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Luise Büchners Frauenherz: Gedichte
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eBook161 Seiten1 Stunde

Luise Büchners Frauenherz: Gedichte

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Über dieses E-Book

Luise Büchner war die jüngere Schwester von Georg Büchner, mit dem sie offenbar die literarische Begabung gemein hatte. Als "Hauspoet(in)" der Familie, erwarb sie sich autodidaktisch umfangreiches Wissen über Literatur, Mythologie und Geschichte. Was an ihren Gedichten auffällt, ist insbesondere die große formale Begabung. Büchners Gedichte sind stilistisch so perfekt und klassisch gebildet, dass viele davon auch einem Goethe Ehre gemacht hätten.
Dass das Privatleben der Autorin, wohl einer früh erlittenen Gehbehinderung geschuldet, nicht allzu glücklich war, strahlt auch in ihre Dichtung aus. Vielen Frühlingsgedichten steht eine Vielzahl erstaunlich pessimistischer und Todes-beeinflusster Lyrik gegenüber. Dass Luise Büchner in späteren Jahren sich feministisch engagierte, deutet dieser Lyrikband nicht an, auch wenn der Titel "Frauenherz" es vermuten lassen könnte. Auch ist dankenswerterweise keine religiöse Vereinnahmung festzustellen. Selbst wenn das Buch thematisch nicht gerade Neuland betritt, beeindrucken der virtuose Sprachgebrauch und die teils tiefe Emotionalität dieses Werks dennoch. Luise Büchner muss man angesichts dieses Bandes zu den großen lyrischen Begabungen des 19. Jahrhunderts zählen.
SpracheDeutsch
Herausgeberepubli
Erscheinungsdatum19. März 2015
ISBN9783737537230
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    Buchvorschau

    Luise Büchners Frauenherz - Sebastian Lange (Hrsg.)

    Impressum

    Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    Frauenherz - Gedichte -

    eBook Ausgabe

    von Luise Büchner, Herausgegeben von Sebastian Lange

    published by: epubli GmbH, Berlin

    www.epubli.de

    Projektbetreuung: © www.meisterhaft-lesen.de

    Cover/Titelbild: Sebastian Lange, Mansfeld (Südharz)

    Bild Vorwort: Luise Büchner (Grafik um 1870), Gemeinfrei

    Satz: Sebastian Lange, Mansfeld (Südharz)

    Originalverlag: Luise Büchner: Frauenherz. Berlin 1862

    © Sebastian Lange

    www.meisterhaft-lesen.de

    ISBN: 978-3-7375-3723-0

    Der Inhalt dieses E-Books wurde mit größter Sorgfalt erarbeitet. Dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Verlag und Herausgeber übernehmen keine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für eventuell verbliebene Fehler und deren Folgen.

    Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Übersetzung, des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelne Teile. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der Literaturagentur / des Verlages / des Herausgebers reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

