewisses Maß an Erfahrung sammeln müssen.

Nach Abschluss einer Ausbildung haben Sie zunächst einen Informationsüberschuss, gleichzeitig aber auch ein Erfahrungsdefizit. Im Laufe der Zeit wird sich die Erfahrung mehren und dann in einem guten Verhältnis zu Ihrem Informationswissen, zu dem informativen Wissen stehen. Wie lange das dauert, kann man nicht sagen, denn es hängt immer von jedem einzelnen Menschen ab. Aber Fakt ist, dass Ihnen die Ausbildung die Möglichkeit bietet, hochwertig, verantwortungsvoll und effektiv mit anderen Menschen, die auch in schweren Lebenssituationen sind, arbeiten zu können.

Dabei spielt es auch keine Rolle, mit welchen Fragen oder mit welchen Problemen entsprechende Klienten oder Kunden zu Ihnen kommen werden. Der Astrologie-Kurs ist inhaltlich so breit angelegt, dass keinerlei Themen ausgeblendet sind und dass je nach Ihren persönlichen Möglichkeiten Sie in der Lage sind, auf sämtliche Fragen, die Ihnen gestellt werden - oder Fragen, die Sie sich selbst stellen, wenn Sie Ihr eigenes Geburtsbild angucken - eine Antwort geben können, die inhaltlich angemessen, richtig und auch verantwortungsvoll ist. Es gibt also keine Bereiche, die innerhalb des Kurses ausgeblendet sind, was die Lebensprobleme angeht.

Es ist zudem definitiv so, dass Sie nach Abschluss der Ausbildung durchaus in der Lage sind, mit Ihrem Wissen und der bis dahin gemachten Erfahrung Geld zu verdienen. Es spricht nichts dagegen, dass Sie dieses Wissen dann sofort in ein Beratungshonorar umsetzen können.

Nun noch etwas zur Kursdauer. Ich werde sehr oft gefragt, wie lange denn ein solcher Astrologie-Kurs dauert. Und da ist meine Antwort stets, dass ich das nicht wissen kann. Denn es hängt von sehr vielen Faktoren ab, die nicht ich bestimme oder die in der Ausbildung selber begründet sind, sondern die ganz einfach mit Ihnen zusammenhängen. Nämlich wie schnell können Sie lernen, wie hoch ist Ihre Auffassungsgabe, wie oft haben Sie überhaupt Zeit zu lernen, können Sie jeden Tag sich ran setzen, können Sie einmal in der Woche sich ran setzen.

Das sind alles Faktoren, die die Ausbildungsdauer auf Ihrer Seite ganz entscheidend beeinflussen. Ganz generell kann man sagen, können Sie davon ausgehen, wenn Sie sehr regelmäßig und auch sehr intensiv lernen, dass Sie durchaus innerhalb eines halben Jahres den gesamten Kurs durchlaufen können.

Lernempfehlungen:

Arbeiten Sie die Lektionen der Reihe nach in Ruhe durch, springen Sie nicht, gehen Sie erst dann zur nächsten Lektion über, wenn Sie zu aktuellen Lektion keine grundsätzlichen Fragen mehr haben und die Inhalte verstanden haben.

Die Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum durchzuarbeitenden Lektionen hängt letztlich nur von Ihren jeweiligen Möglichkeiten ab. Es gibt keine generelle Vorgabe oder Bedingung, in welcher Zeit die Ausbildung absolviert werden müsste. Wichtig wäre aber immer, dass Sie keine allzu langen Lernlücken zulassen, weil der Wiedereinstieg dann beschwerlicher wäre. Gut ist immer eine konstante und angenehme Dosierung der Lernmenge.

Sie sollten so früh wie möglich damit beginnen, Geburtsbilder von Menschen die Sie kennen parallel beim Lernen zu betrachten. Das erhöht von Anfang an den Lerneffekt und das Sicherheitsgefühl. Vermeiden Sie anfangs die Betrachtung von Menschen, die Sie persönlich nicht kennen. Später können Sie die entsprechenden Geburtsbilder auch betrachten, wenn Sie Ihre Unterscheidungsfähigkeit ausgebaut haben. Persönliches Kennen schützt zwar nicht vor Fehlbeurteilungen, diese lassen sich aber leichter erkennen und korrigieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe mit herzlichen Grüßen,

Peter-Johannes Hensel

Hinweis: Die AstroPolarity-Lehre ist work in progress. Das heißt, dass aufgrund der ständigen Weiterentwicklung der Lehre an einigen Stellen dieser Scripte Aussagen gemacht werden, die eventuell an anderen, später entstandenen Stellen dieses Fernstudiums ein wenig anders dargestellt werden. Das ist dann weiteren Einsichten in den jeweiligen Zusammenhang geschuldet und zeigt unter anderem eben den Fortschritt, den die APL in sich selbst vollzieht, mit an.

Rechtliche Hinweise zum Fernkurs - bitte aufmerksam lesen!

Das auditive und schriftliche astrologische Unterrichtsmaterial des AstroPolarity Ausbildungs- und Beratungscentrums in Berlin ist urheberrechtlich geschützt. Copyright 1981-2015 Peter-Johannes Hensel.

Nachdruck, Weitergabe, Vervielfältigung oder wirtschaftliche Eigennutzung der Unterlagen mit oder ohne Urheberzitat sind in jeglicher Form (auch auszugsweise) verboten. Bei entsprechenden Anliegen ist die schriftliche Einwilligung des Urhebers abzufragen bzw. einzuholen. Der Kursteilnehmer bzw. Erwerber dieses Kurses ist nicht berechtigt, das erworbene auditive, visuelle und schriftliche Material in Auszügen oder als Ganzes an Dritte in digitaler Form, auf anderen Datenträgern oder in Printform weiterzugeben.

Ebenso dürfen die auditiven, visuellen und schriftlichen Materialien dieses Kurses in keiner Art und Form abgeändert werden, es sei denn, dies geschieht zum Eigengebrauch (z.B. Notizen). Eine Weitergabe an Dritte in abgeänderter Form ist ebenfalls verboten. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Konsequenzen und ggf. Schadensersatzforderungen nach sich.

Berlin 2015, Peter-Johannes Hensel

AstroPolarity Ausbildungs- und Beratungscentrum Berlin

Dickhardtstrasse 28, 12161 Berlin

www.astropolarity.de

Einführung & Tierkreis

Sie erhalten hier zunächst eine allgemeine Einführung in grundsätzliche Prinzipien der astrologischen Denk- und Empfindungswelt Der Tierkreis als Symbol der

12 Ur-Lebensprinzipien wird dann mit seinen 12 Zeichen, den dazugehörigen Planeten und Feldern bzw. Häusern in den folgenden Lehrlektionen ausführlich inhaltlich dargestellt.

GRUNDLAGEN ZUM GEBURTSBILD

Heutzutage gibt es Computer, die in der Regel allen, die Astrologie betreiben, ihre Arbeit abnehmen im Sinne des Berechnens. Aber auch ein Computer ist keine Gewähr dafür, dass man es immer mit einem 100 Prozent exakt richtigen Horoskop zu tun hat. Denn erstens – 100-prozentige Exaktheit im astronomischen Sinne oder auch im astrologischen Sinne gibt es nicht. Und zweitens ist ja die Ausgangsposition für die wirkliche Exaktheit des Horoskops die Genauigkeit der Angabe der Geburt. Wir können zwar von einer entsprechenden Genauigkeit in der Regel ausgehen, dass uns die Leute eine mehr oder weniger richtige Angabe machen, wann sie geboren sind. Wenn sie auf ihre Geburtsurkunde geschaut haben oder mal bei Mama, Papa nachgefragt haben. Aber letzten Endes weiß man das nie genau. Und insofern wäre es absurd, nachher die Berechnung ins Irrsinnige zu übertreiben, wenn denn die Geburtsangabe mit Sicherheit auch nicht minuten- oder gar sekundengenau ist. Also das, was wir hier gerade tun, ist hinreichend genau, um fundierte astrologische Aussagen auf die entsprechenden Anlagen eines Menschen zu machen. Also in dem Sinne bitte keine Sorge.