    Inhaltsverzeichnis

    Impressum

    Vorwort

    Jugendklänge

    Guter Rath

    Erinnerung

    Ein Traum

    Frühlingsgruß

    Frühling

    Am Baume

    Die Glockenstimmen erschallen

    An Marie

    Sanfter Trost

    Jugendträume

    Stille Frage

    Vergebens

    Hoffe doch nicht

    Duldung

    Wahrhaftigkeit

    Schönes Bild

    Die Rosen

    Herbstesschwere

    Zu einem »Lied ohne Worte«

    An Auguste

    Sonette

    Wie oft gedenkt mein Herz der schönen Sage

    Wollt' ich vom Herzen fort den Felsen rollen

    Spätere Tage

    Ein Liebesbote

    Willst ruhig du durch's Leben geh'n

    Die Mondesbrücke

    Frühlingslied

    Die Buche

    Am Rheine

    Einsamkeit

    Todte Freundschaft

    Ein Felsenherz

    Charfreitag

    Im schmerzlichsten Gefühle

    Liebesklage

    So tief verwundet ist dies Herz

    Treue

    Trauer

    Zweifel

    Weiser Vorsatz

    Den Kranken

    Der Liebestempel

    Dichtersegen

    Es trat Alltäglichkeit

    An Viele

    Warum o armes Herz

    Eine trübe Stunde

    Segen der Natur

    Höchstes Leid

    Rechtes Streben

    Herbstlied

    Am See

    Wenn der ein Dichter ist

    Am Grab des Bruders

    Die Zürcher Glocken

    Lieder

    Kam die Liebe in mein Herz gezogen

    Das hab' ich nicht gedacht

    Wenn diese Stirne trüb der Gram umdüstert

    Weiche Luft, nach Sonnenbrande

    Erzählende und Gelegenheits-Gedichte

    Das Kind an der Quelle

    Der Sclavin Teppich

    Der Morgen graut in jener fernen Zone

    Der Morgen graut im heim'schen Abendlande

    Schiller

    Zu einer goldnen Hochzeit

    Einer Jugendfreundin

    Bei Ueberreichung einer Turnerfahne

    Der erste Minnesänger

    Petrarch und Tasso

    Rodomonte

    Lorenzo di Medici

    Die niedren Hütten, wie die stolzen Hallen

    Lorenzo folgt dem allgemeinen Drange

    Vittoria Colonna

    Armin's Klage

    Die Ehekämpen

    Einst zu Turin am Hofe versammelte zum Feste

    Es war am zwölften Mai

    Unwegsame, rauhe Pfade mußte nun Herr

    Corsant zieh'n

    Manchen Tag noch zog der wackre Reiter

    Im Schatten dieser Bäume

    Zu leben und zu sterben am reichsten Glücke arm!

    Welch heitres Leben wogte auf dem Schlosse

    Frisch wie des Gletschers Quelle

    Und wieder wogt's geschäftig durch die Hallen

    Vorwort

    Mit einem Gefühl von Wehmut und Freude nehme ich dieses

    halb vergessene Werk wieder zur Hand, um eine Neuauflage desselben vorzubereiten.

    Hierbei wurde die alte Schreibweise beibehalten.

    Die Neuauflage stützt sich auf dem Original von Luise Büchners Frauenherz.

    Erschienen 1862 in Berlin.

    [Sebastian Lange, Mansfeld im März. 2015]

    Grafik1

    Luise Büchner (* 12. Juni 1821 in Darmstadt; † 28. November 1877) war die Tochter des Chirurgen Dr. Ernst Büchner und die Schwester von Georg Büchner, Ludwig Büchner, Wilhelm Büchner und Alexander Büchner. Durch einen Unfall war Luise gehbehindert; als kleines Kind war sie ihrem Kindermädchen aus dem Arm gefallen. Dabei zog sie sich eine Rückenverkrümmung zu, die sie zeitlebens behinderte. Autodidaktisch hatte sie sich umfangreiches Wissen vor allem in Literatur, Mythologie, Geschichte und Fremdsprachen angeeignet. Nach dem Tod der Eltern lebte sie zusammen mit ihrer ebenfalls ledigen Schwester Mathilde (* 1815, † 1888) im Haushalt des Bruders und Arztes Ludwig Büchner.

    Sie vertrat in ihren Schriften besonders den Bildungs- und Berufsanspruch der Frau. Zusammen mit Großherzogin Alice gründete sie 1867 den Alice-Frauenverein in Darmstadt, dessen Vizepräsidentin sie bis 1877 war. Ziel des Vereins war, die bisher nur karitativ ausgeübte Pflege von Kranken und Verwundeten zum bezahlten Frauenberuf zu machen und sich für die Bildung und Erwerbstätigkeit der Frauen einzusetzen. Der Verein schuf neben dem Alice-Bazar zum Verkauf von Produkten der Frauenarbeit das Alice-Hospital Darmstadt, ein Lyzeum, eine Industrieschule und ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen.

    Aus Anlass einer Konferenz des preußischen Kultusministeriums wurde Büchner 1873 als erste Frau gebeten, zu den Unterrichts- und Erziehungsfragen in der Mädchenschulbildung eine Stellungnahme vorzulegen. Luise Büchner wird heute noch neben Luise Otto oder Fanny Lewald als eine der bahnbrechenden Frauen des 19. Jahrhunderts angesehen. Nach ihr wurde die Bibliothek des Deutschen Frauenrings benannt.

    Werke: Biographie, Gedichte (Frauenherz), Erzählungen (EinDichter, Der Matrose vom Alabama, Der kleine Vagabund, DieFee von Argouges), Märchen (Weihnachtsmärchen für Kinder), Essays und Vorlesungen (Die Frauen und ihr Beruf, DeutscheGeschichte von 1815-1870)

    Jugendklänge

    Grafik2

    Guter Rath

    Still mußt du werden, pochend Herz,

    Still wie der Stern am Himmelszelt,

    Wie er, mußt unberührt du steh'n

    Vom nicht'gen Treiben dieser Welt.

    Still mußt du werden wie der Fels,

    An dem sich wild die Brandung bricht;

    Ob auch ein Schifflein jach zerschellt

    An seinem Fuß, er fühlt es nicht.

    Still mußt du werden wie der Schwan,

    Der lautlos schwimmt den See dahin,

    Wie einsam er die Fluth zertheilt,

    Mußt du des Lebens Kreise zieh'n.

    So stolz mußt steh'n du, so allein,

    Dann

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