Es folgt eine kurze Einführung in das Thema „Aszendent und „Medium Coeli, beziehungsweise MC, also die beiden Haupt-Horoskopachsen. Auch an dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass bisher noch nicht die entsprechenden Grundlagen bei Ihnen vorhanden sind, zumindest was die bereits abgearbeiteten Lektionen angeht. Das wir diese Thematik Aszendent und MC in einem Zusammenhang zueinander betrachten können, das ist dann insbesondere Thema bei den sogenannten Deutungskonzepten. Zudem kann das Thema hier auch nur in einer grundsätzlichen Weise angesprochen werden, das heißt es könnte nur dann vertieft werden, wenn weitergehende Kenntnisse vorhanden sind. Ähnlich wie bei den Lebensprinzipien, die auch nur im Grundsatz zunächst angesprochen werden können. Später aber, wenn zwei Prinzipien sich zu einer Konstellation verbinden, werden wir das in sehr großer Tiefe besprechen. Dasselbe gilt jetzt auch für den Aszendenten und MC.

Inhaltlich wird diesen beiden Hauptachsen innerhalb der AstroPolarity-Lehre grundsätzlich keine Vorab-Bedeutung zugewiesen. Ihre Bedeutung ergibt sich vor allem und letztlich aus dem Gesamtzusammenhang eines jeweiligen Geburtsbildes.

Aszendent

Die Himmelsrichtung Osten, das heißt die Blickrichtung vom Geburtsort aus in Richtung Osten, entspricht dem Aszendenten. Der Aszendent ist im Horoskop immer eine waagerechte Linie, und wird im Horoskopkreis links eingezeichnet, was sozusagen die Spiegelverkehrung zur Windrose symbolisieren soll. Also die Blickrichtung nach Osten entspricht rein geografisch gesehen dem Aszendenten. Soweit also kurz die technischen Gegebenheiten - die sind allerdings für die Astrologen nicht so wichtig wie die inhaltlichen Aussagen, die mit dem Aszendent zusammenhängen. Und zu denen möchte ich jetzt kurz etwas sagen.

Der Aszendent wird normalerweise – und das ist auch später für Deutungskonzepte sehr dienlich – als die eigentliche oder die Uranlage eines Menschen betrachtet. Wobei die Uranlage eines Menschen im Grunde genommen vergleichbar ist mit einem Baumaterial, was ein Mensch zu Beginn seines Lebens mitbekommen hat. Stellen Sie sich vor, ein Mensch hat beispielsweise Bauklötzer als Baumaterial für sein Leben bekommen, und die sind alle blau und rechteckig. Und ein anderer hat auch Bauklötzer bekommen, aber anderes Baumaterial, weil das ist grün und es sind lauter runde Kugeln. Insofern haben beide Baumaterial bekommen. Der eine blau, der andere grün. Der mit blauem Material kann in dem Sinne Dinge erschaffen, die alle rechteckigen Charakter haben, beziehungsweise sich aus rechteckigen Einzelteilen zusammensetzen. Und der andere mit dem grünen Baumaterial, der kann Teile zusammenfügen, die alle in ihren Einzelteilen aus Kugeln bestehen.

Das heißt die Uranlage ist etwas, was man unwiederbringlich am Anfang seines Lebens mitbekommt. Und aufgrund dieses Baumaterials, dieser Ursubstanz, im Sinne des Aszendenten „Anlage genannt, kann man sich sein Leben zusammenbauen. Nur: Egal, was man tut, im ersten Fall wird es immer blau sein und es wird immer aus rechteckigen Steinen bestehen. Im zweiten Fall, egal was man tut, wird es immer grün sein und es wird aus Kugeln bestehen. Was ich mit diesem Baumaterial tue, wie der Aszendent letzten Endes im Horoskop gelebt wird, das hängt von anderen Faktoren ab, die im Moment nicht besprochen werden können. Obwohl ich „vorgefertigt beziehungsweise determiniert bin, habe ich durch die Art des Baumaterials natürlich trotzdem die Freiheit, mit diesem Baumaterial zu tun, was ich möchte.

Ich kann also mit blauen Steinen, die rechteckig sind, eine Brücke bauen. Wenn ich das aber nicht will, dann kann ich auch ein Krankenhaus bauen. Genauso, wie ich mit grünen Steinen, die rund sind, eine Schule bauen kann, oder wenn ich das nicht möchte, ein Hochhaus mit 20 Stockwerken. Aber: Im ersten Fall wird jede Art von Gebäude immer blau sein und im zweiten Fall immer grün. Und das ist das Entscheidende. Die Anlage an sich ist nicht änderbar, im Sinne des Aszendenten. Der Aszendent ist sozusagen die Uranlage, mit der man angetreten ist. Das ist vergleichbar mit Ihrer Augenfarbe, die ändert sich auch nicht, obwohl Sie sich natürlich Kontaktlinsen mit einer anderen Farbe kaufen können. Aber das hat nichts damit zu tun, dass die Augenfarbe sich deshalb geändert hat. Sie bleibt. Das ist eine anlagemäßige Prägung.

Und so ist das Zeichen, das zum Aszendenten gehört, im Grunde genommen die Ursubstanz, mit der ein Mensch sein Leben beginnt. Und Sie können sich vorstellen, dass das Zeichen, was man im Aszendenten hat und alles, was damit inhaltlich zu tun hat, eine ungeheure Bedeutung in sich trägt. Also nehmen wir an, Sie haben den Skorpion am Aszendenten. Dann ist das Skorpion-Prinzip, dieses 8. Lebensprinzip, für Sie sozusagen die Ursubstanz, mit der Sie angetreten sind. Wenn Sie die Zwillinge am Aszendenten haben, gilt für Sie das Zwillinge-Prinzip – und so weiter, und so weiter. Es gibt also zwölf verschiedene Baumaterialien im Sinne der Anlage, im Sinne des Aszendenten, mit denen ein Mensch antritt.

Medium Coeli (MC)

Dem MC entspricht der Süden, beziehungsweise die sogenannte Himmelshöhe, deshalb auch der Begriff „MC" für Medium Coeli. Und der Medium Coeli oder die Himmelshöhe ist die Senkrechte bezogen auf den Betrachtungsstandpunkt. Und dadurch, dass die Erde eine Kugel ist, ist das, was man unter senkrecht versteht, immer ein relativer Begriff. Er wird aber trotzdem im absoluten Sinne zu verstehen sein.

Gehen Sie davon aus, dass auf dem Punkt, auf dem man sich auf der Erde befindet, von dort aus direkt eine Senkrechte in den Himmel hinauf gezielt wird. Und genau dieser Punkt, der dann im Himmel, beziehungsweise im gedachten Tierkreis vorgefunden wird, das ist dann der Grad und das Tierkreiszeichen des jeweiligen Medium Coeli, der Himmelshöhe. Allerdings ist senkrecht in diesem Sinne ein relativer Begriff, weil die Erde eine Kugel ist. Aber in jedem Falle ist er objektiv, weil man vom Geburtsort aus die 90 Grad, die Senkrechte, genau in den Himmel hinauf in jedem Falle ziehen kann.

Der Medium Coeli, der MC, stellt in einer ähnlichen Form wie der Aszendent ein Merkmal im Horoskop dar, was allerdings dann nicht den Beginn, sondern, wenn man so will, das Ende einer Anlagenstruktur markiert. Wenn der Aszendenz die Ursubstanz, das Ausgangsmaterial, die Bausubstanz darstellt, dann ist der MC in der Regel das, was sich am Ende eines langen Entwicklungsweges - der allerdings hier im Moment noch nicht besprochen werden kann - an Bedeutung ergibt. Es gibt hier zwei Begriffe für den MC:

die Bedeutung, die eine bestimmte Bausubstanz, eine Anlage erlangt. Und ein Ergebnis, was aufgrund von Verhaltensweisen und Lebensmodalitäten sich am Ende des Lebens einstellt. Der MC ist im Sinne des Ergebnisses oder der Bedeutung, die ein Leben erlangt, eine Größe, die man im Moment in der jeweiligen Gegenwart seines Lebens nicht 100-prozentig abschätzen kann. Im MC liegen also bestimmte Unabwägbarkeiten. Das bedeutet, dass die Ergebnisse oder die Bedeutungen, die aus Handlungsweisen in meinem Leben entstehen, nicht im Moment der Handlung selber kalkulierbar oder mit einer Absicht versehen sind.

Es gibt eine Verbindung zwischen dem Aszendenten und dem MC, in dem Sinne, dass der Aszendent alles das markiert, womit wir antreten, was wir zur Verfügung gestellt bekommen. Und der MC ist sozusagen das, was wir daraus gemacht haben. Wobei in dem Moment, wo wir leben, wissen wir noch nicht, welche Bedeutung sich ergeben wird. Wir wissen noch nicht, was wirklich an Folgen aufgrund unseres Verhaltens entsteht. Wir können zwar einerseits sagen, wir verhalten uns aufgrund unserer Anlage, aufgrund unseres Aszendenten in einer bestimmten Art und Weise, wir bauen also immer blaue Dinge, die im Detail betrachtet aus rechteckigen Einzelteilen bestehen. Aber welche Bedeutungen sich aus unseren blauen Bauwerken mit rechteckigen Einzelteilen ergeben, diese Bedeutungen können wir im Moment unseres Handelns noch nicht ablesen. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass zwischen Aszendent und MC immer ein innerer Zusammenhang besteht, den Sie auf keinen Fall zu irgendeiner Zeit, wenn Sie ein Horoskop betrachten, aus den Augen verlieren dürfen.

Feldersysteme bzw. Häusersysteme

Es gibt zwei Hauptfelder- bzw. Häusersysteme, mit denen die Astrologen arbeiten. Unabhängig davon, was Felder bzw. die Häuser an sich bedeuten - da kommen wir später noch zu. Diese Hauptfeldersysteme heißen Placidus und Koch. Sie unterscheiden sich formal dadurch, dass die mathematische Grundlage des Placidussystems davon ausgeht, dass die Erde und damit auch das Geburtsbild eine Kugel ist. Das Kochsystem geht dagegen von einer Zweidimensionalität aus, was natürlich den tatsächlichen Gegebenheiten nicht entspricht. Ich empfehle aus jahrzehntelanger Erfahrung, mit dem Placidussystem zu arbeiten. Das jeweilige Feldersystem entspricht der sogenannt tageszeitlichen und örtlichen Prägung und korrespondiert daher wichtigsterweise mit der Uhrzeit und dem Ort der Geburt (Zeit und Raum!). Der Tierkreis entspricht der sogenannten jahreszeitlichen Prägung und steht in Beziehung zum Tag der Geburt. Insofern ist das Feldersystem eine auf 24 Stunden verkleinerte Darstellung des Tierkreises, da sich die Erde an einem Tag (24 Std.) einmal um die eigene Achse bewegt, wohingegen sich die Erde innerhalb eines Jahres um die Sonne bewegt. Erst die Kombination von jahres- und tageszeitlicher Prägung ergibt eine individuelles Geburtsbild, daher ist die Uhrzeit der Geburt das Merkmal, das die Individualität im Besonderen hervorbringt.

Mondknoten

Ich kann Ihnen versichern, dass sämtliche Angaben oder Aussagen, sämtliche Deutungen und Interpretationen, die auf die Mondknoten bezogen sein sollen, auch aus anderen Faktoren im Horoskop ersichtlich sind. Deutlicher und tiefer gehend ersichtlich sind. Insofern – Mondknoten können Sie im Grunde genommen vergessen. Hoffentlich sind Sie nicht einer derjenigen, die sich mit Mondknoten vielleicht schon beschäftigt haben und die also ganz wunderbar finden. Das können Sie natürlich trotzdem weiterhin tun, aber wir werden in der Ausbildung uns mit den Mondknoten nicht weiter beschäftigen, weil wir das nicht brauchen.

Schnelligkeit der Planeten

Als letztes möchte ich Ihnen jetzt noch kurz etwas über die Schnelligkeit oder besser – in dem meisten Falle gesagt – die Langsamkeit von entsprechenden Planeten sagen. Das heißt, ich gebe Ihnen jetzt kurz einen Überblick, wie lange die Planeten brauchen, um im Tierkreis einmal herumzuwandern. Das würde astronomisch bedeuten: wie lange dauert es, bis ein Planet die Sonne umrundet hat? Die Sonne selber kann sich nicht umrunden, deshalb hier die Angabe, wie lange braucht sie, um von der Sicht der Erde aus im Tierkreis einmal rumzuwandern. Das dauert exakt ein Jahr. Das bedeutet auf ein Tierkreiszeichen, also auf einen Abschnitt von 30 Grad übertragen, einen Monat. Es gibt 12 Tierkreiszeichen, gleich 12 Monate. Zusammen gerechnet ein Jahr. Die Sonne ist also in jedem Tierkreiszeichen einen Monat, wandert pro Grad im Tierkreis… oder es dauert einen Tag, um ein Grad im Tierkreis zu durchmessen. Letzten Endes wandert die Sonne ein Jahr lang durch den Tierkreis.

Der Planet Mond ist um ein Vielfaches schneller. Der Mond braucht für die Strecke des gesamten Tierkreises nicht ein Jahr wie die Sonne, sondern nur einen Monat. Und das übertragen auf ein Tierkreiszeichen, auf einen Abschnitt von 30 Grad, heißt, circa zweieinhalb Tage. Oder auf einen Grad umgerechnet – für einen Grad braucht der Mond zwei Stunden.

Merkur und Venus – können Sie sich als Faustregel merken – sind in etwa genauso schnell wie die Sonne. Warum das so ist, will ich an dieser Stelle, weil es astronomische Gründe hat, nicht weiter erklären. Aber als Faustregel kann gelten, Merkur und Venus wandern so schnell wie die Sonne, also circa auch ein Jahr, durch den Tierkreis; beziehungsweise, für einen Grad im Tierkreis brauchen sie einen Tag.

Der Planet Mars wird jetzt ein kleines bisschen langsamer. Der braucht, um im Tierkreis einmal rumzuwandern, circa anderthalb Jahre. Das heißt, übertragen auf ein Tierkreiszeichenabschnitt von 30 Grad circa sechs Wochen.

Der Jupiter ist vergleichsweise schon sehr langsam. Der braucht, um im gesamten Tierkreis alle zwölf Zeichen zu durchlaufen, schon zwölf Jahre. Was also bedeutet, dass er in einem Tierkreiszeichen sich ein Jahr lang aufhält. Aber auch der Jupiter ist immer noch vergleichsweise relativ schnell.

Der Saturn, der hinter dem Jupiter steht, braucht, um im Tierkreis einmal herumzuwandern, circa 28 bis 30 Jahre. Und das heißt, dass er sich in jedem Tierkreiszeichen circa zweieinhalb Jahre aufhält.

Der Uranus braucht, um im Tierkreis herumzulaufen, in etwa 84 Jahre. Das bedeutet, dass er in jedem Zeichen circa sieben Jahre steht.

Der Neptun braucht doppelt so lange wie der Uranus; er wandert im Tierkreis in circa knapp 170 Jahren einmal herum. Und das heißt, dass er circa 14 bis 15 Jahre in jedem Zeichen steht.

Der Pluto ist eine Ausnahmeerscheinung, weil er keine kreisförmige Bahn; in etwa kreisförmige Bahn; um die Sonne hat, sondern eine stark elliptische Bahn. Und deshalb schwankt seine Stellung in den einzelnen Tierkreiszeichenabschnitten zwischen circa 13 Jahren bis zu 30 oder 33 Jahren. Letzten Endes umläuft er die Sonne, beziehungsweise läuft im Tierkreis, in etwa in knapp 250 Jahre herum. Wir haben es mit den Planeten Saturn, Uranus, Neptun und Pluto mit den sogenannten langsam laufenden Planeten zu tun. Und die werden dann später beim Interpretieren des Horoskops in diesem Sinne auch besonders berücksichtigt werden.

Liste der Zeichen- und Planetensymbole

(die innerhalb der AstroPolarity-Lehre eine Rolle spielen)

1. LEBENSPRINZIP / WIDDER / MARS / FELD 1

Vorbemerkung: In der Ausbildung der AstroPolarity-Lehre wird allergrößter Wert auf die nachhaltige und differenzierte Darstellung der 12 Tierkreis- bzw. Lebensprinzipien gelegt. Ohne eine tiefe und genaue Kenntnis dieser 12 Grundlagen ist jedes weitergehende Verständnis astrologischer Zusammenhänge nicht möglich bzw. auf Sand gebaut.

Das erste Lebensprinzip findet seinen Niederschlag aus astrologischer Sichtweise in dem Tierkreiszeichen Widder, in dem dazugehörigen Planeten Mars und dem dazugehörigen oder analog zu sehenden ersten Feld bzw. ersten Haus des Horoskops. Wir gehen davon aus, dass der Tierkreis das gesamte Leben und alles Lebendige an sich widerspiegelt - und daher der Beginn des Tierkreises gleichzusetzen ist mit dem Beginn des Lebens. Wenn wir uns über das Widder-Prinzip klarwerden wollen, dann müssen wir uns über das klarwerden, was wir den Beginn des Lebens nennen. Damit ist aber nicht ein bestimmtes Leben gemeint, geschweige denn ein bestimmtes menschliches Leben. Sondern es ist das Leben allgemein. Man könnte auch sagen, es ist der Beginn der Schöpfung. Das müsste dann, wenn wir von einem wirklichen Beginn sprechen, im ersten Lebensprinzip, im Prinzip Widder, widergespiegelt werden.

Dadurch bekommt das Widder-Prinzip plötzlich eine sehr enorme Tiefe und große Bedeutsamkeit, die man normalerweise in das Widder-Prinzip - das wird von vielen Astrologen sehr unterschätzt - nicht hineinlegen würde. Diese Tiefe des Widder-Prinzips ergibt sich einfach dadurch, dass es vollkommen am Anfang des Tierkreises steht. Man müsste sogar besser sagen, es steht noch vor dem Anfang. Denn der eigentliche Beginn, in dem Sinne dass konkrete Dinge, das heißt also letzten Endes Materie, sichtbar ist, das wird dann erst im zweiten Lebensprinzip, im Tierkreiszeichen Stier, der Fall sein. Im Grunde genommen ist einerseits eine enorme Tiefe im Sinne der Bedeutung des Widder-Prinzips zu sehen. Auf der anderen Seite ist das Widder-Prinzip aber auch von einer extremen Einfachheit gekennzeichnet. Das heißt es gibt nur ganz, ganz wenige Fakten, die über das Widder-Prinzip im Kern wirklich zu wissen sind. Anders ausgedrückt: Das erste Lebensprinzip ist ganz einfach aufgebaut. Wir werden sehen, wenn wir den Tierkreis und die einzelnen Lebensprinzipien entwickeln, also sozusagen vom 1. bis zum 12. Lebensprinzip durchlaufen, dass die einzelnen Strukturen der Lebensprinzipien nach und nach immer komplexer und komplizierter werden, immer vielschichtiger. Wir werden deshalb von Mal zu Mal etwas mehr Zeit brauchen, um das entsprechende Lebensprinzip durchzuarbeiten.

Das Widder-Prinzip ist allerdings ein wirklich sehr einfaches, obwohl es in seiner inhaltlichen Tiefe auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Allerdings ist es so, dass die inhaltliche Tiefe sich nicht über reines Faktenwissen erschließt. Sondern das ist im Grunde genommen ein Problem, was man nur im Laufe der Zeit lösen kann, das heißt mit intensiver Beschäftigung mit den astrologischen Gegebenheiten. Dinge in ihren wirklich inneren Kern zu erschließen, braucht Zeit und in diesem Sinne auch eine gewisse Erfahrung.

Im Widder-Prinzip gibt es keine Formen, es gibt keine Gestalten, es gibt keine Räume. Es gibt nur das, was wir Ur-Energie nennen wollen. Für diese Ur-Energie, oder anders gesagt „für diese Energie, die in allem, was lebt, enthalten ist gibt es bzw. gab es auch in sämtlichen Kulturen zu allen Zeiten immer bestimmte Namen, bestimmte Titulierungen, um diese Energie irgendwie beschreibbar zu machen. Beispielsweise haben die Chinesen diese Energie „Chi genannt. Vielleicht haben Sie schon einmal etwas von Tai Chi gehört, eine bestimmte Bewegungskunst, die sich die Ur-Energie, eben diese Chi-Kraft, zunutze macht. Im Japanischen nennt man das nicht Chi, sondern Ki. Beispielsweise kennen Sie die japanische Kampfkunst des Aikido. Und diese mittlere Silbe „Ki" entspricht dem, was wir als Lebensenergie bezeichnen. In Indien nennt man diese Energie Prana. Es gibt im indischen Yoga die sogenannten Pranayamas, das sind Atemübungen, mit deren Hilfe man Lebensenergie in den Körper leitet.

Genauso gibt es auch in der europäischen Kultur Überlegungen und Versuche, diese Energie nachzuweisen, beziehungsweise auch mit bestimmten Namen zu belegen. Zum Beispiel hat Wilhelm Reich diese Energie „Orgon genannt und entsprechend viele Abhandlungen über diese Energie geschrieben. Der wahrscheinlich in dem Zusammenhang berühmteste Vertreter, auf den wir innerhalb des Lehrgangs auch noch oft zu sprechen kommen werden, ist der Schweizer Psychoanalytiker oder Tiefenpsychologe Cargus Dafium. Cargus Dafium war ein Schüler von Sigmund Freud. Und dieser Sigmund Freud wiederum, den Sie sicherlich vom Namen her kennen, war quasi der Begründer der Psychoanalyse. Er hat den Begriff „Libido geprägt, als eine dem Menschen innewohnende Kraft, vor allen Dingen in Bezug auf Sexualität gesehen.

Und dieser Libido unterstellte Sigmund Freud, dass sie für alle Entgleisungen und psychischen Schäden, die im Menschen entstehen können, als Kraft, als wirkende Kraft, verantwortlich sei. Abgesehen von vielen anderen Faktoren. Mit dieser etwas eingeengten Sichtweise, dass die Libido nach Sigmund Freund sich vor allen Dingen auf den Sexualtrieb bezieht, konnte sein Schüler Carl Gustav Jung nichts anfangen. Das ist auch einer der Gründe gewesen, warum die beiden sich dann irgendwann im Laufe der Jahre auseinanderentwickelt und dann getrennt haben. C. G. Jung hat diesen Begriff Libido übernommen und gesagt, die Libido ist das, was wir eigentlich die Urkraft, die Ur-Lebensenergie nennen. Und so könnten wir im europäischen Kulturraum sagen, dass Libido im psychoanalytischen Sinne gesehen der Energie entspricht, die wir astrologisch unter dem Widder-Prinzip verstehen können.

Widder gleich Mars, gleich erstes Feld, ist zunächst mal nichts weiter als reine Energie, die potenziell dazu bereitsteht, damit aus ihr heraus oder mit ihrer Hilfe Leben entstehen kann. Leben in dem Sinne, wie wir es normalerweise versuchen zu verstehen, gibt es im Widder noch nicht. Es gibt nur die zur Verfügung stehende Energie, die das Leben bräuchte, wenn es denn existierte. Wenn man so will ist Widder oder Mars vergleichbar mit Benzin. Solange es keine Autos gibt, nützt das Benzin auch nichts. Aber wenn es Autos gibt, braucht jedes Auto, um Auto sein zu können - das heißt um fahren zu können - Benzin. Es ist also die Energie, die notwendig ist, dass Leben überhaupt als solches in Erscheinung treten kann.

Wenn nun das Widder-Prinzip Lebensenergie ist und wir gesagt haben, am Anfang des Tierkreises kann es nur dieses eine geben, nichts anderes, dann kann auch außer dieser Lebensenergie nichts anderes existieren. Und das bedeutet, dass es auch in diesem Sinne keinen Raum gibt, in dem sich diese Lebensenergie aufhält. Es gibt außer dieser Energie nichts. Es gibt keinen Raum und - das ist jetzt entscheidend wichtig – es gibt auch in dem Sinne keine Richtung, in die diese Energie des Widders fließt. Denn gäbe es eine Richtung, müsste das bedeuten, dass es irgendetwas Richtungsgebendes gibt, d.h. ein Ziel, wohin diese Energie fließen müsste. Wenn es aber dieses Ziel gäbe, dann gäbe es außer dieser Energie eben noch etwas anderes, eben dieses Ziel. Aber im Widder-Prinzip gibt es das noch nicht. Also kann es auch kein Ziel geben, also kann diese Energie auch nicht fließen. Wenn wir überhaupt von einer Bewegung ausgehen wollen, die diese Energie hat, dann würden wir sagen müssen, dass diese Energie richtungslos ist. Sie ist aus sich selbst heraus richtungslos, weil es außer ihr nichts gibt... also auch keine Ziele gibt, wohin sie sich bewegen könnte. Würde sie sich wohin bewegen, dann hätte sie eine Richtung. Aber da es nichts gibt, muss diese Energie aus sich selbst heraus richtungslos sein.

Folgendes Bild könnte das Widder-Prinzip veranschaulichen, wobei der Vergleich hinkt, denn es gibt ja noch keine Teilchen, sondern nur pure Energie: man stelle sich vor, dass „Energieteilchen wie zum Beispiel lose Metallspäne auf einer Glasplatte liegen. Sie liegen da und führen ein Dasein. Ansonsten gar nichts. Wenn man so will, sind sie aus sich selbst heraus richtungslos, und in einem gewissen Sinne könnte man sagen, auch bewegungslos. An dieser Stelle möchte ich auf einen wichtigen Punkt kommen, der in vielen astrologischen Büchern, aber auch von vielen Astrologie-Lehrern, aus meiner Sicht vollkommen falsch dargestellt wird. Sehr häufig hört oder liest man, dass ein Mensch, der eine starke Widder-Anlage hat, „aktiv ist. Das ist vollkommen falsch. Ein Widder-betonter Mensch – und möglicherweise kennen Sie selber auch einige; beziehungsweise Sie sind vielleicht selber ein Mensch, der eine starke Widder-Anlage hat – ein Widder-betonter Mensch ist nicht aktiv. Denn das würde bedeuten, dass er, um die Definition wieder zu gebrauchen, aus sich selbst heraus eine Richtung hätte. Wenn im Kern das Widder-Prinzip keine Richtung haben kann, weil es außer der Energie nichts anderes gibt, kann es auch nicht richtig sein, einem Widder-betonten Menschen Aktivität zu unterstellen.

Das Gegenteil ist richtig. Der Widder ist nicht aktiv, sondern er ist reaktiv. Anders ausgedrückt: jede scheinbare Aktion, die man bei einem Widder-betonten Menschen beobachtet, ist keine wirkliche Aktion im Sinne einer absichtlichen Bestimmtheit aus sich selbst heraus, sondern es ist eine Reaktion auf einen äußeren Reiz. Der Widder ist reaktiv. Das heißt er ist von außen steuerbar. Er reagiert. Damit sage ich nicht, dass er „nur reagiert", um das vielleicht zu bewerten oder in dem Falle sogar abzuwerten. Reaktiv ist nicht besser oder schlechter als aktiv. Und aktiv ist nicht besser oder schlechter als reaktiv. Es sind zwei vollkommen verschiedene Verhaltensformen, beziehungsweise zwei verschiedene Bedingungen, die zu einem bestimmten Verhalten führen können. Die sind aber beide wertneutral zu betrachten. Fakt ist aber, dass Sie unbedingt verstehen müssen, dass das Widder-Prinzip in keinem Falle aktiv sein kann, sondern immer nur reaktiv ist. Ein Widder-betonter Mensch reagiert also. Und das, was wir als Reaktion im Sinne seines Verhaltens dann sehen - und das ist häufig relativ energiegeladen, wenn die entsprechende Anlage frei zur Geltung kommen kann -  würden wir durchaus durch die Beobachtung sagen, das ist ein aktiver Mensch. Aber im Grunde, im Kern seines Widder-Wesens, ist er reaktiv. Er reagiert. Er agiert nicht, er reagiert.

Als ein sehr schönes Bild kann man für das Widder-Prinzip den Blitz nehmen. Und zwar in dem Sinne, als zwar auch dieses Bild ein kleines bisschen hinkt, weil wir von wirklichen Bildern erst ab dem zweiten Lebensprinzip sprechen können, denn ein Bild setzt sich aus vielen verschieden Faktoren zusammen. Und im Widder-Prinzip gibt es eigentlich nur die entsprechende Energie. Aber um uns ein kleines bisschen zu helfen, ist das Bild des Blitzes gar nicht mal schlecht. Bevor es den Blitz als solchen für uns Menschen auch sichtbar am Himmel gibt, ist ein ungeheures Maß an Energie vorhanden, die sich dann als sichtbarer Blitz entladen wird. Diese Energie ist im Sinne ihrer inneren Richtungslosigkeit auf der Suche nach einem Ziel. Wenn es denn so weit ist, wird sich ein entsprechendes Ziel dieser Energie zeigen. Dann wird diese Energie, die ein Blitz werden will, sich zu einem Blitz formen, und zwar nur deshalb, weil diese Energie auf das Ziel reagiert, was sich anbietet. Wenn also irgendwo auf freiem Feld ein Baum steht, dann wird die Energie, die im Himmel wartet, um ein Blitz werden zu können, so lange „warten" bis sie sozusagen nahe genug an dem Baum dran ist. Und dann wird der Baum dasjenige Ziel sein, auf das die Energie, die im Himmel als zukünftiger Blitz wartet, reagieren wird. Dann bündelt sich diese Energie und schlägt als sichtbarer Blitz in den Baum ein. Bloß – dieser Vorgang, der Bündelung von Energie, ist schon nicht mehr Widder, sondern das ist schon im Übergang zum nächsten Lebensprinzip, was wir allerdings erst in der nächsten Lektion besprechen werden.

Um das Widder-Prinzip auch auf Widder-betonte oder –geprägte Menschen zuzuschneiden, müssen Sie nur eine einzige wesentliche Sache wissen. Das Leben selber setzt sich aus einer ungeheuren Vielzahl von Merkmalen zusammen. Wir allerdings sprechen im Moment, wenn wir über die Widder-Energie reden, über die Ur-Energie bzw. die Überlebensenergie, nur von diesem einen einzigen Merkmal. In der richtigen Welt trifft diese Energie aber sofort auf anderes außerhalb von ihr. Und das bedeutet, dass sie auch relativ schnell auf Widerstände trifft, zum Beispiel auf Räume, in denen sie sich aufhält. In dem Moment, wo diese Energie auf einen Widerstand trifft, wird diese Energie gestaut. Gestaute Energie würden wir psychologisch gesehen als Aggression bezeichnen. Das heißt, dass eine Widderbetonung im Horoskop sofort und ohne irgendwelche großen Einschränkungen ein Hinweis darauf liefert, dass dieser Mensch, der zu diesem Horoskop gehört, ein irgendwie geartetes Aggressionsproblem hat. Und zwar einfach deshalb, weil er eine Widder-Anlage hat. Weil er sich in einer körperlich, seelisch oder geistig begrenzenden Welt befindet, wird es so sein, dass diese Energie sehr schnell auf einen Widerstand stößt und anfängt, sich zu stauen. Es kommt immer wieder neuer Energienachschub hinterher und insofern staut sich diese Energie. Und irgendwann wird diese gestaute Energie versuchen, diesen Widerstand zu überwinden, zu brechen. Und wenn das nicht gelingt, entsteht das, was wir im ganz einfachen und primitiven Sinne Aggression nennen.

Sie können / Sie sollen / Sie müssten davon ausgehen - und das ist ein wichtiger Leitsatz auch fürs Interpretieren von Horoskopen - dass jeder Mensch, der eine Widderbetonung im Horoskop hat, ein Aggressionsproblem hat. Wie genau dieses Aggressionsproblem aussieht, in welchem Umfang es vorhanden ist, wie es zu lösen ist, etc. das können wir an dieser Stelle noch nicht besprechen. Das wird sich alles später erst ergeben. Vor allen Dingen dann, wenn wir die verschiedenen Arten von Aggressionsproblemen kennen gelernt haben. Generell machen Sie aber überhaupt keinen Fehler, sondern im Gegenteil, Sie machen eine ganz wesentliche Grundaussage: „Eine Widderbetonung im Horoskop bedeutet ein Aggressionsproblem – und zwar immer. Da gibt es keine Ausnahme."

Sie sollten sich auch nicht scheuen - obwohl das am Anfang durchaus natürlich ist - eine solche Aussage zu machen. Damit sage ich nicht, dass Sie ab jetzt allen Menschen sagen, die Widder-betont sind oder die Sie meinen, als solche zu identifizieren: „hör mal, du hast ein Aggressionsproblem". Das wäre albern. Aber Sie sollten auf jeden Fall, was das astrologische Lernen angeht, im Hinterkopf behalten, dass jeder Widder-betonte Mensch ein Aggressionsproblem hat. Zumindest, solange er in diesem Leben inkarniert ist und in dem Sinne also in einer endlichen Welt lebt. Das ist entscheidend wichtig. Wir werden so ein paar kleine Merksätze bei verschiedenen Tierkreisprinzipien aufstellen. Und die werden auch teilweise relativ heftig sein in ihrer Absolutheit. Sie werden möglicherweise erst mal sehr erstaunt sein, dass die Astrologie derartige Dinge behauptet. Aber im Laufe der Zeit, wenn Sie entsprechende Erfahrungen machen oder wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis sich mal entsprechende Menschen anschauen... genau anschauen... und in Ruhe anschauen... und ehrlich sind... dann werden Sie sehen, dass diese Aussagen richtig sind. Das Widder-Prinzip führt zu einem Aggressionsproblem. Wobei Aggression im astrologisch-psychologischen Sinne zunächst mal definiert wird als gestaute Energie.

Ich fasse an der Stelle noch einmal zusammen. Wir haben am Beginn des Tierkreises, was wir den Beginn des Lebens oder der Schöpfung an sich nennen. Zunächst wird es eine Form von Energie brauchen, damit potenziell Leben entstehen kann. Wir brauchen Energie, die in der Lage ist, das, was wir später Leben oder Lebensform nennen wollen, an sich zu behalten. In dem Sinne hat der Widder im Tierkreis einen entscheidenden Auftrag. Das heißt diese Energie, so könnte man es auch sagen, muss sich selbst erhalten können. Wie das funktioniert, können wir nicht sagen. Wir stellen aber fest, dass das Leben versucht, immer einen Weg zu finden, sich selbst zu erhalten. Das gelingt dem Leben in seiner komplexen Vielfalt nicht immer, aber wir wissen, dass es im Prinzip versucht, sich selbst zu erhalten. Und zwar auch gegen extremste Widerstände.

Stellen Sie sich einen kleinen Grashalm vor, der zubetoniert ist von einer Autobahn, von einer Betonschicht, die über ihn hinübergelegt worden ist. Jeder weiß, dass ein kleiner Grashalm in der Lage ist, sich durch den Beton den Weg wieder ans Licht zu bahnen. Das sind Phänomene, die unglaublich sind und die in ihrer Unglaublichkeit doch trotzdem aber in Vergessenheit geraten sind. Ein kleiner Grashalm hat derart viel Energie in sich, im Sinne von widderhafter Lebens- oder Überlebensenergie, dass er es schafft, durch zentimeterdicken Beton hindurchzuwachsen. Und in diesem Sinne könnten wir sagen, der Widder muss gewinnen. Das heißt, der Widder muss siegen, er muss sich selbst erhalten. Wäre dem nicht so, dann wäre der Tierkreis kein Tierkreis, sondern das, was wir Tierkreis nennen, wäre beim Widder bereits zu Ende. Und die Energie wäre wieder vergangen. Die Energie muss sich also selber erhalten, damit das, was wir Leben bzw. was wir Tierkreis nennen, letzten Endes auch entstehen kann. Der Widder muss siegen. Und wenn Sie sich Menschen anschauen, die eine starke Widderbetonung haben - immer vorausgesetzt, dass die nicht verdrängt ist, was auch sein kann - dann werden diese Menschen immer in irgendeiner Form siegen oder gewinnen wollen. Sie wollen nicht unterliegen. Sondern siegen, beziehungsweise am Leben bleiben.

Ich könnte auch sagen, ums Überleben kämpfen hat im weitesten Sinne immer mit einem Gefühl von Stärke zu tun, was man im Sinne der Energie, die durch einen fließt, entwickelt. Daraus resultiert, dass die größte Angst des Widder-Prinzips im Kern die Angst vor Schwäche ist. Also genau vor dem, was das Gegenteil von Stärke darstellt. Schwäche ist das Gegenteil von Stärke. Und da das Widderprinzip kämpfen muss ums Überleben, das heißt, da das Widder-Prinzip stark sein muss, muss es im Kern seines Wesens Angst vor Schwäche haben. Denn Schwäche stellt genau dasjenige psychologische Merkmal dar, das dem Kern des Widder-Prinzips am heftigsten widerspricht. Und so führt es dazu, dass viele Widder-betonte Menschen, häufig auch unbewusst oder instinktiv, allem was schwach oder krank ist, aus dem Wege gehen, beziehungsweise in sehr schlimmen Fällen versuchen, alles was krank und schwach ist, ihrerseits zu vernichten. Um nicht an diese sogenannte innere Schattenseite, an ihre eigene Ur-Angst erinnert zu werden.

Fakt ist aber, dass diese Ur-Angst besteht und das Widder-Prinzip alles tut, diese Angst um alles in der Welt zu vermeiden. Was in einem gewissen Sinne auch mit einem entsprechenden Verdrängungsmechanismus zu tun hat. Und so werden entsprechend Widder-betonte Menschen gewisse Schwächen, die sie bewusst oder unbewusst in sich spüren, mehr oder weniger wegdrängen, um das Bild von einer mehr oder weniger großen Stärke aufrecht zu halten. Wenn das allerdings nicht mehr gelingt, dann wird man davon ausgehen, dass unser Widder-betonter Mensch, den wir uns gerade als Beispiel vorstellen, ein wirklich existenzielles Problem bekommen hat.

Ich fasse an der Stelle noch einmal zusammen. Widderenergie – die Energie des ersten Lebensprinzips – ist aus sich selbst heraus richtungslos, führt ein Dasein, ohne räumlich anwesend oder sichtbar zu sein und steht potenziell zur Verfügung, damit mit Hilfe dieser Energie selbst Leben entstehen kann. Diese Energie wird sich im tatsächlichen Leben relativ schnell an bestimmten Widerständen stauen, es kommt zum Energiestau. Und in dem Sinne, psychologisch gesehen, führt das in einem Widder-betonten Menschen zu einem irgendwie gearteten Aggressionsproblem. Die Ur-Angst, die mit dem Widder-Prinzip einhergeht, ist die Angst vor Schwäche. Denn das Überleben-Müssen, das Kämpfen- und Siegen-Müssen beinhaltet gleichzeitig ein gewisses Gefühl oder ein Eigenverständnis von Stärke. Insofern ist das Gegenteil, die Schwäche, die eigentliche Angst, die im Kern des Widder-Prinzips ruht.

Das ist im Grunde genommen, und wir beschäftigen uns am Anfang der Ausbildung zunächst mal wirklich mit den Kernprinzipien der Tierkreiszeichen und Planeten, das ist eigentlich alles, was man an wirklich Wichtigem über das Widder-, Mars- oder 1. Feld-Prinzip wissen muss. Wir werden dieses Kernwissen, was wir hiermit auch abgeschlossen haben für das Widder-Prinzip, noch in verschiedenster Art und Weise im Laufe der Ausbildung differenzieren, differenzieren müssen - aber im Kern geht es um genau das, was wir eben im Vergangenen besprochen haben.

In der kommenden Lektion werden wir das zweite Lebensprinzip, das Stier-Prinzip, mit dem Planeten Venus und dem 2. Feld besprechen. Und da wird es dann tatsächlich auch um einen wirklichen Einstieg in den Tierkreis gehen. Denn wie gesagt, das Widder-Prinzip ist erst mal eine Vorform, eine absolute Urform, bei der man eigentlich noch nicht von einem wirklichen Beginn des Tierkreises reden kann. Es ist eher ein formeller Beginn, aber in dem Sinne denke ich, ist auch das, was ausgeführt worden ist, zu verstehen. Insofern eine kurze, aber – hoffe ich – prägnante Abhandlung über das Widder-Prinzip. Mehr, und das können Sie mir wirklich gerne glauben, mehr brauchen Sie im Kern nicht zu wissen. Denn im Grunde genommen gibt es auch nichts mehr als das, was eben geschildert worden ist, was den Kern des Widder-Prinzips ausmacht.

Zusammenfassung in Stichworten

Kernprinzip:

Erstes Entstehen von Energie (zum Überleben), die potentiell zur Verfügung steht, um Leben (in späterer Form) hervorzubringen. Die Energie ist richtungslos aus sich selbst heraus, daher reaktiv, sie führt „nur ein Dasein" ohne Raum und Zeit.

Leit-Bild:

Natur: der Blitz. Tier: der Revierverletzer (Raubtier). Mensch: der Jäger

Ur-Angst:

vor Schwäche

Grund-Problem:

Aggression = Richtungslose Energie trifft auf Widerstand (in der dualen Welt), es entsteht ein Energiestau. Sagt immer: Ja...

Mythologie:

Phrixos flieht aus Angst vor seiner bedrohlichen Stiefmutter auf einem Widder. Seine Schwester Helle (seine weibliche Hälfte, die Anima!) stürzt aber vom Rücken des Widders ab. Phrixos beachtet dies aber nicht und steuert einem unbekannten Land, einem unbekannten Ziel zu und kommt darin um.

Baustein 1:

Das 1. Lebensprinzip ist die 1. Stufe der Entstehung von Realität im 1. Quadranten. Es stellt die primäre Überlebensenergie zur Verfügung, aus der heraus die Dinge an sich entstehen können, ohne dabei selbst als solche schon anwesend zu sein.

2. Lebensprinzip /  STIER / STIERVENUS / FELD 2

Das zweite Lebensprinzip hat seine astrologischen Parallelen in dem Tierkreiszeichen Stier, dem analog zugeordneten Planeten Venus und dem zweiten Feld des Horoskops. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass der Planet Venus jetzt einerseits zum zweiten Lebensprinzip, zum Zeichen Stier, zugeordnet wird, sich später aber noch ein zweites Mal zu einem weiteren Tierkreiszeichen gesellen wird. Aber aus der Tatsache heraus, dass wir in der normalen astrologischen Auffassung mit zehn Planeten und zwölf Tierkreiszeichen arbeiten, müssen wir zwei Planeten zwei Mal vergeben. Das geschieht bei der Venus für Stier und Waage und beim Merkur für die Zwillinge und die Jungfrau. Insofern würde man sagen, um das ein bisschen genauer auseinanderhalten zu können, dass die Venus, wenn sie zum Zeichen Stier gerechnet wird, eben nicht als reine Venus bezeichnet wird, sondern als sogenannte Stier-Venus. Das wird später im Laufe des Kurses immer wieder auftauchen, dass die Bezeichnungen Stier-Venus oder Waage-Venus fallen beziehungsweise Zwillings-Merkur oder Jungfrau-Merkur. So viel zu den Formalitäten. Jetzt steigen wir ein in die eigentlichen Inhalte für das Stier-Prinzip. 

Es ist immer sehr günstig und vorteilhaft, wenn man versucht, den Stier aus dem vorher gehenden Lebensprinzip, dem Widder, zu erklären. Beim Widder ging es darum, dass wir Energie zur Verfügung haben, aus der heraus potenziell Leben entstehen kann. Diese Energie war ohne Richtung. Nun müsste man an sich das so vorstellen, um eine gewisse Denkbrücke zu bauen, dass der Schöpfer des Universums, wer auch immer das gewesen sein mag, sich an der Stelle des Tierkreises, an der wir uns gerade befinden - am Übergang von Widder zu Stier - gesagt hat: Ich muss der Widder-Energie jetzt einen kleinen Schubs geben, damit eine Richtung, die sie aus sich selber heraus nicht finden kann, entsteht. Stellen Sie sich bitte vor, dass es jetzt einen kleinen Schubs gibt, dass die Widder-Energie in eine bestimmte Richtung, von der sie selbst aber nichts weiß, gedrängt wird. Das bedeutet, dass diese Energie dann beginnt, in eine bestimmte Richtung auf einen bestimmten Punkt hin zu fließen. Normalerweise benutze ich in dieser Situation immer folgendes Beispiel:

Stellen Sie sich eine kleine Glasplatte vor, auf der vollkommen zufällig hingestreut Metallspäne liegen. Wenn man unter diese Glasplatte einen Magneten hält - so was hat man früher teilweise auch in der Schule im Physikunterricht gesehen - dann werden sich diese Eisen-Metallspäne automatisch, und zwar ohne eine eigene Absicht, sondern nur angezogen von der Kraft des Magneten, an die beiden Pole des Magneten bewegen. Das heißt sie bekommen dadurch, dass eine zweite Größe mit ins Spiel kommt - das ist in dem Beispiel der Magnet - plötzlich die Möglichkeit, aus ihrer Richtungslosigkeit heraus in eine Richtung zu kommen. Das ist genau der Vorgang, der im Tierkreis beim Übergang vom Widder zum Stier geschieht. Wenn nun unsere Energieteile eine Richtung bekommen - und denken Sie bitte ruhig an das Beispiel mit dem Magneten, der Glasplatte und den Metallspänen - dann wird in dem Moment, wo die Metallspäne am Pol des Magneten angekommen sind, an diesen Polen mithilfe der Metallspäne eine Verdichtung stattfinden. Das heißt die Metallspäne sammeln sich, verdichten sich - in diesem Beispiel – an den Polkappen des Magneten.

So können wir im Prinzip sagen, dass das Stier-Zeichen bzw. das zweite Lebensprinzip zunächst mal nichts anderes bedeutet, als dass die Richtungslosigkeit des Widders aufgehoben wird. Das ein Richtung gebendes Prinzip - eben Stier genannt - in Erscheinung tritt, führt dazu, dass die Energie eine Richtung bekommt und sich diese Energie verdichtet. Das ist das wirklich Entscheidende für den Stier, und das macht das Stier-Prinzip aus. Wir könnten also ganz simpel und richtig sagen: Das Stier-Prinzip ist nichts weiter als verdichtete Energie. Insofern ist Widder gleich Energie und Stier gleich verdichtete Energie. Wobei die Verdichtung nur dadurch zustande kommen kann, weil die Richtungslosigkeit der Energie aufgehoben worden ist, die vorher im Widder-Prinzip bestanden hat.

In der modernen Physik geht man davon aus - und das ist wirklich eine sehr wesentliche physikalisch-wissenschaftliche Erkenntnis - dass alle Materie, egal in welcher Zustandsform sie auftritt, im Grunde genommen nichts weiter als verdichtete Energie ist. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass die moderne Wissenschaft - und die Physik beziehungsweise die Teilchen-Physik ist ja die Sperrspitze der modernen Wissenschaft - dass die nichts anderes sagen als die Astrologen. Dass nämlich Materie („Stier-Prinzip") nichts anderes ist als verdichtete Energie. Andersherum gesagt: alles was physikalisch existiert, also mindestens auch physikalisch existiert - von den psychischen und geistigen Phänomenen wollen wir jetzt im Moment noch gar nicht sprechen - dass also alles, was physikalisch existiert, im Grunde genommen aus Energie besteht. Und dass diese entsprechende Verdichtung, die der Energie widerfahren kann, dazu führt, dass Materie entsteht. Energie verdichtet ergibt Materie. Und Materie ist nichts als verdichtete Energie. Insofern ist Stier gleich Materie bzw. die physisch sichtbare Welt.

Wenn im Stier-Prinzip durch die Verdichtung von Energie Materie entstanden ist, dann stellen wir uns jetzt als Denkhilfe vor, wie so ein aller-aller-erstes Ur-Materieteilchen - von extremster Kleinheit und nicht weiter reduzierbar in der Kleinheit - wie das aussehen mag. Nehmen wir mal an, das wäre ein Sandkorn. Fakt ist, dass dieses Sandkorn eine bestimmte Form und Gestalt hat. Später, wenn man ein zweites Sandkorn oder ein drittes oder ein zehntes oder ein Hundertstes oder ein Tausendstes daneben legt, würde man sehen, dass diese Sandkörner alle unterschiedliche Formen haben, aber das ist im Moment nicht Thema Stier. Wir legen einfach jetzt ein Sandkorn hin und stellen fest, das Sandkorn hat eine bestimmte Form. Wir könnten es etwas gehobener formuliert ausdrücken und sagen: Das Sandkorn besitzt Gestalt. Denn andersherum besitzt jede Gestalt natürlich auch Form oder ist jede Gestalt Form. Und andersherum könnte man natürlich auch sagen: hat jede Form auch eine bestimmte Gestalt. Gestalt und Form ist in dem Sinne das Gleiche.

Wesentlich ist, dass durch die Verdichtung von Energie nicht nur Materie entsteht, sondern gleichzeitig auch das Form gebende, das Gestalt gebende beziehungsweise Form und Gestalt. Materie besitzt immer Form, Materie besitzt immer Gestalt. Und wenn man sich ein Sandkorn anschaut, wenn man also die Form und die Gestalt eines Sandkornes betrachtet, dann wird in diesem Moment auch klar, dass dieses Sandkorn im Sinne seiner Form und Gestalt auch einen bestimmten Raum einnimmt. Nämlich genau den Raum, der vorher an der Stelle gewesen ist, an der danach unser Sandkorn sich befindet. Deshalb kann man auch sagen, dass jede Materie sowohl einerseits Form und Gestalt beinhaltet und damit auch Raum einnimmt, auf der anderen Seite aber genau diesen Raum, den das Materieteilchen einnimmt, verdrängt.

Das Stier-Prinzip meint zum einen die Entstehung des räumlichen Elementes, zum anderen wird in dem Moment, wo der Raum entsteht, auch Raum verdrängt. Auf das Sandkorn bezogen ausgedrückt: Das Sandkorn selber hat Form und Gestalt und nimmt damit einen bestimmten Raum ein. Auf der anderen Seite wird aber genau dieser Raum, der vom Sandkorn eingenommen wird, auch verdrängt. Wir haben es also - und das ist jetzt nicht psychologisch zu verstehen - beim Stier-Prinzip mit dem Prinzip der Verdrängung von physischem Raum zu tun. Und diese sogenannte Verdrängung von physischem Raum führt aber gleichzeitig dazu, dass das Raum-Prinzip entsteht. Wenn Sie sich an die letzte Lektion erinnern, da war die Rede vom Zeitbegriff, und dieser Zeitbegriff wurde in Relation zur Astrologie gesetzt. Im Moment reden wir von Raum.

Wir reden vom Stier, wir reden von Raum. Raum und Zeit, diese beiden Größen sind elementare Größen, die ein Gegensatzpaar darstellen, das letzten Endes auch in der Physik eine wichtige Rolle spielt. Es gibt in der Physik - und das ist spätestens seit Albert Einstein eine bekannte naturwissenschaftliche Tatsache - das sogenannte Raum-Zeit-Kontinuum. Was nichts anderes bedeutet, dass diese beiden Größen - Raum und Zeit - nicht voneinander trennbar sind. In welcher Form sie zusammenhängen, braucht im Moment nicht erörtert zu werden. Fakt ist, dass Raum und Zeit ein Gegensatzpaar in der dualen Welt darstellen, so wie es auch viele andere Gegensatzpaare gibt, mit denen wir uns später noch äußerst ausgiebig beschäftigen müssen. Zum Beispiel Ursache und Wirkung oder das Gegensatzpaar von Problem und Lösung. Oder das Gegensatzpaar von Inhalt und Form. Es gibt jede Menge wesentlicher Inhaltsstrukturen, die immer einen anderen gegensätzlichen Inhalt finden. Aber im Moment ist wichtig, dass im Stier-Prinzip das Räumliche als Gegenfaktor zum Zeitfaktor hinzukommt. In dem Moment, wo Raum entsteht - bedingt dadurch, dass sich Energie verdichtet und Materie entstanden ist - entsteht alles das, was wir die physisch-sichtbare Welt nennen. Das Physische, das Konkrete, das Materielle, das Dinghafte an sich.

Stier, um das an der Stelle vom Kernprinzip her zusammenzufassen, bedeutet Verdichtung von Energie, also das Richtung gebende Prinzip. Damit Entstehung von Materie als Raum beziehungsweise im oder mit Raum. Und damit Entstehung der physisch-sichtbaren Welt. Das bedeutet, dass Form und Gestalt entstanden ist... dass die Welt in Form und Gestalt gekommen ist. Man muss jedem Tierkreis-Prinzip, jedem Lebensprinzip unterstellen, dass es versucht - solange es an sich als letztes im sogenannten Tierkreis zu sehen ist - sich selbst zu erhalten. Im Moment ist der Stier das letzte Stadium im Tierkreis.

Wir wissen natürlich, dass das Fische-Zeichen bzw. das Fische-Prinzip das letzte im Tierkreis sein wird. Aber solange wir dort noch nicht angekommen sind und uns über das Stier-Prinzip unterhalten, ist der Stier im Moment das Ende des Tierkreises. Nun könnte man sagen, der Stier glaubt im Moment - wenn man das mal so ausdrücken möchte - er sei das Ende des Tierkreises. Das bedeutet, dass jedes Zeichen von sich aus erst mal annimmt, dass es sich selbst in seinem Kern erhalten muss. Dass also nach ihm nichts weiter im sogenannten Tierkreis folgt. Anders ausgedrückt: Der Stier hat noch keine Ahnung davon, dass nach ihm das Zwillings-Prinzip ins Leben gerufen wird. Insofern versucht jetzt das Stier-Prinzip sich selber zu erhalten. Und das heißt, dass - weil wir erst von zwei Prinzipien reden können - jetzt die Gelegenheit im Leben, im Tierkreis entsteht, sich selber zu sichern. Vorher im Widder-Prinzip gab es diese Möglichkeit noch nicht, weil mindestens ein Schritt in die duale Welt - also von eins zu zwei, von Widder zu Stier - getan werden musste. Aber der Stier wird jetzt grundsätzlich allen anderen ihm folgenden Lebensprinzipien die Möglichkeit geben, dass diese sich selbst sichern. Insofern ist Stier Absicherung.

Das kann man aber auch noch anders erklären. Wenn Sie sich vorstellen, dass unser ominöses Sandkörnchen eine bestimmte Form und Gestalt besitzt - aufgrund der Tatsache, dass es hier Materie, also verdichtete Energie darstellt - dass diese Form und Gestalt, wenn man sie gegen ein anderes Sandkörnchen vergleicht, jeweils unterschiedlich ist. Es gibt unterschiedliche Formen, es gibt unterschiedliche Gestalten. Wir machen als Denkhilfe jetzt den Versuch, uns einfach ein schönes zweites Sandkörnchen vorzustellen - was allerdings, wenn man rein über das Stier-Prinzip nachdenken würde, falsch wäre. Aber als Denkhilfe, als Denkbrücke tun wir das kurz. Und wenn man diese beiden Formen der Sandkörner, die unterschiedlich sind, gegeneinander stellt, dann könnte man sagen, dann grenzt sich die eine Form aufgrund ihrer Andersartigkeit gegen die andere Form ab. Wenn man nicht zwei Sandkörner vergleichen möchte, sondern einfach nur sagt, dieses eine Sandkorn befindet sich als räumliches Wesen, also als Materieteilchen in einem Raum, dann könnte man sagen: es gibt das Materieteilchen, und es gibt den Raum, in dem sich das Materieteilchen befindet. Und das Materieteilchen selber ist mit seinem äußeren Umriss gegen den Raum, in dem es sich befindet, abgegrenzt. Diese Abgrenzung - man könnte auch sagen, von innen Sandkorn und außen der Raum, in dem es sich befindet - diese Abgrenzung bedeutet, dass das Materieteilchen (dieses Sandkorn) selber versucht, sich zu sichern, sich abzusichern gegen eine Veränderung, die möglicherweise aus dem Raum kommend auf dieses Sandkorn trifft.

Das heißt die Materie, die Form, die Gestalt

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